Gesamtüberbauungsplan Bahnhofgebiet 7. Änderung

Quartierplanverfahren · Chur

Dokument

Nummer
05.GDEf1
Art
Quartierplanverfahren
Gemeinde
Chur
Kanton
Graubünden
Ebene
Gemeinde
In Kraft seit
10.11.2005

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3901_B_GÜP_Bahnhofgebiet_SRB_Ä7.pdfIn neuem Tab öffnen

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Stadt Chur

Beschluss des Gemeinderates Sitzung vom 10. November 2005

Bahnhofgebiet Chur, Gesamtüberbauungsplan 6. und 7. Änderung, Teilplan Areal Hauptwerkstätte SBB; Umweltverträglichkeit 1.

Der Teilplan „Areal Hauptwerkstätte SBB" des Gesamtüberbauungsplans „Bahnhofgebiet Chur" vom 28. Juni 2004 bzw. 21. Juli 2005 (6. und 7. Änderung), bestehend aus den in, Art. 4 der Quartierplanbestimmungen aufgeführten Bestandteilen, wird genehmigt. Die gegen

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die 6. Änderung gerichteten Einsprachen werden in einem separaten Entscheid behandelt. 2.

Der Gemeinderat stellt gestützt auf den Umweltverträglichkeitsbericht vom 16. Juni 2004 und den Beurteilungsbericht des ANU vom 6. September 2004 fest, dass die Gesamtüberbauung mit Parkhaus im Areal Hauptwerkstätte SBB unter folgenden Anordnungen und Auflagen umweltverträglich errichtet und betrieben werden kann: a) Vorgängig der Baueingabe sind die nachfolgenden Abklärungen und Untersuchungen zuhanden der Baugesuchsunterlagen vorzunehmen: -

Es ist der Nachweis zu erbringen, dass im Gebäude D1 an allen Orten mit empfindlicher Nutzung der Anlagegrenzwert von 1 µT nach NISV eingehalten ist. Es ist der Nachweis zu erbringen, dass die von der Parkierungsanlage via Portal verursachten Lärmimmissionen die Planungswerte für Industrie- und Gewerbelärm nach Anhang 6 LSV einhalten. Es ist darzulegen, mit welchen emissionsmindernden Massnahmen bei den energie- und haustechnischen Anlagen die projektbedingten Mehrimmissionen kompensiert werden. Das Projekt ist entsprechend anzupassen.

b) Mit dem Baugesuch sind weiter folgende Unterlagen einzureichen: -

Ausführungspläne zur Liegenschaftsentwässerung und zum Mühlbachkanal; Emissionserklärung mit Kaminhöhenberechnung, wobei die BUWAL-Empfehlungen über die Mindesthöhe von Kaminen über Dach vom Mai 2001 einzuhalten sind; Garantiewerte des Herstellers für den maximalen Schallpegel der Lüftungsanlage. Diese Unterlagen müssen vor Erteilung der Baubewilligung dem ANU eingereicht werden. Mit dem Bau darf erst begonnen werden, wenn die gewässerschutzrechtlichen Bewilligungen vorliegen.

c) Der Stadtrat wird angewiesen, in die Baubewilligung folgende Auflagen aufzunehmen: -

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Für die Bauausführung ist eine fachlich kompetente Umweltbaubegleitung beizuziehen. Dem Umweltbaubegleiter obliegen u.a. die Ausarbeitung der Vergabekriterien aus dem Umweltbereich und die Kontrolle der Umsetzung der im UVB enthaltenen Umweltschutzmassnahmen sowie der Auflagen in der Baubewilligung. Vor Baubeginn ist dem ANU über das Bauamt der Stadt ein Entsorgungsnachweis in Form einer Entsorgungserklärung für Bauabfälle einzureichen.

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D ie se lb e trie b e ne B a u m a sc hine n m it üb e r 18 kW Le istu ng m ü sse n m it P a rtike lfil te rn au sg e rüstet se in . Z ud e m ist fü r alle auf de r B a uste lle e in g e se tzte n A rbe itsm a schine n m it B e nz in m o to r sc ha dstoffa rm e s G e räte be nz in zu ve rw e nd e n. D ie dire kte n A nw o h n e n d e n im B e re ich de r B a uste lle un d entla ng de r T ra nsp o rt ro ute n sin d durch die B a u h e rrsc ha ft od e r de re n S te llve rt re tung üb e r die B a u p ha se n und die da m it ve rb un d e ne n Lä rm b e la stun g e n z u o rie ntie re n. D ie öffe ntlic h zug ä n g lic he n P a rkp lätze (Di e nstle istun g s b e trie b e usw .) sind zu be w irt sc ha fte n . D ie erste P a rkie run g s stun d e so ll ge m ä ss de n V o rsch lä g e n de r A rbe itsg rup p e K o o rd in a tio n P P B e w irt sc ha ftu ng de r B a u-, P la nu n gs- un d U m w e ltsch u tzdire kto re nko nfere nz de r O stsc hw e iz (P P U K -O st) vo m 8. Mai 2000 höher belastet werden als die Folgestunden.

d) Der Stadtrat wird angewiesen, in der Gürtelstrasse im Rahmen des Strassenunterhalts einen lärmarmen Belag einbauen zu lassen. e) Der Stadtrat wird angewiesen, sicherzustellen, dass die öffentlich zugänglichen Parkplätze im Parkhaus HW-Areal (Areal D) in das projektierte städtische Parkleitsystem eingebunden werden. Die hierfür notwendige Infrastruktur im Parkhaus selber ist bei der Erstellung zu realisieren. · f)

Der Stadtrat wird angewiesen, sobald als möglich die erforderlichen Verfahren einzuleiten, damit die vom ANU beantragten Massnahmen (Umwandlung der Gürtelstrasse zwischen Einmündung Wiesentalstrasse und Oberalpstrasse in eine Tempo-30-Zone und bauliche Gestaltung gemäss BUWAL-Wegleitung für Strassenplanung und Strassenbau in Gebieten mit übermässiger Luftbelastung) oder - mit vorgängiger Zustimmung des ANU - mindestens gleichwertige Massnahmen bis spätestens ein Jahr nach Inbetriebnahme des Parkhauses getroffen werden.

3.

Die Aufwendungen für die Verlegung des Mühlbachs gehen zu Lasten der Bauherrschaft.

4.

Die Anpassung des GÜP im Areal F am Bahnhofplatz vom 25. Juni 2004 (Teilplan Areal F) wird genehmigt.

5.

Die GÜP-Teilpläne HW-Areal (6. und 7. Änderung) und Areal F sind im Grundbuch anzumerken.

6.

Für die Behandlung des GÜP und des UVB durch die städtischen Behörden ist von den SBB eine Gebühr von Fr. 10'000.-- zu bezahlen.

8. Einspracheentscheid 1.

Die Einsprachen werden, sofern darauf eingetreten werden kann, im Sinne der Erwägungen gutgeheissen.

2.

Der Gesamtüberbauungsplan Bahnhofgebiet, 6. Änderung, wird gemäss separatem Beschluss des Gemeinderates mit den dort festgelegten Auflagen und Bedingungen genehmigt.

3.

Für das Einspracheverfahren werden keine Gebühren erhoben. Ausseramtliche Entschädigungen werden nicht zugesprochen.

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4.

Mitteilung an: Departement 3 Hochbauamt Rechtskonsulent Finanzverwaltung Finanzkontrolle

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