Schutzzonen PW Rothenbrunnen
Grundwasserschutzzonen · Rothenbrunnen
Dokument
- Nummer
- 1985_273
- Art
- Grundwasserschutzzonen
- Gemeinde
- Rothenbrunnen
- Kanton
- Graubünden
- Ebene
- Gemeinde
- Behörde
- Gemeindeverwaltung
- In Kraft seit
- 04.02.1985
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3637_B_1985_RB273_WV_Rothenbrunnen.pdf
A m t für Umrc-tt-fhutz
Die Regierung des Kantons Graubünden
jL ~i r J
Il Gov erno Nr,"1 § ì é"aF||9ffi¥ Gridoni ail Caniun Grisnh in del Cantone dei C pS |A |WO 1 P I K U | Vis Datupi Bemerkungen
Sitzung vom
4 . F eb r u a r 1985
Nr.
5. FEB. 1985
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273
Nach Ei n s i ch t n ah me i n d a s h y d r o g eo l o g i sc h e Gu t ac h t e n No. 1 5 4 4 d e r Büc hi un d M ül l er AG, b e r a t e n d e G eologen SIA/ASIC, F r a u e n f e l d und Chur, b e t r e f f e n d d i e A ussc heidun g von S chut zzon en f ü r d a s Grundwasserpumpwerk d e r Was se rver sorg un g R othenbrunnen s o wi e g e s t ü t z t a u f A r t . 30 de s B u nd e s g es e t ze s Uber den S c h ut z d e r G ewässer gegen Ver u n r ei n i g un g vom 8 . Ok t o b e r 197 1 und a u f A r t . 23 d e r g r o s s r ä t l i c h e n G ewä ss ers c hu tz vero rdnun g vom 3 . Ok t o b e r 1 973 b e s c h l i e s s t d i e Reg i er u n g : 1 . Von den S c h ut zz o ne n f ü r d a s Grundwasserpumpwerk d e r W a s s e r ve r s o r gu ng R othenbru nnen gemäss B e i l a g e n 1 , 2 und 3 d es h y d r o g e ol o g i sc h en G u t a c h t en s No. 1544 d e r Büchi und M ül l er AG w i rd K en n t n i s genommen. 2 . Den im Anhang d e s G u t a c h t e n s Büc hi und M ü l l e r AG f e s t g e h a l t e n e n N ut zungsb eschrä nkungen und Schutzmassnahmen i s t u n t e r Be r üc k s i c h t i g u n g d e r G r un d s ä t z e d e r V e r h ä l t n i s m ä s s i g k e i t und d e r R e c h t s g l ei c h h e i t an gemessen Rechnung zu t r a g e n . Abweichungen b e d ü r fe n e i n e r e x a k t e n Abs prac he m i t dem Amt f ü r U mwel tschutz. 3 . Die Gemeinde Rot henb runnen wi r d a n ge h a l t e n , b e i d e r n ä c h s t e n R e v i si o n i h r e r O r t s p l a n un g d i e S chut zzon en d e r Gr u n dwa ss e r f a s s un g zu b e r ü c k s i c h t i g e n und a l l f ä l l i g e K o n f l i k t e mi t d en Bauzon en zu b e r e i n i g e n . 4 . Die Gemeinde R ot henbru nnen wi r d an g eh a l t en , i n a b s e h b a r e r Z e i t ei n e n E r s a t z f ü r d a s g e f ä h r d e t e Grundwasserpumpwerk i h r e r T r i n kw a s se r v e r s or g u n g zu p l a n en und z u r e a l i s i e r e n .
\
i
2
5 . G e s t ü t z t a u f Z i f f e r 3 d e r Gebührenordnung f ü r den G ewäs se r s c h u t z vom 1 3 . November 1978 (GO, BR 81 5. 3 50 ) w i rd e i n e Gebühr vo n Fr. 100.— e r ho b e n. D i e s e r B e t r a g wi r d dem K o nt o ko r r e n t d e r Gemeinde b e i d e r S t a n d es b u c h h al t u n g Graubünden b e l a s t e t (Konto 6 1 8 . 2 5 0 ) . 6 . M i t t e i l u n g a n den Gemeind evorst and 7405 R o th e nb run n e n, a n d a s Amt f ü r Umwel tschut z, u n t e r E r s t a t t u n g d e r Ak ten , a n d a s Amt f ü r Raumplanung, a n d i e F i n a n z k o n t r o l l e und a n d a s B a uund F o r s t d e p a r t e m e n t .
Schutzzonenreglement
Anhang 1
NUTZUNGSBESCHRAENKUNGEN , SCHUTZMASSNAHMEN , BEWILLIGUNGSPFLICHT gemäss : Wegleitung zur Ausscheidung von Gewässerschutzbereichen, Grundwasserschutzzonen und Grundwasserschutzarealen (Bundesamt für Umweltschutz,Okt.1977,Teilrevision 1982)
1. Allgemeines In den nachstehenden Tabellen kommen d ie folgenden Abkürzungen zur An wendung:
+ +
2
zugelassen mit Einschränkungen gemäss Armerkung 2 zugelassen nicht zugelassen
-
im Gr undsatz nicht zugelassen; Ausnahmen sind höchstens unter den in Anmerkung 7 angegebenen Bedingungen möglich
Ganzen Text zeigen
b
nur in Ausnahmefällen zulässig; die zuständige kantonale Be hörde kann nach Prüfung des Einzelfalles Ausnafmen bewilligen
-
2. Land-und forstwirtschaftliche Nutzung sowie Verwenden chemischer Pflanzenschutzmittel u.ä.
Nutzung
Sl S2
S3
A.
Bodennutzung + + +
B.
Graswirtschaft Meidegang Ackerbau Gartenbau: Obst-,Mein- und Gemüsebau sowie vergleichbare landw. Intensivkulturen, Kleingärten Container-Pflanzenschulen u.a. Wald Düngung Gründung (abgemähtes Gras liegen lassen) Ausbringen von G ülle odér Mist Ausbringen von Klärschlamm^ - nicht hygienisiert - hygienisiert (Futter- und G emüseflächen) Ausbringen von Kehricht-Reifekompost® Ausbringen von Kehrichtroh- oder Frischkompost® Anwenden von Handelsdüngern Lanzendüngung Qüngen im Maid mi t flüssigen Hof- und Abfall düngern
> I
C.
+4 „4
+ + +
+
-+ +b •f
Zubereiten und Anw enden von Brühen des Pflanzenschutzes u.a.m.^'° Zubereiten von Brühen mit Pflanzenschutzmit teln, Wachstums-Regulatoren, Keimhemmern, Holz Schutzmitteln und anderen chemischen Hilfsstof fen Anwenden von chemischen Pflanzenschutzmitteln und ä hnlichen Agrikultur- und Forstchemikalien (einschliesslich Phytohormonen): - in der Landwirtschaft nach der Verord nung ü ber den Verkehr mit landwirtschaft lichen Hilfsstoffen9 Q - in der Forstwirtschaft' - an und auf Geleisen - in den übrigen Gebieten, wie an Strassen oder Wegrändern und an Böschungen, in Park- und S portanlagen, im Z ierpflanzen bau u.a.m.
0.
b11 In „ii +n
Bewässerung Oberflächenwasser Gereinigtes, pflanzen- u. bodentoxikologisch unbedenkliches Abwasser au s ARAs
E.
Uebri ges ^2 GUllengruben, erdverlegte Güllenleitungen, Güllenzapfstellen Ueberflur-Güllenbehälter Güllenteiche Mistablagerung - bei der Stallung (auf Mistplatte) - Zwisehenlagerung im F eld sowie Kompostmieten Rauhfuttersilos Beseitigen von G ülle und M ist, d.h. Uber da s Mass der pflanzenbaulichen Bedürfnisse hinausgehend (z.B. Enddeponie)
+
+14
A
l
- A 2
Anmerkungen (Literaturzitate im Anh ang d er Wegleitung) 1
Bäume und S träucher sollen in der Zone S l nur dann angepflanzt oder erhalten werden, wenn der Grundwasserspiegel genügend tief liegt, um eine Gefährdung der Fassung durch eindringende Wurzeln a uszuschliessen.
2
Un eine Ueberdüngung des Bodens zu vermeiden, sollen die Düngergaben auf die Empfehlungen der Düngungsrichtlinien für den Acker- und Fut terbau abgestimmt werden.
3
Gemäss: -Oüngungsrichtlinien für den Acker- und Futterbau -Wegleitung zu einer tunweltgerechten Anwendung von Düngemitteln -Wegleitung Tür den Gewässerschutz in der Landwirtschaft
4
Anwenden der Oüngemittel unter folgenden Bedingungen: - Der höchste zu erwartende Grundwasserspiegel darf nicht höher als 2 m un ter der Oberkante Terrain liegen; - die den Grundwasserspiegel überdeckenden Gesteins- und Bodenschich ten müssen e ine gute Filterwirkung aufweisen; - der Boden darf während d es Ausbringens weder wassergesättigt, mit Schnee bedeckt noch gefroren sein; das Ausbringen ist deshalb bei oder kurz nach starken Regenfällen sowie während oder kurz nach der Schneeschmelze zu unterlassen; - brachliegende Aecker, d.h. Aecker ohne Gründecke, dürfen nicht ge düngt werden, oder nur dann, wenn der Acker unnittelbar danach be-> pflanzt oder besät wird. Tür Flüssigdünger, wie Gülle oder KLärschlamm, gilt zudem: - Das oberflächliche Abfliessen zur Fassung hin muss ausgeschlossen sein. - Pro Gabe sollen nicht mehr als 30 m^/ha ausgebracht werden. Pro Jahr und H ektare sind insgesamt etwa 100 m3 zulässig. Oie Flüssigdünger sind gleichmässig zu verteilen. - Güllenverschlauchungen sind nicht gestattet; Ansammlungen von Flüssig dünger in Geländevertiefungen sind zu vermeiden. Für Mist gilt zudem: - Pro Gabe dürfen nicht mehr als 20 Tonnen je Hektare ausgebracht wer den ( 2 - 3 Gaben jährlich sind zulässig). - Die Gaben sind gleichmässig zu verteilen; vor allem muss der Mist gut zerkleinert werden. Für Kompost gelten besondere Empfehlungen (siehe unter 6).
5
Gemäss Klärschlammverordnung des Bundesrates vom 8. April 1981.
6
Vorläufig gemäss laufenden Empfehlungen der Eidg. landwirschaftlichen Forschungsanstalten für Agrikulturchemie und Umwelthygiene, 3097 Lie befeld, sowie für Obst-, Wein- und G artenbau, 8820 Wädenswil.
7
Beim Uh igang mit diesen Stoffen darf nicht die Gefahr eintreten, dass sie in das Grundwasser gelangen und d ort, wenn auch nur örtlich eine Verunreinigung verursachen.
8
Gemäss M erkblatt über Umweltprobleme auf dem Lande. Oieses Merkblatt behandelt u.a. das Beseitigen von M ittel- und Brüheresten, von S pül wässern und leeren Packungen sowie das Reinigen von S pritzgeräten.
9
Vorbehalten bleiben die durch die Eidg. Forschungsanstalt für Obst-, Wein- und Gartenbail in Wädenswil für die einzelnen Produkte verfügten Einschränkungen im P flanzenschutzmittel-Verzeichnis sowie jene auf Packungsaufdrucken. In den Zonen S 2 und S 3 sowie in Grundwasserschutzarealen und in der Zone A sollen je nach den örtlichen Verhältnissen - z.B. hoher Grundwasserspiegel, schlecht adsorbierende Böden, hohe Niederschlags mengen - weitergehende Einschränkungen verfügt werden. Für brachliegende Aecker, nicht genutzte Flächen, Wiesen und Weiden gilt zudem Anm erkung 11.
- A 3 - ,
10 In allen Zonen sind bei der Verwendung von S chädlingsbekämpfungsmitteln im Wald d ie Weisungen des Bundesamts für Forstwesen einzuhalten (siehe z.B. Forstkalender 1980, S. 62 - 66). In den Zonen S 2 und S 3 sowie in Grundwasserschu.tzarealen und in der Zone A kann je nach örtlichen Verhältnissen - z.B. hoher Grund wasserspiegel - die Verwendung chemischer Pflanzenschutzmittel und ähnlicher Chemikalien untersagt werden. In den Zonen S 2 und S 3, ist das Behandeln von Nutzholz mit Forst chemikalien in jeden Fall verboten. 11 Mit Totalherbiziden, d.h. Wirkstoffen mit sehr breitem Wirkungsspektrum, die auf brachliegenden Aeckern, nicht genutzten Flächen usw. eingesetzt werden, ist in den Zonen S und A allgemein Zurückhaltung zu wahren.Oasselbe gilt für das Anwenden von Herbiziden auf Grünflächen, wie Bö schungen, Wiesen, Weiden, Rasen, aber auch an Strassen- und Wegrändern und S portanlagen. In den Schutzzonen S 2 und S 3 dürfen keine Produkte verwendet wer den, die Wirkstoffe mit ungünstigem Sickerverhalten enthalten, wie Trichloressigsaure (TCA), Dalapon, Amitrol, 2.4-0 oder 2.4.5-T (Liste wird laufend ergänzt.). In den Zonen S 2 und S 3 sowie in Grundwassèrschutzarealen und in der Zone A sollen je nach den örtlichen Verhältnissen - z.B. bei hohem Grundwasserspiegel, schlecht adsorbierende Böden, geschotterte Gleisan lagen, hohe Niederschlagsmenge - weitergehende Einschränkungen verfügt werden. 12 Gemäss d er Wegleitung für den Gewässerschutz in der Landwirtschaft und den Hinweisen für das Planen und Ausführen einiger ausgewählter land wirtschaftlicher Anlagen aus der Sicht des Gewässerschutzes. 13 Die kantonale Gewässerschutzfachstelle kann in Ausnahmefällen den Bau einer Anlage bewilligen. Anhand hydrogeologischer Untersuchungen ist vorher jedoch nachzuweisen, dass die Anlage die freie Wahl des Stand orts einer zukünftigen Grundwassererfassung nicht verunmöglicht. 14 Nutzhöhe nicht über 4 m und maxim aler Behälterinhalt nicht über 300 Abweichungen davon sind zu begründen.
1 !
I
3. Sport-und Parkanlagen
Nutzung
Sportplätze und F reibäder - deren sanitäre Einrichtungen - deren Hartanlagen (z.S'. Tennisplätze) - deren Grünflächen (z.B. Spielfelder und Lie gewiesen)
S l S2
-
S3
>2
+2
+2
+
Zeltplätze
+
Plätze für Wohnwagen und Mobil heime - mit individuellen, installierten Kanalisa tionsanschlüssen - ohne Kanalisationsanschlüsse
+
2
Anmerkungen 1
die kantonale Gewässerschutzfachstelle kann in Ausnahmefällen die Bewilligung zur Erstellung der Anlage erteilen, wenn a us bereits bekannten hydrogeolo gischen Oaten hervorgeht, dass die Anlage die Wahl des Fassungsstandortes einer zukünftig zu erstellenden Fassung nicht präjudiziert.
2
Zur P flege der Anlagen: Vgl. Anmerkung 11 unter "2 land-und forst wirtschaftliche Nutzung..."
4. Hochbauten(soweit nicht in Spezialgruppen erwähnt)
Nutzung
Sl S2
Hochbauten mit Schmutzwasseranfall, in denen grundwassergefährdende Stoffe weder erzeugt, verwendet, umgeschlagen, befördert oder gela gert werden; zugelassen sind allenfalls Mine ralölprodukte für eigene Heizzwecke (vergleiche Kapitel 8 des V. Teils dieser Wegleitung) Hochbauten ohne Schmutzwasseranfall, in denen was sergefährdende Stoffe weder erzeugt, verwendet, umgeschlagen, befördert oder gelagert werden^
S3
*1
.6
b
Gewerbliche und industrielle Betriebe, die wasser gefährdende Stoffe erzeugen, verwenden, um schlagen, befördern oder lagern Gewerbliche und industrielle Betriebe, die grund wassergefährdende Stoffe weder erzeugen, noch verwenden, lagern, umschlagen oder befördern; zugelassen sind Mineralölprodukte für eigene Heizzwecke
+1
Injektionen, Dichtungswände
-
-
-
Ramm- und Bohrpfählung
-
-
+5
Anmerkungen 1
Sei Bauten, die unter den Grundwasserspiegel hinabreichen, ist ein dauerndes oder zeitweiliges Abdrainieren oder Abpumpen von Grundwasser bewilligungspflichtig.
2
Die kantonale Gewässerschutzfachstelle kann in Ausnahmefällen die Bewilligung zur Erstellung einer Baute erteilen, wenn a us bereits bekannten hydrogeolo gischen Oaten hervorgeht, dass die Baute die Wahl des Fassungsstandortes ei ner zukünftigen Fassung nicht präjudiziert. Dies kann zun Beispiel in Randge bieten eines Schutzareals der Fall sein. 8ei ausnahmsweise bewilligten Bau ten gelten die Forderungen in Anmerkung 1 und 5.
3
Bei Lagerbauten darf durch häufige Transporte keine zusätzliche Gefährdung entstehen.
4
Zulassen unter der Bedingung, dass entsprechend des Gefährlichkeitsgrades der Baute zusätzliche technische Massnahmen zun Schutze der Gewässer getrof fen werden.
5
Die Anzahl der Pfähle ist auf ein Minimun zu beschränken.
6
In der Zone 1 ist lediglich das zur Fassung gehörende Gebäude zulässig. Transformatorenanlagen mit Flüssigkühlung sind im Grundsa tz in der Zone 1 nicht zulässig. Falls Trafos als Bestandteil der Fassungsanlage aus tech nischen und f inanziellen Gründen trotzdem bei der Fassung angelegt werden müssen, dürfen keinenfalls Askarel-Transformatoren (mit polychlorierten Biphenylen [PCB] als Kühlmittel) verwendet werden. Oel-Transformatoren sind in Rückhaltewannen m it 100 S Auffangvolumen (inkl. Volumen des Tra fos selbst) zu stellen.
5. Abwasseranlagen Nutzung
S l S2
Leitungen . - Häusliche Abwässer - Industrielle Abwässer au s - gewerblichen und industriellen Betrieben, die grundwassergefährdende Stoffe weder . verwenden noch erzeugen - gewerblichen und industriellen Betrieben, die grundwassergefährdende Stoffe verwen den oder erzeugen - Kühlwasser oder Wasser a us Wännepimpen Sickerschächte - Häusliche Abwässer 3 - Industrielle Abwässer 3 - Kühlwasser oder Wasser au s Wärmepumpen - Oachwasser
.
S3
-.7
+1/8
.7
+1/8
-
+
b
-4 +
Abwasserreinigungsanlagen®
Anmerkungen 1
Bei der Oichtheitsprüfung von Rohrleitungen in den einzelnen Zonen darf die zu lässige Wasserzugabe d ie in der SIA-Norm 190 genannten Maximal-Werte n icht Uberschreiten. Die gleiche Anforderung ist an Rohrleitungen zu stellen, die gemäss Anmerkung 6 und 7 ausnahmsweise bewilligt wurden.
2
In der Zone A ist die Oichtheit von Kanalisationen (inkl. deren Hausanschlüs se) periodisch je nach dem Ergebnis der Zustandskontrollen und den örtlichen Gegebenheiten zu prüfen. Bei der Verlegung von Spezialbetonrohren in der Zo ne A sind, sofern wegen d er Art der abzuleitenden Abwässer keine strengeren Sicherheitsmassnatmen vorgesehen werden mü ssen, Rohre m it Glockermuffen zu verwenden.
3
Verbot und Ausnahme gemäss Artikel 14 und 16 des Bundesgesetzes Uber den Schutz der Gewässer gegen Verunreinigung vom 8. Oktober 1971.
4
In vielen Fällen ist für die Beheizung von Wohnraun in der Zone 3 von Grundwasserfassungen anstelle der Heizöllagerung die Errichtung einer Wär mepumpe m it Grundwassernutzung geplant. Sofern die quantitativen Belange der Wasserversorgung ein solches Vorhaben überhaupt erlauben, ist vor ei ner Bewilligungserteilung für die Wasserrückgabeanlage der Nachweis zu er bringen, dass das Grundwasser weder physikalisch noch chemisch beeinträch t i g wird. (Vgl. "8a Kreisläufe..." Anmerkung 5)
5
Die Einleitung des gereinigten Abwassers in den Vorfluter hat so zu erfol gen, dass unterhalb dieser Einleitung eine Grund- oder Quellwasserfassung durch Infiltration nicht unmittelbar gefährdet worden kann.
6
Die kantonale Gewässerschutzfachstelle kann in Ausnahmefällen die Bewilli gung zur Erstellung der Anlage erteilen, wenn aus bereits bekannten hydro geologischen Daten hervorgeht, dass die Anlage die Wahl des Fassungsstand ortes einer zukünftig zu erstellenden Fassung nicht präjudiziert.
7
Ausnahmen vom grun dsätzlichen Verbot der Durchleitung können von der kan tonalen Gewässerschutzfachstelle dort bewilligt werden, wo aus gefällstechnisehen Gründen d er Zone 2 nicht ausgewichen werden kann. An d en Nachweis, auf den sich eine Ausnahmebewilligung stützt, sind strenge An forderungen zu stellen. In diesen Fällen sind Schutzmassnahmen zu treffen, die Leckverluste sofort sichtbar machen und auch zurückhalten (z.B. Lei tungstunnel, Doppelrohre, doppelwandige Rohre usw.). Ferner ist zu ver langen, dass in den ausnahmsweise in der Zone 2 bewilligten Rohrleitungs teilstücken keine Hausanschlüsse erstellt werden dürfen. Die Dichtheit ist in einem Turnus gemäss Anmerkung 8 zu kontrollieren.
8
In der Zone S liegende Rohrleitungen, (inkl. Hausanschlüsse) sind während der ersten drei Jahre jährlich, später alle drei Jahre auf ihre Dichtheit zu kontrollieren.
9
Bei Kläranlagen über Lockergesteinsgrundwasser in der Zone A sind spezielle Sicherheitsmassnahmen, wie z.B. das Versetzen von Grundwasser-Beobachtungs rohren und d ie periodische Kontrolle von Grundwasserproben, anzuordnen.
10
Vgl. Wegleitung über die Wärmenutzung au s Wasser und Boden.
6. Verkehrsanlagen Nutzung
Sl
S2 S3
Strassen
.1/3
+2
Landwirtschaftliche Flurwege und Forststrassen
b8
+
Bahnl inien
-5
+
Bahnhöfe und Güterbahnhöfe ahne Umschlag von wa s sergefährdenden Stoffen - ohne Gewässerschutzmassnahmen - mit Gewässerschutzmassnahmen
-9
l
Bahnhöfe m it Umschlag von w assergefährdenden Stoffen
siehe 9 Unschlagplätze
Rangierbahnhöfe - ohne Massnahmen zun Schutze der Gewässer - mit Massnahmen zun Schutze der Gewässer Abstei Igeleise plugpisten
-10
+
Tunnels, Unterführungen, Einschnitte Anwendung von Schädlingsbekänpfungsmitteln, Herbi ziden und Phytohormonen an Wegen, S trassen und Bahnlinien
siehe 2 Land- und Forst wirtschaft! iche Nutzungen
Pfählungen, Injektionen, Dichtungswände
siehe 4 Hochbauten
Anmerkungen 1
Gemäss Ziffer 14 der Richtlinien des Eidg. Departementes des Innern betref fend Gewässerschutzmassnahmen beim Strassenbau ist die Engere Schutzzone von Grund wasser- und Quellfassungen grundsätzlich zu. meiden . Ziffer 15 der selben Richtlinien lautet: "Lässt sich die Führung der Strasse durch die Engere Schutzzone ausnahmsweise nicht vermeiden, so sind diejenigen spe ziellen Schutzmassnahmen vorzukehren, die während d es Baus und des Betriebes der Strasse die Möglichkeit einer Verunreinigung des Grundwassers ausschliessen".
2
Gemäss Z iffer 20 der Richtlinien des Eidg. Departementes des Innern betref fend Gewässerschutzmassnahmen beim Strassenbau vom 27. Mai 1968.
3
Bei bestehenden Strassen sind allenfalls Fahrverbote für Fahrzeuge mit was sergefährdenden Flüssigkeiten gemäss der Verordnung vom 24. Mai 1972 über die Beförderung gefährlicher Güter auf der Strasse auszusprechen.
4
Qie kantonale Gewässerschutzfachstelle kann in Ausnahmefällen die Bewilli gung zur Erstellung der Baute oder der Anlage erteilen, wenn aus bereits bekannten hydrogeologischen Oaten hervorgeht, dass dadurch die Wahl des Fassungsstandortes einer zukünftigen Fassung nicht präjudiziert wird. Dies kann zum B eispiel in Randgebieten des Schutzareals der Fall sein.
5
Sinngemäss gilt Anmerkung 1 über den Sau von S trassen. Müssen Ausnahmen b e willigt werden, dürfen in der'Zone 2 keine Weichen als erhöhte Gefahren punkte vorhanden sein; zudem s ind bei den Geleiseanlagen Gewässerschutzmass nahmen vorzusehen, weiche eine Verunreinigung des Grundwassers durch Ein sickerungen verhindern.
6
Falls nicht nur ausnahmsweise Zisternenwagen mit wassergefährdenden Flüssig keiten abgestellt werden, sind spezielle Gewässerschutzmassnahmen erforder lich.
7
Dauerndes oder zeitweiliges Abdrainieren oder Abpumpen von Grundwasser ist ausser in der Bauphase bewilligungspflichtig.
8
Nur der Anliegerverkehr für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Belange der Wasserversorgung ist gestattet.
9
Ausnahmen vom gr undsätzlichen Verbot können dann gestattet werden, wenn d ie Zone 2 nur randlich und nur durch Geleise ohne Weichen als erhöhte Gefahren punkte tangiert wird.
10
Bezüglich der Gefährdung für die Gewässer sind Flugpisten sinngemäss zu be handeln, wie Strassen (vgl. Anmerkung 1). Müssen Ausnahmen bewilligt werden, sind Gewässerschutzmassnahmen Vorzusehen, welche eine Verunreinigung des Grundwassers durch Einsickerungen verhindern.
7.Garagenvorplätze,Waschplätze und Reparaturwerkstätten für Fahrzeuge 1)
Nutzung
Sl
S2 S3
Parkplätze, Autoabstel1 flächen, Garagenvorplätze ohne Wasseranschluss Private Garagenvorplätze mit Wasseranschluss, private Einzel-Autowaschplätze
+3
Kleinere gewerbliche Waschplätze für Fahrzeuge; öffentliche sowie wichtige private Autowasch plätze Wichtige gewerbliche Waschplätze (z.B. Autowasch strassen)Gewerbliche Reparaturwerkstätten (Nass- und Trocken teil)
Anmerkungen 1
Die Vorschriften betreffend die Anforderungen an abzuleitende Abwässer in ei nen Vorfluter, bzw. in eine Abwasserreinigungsanlage, bleiben vorbehalten. Ebenso wird auf innerbetriebliche Massnahmen wie Rezirkulation, Vorbehand lung etc. hier nicht eingetreten.
2
Die kantonale Gewässerschutzfachstelle kann in Ausnahnefällen die Bewilligung zur Erstellung der Anlage erteilen, wenn au s bereits bekannten hydrogeolo gischen Daten hervorgeht, dass die Anlage die Wahl des Fassungsstandortes einer zukünftig zu erstellenden Fassung nicht präjudiziert.
3
Massnahmen s ind insbesondere dichter Belag, Randbordüren und A bleitung des Wassers.
8.Anlagen für wassergefährdende Flüssigkeiten
Nutzung
Sl
S2 S3
A. Flüssigkeiten der Klasse 1 Lageranlagen mit Nutzvolumen je SCHUTZBAUWERK - in Gebinden bis 450 1 - bis 30 m3 - bis 1000 m3 - über 1000 m3
:: p
Lageranlagen mit Nutzvolumen je BEHAELTER - in Gebinden bis 450 1 - bis 250 m3 - über 250 bis 1000 m3 - über 1000 m3 8. Flüssigkeiten der Klasse 2 • - in Gebinden m it Nutzvolumen bis 450 1 je Schutzbauwerk je Behälter - Flüssigkeiten die ausschliesslich der Wasseraufbereitung dienen - Behälter bis 2000 m3 - Behälter über 2000 m3
-
-
+
+3
+3
+3
8
Anmerkungen 1
Gemäss der Verordnung vom 28. September 1981 über den Schutz der Ge wässer vor wassergefährdenden Flüssigkeiten (VWF) und den Technischen Vorschriften von 27. Oezember 1967 zum Sc hutze der Gewässer gegen Ver unreinigung durch flüssige Brenn- und T reibstoffe sowie andere wasser gefährdende Lagerflüssigkeiten (TTV). Oer Klasse 1 sind Flüssigkeiten zugeordnet, die in der Regel in klei nen Mengen d ie Gewässer gefährden, der Klasse 2 solche, die in der Re gel in grossen Mengen d ie Gewässer gefährden.
2
Ausnahmen und weitere Schutzyorkehren gemäss Artikel 27 VWF
3
Gemäss Artikel 23 Absatz 1 VWF
4
Schutzmassnahmen gemäss Artikel 28 Absatz 1 VWF
5
Schutzmassnahmen gemäss Artikel 20 VWF
6
Schutzmassnahmen gemäss Artikel 27 Absatz 1 VWF
7
Schutzmassnahmen gemäss Artikel 29 Buchstabe ì VWF
8
Gemäss Artikel 23 Absatz 2 Buchstabe b^ V WF
9
Schutzmassnahmen gemäss Artikel 26 VWF
10
Gemäss Artikel 23 Absatz 2 Buchstabe c VWF
11
Schutzmassnahmen gemäss Artikel 28 Absatz 2 VWF
12
Schutzmassnahmen gemäss Artikel 29 Buchstabe b^ V WF
13
Ausnahmen vom gr undsätzlichen Verbot können gestattet werden, wenn aus bereits bekannten hydrogeologischen Oaten feststeht, dass die An lage die freie Wahl einer zukünftig zu erstellenden Fassung nicht ver unmöglicht, d.h. dass die Anlage höchstens in die Zone S 3 nicht aber in die Zonen S 2 und S 1 zu liegen kommt.
8a. Kreisläufe,die dem Wasser und Boden Wärme entziehen oder abgeben (u.a.Wärmepumpen Nutzung
Sl S2
S3
Kreisläufe die - dem Bode n - dem Grundwasser - einem Oberflächengewässer - gereinigtem Abwasser
-
-
I
I
*S
'S I5
Wärme e ntziehen oder abgeben. Anmerkungen 1
Die Bezeichnungen (-) nicht zugelassen und (+) zugelassen beziehen sich ausschliesslich auf den Aspekt der Verwendung d er Kältemittel und Wär meträgerflüssigkeiten. Oer Aspekt der Abkühlung bzw. Erwärmung d er Ge wässer ist in der "Wegleitung zur Wärmenutzung aus Wasser und Boden" behandelt. Ein (+) in der Tabelle bedeutet also nicht zum vornherein, dass die zuständige Behörde diese Nutzung auch aus gewässerthermischer Sicht erlaubt.
2
Gemäss Artikel 19 und 23 VWF. Es dürfen nur Wärmeträgerflüssigkeiten verwendet werden.
3
Gemäss Artikel 20 VWF
4
Ausnahmen vom gr undsätzlichen Verbot können g estattet werden, wenn aus bereits bekannten hydrogeologischen Daten feststeht, dass die Anlage die freie Wahl einer zukünftig zu erstellenden Fassung nicht verunmoglicht, d.h. dass die Anlage höchstens in die Zone S 3 in die Zonen S2 oder Sl zu liegen kommt.
5
Ausnahmen gemäss Artikel 23 Absatz 5 VWF
6
Schutzmassnahmen gemäss A rtikel 36 VWF
7
Schutzmassnahmen gemäss A rtikel 35 VWF
, nicht aber
9.Umschlagplätze und R ohrleitungen für wassergefährdende Flüssigkeiten 1) Nutzung A. u'mschlagplätze
Sl S2
S3
>2
+2
+2
-
-
*3
+2
+2
+2
-
-
+
4
Atfüll stellen - für Flüssigkeiten, die der Wasseraufbereitung dienen - mit einem Jahresumschlag von we niger als 250 m3 der Klasse 1 oder 1000 ra3 der Klasse 2 - mit einem Jahresumschlag von mehr als 250 m3 d er Klassen 1 7 oder 1000 m3 d er Klasse 2 Umfüllstellen, Tankstellen, Gebindeabfüllstellen, Umladestellen B. Rohrleitunqen zu Lageranlanen
4
- für Flüssigkeiten die der Wasseraufbereitung dienen - für Lagerbehälter bis 30 m3 - in den Zonen A, 8 und C
3
C. Rohrleitunqen die dem R olarleitungsqesetz unter stehen Anmerkuncien 1
Gemäss der Verordnung ü ber den Schutz der Gewässer vor wassergefähdenden Flüssigkeiten, der Verordnung über den Umschlag von Erdölen und Mi neralöl Produkten und dem 8un desgesetz über Rohrleitungen zur Beförderung flüssiger oder gasförmiger Brenn- und T reibstoffe.
2
Gemäss A rtikel 23 Absatz 1 VWF
3
Gemäss A rtikel 23 Absatz 2 Buchstabe c VWF
4
8egriffe gemäss Artikel 5 und 6 VWF
5
Schutzmassnahmen gemäss Artikel 20 VWF
6
Schutzmassnahmen gemäss Artikel 32 Absatz 1 VWF
7
Ausnahmen gemäss A rtikel 32 Absatz 2 VWF
3
Schutzmassnahmen gemäss Artikel 33 VWF
9
Ausnahmen vom gr undsätzlichen Verbot können gestattet werden, wenn aus bereits bekannten hydrogeologischen Oaten feststeht, dass die Anlage die Wahl einer zukünftig zu erstellenden Fassung nicht verunmöglicht, d.h. dass die Anlage höchstens in die Zone S 3 nicht aber in die Zone S 2 und S 1 zu liegen kommt.
10
Schutzmassnahmen gemäss Artikel 30 VWF
11
Schutzmassnahmen gemäss Artikel 31 VWF
12
Gemäss Artikel 17 der Verordnung vom 1. Juli 1966 über Sicherheits vorschriften für Rohrleitungen (geändert am 8. März 1976) ist das Verlegen von Leitungen für flüssige Brenn- und Treibstoffe in der Zone A auf das unumgänglich Notwendige zu beschränken. In den Zonen A und B sin d Schutzmassnahmen im Sinn e von Artikel 20 bis 24 der SicherheitsVorschriften für Rohrleitungsanlagen zu treffen.
10. Materiallager
Nutzung Materiallager von f esten, unlöslichen Stoffen
Sl S2 S3 -
+1
Offene Materiallager von löslichen, wassercefährdenden Stoffen Al tautosamniel pl ätze Lager von Kehrichtkompost und getrocknetem Klär schlamm Anmerkung 1
Zuzulassen unter der Bedingung, dass - die Pflege des Materials nicht die Anwendung wassergefährdender Stoffe erfordert - durch häufige Transporte keine zusätzliche Gefährdung entsteht.
- A 13
11. Deponien ^ und Wasenplätze
Nutzung Deponien der Klasse: I II III IV
(ausschliesslich inertes Material) (weitgehend inertes Material) 3 (häusliche Abfälle) 4 (Sondermül1)5
2
Sl S2
S3
+
+
+
Wasenplätze?
Anmerkungen 1
Gemäss A rtikel 27 GSchG bed arf das Ablagern von,festen Stoffen in und an Ge wässern einer Bewilligung des Kantons. Im übri gen vergleiche auch die Richt linien des Eidgenössischen Departementes des Innern über allgemeine Anfor derungen des Umweltschutzes an Standort, Erstellung und Betrieb von g eord neten Deponien.
2
Deponien für ausschliesslich inertes Material, ohne nachteiligen Einfluss auf das Sickerwasser. Wichtigste Stoffgruppen: Sauberes Aushub- und Ausbruchma terial.
3
Deponien f ür weitgehend inertes Material, bei dem jedoch geringfügige Beein trächtigungen des Sickerwassers zu erwarten sind. Wichtigste Stoffgruppen: sauberes Abbruchmaterial (Ziegel, Steine, Beton, Strassenbelag, Holz), Aus hubmaterial mit Torf- und Humusanteilen.
4
Geordnete Deponien, deren Sickerwasser gemäss den eidgenössischen Vorschrif ten über die Beschaffenheit abzuleitender Abwässer den Anforderungen an Ein leitungen in ein Gewässer im we sentlichen nicht entspricht, hingegen den An forderungen an Einleitungen in eine Kanalisation. Wichtigste Stoffgruppe: Siedlungsabfälle und de ren Verbrennungsrückstände.
5
Deponien, deren Sickerwasser ohne entsprechende Massnahme gemäss den eidge nössischen Vorschriften über die Beschaffenheit abzuleitender Abwässer den Anforderungen an Einleitungen in eine Kanalisation im we sentlichen nicht ent spricht (sog. Sondermülldeponien). Wichtigste Stoffgruppe: feste Sonderabfäl le (entwässerte Metallhydroxyde, schwach oe lverschmutztes Erdreich), hinge gen keine wasserlöslichen, stark toxischen Stoffe, wie Cyanide, Arsen, Queck silber und keine Flüssigkeiten wie Altöl, Lösungsmittel, Galvanikbäder etc.
6
In der Zone A sind Deponien d er Klasse III im Grun dsatz nicht zugelassen. In Ausnahmefällen kann jedoch in der Zone A eine solche Deponie dort zugelassen werden, wo nachgewiesenermassen keine geeigneteren Standorte in der Zone B oder C zu r Verfügung stehen. Dabei ist innerhalb der Zone A derjenige Stand ort zu wählen, der für die Errichtung einer solchen Deponie am wenigs ten ungeeignet ist. - Oas Si ckerwasser muss in diesen Fällen einer Kläranlage zugeführt werden.
7
Sofern die Möglichkeit besteht, Kadaver und Metzgereiabfälle an TierkörperBeseitigungsanlagen abzuliefern, ist nach der eidgenössischen Tierseuchen verordnung das Anlegen neuer und das Weiterbetreiben bestehender Wasen plätze untersagt.
8
Ifl besonderen Fällen können d ie Kantone Ausnahmebewilligungen zum V ergra ben von Tierkörpern erteilen.
12. Materialentnahmen Nutzung
Sl
S2 S3
Kiesgruben, Sandgruben 1 a) In Grundwassergebieten mit nach Menge und Güte nutzbarem Grundwasser - unterhalb des Grundwasserspiegels - oberhalb des Grundwasserspiegels
-
l3
b) In Grundwassergebieten mit nicht oder wenig nutzbaren Grundwasser - unterhalb des Grundwasserspiegels - oberhalb des Grundwasserspiegels Lehmgruben, Steinbrüche 1
-
Z
Anmerkungen 1
Gemäss Artikel 32 des Gewässerschutzgesetzes bedarf die Ausbeutung von Kies, Sand und anderem Material in Gruben und a us oberirdischen Gewässern einer Bewilligung des Kantons.
2
Gemäss A rtikel 32 des Gewässerschutzgesetzes sind in Grundwasservorkommen, die sich nach Menge und Qualität für die Wasserversorgung eignen, Grabungen zur Ausbeutung von Kies, Sand und anderem M aterial unterhalb des Grundwas serspiegels verboten. Ueber dem nutzbaren Grundwasser kann d ie Ausbeutung unter der Bedingung bewilligt werden, dass über dem höchsten möglichen Grund Wasserspiegel eine nach den örtlichen Gegebenheiten zu bemessende schützende Materialschicht belassen wird.
3
Ausnahmsweise können bei mächtigen Ueberdeckungen über dem höchsten Grundwas serspiegel Materialentnahmen zugelassen werden. Dabei sind folgende Bedingun gen einzuhalten: a) Ausbeutungstiefe und Oistanz von d er Materialentnahmestelle zur Fassung sind ausgehend von den Resultaten eingehender hydrogeologischer Abklärun gen so zu wählen, dass auf der Fliessstrecke Grubensohle-Fassung - das allfällig anfallende, mit pathogenen Keimen.belastete Wasser (ein schliesslich dem v ersickernden Niederschlagswasser) gereinigt wird; - anfällige Mineral öl veri uste aus Hydraulikschläuchen, Treibstofftanks usw. adsorptiv zurückgehalten werden. b) Wassergefährdende Flüssigkeiten (z.B. Dieselöl, Kühler Frostschutz usw.) dürfen nur über dichten 100 S Auffangwannen g elagert werden. c) Der Ihischlag von w assergefährdenden Flüssigkeiten darf nur über dichten entwässerten Plätzen erfolgen. d) Sämtliche Abwässer si nd in dichten, jährlich zu kontrollierenden Leitungen abzuführen und in entsprechend kontrollierbaren Wannen aufzufangen und a bzutransportieren (Vergleiche Vorschriften für Bauten in der Zone S und SIA Norm 190). e) Qas Waschen von Kies und an deren Materialien ist verboten. f) Das Material darf nur in kleineren Etappen abgebaut werden. Spätestens wenn d ie dritte Etappe in Angriff genommen w ird, ist mit dem Wi ederauf füllen der ersten zu beginnen. Das dafür zu verwendende M aterial muss vollkommen inert sein; in geschüttetem Zustand darf seine Durchlässig keit für Wasser nicht grösser sein als die des abgebauten Materials. Im übrig en sei auf die entsprechenden, den Gewässerschutz betreffenden Artikel der Dokumentation des Schweizerischen Fachverbandes für Sand und Kies verwiesen (Zusammenstellung von Vorschriften und Richtlinien für den Abbau von Sand und Kies sowie Empfehlungen für die Behandlung und B eurtei lung von Gesuchen für den Abbau von St einen und Erden vom 15. Juli 1976).
13. Friedhöfe Nutzung Friedhöfe
Sl S2
S3
. -
14. Gewässerschutzmassnahmen während der Ausführung von Bauten
Die Anlage von Baulatrinen mit Sickergrube ist in der Zone S unzulässig, in der Zone A bewilligungspflichtig. Für die in den vorstehenden Tabellen genannten, mit Bauarbeiten verbundenen Nutzungen s ind während d er Bauphase in der Ione S grundsätzlich die folgen den Bedingungen in die Baubewilligung aufzunehmen: - Die Baumaschinen sind abends und wochenends abseits der Baugrube a b zustellen. Das R einigen und Auftanken, sowie Reparieren der Maschinen und Fahrzeuge darf nur auf einem geschützten Platz (z.B. Betonwanne, dichter überdeckter Platz) erfolgen. - Oelfässer, Kannen etc. mit Treibstoff, Schmieröl und anderen wasser gefährdenden Flüssigkeiten sind in eine Wanne mi t 100 S Auffangvolumen zu stellen. - Die Bauabfälle der verschiedenen Handwerker dürfen nicht als Auffüllmaterial in der Baugrube deponiert werden. Jegliches Entleeren von Flüssigkeiten in die Baugrube ist untersagt. Für Bauabfälle ist eine Mulde bereit zu stellen. - Auf dem Bauplatz ist eine der gelagerten Oelmenge entsprechende Menge eines Oelbinders bereit zu stellen. - Der Platz, auf welchen die Betonmischanlage zu stehen kommt, ist dicht zu gestalten. Die anfallenden Abwässer sind vor dem Ableiten in einen Absetzschacht und anschliessenden Kanal mit Kiesfüllung zu leiten. Je nach Bedarf sind das Absetzbecken zu leeren sowie das Kiesmaterial im Kanal zu ersetzen. - Die Verwendung geschmierter Spundwände ist in den Zonen 1 und 2 lässig.
unzu
- Die Lagerung von geöltem und geschmiertem Schalungsmaterial ist in den Zonen 1 und 2 unzulässig. - Der Betrieb allfälliger Grundwasserhaltungen ist auf die Bedürfnisse der Wassergewinnung abzustimmen. Alle auf der 8austelle beschäftigten Personen sind insbesondere durch per sönliche Instruktion und d urch Anschlag auf diese Vorschriften aufmerksam zu machen.
Rechtsgrundlagen
801.100 · KRG · Kanton
815.100 · Kantonales Gewässerschutzgesetz, KGSchG · Kanton
SR 814.20 · Gewässerschutzgesetz, GSchG · Bund
SR 814.201 · GSchV · Bund