Überbauungsplan Sittertal Nord -> 2. Änderung

Sondernutzungsplan · St. Gallen

Dokument

Nummer
2005-0163
Art
Sondernutzungsplan
Gemeinde
St. Gallen
Kanton
St. Gallen
Ebene
Gemeinde
Beschlossen
24.02.2005
Genehmigt
05.04.2005
In Kraft seit
01.05.2005

Karte

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Text

Genehmigungsverfügung

Baudepartement

Lämmlisbrunnenstrasse 5 4 , 9001 St.Gallen

des Kantons St.Gallen

Telefon 071 229 30 03, Fax 071 229 39 60

Stadtrat 9000 St. Gallen

5. April 2005

Stadt St. Gallen: Genehmigung eines Gemeindeerlasses Sehr geehrter Herr Stadtpräsident Sehr geehrte Stadträte Sie haben uns in Nachachtung von Art. 31 des Baugesetzes (sGS 731.1; abgekürzt BauG) den folgenden Erlass zur Genehmigung eingereicht: >

Überbauungsplan Sittertal Nord, Änderung

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Der Erlass ist recht- und zweckmässig und kann genehmigt werden. In Anwendung von Art. 31 BauG und Art. 94 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungs­ rechtspflege (sGS 951.1; abgekürzt VRP), Art. 1 Abs. 1 in Verbindung mit Anhang 7 der Ermächtigungsverordnung (sGS 141.41) sowie Nr. 26.01 des Gebührentarifs für die Staats­ und Gemeindeverwaltung (sGS 821.5) verfügt das Baudepartement: 1. 2.

Der angeführte Erlass wird im Sinne der Erwägungen genehmigt. Die Gebühr für diese Verfügung beträgt Fr. 500.-.

Rechtsmittelbelehrung: Gegen diese Verfügung kann nach Art. 43 lit. c VRP innert vierzehn Tagen seit Eröffnung Rekurs bei der Regierung erhoben werden.

Mit freundlichen Grüssen Für das Baudepartement Der Leiter des Amtes für Raumentwicklung

Beilagen: Genehmigter Erlass Einzahlungsschein

G -S tG a G eneh UeP Sittertal Nord, Änderung ThB 1619

Plan

Stadt St.Gallen

Änderung verbindliche Planelemente

//

Festlegungen___________________________ Bereich für Erschliessungsbauten

Überbauungsplan 1:1000 Sittertal Nord Änderung und Ergänzung des Planes vom 11. Dezember 1997 / 14. Januar 2004 gemäss Art. 28 Baugesetz vom 6. Juni 1972

Vom Stadtrat erlassen

Am: 24, Feb. 2005

Der Stadtpräsident

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W4709

Im Namen des Stadtrates: Der Stadtschreiber

Ausschnitt rechtskräftiger Überbauungsplan vom 14. Januar 2 00 4 Festlegungen

Vom Baudepartement genehmigt

Am:

- 5. April 2005

Mit Ermächtigung: Der Leiter des Amtes für Raumentwicklung

Umgrenzung Plangebiet aufgehoben

Wald

Umgrenzung Plangebiet neu

Gewässer

Baubereich E

Bestehende Ufermauer

Baubereich für Anlagen / Nebenbauten

Bestehendes Schwimmbad mitr Badehaus

Hofbereich Umgebungs- / Spielbereich Verkehrsfläche privat Parkierungsbereich

VA Planung:

ERR Raumplaner FSU, Kirchgasse 16, 9004 St.Gallen

+41 71 227 62 62

Zu- und Wegfahrt unterirdische Garagen Fussweg Richtungspunkt Fussweg

Stadtplanung: 22. Dezember 2004

Erhaltenswerte Bauten Neuer Baum

W4709

Hinweise Wald- und Stockgrenze wurden im Detailplan Nr. 32 festgelegt

besondere Vorschriften

S tadt St.Gallen

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Änderung Überbauungsplan Sittertal Nord Besondere Vorschriften

gemäss Art. 22 ff. Baugesetz vom 6. Juni 1972

Vom Stadtrat beschlossen Am :

24. Feb. 2005

Der S tadtpräsid ent

Nam en des S tadtrates: Der S tadtschreib er

Vom Baudepartem ent genehmigt

Am:

Architektur Planung

“ 5. April 2005

Mit Ermächtigung: Der Leiter des Amtes für Raumentwicklung:

Hans Jörg Schmid, Architekt SIA, 9014 St. Gallen ERR, Raumplaner FSU, 9004 St.Gallen

071 274 57 37 071 227 62 62

*

Stadtplanung 22. Dezember 2004

S tadt St. Gallen - Ä nderung Ü berbauungsplan S itte rta l Nord - Besondere V orschriften

Seite 2

Hinweis:

Es gelten die folgenden Besonderen Vorschriften des rechtsgültigen Überbauungsplanes Sittertal Nord vom 1 1 .1 2 .1 9 9 7 respektive 1 0 .1 .2 0 0 4 m it den fett und unterstrichen dargestellten Ergän­ zungen in Art. 1, 6a und 8.

Art. 1 G eltungsbereich

1 Die nachstehenden B estim m ungen gelten fü r das im Ü berbauungsplan um grenzte Ge­ biet. Sofern nichts anderes b e s tim m t w ird, gelten die V orschriften des kantonalen Bauge­ setzes (BauG), der B auordnung der S tadt St.Gallen (BO), sowie der S chutzverordnung Sitter- und W attbachlan dschaft vom 23. N ovem ber 1992. Das Planungsgebiet liegt in n e r­ halb des P erim eters dieser S chutzverordnung. 2 Der Ü berbauungsplan besteht aus dem S ituationsp lan 1:1 0 0 0 und den Besonderen V or­ schriften (P la n d a tu m vom 9. Dezem ber 1996 beziehungsweise 13. Juni 20 0 3 / 22. De­ zem ber 20041 3 Alle in der Legende zum Ü berbauungsplan als Festlegungen bezeichneten Planelem ente sind ve rb in d lich . Alle übrigen Planelem ente sind richtungsw eisend.

Art. 2 Zweck

Der Ü berbauungsplan bezweckt eine a rch ite kto n isch und o rtsb a u lich gute Ergänzung so­ wie Schutz der bestehenden Fabrikanlage, eine gem ischte N utzung m it Wohnen, Gewerbe und K ultur, die Regelung der Erschliessung des Gebietes sowie den Schutz, die E rhaltung und ökologische A ufw ertung des naturnahen Flusslaufes bzw. Ufers der Sitter.

A rt. 3

Erschliessung 1 Die V erkehrserschliessung des P lanungsgebietes erfo lg t ausschliesslich über die S itte r­ talstrasse. 2 Innerhalb des Planungsgebietes sind zwischen den R ichtungspunkten zur Realisierung von Fahrweg-, respektive Fusswegverbindungen L ic h tra u m p ro file von m indestens 5 .0 0 m B reite und 4 .5 0 m Höhe, respektive 2 .0 0 m B reite und 2.50 m Höhe freizuhalten .

Art. 4 Parkierung, P arkierungsbereich

1 A b ste llp lä tze fü r M otorfahrzeuge dürfen ausserhalb der Bau- und H ofbereiche nur in n e r­ halb des im Plan bezeichneten "P arkierungsbereiches" sowie der "Vorrangfläche Flussufer m it Anlagen" angeordnet werden. 2 Die Anzahl P arkplätze ist im Baugesuchsverfahren aufgrund der Norm der Vereinigung S chw eizerischer S trassenfachleute, SN 641 4 0 0 , vom Mai 1993, sowie exakter N utzungs­ angaben zu definieren.

Art. 5 Bestehende B auten

Bestehende Bauten ausserhalb der Baubereiche sind abzubrechen, sofern im angrenzen­ den B aubereich Neubauten e rs te llt werden.

S tadt St. Gallen - Ä nderung Ü berbauungsplan S itte rta l Nord - Besondere V orschriften

Art. 6 Seite 3

Baubereiche Innerhalb der Baubereiche gelten in Abw eichung zu den B estim m ungen in der B a u o rd ­ nung der S ta d t St.Gallen folgende m axim ale Gebäudehöhen: A

B

C

D

E

5 9 3 .5 0

5 9 6 .5 0

59 9 .5 0

gem.BO

5 9 9 .5 0

Baubereich Gebäudehöhe (Kote in m .ü.M .)

G ebäudelänge, Grenz- und G ebäudeabstände, Geschosszahl sowie M ehrlängenzuschlag gemäss BO finden innerhalb der Baubereiche keine Anwendung.

A rt 6a

Bereich für Erschliessungsbauten Innerhalb der im Plan bezeichneten Bereiche sind Erschliessungsbauten (z.B . Treppen­ aufgänge. Liftanlagen) in Zusammenhang m it der Überbauung des Baubereiches E zu­ lässig. Diese Erschliessungsbauten dürfen die maximale Gebäudehöhe des Baubereiches E um maximal 5.80 m überragen.

Art. 7 M arkierungslinien

Neubauten im Bereich der M arkierungslinie sind m it der Fassade an diese Linie zu stellen.

Art. 8 Hofbereiche

Die H ofbereiche dienen der baulichen G liederung inn e rh a lb der Baubereiche und der Er­ schliessung. Sie dürfen mit Ausnahme der bezeichneten Bereiche für Erschliessungsbau­ ten nicht ü b erba u t werden. U nterirdische Bauten sind erlaubt.

A rt. 9

Baubereich fü r Anlagen und Nebenbauten Innerhalb der "Baubereiche fü r Anlagen und Nebenbauten" ist eine Fussgängerbrücke und ein T u rbinenh aus (m axim ale G rundfläche 50 m 2) respektive eine Ü berdachung der Z u ­ fa h rts ra m p e zulässig.

A rt. 10

V orrangfläche Flussufer 1 Die "V orrangfläche Flussufer" dient dem Schutz des Flusslaufes sowie der R evitalisierung und A ufw ertung des gesam ten Ufers der S itter. Das Flussufer ist in seinem c h a ra k te ris ti­ schen E rscheinun gsbild, in seiner natürlichen E igenart und D ynam ik sowie als Lebens­ raum sp e zia lis ie rte r Pflanzen und Tiere zu erhalten und entsprechend aufzuw erten (z.B. A usflachungen, E ntfernung s ta n d o rtfre m d e r Gehölze, Pflanzung s ta n d o rttyp isch e r Gehölze etc.) und zu pflegen.

S tadt St. Gallen - Änderung Ü berbauungsplan S itte rta l Nord • Besondere V orschriften

Seite 4

2 In den im Plan bezeichneten Bereichen dürfen Verkehrsflächen, respektive Anlagen zur Erschliessung und Parkierung e rste llt werden. B elagsgestaltungen etc. haben sich den obigen gestalterischen und ökologischen Zielsetzungen unterzuordnen.

A rt. 11

Umgebungs- und Spielbereich Die Umgebungs- und S pielbereiche sind a b g e stim m t auf die B enutzerbedürfnisse als G rünflächen auszugestalten. Es dürfen keine Bauten e rs te llt werden. Anlagen sind nur im direkten Z usam m enhang m it den angrenzenden Bauten zulässig (Aussensitzplätze, L ic h t­ schächte, A ussentreppen etc.)

Art. 12 A rchitektonisch e G estaltung

1 Neu- und U m bauten haben sich bezüglich G liederung der Baukörper, M assstäblichkeit, G estaltung , M aterialw ahl und Farbgebung gut in die bestehende Fabrikanlage und das Orts- und La nd sch a ftsb ild einzuordnen. 2 Im B aubew illigungsverfahren ist ein M aterial- und F arbkonzept einzureichen.

Art. 13 U m gebungsgestaltung

1 M it dem ersten Baugesuch ist jeweils ein U m gebungsgestaltungsplan fü r die angren­ zende Um gebung einzureichen m it Angaben der Begrünung und Bepflanzung, der Wege und Plätze sowie deren Belagsarten und der E ntsorgungseinrichtungen. 2 M it dem Baugesuch fü r Neubauten am Flussufer respektive m it Aufhebung der beste­ henden und E rstellung der neuen E rschliessungsstrasse entlang der S itte r ist ein Revitalisierungs- und P flegekonzept fü r das Flussufer einzureichen. M it E rstellung der Neubauten respektive der neuen Strasse sind im entsprechenden Bereich die vorgesehenen Mass­ nahm en gem äss diesem Konzept auszuführen. 3 Die baulichen E ingriffe zur E rstellung der E rschliessung des Baubereiches E (insbeson­ dere Übergang zum bestehenden Gebäude auf W 4717) ist m ö glichst zurückhalten d und landscha ftsgerecht auszugestalten.

A rt. 14

R ücksicht auf B ehinde rte und Betagte 1 Bauten m it 6 und m ehr W ohnungen müssen einen ro llstuhlgän gigen Zugang aufweisen. Die W ohnungen sind im G rundriss und h in sich tlich der T ü rb re ite n sowie ihres einzelnen Zugangs so zu gestalten , dass sie im B edarfsfall den B edürfnissen körperlich B ehinderter und Betagter angepasst werden können. 2 Der Zugang zu den einzelnen W ohnungen ist so zu gestalten, dass wenigstens der nach­ trä glich e Einbau eines T re p p e n lifts m öglich ist.

S tadt St. Gallen - Änderung Ü berbauungsplan S itte rta l N ord ■ Besondere V orschriften

A rt. 15

Seite 5

Ökologie 1 Bauten und Anlagen sind nach bauökologischen G rundsätzen zu erstellen. M it dem B au­ gesuch ist ein K onzept einzureichen, welches über folgende ökologische Anforderungen Aussagen m acht: - E rhaltung der Lebensräum e fü r Tiere (wie Flederm äuse oder N isthilfen fü r Mauer- und A lpensegler) - Um gang m it dem M eteorwasser (wie Versickerung, Z uführung in den V o rflu te r oder Verwendung als Brauchw asser) 2 Flache und le ich t geneigte (b is 15° a.T.) D achflächen von Neubauten sind, soweit sie n icht begehbar g e s ta lte t werden, extensiv zu begrünen.

Art. 16 Energie

Der E nergieverbrauch der Neubauten an nicht-erneuerbaren Energien fü r Heizung und W arm wasser darf die Energiekennzahl von 190 M J /m 2a n ich t überschreiten. Sofern das W asserkraftw erk nicht w e ite r betrieben werden kann und andere Optionen zur effizienten Energieerzeugung und -anwendung nicht in Frage kom m en, gelten fü r die Energiekennzahl die Zielw erte der S IA -R ichtlinie 3 8 0 /1 .

A rt. 17

G eschützte Bauten und Anlagen Die im Plan als g e schü tzt bezeichneten Bauten und Anlagen gelten als Schutzgegenstände gem äss Art. 98 Baugesetz des Kantons St.Gallen und sind zu erhalten.

A rt. 18

E rhaltensw erte Bauten Die im Plan bezeichneten erhaltensw erten Bauten sind fü r das S iedlungsbild wie auch die Siedlungs- und Industriegeschichte von Bedeutung. Sie sind nach M öglichkeit zu erhalten und dürfen nur dann abgebrochen werden, wenn das B edürfnis einer N euüberbauung die Interessen der E rhaltung überwiegt.

A rt. 19

S icherheit Dem S ich e rh eitsb e dü rfnis der Benutzenden, insbesondere von Frauen und Kindern sowie von alten und gebrechlich en Personen ist bei der G estaltung der Bauten, Anlagen und Freiräum e Rechnung zu tragen. Besonders zu beachten sind überschaubare, klare Weg­ führungen m it genügend F luchtm öglichke iten; einsehbare, ü b e rsich tlich und transparen t gestaltete Eingangsbereiche und Treppenhäuser; Tiefgaragen m it Tageslicht und Aussenbezug. Insbesondere sind anonym e, verw inkelte und während der D unkelheit unaus­ gew uchte te Bereiche zu verm eiden.