Quellwasserfassung Leim

Grundwasserschutzzonen · Vordemwald · Aufgehoben am 25.04.2025

Dokument

Nummer
046.782
Art
Grundwasserschutzzonen
Gemeinde
Vordemwald
Kanton
Aargau
Ebene
Kanton
Genehmigt durch
AFU
Beschlossen
18.01.1990
In Kraft seit
18.01.1990
Aufgehoben
25.04.2025

Karte

Der Kanton veröffentlicht für dieses Dokument keinen Perimeter. Die Karte zeigt Vordemwald mit den Bauzonen.Ganze Karte öffnen

Dateien

GWSZ-046.782-E.pdfIn neuem Tab öffnen

Text

2

J

Geologisches Büro Dr. Heinrich Jäckli AG 8049 ZUrlch Limmattalstrasse 289 5400 Badeh Kronengasse 39

Schutzzonenreglement

für die Quellfossung Leim der Gemeinde Vordemwold /AG

?tsr(-)d Gr.o\\a^

lz EWv

+3r*.!1y\4,1/t &a,i*\'\d\9mit Schulzzonenplon I'IOOO

23.Juni 1989

GEI4ETNDE VORDEI.,IWALD/AG

S CHUT Z Z ONENREGI;E}fENT

FüR DIE QUELI,FASSUNG

LEI}I DER GEMETNDE VORDEMWALD/AG

vom 23. aruni L989

Vorprüfung gem. Gewässersc.h utzgesetzgebung

durchgeführt am: Z B, .ir.tiri l98g AARG. BAUDEPARTEMENT ABTEILUNG UMWELTSCHUTZ

Vom Gemeinderat Vordemnald verfügt am:

Der Gemeindealnmann!

\. til*lo

U/tr,nrZ"^,

| 8, Jan, 1990

Der Gemeindeschreiber:

1;

-2Rechtliche Grundlagen

Art. L.l- Bundesgesetz über den Schutz der celrässer gegen Verunreinigungf (cewässerschutzgesetz) vom 8. Okt.ober 197t, Art. 30.

I.2 Einführungsgesetz zum Eidgenössischen Gewässerdchutzgesetz von LL.,Januar !977, Arl.36. 1

3 Verordnung zum Einführungsgesetz zun Eidgenössischen GewässerschutzgeseEz von 16. üanuar L978, Art. 8.

I.4 Wegleitung zur Ausscheidung von Gewässerschutzbereichen, rcrundwasserschutz z onen und Grundwasser-

schutzarealen, Bundesamt für Unweltschutz, LgB2.

cegenstand, Planunterlagen

Art. 2 L Das Reglement bezieht sich auf die urn d.ie guellfassung

Leim der Gemeinde Vordemwald ausgeschiedenen Schutzzonen. z .2

Grundlage für die Ausscheidung der Schutzzonen bil_d.en

die Erläuterungen des ceologischen Büros Dr. Heinrich Jäck1i AG, Zürich und Baden, von 3. Mai t_989. Für die definitive Begrenzung der Schutzzonen ist der Schutzzonenplan L:1000 des Geologischen Büros Dr. Hej.nrich Jäckli AG von 23. Juni 1999 massgebend. 2

3

Baurechtll-che Vorschriften, die Bestinunungen über den Natur- und lleirnatschutz und die übrigen Bestimrnung:en

des Gewässerschutzes bleiben vorbehalten.

-3Zone S fII , ttTdeiteretr Schutzzone

Art. 3 3

In der Zone S III beschränkungen:

geLten folgdnde Nutzungs-

1 Industrielle und gewerbliche Bauten, Betriebe und Anlagen, in d.enen wassergefährdende Stoffe.erzeugt, verwendet, ungeschlagen, befördert oder gelagert werden, sind verboten:

3.2 Während der Ausführung von Hoch- und Tiefbauten gelten die in Anhang L aufgeführten Bestinmungen. 3.3 Offene Materiallager von grundwassergefährdenden Stoffen sind verboten. 3.4 Sickerschächte sind verboten

3.5 Kiesgruben, Steinbrüche und andere Materialentnahmen sind. verboten.

3.6 AuffülLungen oder Deponlen sind nur mit nicht wassergefährdendem, unlöslichem Mat,eria1 zugelassen und be-

dürfen einer Bewilligung der zuständigen.Fachstelle des kantonalen Baudepartementes. 3

.7 LandwirtschaftLiche Nutzung, ist unter den nachstehenden Einschränkungen erlaubt. Beim Ackerbau sind Eracheperioden durch den Anbau von g'eeigneten Gründüngungs- und ZwischenfutterpfLanzen auf das Minimurn zu beschränken.

-4-

Zu beachten sind die im nachgeführten pflanzenschutzmittel-Verzeichnis der landwirtschaftlichen Forschungsanstalten aufgeführten Beschränkungien. produkte, dle einern Anwendungsverbot unterlleg'en, haben einen entsprechenden Hinweis auf der packung' und sl_nd irn pflanzenschutzrnittel-Verzeichnj-s nit einem Signet gekennzeichnet. Es gilt die g'emäss PflanzenschutzrnittelVerzeichnls laufend riachgefithrte Ll-ste (stand IgaB/992 vgJ-. Ll-ste irn Anhang 2). Das Ausbrj.ngen und Beseitigen von Dünge- unci Spritznitteln über das Mass der landwirtschaftlichen Bedürfnisse ist verboten. Insbesondere darf keine Jauche auf

wasserg'esättigten, gefrorenen oder schneebedeckten Boden ausgebracht werden. Volr 1. Novenber bis 1.. IlIärz ist das Ausbringen von stickstoffhaltigen Düngern verboten. Das Ausbringen von Klärschlarnm ist verboten.

Die zwischenlagerung vön llist lm Feld j_st verboten.

-5-

Zone S II,

Art. 4 rrengererl Schutzzone

ZusätzLich zu den in Art. 3 aufgeftihrten Beschränkungen gelten in der. äone S II folgende Nutzungsbeschränkungen :

4

4

1 Fassungsfremde Hoch- und Tiefbauten sind verboten. .2 Landwirtschaftliche Nutzung ist unter den nachstehenden Einschränkunqen erlaubt. 1

Die entsprechenden Vorschriften, Richtlinien und Enpfehlungen des Bundes und anderer Stellen über die Anwendung von Dünge- und Spritzmitteln sj"nd einzuhalten. Insbesondere gilt Art. 3.7 des vorliegenden Reglementes.

fn der Zeit von I. VIärz bis 1. November kann das Ausbringen von Jauche auf Zusehen hin und unter folgenden Einschränkungen zugelassen wet'den:

: Pro Gabe dürfen nicht mehr al.s 30 rl3 je ha ausgebracht $rerden. Pro Jahr und Hektare sind naximal 100 n3 zulässig, weLche gleichmässig zu verteilen sind.

- ErdverLegte Leitungen für Jauche sind nicht gestattet.

- Ansamnlungen von ;rauche sind zu vermeiden.

-6-

- Das oberflächliche Äbfliessen von ,fauche gegen dle Fassung ist strlkte zu vermeiden.

- Das Ausbringen von Jauche während oder unrnittelbar ' nach schqreren RegenfäIlen ist, verboten. pro ,fahr auf zwei bis drei caben zu max. 20 t/ha beschränkt. Das Anlegen von TeIdmiststöcken ist verboten. Das Ausbrinqen von }Ilst ist

t4

.3 obst- und Gemüsebau sowie vergleichbare landwirtschaftIiche htensivkulturen, Container-Pflanzschulen u. ä. sind verboten.

4.4 Die Abgrenzung der Zone S II ist zu markieren.

N

zone S I,

rrFassungsbereichrt

Art, 5

Zusätzlich zu den in den Artikeln 3 und 4 aufgeführten Beschränkungen gelten in der Zone S I folgende Best5-nmungen:

5.L Ausser Dauerwiesen, Bäumen und Sträuchern, ist jede Nutzung untersagt. Insbesondere ist verboten: - das Erstellen von'fassungsfremden Bauten, AnJ.agen und l{ateriallagern aller Art, - jegliche Verletzung der Humusschicht bzw. der Grasnarberr

- Weidegang, - jede Verwendung von Dünge- und pflanzenschutzrnitteln oder llerbizl,den.

5.2 Die Zone s I ist durch die Gemeinde zu enrerben und, falls zur Durchsetzung der Beschränkungen nötJ.g. . einzuzäunen.

-8-

S

chlussbestirnmungen

Art. 5 1. Für alLe in vorJ_iegenden Reglernent nicht enthaltenen

Nutzungsarten werden die notwendigen crundwasserschutz_ massnahmen g€mäss der rrWegleitunq zur Ausscheidunq.von Gewässerschutzbereichen, Grundwasserschutz zonen und

crundwasserschutzarealenr des Bundesamtes für Urnwelt_ schutz 1982, jeweils im Einvernelunen mit der zuständi_ gen Fachstelle de! kantonalen Baudepartementes festgelegt und von Geneinderat Vordemwald verfügt.

6.2 .In begründeten AusnahmefäIlen kann der Gemeinderat Vordenwald, im Ej.nvernehmen rnit der zuständigen Gewässerschutz fachstelle, Erleichterungen für d.en VoIl zug der angeordneten l{assnahnen und unbedeutende Abweichungen vom Reglernent bewilligen.

6.3 Die Eigenturnsbeschränkungen g.ernäss vorliegendem Reglenent sind in Grundbuch anzumerken. 6 .4

Der Geneinderat Vordemwald ist für den VoIIzug dieses Reglenentes zuständig.

Eingetragen! Zoringsn, | 5. 0KT.1990 D.er Orundbuchverwaltof

ANHANGl

Gewässerschutz

auf der Baustel

hutzzonen

l,lährend der Ausführung zulässiger Bauten im Bereich der Schutzzonen sjnd fol gende Gewässerschutzrnassnahmen zu beachten:

- Die Baumaschinen sind abends und wochenends absejts der Baugrube resp ausserhalb der Schutzzonen abzustellen. Für Gnossbauste'l'len sind

Instal Iati onspl ätze e inzurichten.

- Reparaturen und Reinigungsarbeiten an Maschjnen und Fahnzeugen dürfen auf den Baustelle selbst nicht ausgeführt werden.

- Für das Auftanken der Maschinen und Fahrzeuge sind spezielle, m,it den

vorgeschri ebenen Si cherheitsei nri chtungen versehene Bauste l l entanks zu verwenden. 0elfässen dürfen nicht verwendet werden.

- Kannen, Kanister usw. mit Schmjermittein und anderen, das Gnundwasser gefährdenden Flüssigkeiten dürfen nicht auf der Baustelle herumliegen Sje müssen in 0elwannen nit 100% Auffangvolumen und.unter Verschluss aufbewahrt werden.

- Bauabfälle dürfen keinesfa'lls als Auffüllmaterial in der Baugrube deponiert werden. Jegliches Entleeren von FIüssigkeiten in die Baugrube ist untensagt. - Für die Eauabfäl1e der verschiedenen Handwerker sind Mulden bereitzustel I en.

- Falls eine Betonmischmaschine,zum Ejnsatz gelangt, ist der Platz, auf welchem die Betonmischmaschine zu stehen kommt, dicht zu gestalten. Die anfallende Bojake ist vor dem Ableiten in Absetzbecken zu rein'igen, Sie

darf weder in die Kanalisation noch in ein öffentliches Gewässer abgege-

ben werden.

- Die Lagerung oder Verwendung geöiter oder geschmierter Spundwände im Bereich von Schutzzonen ist verboten. - Baulatrinen müssen an die Kanalisation angeschlossen werden. - Eingriffe ins Grundwasser wie z.B. Pfah'lfundationen, Spundwände, und Grundwasserhaltungen, dürfen nur vorgenommen werden, wenn dafür eine Bewil 1 igung des Kantonalen Baudepartementes vorl iegt,

- Alle auf der Baustel le beschäftigten Personen sjnd durch persönliche Instruktion und durch Anschlag auf diese Vorschriften aufmerksam zu

l]lachen.

ffi**)tr i*^r

Kantonale zentralstelle für pflanzenschutz Aargau, LandH. schule, 5630 f{url/AG

xl{lo{

schutzzone S von Grund- und Qualtwasseirässünsön-veibötön"ist

Llste der Pflanzenschutzmlttel,,deren

A^EgAU

Anwendung In der ganzen

Llste erstellt genäss pflanzenschutzmtttet-verzelchnls

HLrkrtoff

'

Aklicarb Daz6oet

DIITl

Eln6qtzbcrolch

nulturon

.tircoht,t=1d Rlibonbou

und llenatlzfd

Gortonbau

Funglzld

OoE{lr6brq

und

Ncnrtlzr.d

ltltt.I lrrdpdrat

Firtre

o!ft-

lnrondung

iOl

2

Hlkrogranulrt zur gtr.uaE

t lrkDtoff_

gohqlt

-.--.6-.._.J..._.., - -

&laagr tlr

Tnrlr( 10 d

Eandoz

FOltcosrN

Plora-gtauff,or

-8st

3

gtr!upulv.r

BASIHTD-

EASF

98r

3

gtr6uDuly.r

Baunschulsn Erdbccron Baunrcbul,cn

t988/89

GRNTIOLAI

ßh6no_Foulqnc

Hdeg

sandoz

PIOar-8tauf,for

DnzoüEt

Lou-Cyger

Dlnofuron +

car$etanld tletazrchlor

EorElzld

ndpr

.gsibtzld

Rhön.-poul.ns :_______--___--_ --;_______.-__ Eapr B0TISIN A BisF

pnADONi TS

csmtlcsbau

Hqog

Erdbosron

$rotg;lchlor + tiapropalld

Farblzld

RapE

Bqndöz

,5t

tlP ru!

gDrltr.n

+50t

t3,t$

500 sfll

5g

SCzur

sc rur liprltron sc ru!

Dtr?AltrC& tt&Os Giosfrlod

t08 +32t

351 sll

110 grrl

frol'

{'1, 9t +15r5E

500 s/]l 172 sll,

{

6Drltz.!

lfetazrchlor

Eorblzld

Kcrtef,foln

Tnl,rs

slogfricd

Oryzclla

Eorblzld

obstbau

DUOP.f,tf

ualg

il2,0t o. +ll;3t D,

{

itp aur

6t (+ and- es)

I

llP rur

20t

{

E€ 1ur

+ orboacarb + DluEoD

Robbau

6pargolu

oxadiryl (+ and. tS)

auaglzld.

Krrtoffcln

sANDoEiN [{

Eaudoz

.aothorldln

Eorblzld

Frldbau

GRASIDIII

Slcafrlrd

ccmü!6bau

Erdb66ron

TcÄ

Errblztd

nobubau EaD! Brachc

gD!ltzen

gDrltr.n 8pr I tz.!

BDrltu.n

8.88/PJ

Ecrblztd

illoron gcldcb

f

J

Tcr llA1t

dlvorgr Flraon

-97t

5

Hc :ur SDrltr.a

44, 4$ 360 <t ll

I

Eg rlur

9 I

QUECKEN-

VERTILCTR

Trlclopyr

) o

GAnI.oN !

A

ttacg

EDrltz.E

lo

N

Beiloge zum Schutzzonenreglement

vom 23.Juni 1989

Quellfossung Leim Gemeinde Vordemwold /AG

Schutzonenplon I' IOOO

Legende '

ffi i-;il I

Zone S I

" Fossungsbereich "

Zone S ll

"engere" Schutzzone

i.i l

Zone S lll "weitere" Schulzzone

L---J

Plan Nr: 89 5O7

Geologisches Büro Dr. Heinrich Jäckli AG

Format : 30/58 Zeichner: Jo

7370

Zwelgbüro 5400 Baden

W6ttingeßtrasse 34

\ r'' .)

^

/

Leim

\

.,.\

\ :l K

2 297

i

I

IB

I

,r5

<)

ls

I

296

Ct

e08

s

q

1d

/ ?90

(

ä -11

o

909

1,,0

D ts

t-

o_

s

bo

sil

a

291

.d

./

ä

o

-A

\-

)

b- ------4

N

4

löt

o o

Jo to ro

()

.q'

26

--

530

aL__ 82

chöch/isberg

-.-_28S

b-2A\ \

--?'

857 59

I

831

/

i:. ,, *..L-_..

/

\

\ \