18.3001
Nationales Bus-Terminal-Konzept
Amstutz Adrian · Mit-M · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Mit der Kommissionsmotion 18.3001 der KVF-NR wird der Bundesrat beauftragt, ein nationales Konzept für multimodale Bus-Terminals zu erarbeiten. Ziel ist die Schaffung von Infrastrukturlösungen, die Möglichkeiten für ein nahtloses - ich betone: nahtloses - Umsteigen gewährleisten zwischen öffentlichen, halböffentlichen und privaten Verkehrsmitteln, sprich Bahn, Regionalbusse, Fernbusse, Reisebusse und Taxis, und dem Individualverkehr. Es sollen Drehscheiben für Nutzer des Schienen- und Strassenverkehrs - Bahn, Tram, Bus, und zwar Busse des öffentlichen Verkehrs, Fernbusse, Reisebusse, und Taxis - geschaffen werden, die diesen Namen auch verdienen. Das muss natürlich an einem einzigen Punkt stattfinden und darf nicht so, wie sich jetzt die Entwicklung abzeichnet, auseinandergerissen werden, dass die Umsteigemöglichkeiten eben nicht gewährleistet sind. Es braucht ein Miteinander und kein Gegeneinander in diesem Bereich. Der Bund soll bei der Umsetzung der Strategie die zentrale Koordinationsfunktion einnehmen und den Austausch mit den Kantonen, Gemeinden und Branchenvertretungen sicherstellen. Aber das darf nicht so geschehen, wie das jetzt mit einer Vorabbewilligung einer einzelnen Fernbuslinie der Fall war, worauf diese dann selber Haltestellen gesucht hat, die sich nun irgendwo im Kraut befinden und keine WC-Anlagen haben usw. Das sind natürlich keine Zustände, die wir in diesem Land wollen. Wir wollen klare Rahmenbedingungen. Ich glaube, das Miteinander bringt uns allen etwas. Es bringt auch der Umwelt etwas, wenn wir das Konzept sauber erarbeiten.
Darum beantragt Ihnen die Kommission auch, diese Motion anzunehmen.
Ich bin auch überzeugt, dass die Zulassung von Fernbussen den Handlungsdruck für den Bau von multimodalen Verkehrsterminals nochmals forciert. Es kann nicht sein, dass man diese Aufgaben den einzelnen Gemeinden, Städten oder Kantonen überlässt. Vielmehr hat hier der Bund, wenn er schon Konzessionen erteilt, eine wichtige Funktion, damit das koordiniert und mit möglichst guter Wirkung passiert.
Für eine bedürfnisgerechte Mobilität, die alle Verkehrsträger gleichberechtigt mit einbezieht und nahtlose Übergänge zwischen den einzelnen Verkehrsmitteln ermöglicht, braucht es darum ein solches gesamtheitliches Terminalkonzept. Ich bin überzeugt, dass peripher gelegene Bushaltestellen für Fernbusse zum Beispiel, aber auch für Reisebusse ohne zweckmässige Anbindung an den öffentlichen Verkehr, das heisst ohne unmittelbare Bahnhofsnähe, und ohne ausreichenden Ausbaustandard nicht zielführend sind. Warum? Bei den Reisebussen ist das klar. Das Paradebeispiel haben wir in Bern an der Peripherie, auf einem nichtgeteerten Platz, der sich bei Regen und Nässe als Pfütze und Dreckplatz präsentiert. Das ist keine einladende Visitenkarte für die Touristinnen und Touristen, die unser Land und die Bundeshauptstadt besuchen.
Es ist im Interesse aller, dass wir hier, wenn wir diese Möglichkeit schon schaffen, Ordnung schaffen. Wenn Fernbuslinien nationale Konzessionen erhalten, dann muss der Bund auch die Drehscheibenfunktion für die Koordination sicherstellen.
Ich mache Ihnen beliebt, diese Motion, die in der KVF-NR einstimmig genehmigt wurde, anzunehmen.
Jauslin Matthias Samuel · Mit-M · Nationalrat · Aargau · FDP-Liberale Fraktion
Ich habe eine Frage. Ich kann durchaus mit dieser Motion leben. Jetzt ist es aber so, dass an Domo Reisen eine Bewilligung erteilt worden ist. Die haben vor, ihren Hub oder ihre Drehscheibe in Rothrist zu realisieren. Ist das jetzt aus Sicht der Kommission der richtige Standort, oder ist es der falsche Standort?
Amstutz Adrian · Mit-M · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Sehr geehrter Kollege, ich weiss nicht, ob das der richtige Standort ist. Tatsache ist, dass wir, wenn wir so weiterfahren, nämlich mit dem Einzelbewilligungsverfahren, bei dem sich jeder Unternehmer, jede Fernbuslinie irgendwo selber die Haltestellen sucht, dann das Chaos haben. Das wird auch für die Kundinnen und Kunden natürlich nicht zielführend sein. Wenn sie irgendwo in der Pampa draussen abgeladen werden, ohne Anschluss an den öffentlichen Verkehr, dann ist das jetzt im ersten Fall, den Sie erwähnt haben, natürlich keine Verkehrskette, die im Interesse der Kundschaft ist.
Aber ich sage noch etwas: Es ist nicht Sache des Parlamentes, hier die Koordination und die Planung zu machen, sondern es braucht eine saubere Auslegeordnung, es braucht eine saubere Standortplanung: Wo sind Ein- und Ausstiegsstellen, wo sind die Stellplätze - die Cars sind nicht immer in Bewegung -? Wo ist die Manövrierfläche, damit ein reibungsloser Ablauf gewährleistet werden kann, und wo sind die entsprechenden Infrastrukturen? Ich denke da an WC-Anlagen, ich denke an Ruheräume für die Chauffeure, die gemäss Arbeitsgesetz eben auch die entsprechenden Ruhezeiten einhalten müssen. Wo können sich die Gäste verpflegen usw.? Sie sehen, wegen dieser Bedürfnisse braucht es eben die Bahnhofsnähe. Dort haben wir bereits vieles davon für Bahn, Bus, Tram usw. Darum macht es eben auch Sinn, solche Terminals, wie das übrigens in gewissen Ländern in Europa praktiziert wird, in die Bahnhofsnähe zu bringen und dort die entsprechenden Anlagen zu planen und zu realisieren.
de Buman Dominique · P-M · Nationalrat · Freiburg · CVP-Fraktion
Le président (de Buman Dominique, président): Concernant la suite du programme, je vous informe que nous allons seulement traiter les interventions du DETEC, en présence de Madame la conseillère fédérale Leuthard. Nous traiterons les initiatives parlementaires une fois que le programme aura été adapté, durant la deuxième et la troisième semaine de la session, en raison du retard d'environ trois quarts d'heure que nous avons pris ce matin.
Hiltpold Hugues · Mit-M · Nationalrat · Genf · FDP-Liberale Fraktion
Dans le cadre de la discussion sur le rapport relatif au transport international de voyageurs (train/autocar), en exécution du postulat 14.3673, que la Commission des transports et des télécommunications a menée le 15 janvier dernier, plusieurs interventions parlementaires sur différents sujets concernant le transport de voyageurs ont été déposées, et en particulier cette proposition traitant d'un plan national de terminaux de bus, qui a donné lieu à la motion de commission 18.3001. La commission a notamment traité, lors de cette séance, cette proposition dont notre conseil est aujourd'hui saisi.
La motion charge le Conseil fédéral d'élaborer un plan national de terminaux de bus multimodaux. Ce plan national doit conduire à la création d'infrastructures qui permettent de passer immédiatement d'un moyen de transport public à un moyen de transport semi-public ou privé, et inversement. Les moyens de transport concernés sont les trains, les bus régionaux, les autocars grandes lignes, les autocars, les taxis et le transport individuel motorisé. S'agissant de la mise en oeuvre de la stratégie, la Confédération sera responsable de la coordination ainsi que du lancement et de la planification avec les différents intervenants concernés que sont les cantons, les communes et les différents représentants de la branche.
Compte tenu de l'arrivée prochaine des autocars longue distance, la question de la construction de terminaux de bus multimodaux se pose inévitablement. Il est vrai qu'aujourd'hui, et cela dure depuis des années, les entreprises d'autocars privées ont des difficultés pour s'arrêter dans les villes et plus particulièrement au centre-ville. Vu les demandes qui seront faites par les prestataires potentiels des grandes lignes d'autocars longue distance, il convient urgemment de trouver une solution qui contente tout le monde.
C'est la raison pour laquelle un concept général de plan a été demandé, qui prenne en considération une mobilité adaptée aux besoins, qui tienne compte de manière équitable de tous les modes de transport et qui permette une transition harmonieuse entre les différents moyens de transport. Ce concept complet doit permettre d'exploiter de manière optimale le potentiel des différents modes de transport, le but étant, vous l'aurez compris, que, dans l'ensemble, le transport de voyageurs puisse être géré encore plus efficacement qu'il ne l'est aujourd'hui.
Dès le moment où les lignes d'autocars longue distance seront créées et intégrées au système de transports publics existant, il est légitime et responsable de prévoir des infrastructures d'arrêt adéquates à l'échelon national, tant pour le transport public que pour le transport privé collectif. Des arrêts de bus situés en périphérie qui seraient mal desservis par les transports publics et qui ne répondraient pas à un standard de construction suffisant ne seraient, vous en conviendrez, pas judicieux. A ce titre, il est logique et légitime que la Confédération assume cette fonction de coordination plutôt que de simplement transférer cette compétence aux cantons ou aux communes. Les lignes d'autocars longue distance étant déjà réglementées par les concessions sur le plan national, il est également pertinent et logique que la Confédération assume le rôle de coordination pour les noeuds de trafic et les arrêts qui sont demandés.
Ce sont toutes ces raisons qui ont poussé la commission à déposer cette motion, une décision prise par 21 voix contre 0 et 2 abstentions. C'est la raison pour laquelle, vous l'aurez constaté, il n'y a aucune proposition de minorité.
Je vous invite, au nom de la commission, à accepter la motion.
Leuthard Doris · BR-F · Bundesrat · Aargau
Sie sehen, der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion. Dies geschieht nicht, weil wir uns zuständig fühlen, sondern weil wir finden, dass wir tatsächlich nur viele Probleme haben - und keine davon gelöst -, wenn wir hier nichts tun, kein Konzept entwickeln und nicht gewisse Hilfestellungen für Kantone und Städte zur Verfügung stellen.
Ich möchte trotzdem betonen: Überall, wo Bushaltestellen auf Grundstücken von Kantonen, Gemeinden oder Privaten sind, ist der Bund weder Bauherr, noch ist er verantwortlich für Sicherheit und Ordnung. Was bleibt auf diesen Ebenen? Wir beim Bund haben die Rolle als Regulator, in diesem Bereich als Konzessions- und Bewilligungsbehörde und dann noch im Subventionsbereich als Aufsichtsbehörde. Dabei wird es auch bleiben.
Der Bund bzw. das BAV hat aber in der Zwischenzeit mit den Kantonen und auch mit städtischen Vertretern einen Workshop durchgeführt und die Problematik besprochen. Und es scheint hier tatsächlich eine gewisse Hilflosigkeit zu geben, wie man Vorgaben für die Ausgestaltung von Bus-Terminals macht und wie man sie dann auch umsetzt. Sehr oft geht es am Schluss auch um Nutzungsplanung. Es braucht auch Vorgaben für die sanitären Bedingungen. Insofern werden wir hier den Kantonen und den Städten helfen.
Wir können das nicht - das wurde vorhin im Zusammenhang mit Rothrist gesagt - flächendeckend tun, sondern wir können Hilfestellungen mit einem Konzept für die grösseren Städte und bei den Flughäfen geben. Dort konzentriert sich das Problem. Dort hat es auch eine grosse Anzahl von Passagieren. Hier haben wir auch einen gewissen zeitlichen Druck. Deshalb werden wir fokussiert darauf dieses Konzept entwickeln, und dann kann man es für weniger exponierte Standorte adaptieren beziehungsweise die einzelnen Elemente dann für Gemeinden oder kleinere Orte adaptieren.
In diesem Sinne und mit dieser Einschränkung, dass die Annahme der Motion nichts an den Zuständigkeiten ändert, ist der Bundesrat bereit, sie entgegenzunehmen.
de Buman Dominique · P-M · Nationalrat · Freiburg · CVP-Fraktion
Le président (de Buman Dominique, président): La commission et le Conseil fédéral proposent d'adopter la motion. Il n'y a pas d'autre proposition.
Angenommen - Adopté