AS 2006 4165
Bundesgesetz über die Harmonisierung der Einwohnerregister und anderer amtlicher Personenregister
Bundesgesetz über die Harmonisierung der Einwohnerregister und anderer amtlicher Personenregister (Registerharmonisierungsgesetz, RHG)
vom 23. Juni 2006
Die Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, gestützt auf die Artikel 38 Absatz 1, 39 Absatz 1, 40 Absatz 2, 65 Absatz 2,
121 Absatz 1 und 122 Absatz 1 der Bundesverfassung1,
nach Einsicht in die Botschaft des Bundesrates vom 23. November 20052, beschliesst:
1. Abschnitt: Allgemeine Bestimmungen
Art. 1 Zweck und Gegenstand
1 Dieses Gesetz bezweckt die Vereinfachung:
a. der Datenerhebung für die Statistik durch die Harmonisierung amtlicher Per- sonenregister (Register); b. des gesetzlich vorgesehenen Austauschs von Personendaten zwischen den Registern.
2 Zu diesem Zweck bestimmt das Gesetz:
a. die Identifikatoren und Merkmale, die in den Registern zu führen sind; b. die Zuständigkeit des Bundesamtes für Statistik (Bundesamt) für die Verein- heitlichung der Definitionen, Merkmale und Merkmalsausprägungen; c. das Gebot der Vollständigkeit und Richtigkeit der Register; d. die Pflicht zur Aktualisierung der Einwohnerregister.
Art. 2 Geltungsbereich
1 Dieses Gesetz gilt für die folgenden Register:
a. das von den Kantonen geführte und vom Bundesamt für Justiz betriebene Informatisierte Standesregister (Infostar); b das zentrale Migrationsinformationssystem (ZEMIS) des Bundesamts für Migration;
SR 431.02
2005-2012 4165
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c. das Informationssystem Ordipro des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten; d. das im Informationssystem Vernetzte Verwaltung der Auslandschweizerin- nen und Auslandschweizer (VERA) des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten geführte Matrikelregister der schweizerischen diplomatischen und konsularischen Vertretungen im Ausland; e. das zentrale Versichertenregister, das zentrale Rentenregister und das Sach- leistungsregister der Zentralen Ausgleichsstelle.
2 Es gilt auch für die kantonalen und kommunalen:
a. Einwohnerregister; b. Stimmregister, die als Grundlage für eidgenössische Volksabstimmungen und Nationalratswahlen dienen.
Art. 3 Begriffe In diesem Gesetz bedeuten: a. Einwohnerregister: manuell oder elektronisch durch den Kanton oder die Gemeinde geführtes Register, in dem alle Personen erfasst sind, die sich im Kanton oder in der Gemeinde niedergelassen haben oder aufhalten; b. Niederlassungsgemeinde: Gemeinde, in der sich eine Person in der Absicht dauernden Verbleibens aufhält, um dort den Mittelpunkt ihres Lebens zu begründen, welcher für Dritte erkennbar sein muss; eine Person wird in derjenigen Gemeinde als niedergelassen betrachtet, in der sie das erforder- liche Dokument hinterlegt hat, und kann nur eine Niederlassungsgemeinde haben; c. Aufenthaltsgemeinde: Gemeinde, in der sich eine Person zu einem bestimm- ten Zweck ohne Absicht dauernden Verbleibens mindestens während dreier aufeinander folgender Monate oder dreier Monate innerhalb eines Jahres aufhält; der Aufenthalt zum Zweck des Besuchs einer Lehranstalt oder Schule und die Unterbringung einer Person in einer Erziehungs-, Versor- gungs-, Heil- oder Strafanstalt begründen eine Aufenthaltsgemeinde; d. Haushalt: Einheit aller Bewohnerinnen und Bewohner, die in der gleichen Wohnung leben; e. Identifikator: nicht sprechende und unveränderliche Nummer, die als funk- tionales Element in einem Datenbestand die eindeutige Identifikation einer Person oder Sache erlaubt; f. Merkmal: Eigenschaft einer Person oder Sache, die objektiv erfasst und beschrieben werden kann; g. Merkmalsausprägung: konkreter Wert, den ein Merkmal annehmen kann; h. Nomenklatur: Ordnungssystem zur Klassifizierung und Darstellung von Merkmalsausprägungen;
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i. Kodierschlüssel: Codesammlung, welche der Übersetzung von in Textform gefassten Merkmalsausprägungen in numerische Werte dient, die in Infor- matiksystemen verarbeitbar sind.
Art. 4 Aufgabe des Bundesamtes
1 Das Bundesamt definiert die Identifikatoren und Merkmale nach den Artikeln 6
Buchstaben b–t, 7 und 13 Absatz 2 sowie die entsprechenden Merkmalsausprägun- gen, Nomenklaturen und Kodierschlüssel. Die Eintragung von Daten des Personen- standes in den Registern richtet sich nach den Artikeln 39–49 des Zivilgesetz- buches3.
2 Das Bundesamt berücksichtigt bei der Erarbeitung der Definitionen die Anforde-
rungen und Bedürfnisse der Kantone und Gemeinden sowie der Bundesstellen, welche die Register nach Artikel 2 Absatz 1 führen oder sich darauf stützen.
3 Es stellt den Kantonen, den Gemeinden und den Bundesstellen nach Artikel 2
Absatz 1 die notwendigen Definitionen, Nomenklaturen und Kodierschlüssel unent- geltlich zur Verfügung.
4 Esveröffentlicht regelmässig einen amtlichen Katalog der Merkmale, der die
Merkmalsausprägungen sowie die Nomenklaturen und Kodierschlüssel enthält.
Art. 5 Vollständigkeit der Register Die Register müssen in Bezug auf den erfassten Personenkreis aktuell, richtig und vollständig sein.
2. Abschnitt: Einwohnerregister
Art. 6 Minimaler Inhalt Die Einwohnerregister enthalten von jeder Person, die sich niedergelassen hat oder aufhält, mindestens die Daten zu den folgenden Identifikatoren und Merkmalen: a. Versichertennummer nach Artikel 50c des Bundesgesetzes vom 20. Dezem- ber 19464 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG); b. Gemeindenummer des Bundesamtes und amtlicher Gemeindename; c. Gebäudeidentifikator nach dem eidgenössischen Gebäude- und Wohnungs- register (GWR) des Bundesamtes; d. Wohnungsidentifikator nach dem GWR, Haushaltszugehörigkeit und Haus- haltsart; e. amtlicher Name und die anderen in den Zivilstandsregistern beurkundeten Namen einer Person;
3 SR 210
4 SR 831.10; AS … (BBl 2006 5777)
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f. alle Vornamen in der richtigen Reihenfolge; g. Wohnadresse und Zustelladresse einschliesslich Postleitzahl und Ort; h. Geburtsdatum und Geburtsort; i. Heimatorte bei Schweizerinnen und Schweizern; j. Geschlecht; k. Zivilstand; l. Zugehörigkeit zu einer öffentlich-rechtlich oder auf andere Weise vom Kan- ton anerkannten Religionsgemeinschaft; m. Staatsangehörigkeit; n. bei Ausländerinnen und Ausländern die Art des Ausweises; o. Niederlassung oder Aufenthalt in der Gemeinde; p. Niederlassungsgemeinde oder Aufenthaltsgemeinde; q. bei Zuzug: Datum und Herkunftsgemeinde beziehungsweise Herkunftsstaat; r. bei Wegzug: Datum und Zielgemeinde beziehungsweise Zielstaat; s. bei Umzug in der Gemeinde: Datum; t. Stimm- und Wahlrecht auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene; u. Todesdatum.
Art. 7 Andere Merkmale Die Führung eines Merkmals, das nicht in Artikel 6 bezeichnet ist, richtet sich nach den Anforderungen des Katalogs nach Artikel 4 Absatz 4, sofern das Merkmal im Katalog aufgeführt ist.
Art. 8 Bestimmung und Nachführung von Wohnungsidentifikator und Haushaltszugehörigkeit
1 Zur Bestimmung und Nachführung des Wohnungsidentifikators und der Haus-
haltszugehörigkeit einer Person können aus dem GWR diejenigen Merkmale in die Einwohnerregister übernommen werden, die für deren Führung erforderlich sind. 2 Die Kantone erlassen die notwendigen Vorschriften, damit die industriellen Werke und andere registerführende Stellen die Daten, die zur Bestimmung und Nachfüh- rung des Wohnungsidentifikators einer Person erforderlich sind, den für die Führung der Einwohnerregister zuständigen Amtsstellen unentgeltlich zur Verfügung stellen.
3 Sie können zur Bestimmung und Nachführung des Wohnungsidentifikators eine
physische Wohnungsnummerierung einführen. Die physischen Wohnungsnummern werden als Wohnungsnummer des Kantons oder der Gemeinde im GWR geführt.
4 Die Kantone können weitere Vorschriften erlassen, um die Bestimmung und Nach-
führung des Wohnungsidentifikators sicherzustellen.
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Art. 9 Zuständige Stelle Die Kantone bestimmen eine Amtsstelle, die für die Koordination, Durchführung und Qualitätskontrolle der Harmonisierung zuständig ist.
Art. 10 Datenaustausch bei Umzug
1 Die Kantone erlassen die notwendigen Vorschriften, damit im Fall des Weg- oder
Zuzugs von Einwohnerinnen und Einwohnern die Daten nach Artikel 6 zwischen den Einwohnerregistern ausgetauscht werden.
2 Der Austausch findet elektronisch und in verschlüsselter Form statt. Die Ver-
schlüsselung richtet sich nach dem Bundesgesetz vom 19. Dezember 20035 über die elektronische Signatur. Der Bundesrat legt die Modalitäten des Datenaustauschs und die Schnittstellen fest. 3 Der Bund stellt den zuständigen Amtsstellen und Behörden für den Austausch eine Informatik- und Kommunikations-Plattform zur Verfügung.
Art. 11 Meldepflicht Die Kantone erlassen die notwendigen Vorschriften, damit: a. natürliche Personen sich innerhalb von 14 Tagen nach dem Umzug bei der für die Führung des Einwohnerregisters zuständigen Amtsstelle melden; b. die Meldepflichtigen wahrheitsgetreu Auskunft über die Daten nach Arti- kel 6 erteilen und, wenn erforderlich, ihre Angaben dokumentieren.
Art. 12 Auskunftspflicht
1 Die Kantone erlassen die notwendigen Vorschriften, damit die nachfolgenden
Personen den für die Führung der Einwohnerregister zuständigen Amtsstellen auf Anfrage hin unentgeltlich Auskunft über die meldepflichtigen Personen erteilen, wenn die Meldepflicht nach Artikel 11 nicht erfüllt wird: a. Arbeitgeber über die bei ihnen beschäftigten Personen; b. Vermieterinnen, Vermieter und Liegenschaftsverwaltungen über einziehen- de, ausziehende und wohnhafte Mieterinnen und Mieter; c. Logisgeber über die in ihrem Haushalt wohnenden Personen. 2 Die Post teilt den für die Führung der Einwohnerregister zuständigen Amtsstellen auf Anfrage hin unentgeltlich die Zustelladressen von Einwohnerinnen und Einwoh- nern mit, wenn die Meldepflicht nach Artikel 11 nicht erfüllt wird.
5 SR 943.03
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3. Abschnitt: Eidgenössische und kantonale Register
Art. 13 1 Die registerführenden Stellen nach Artikel 2 Absatz 1 Buchstaben a–d führen die
2 Die Führung anderer Merkmale richtet sich nach den massgebenden Bestimmun-
gen des Bundes und nach den Anforderungen des Katalogs nach Artikel 4 Absatz 4, sofern das Merkmal im Katalog aufgeführt ist.
3 Das Bundesamt wird bei Änderungen am Inhalt eines Registers konsultiert.
4. Abschnitt: Bereitstellung, Verwendung und Weitergabe der Daten
Art. 14 Bereitstellung der Daten für statistische Zwecke durch die Kantone und Gemeinden
1 Die Kantone und Gemeinden stellen dem Bundesamt unentgeltlich die Daten nach
Artikel 6 zur Verfügung. Der Bundesrat bestimmt den Zeitpunkt und die Periodizität der Datenlieferung.
2 Die Kantone und Gemeinden stellen dem Bundesamt zur Entlastung der Befragten
bei Erhebungen auf Anfrage hin Daten nach Artikel 7 unentgeltlich zur Verfügung, sofern das kantonale Recht deren Verwendung für statistische Zwecke nicht aus- drücklich ausschliesst. Der Bundesrat legt die notwendigen Daten fest. 3 Die Daten werden mittels elektronischer Datenträger oder in elektronischer Form geliefert. Im letzteren Fall sind die Daten nach dem Bundesgesetz vom 19. De- zember 20037 über die elektronische Signatur zu verschlüsseln.
4 DasBundesamt regelt in Zusammenarbeit mit den Kantonen die technischen
Rahmenbedingungen der Datenlieferung sowie den Aufbau der Schnittstellen.
5 Es definiert in Zusammenarbeit mit den Kantonen die notwendigen Überprüfungen
und Qualitätsstandards.
Art. 15 Bereitstellung der Daten für statistische Zwecke durch Bundesstellen
1 Die Bundesstellen nach Artikel 2 Absatz 1 stellen dem Bundesamt die Daten
unentgeltlich zur Verfügung.
2 Der Bundesrat legt die notwendigen Daten fest.
6 SR 831.10; AS … (BBl 2006 5777)
7 SR 943.03
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Art. 16 Verwendung der Daten für Zwecke der Statistik, Forschung und Planung durch das Bundesamt
1 Die Daten dienen dem Bundesamt für statistische Erhebungen und Auswertungen.
2 Das Bundesamt kann auf der Grundlage der Daten Stichproben für statistische
Erhebungen ziehen. 3 Es kann Daten nach Artikel 6 Buchstaben a–h, j, k und m als Adressverzeichnis für die Durchführung statistischer Erhebungen verwenden.
4 Es kann zur Erfüllung seiner statistischen Aufgaben die Daten ohne Personen-
bezeichnungen mit denjenigen des GWR und des Betriebs- und Unternehmensregis- ters (BUR) dauerhaft verknüpfen und aufbewahren.
Art. 17 Weitergabe der Daten durch das Bundesamt für Zwecke der Statistik, Forschung und Planung
1 Um den Statistik- und Forschungsstellen des Bundes sowie den statistischen
Ämtern der Kantone und Gemeinden die Durchführung statistischer Auswertungen zu ermöglichen, gibt das Bundesamt die Daten ohne Personenbezeichnungen und ohne Versichertennummer kostenlos weiter oder erlaubt durch Abrufverfahren einen Zugriff auf diese Daten.
2 Das Bundesamt stellt den statistischen Ämtern der Kantone und Gemeinden die
Daten nach Artikel 6 Buchstaben a–h, j, k und m über ihr eigenes Hoheitsgebiet für die Durchführung statistischer Erhebungen kostenlos zur Verfügung.
3 Es kann die Daten ohne Personenbezeichnungen und ohne Versichertennummer
anderen Amtsstellen des Bundes, der Kantone und der Gemeinden sowie Privaten für Zwecke der Statistik, Forschung und Planung weitergeben.
4 Die Empfängerinnen und Empfänger nach Absatz 3 müssen die erhaltenen Daten
nach Abschluss der Arbeiten dem Bundesamt zurückgeben oder diesem die Vernich- tung der Daten schriftlich bestätigen. Die Weitergabe der Daten an Dritte ist nur mit schriftlicher Zustimmung des Bundesamtes zulässig. 5 Das Bundesamt gibt die Daten nur weiter, wenn der Datenschutz sichergestellt ist und die notwendigen vertraglichen Vereinbarungen getroffen worden sind.
Art. 18 Veröffentlichung der Daten für Statistik, Forschung und Planung Die Ergebnisse von Auswertungen dürfen nur so veröffentlicht werden, dass die betroffenen Personen nicht bestimmbar sind.
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5. Abschnitt: Schlussbestimmungen
Art. 19 Fristen für die Harmonisierung 1 Der Bundesrat legt die Fristen für die Harmonisierung unter Berücksichtigung der Anforderungen für die Volkszählung 2010 fest. 2 Er kann die Fristen zur Einführung der Merkmale nach Artikel 6 Buchstaben a und d in die Einwohnerregister über die Volkszählung 2010 hinaus erstrecken und das Bundesamt mit dem Erlass von Weisungen zur Regelung der Einzelheiten beauftra- gen.
Art. 20 Ausführungsbestimmungen Der Bundesrat erlässt die Ausführungsbestimmungen.
Art. 21 Kantonale Ausführungsbestimmungen
1 Die Kantone erlassen die notwendigen Ausführungsbestimmungen für den Voll-
zug. Sie bringen diese dem Eidgenössischen Departement des Innern zur Kenntnis.
2 Wenn die Ausführungsbestimmungen in der gesetzlichen Form, die das kantonale
Recht vorsieht, bis zum 1. Januar 2009 nicht in Kraft treten können, sind die Kan- tonsregierungen befugt, die nötigen Übergangsbestimmungen für den Vollzug zu erlassen.
Art. 22 Änderung bisherigen Rechts Die Änderung bisherigen Rechts wird im Anhang geregelt.
Art. 23 Referendum und Inkrafttreten
1 Dieses Gesetz untersteht dem fakultativen Referendum.
2 Der Bundesrat bestimmt das Inkrafttreten.
Ständerat, 23. Juni 2006 Nationalrat, 23. Juni 2006 Der Präsident: Rolf Büttiker Der Präsident: Claude Janiak Der Sekretär: Christoph Lanz Der Protokollführer: Ueli Anliker
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Ablauf der Referendumsfrist und Inkraftsetzung
1 Die Referendumsfrist für dieses Gesetz ist am 12. Oktober 2006 unbenützt abge-
laufen.8
2 Artikel 1–5, 6 Buchstaben b–u, 7–12, 13 Absätze 2, 3 und Artikel 14–23 sowie
Ziffer 4 des Anhangs werden auf den 1. November 2006 in Kraft gesetzt. 3 Das Inkrafttreten der übrigen Bestimmungen (Art. 6 Bst. a, 13 Abs. 1 und Ziff. 1–3 des Anhangs) wird zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt.
18. Oktober 2006 Im Namen des Schweizerischen Bundesrates Der Bundespräsident: Moritz Leuenberger Die Bundeskanzlerin: Annemarie Huber-Hotz
8 BBl 2006 5789
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Anhang (Art. 22)
Änderung bisherigen Rechts Die nachstehenden Bundesgesetze werden wie folgt geändert:
1. Bundesgesetz vom 20. Juni 20039 über das Informationssystem
für den Ausländer- und den Asylbereich
Art. 3 Abs. 5
5 Die Versichertennummer nach Artikel 50c des Bundesgesetzes vom 20. Dezember
194610 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung dient dem elektronischen
Datenaustausch zwischen amtlichen Personenregistern.
2. Zivilgesetzbuch11
Art. 48 Abs. 2
2 Er regelt namentlich:
1. die zu führenden Register und die einzutragenden Angaben;
2. die Verwendung der Versichertennummer nach Artikel 50c
des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 194612 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung zum Zweck des elekt- ronischen Datenaustauschs zwischen amtlichen Personen- registern;
3. die Registerführung;
4. die Aufsicht.
9 SR 142.51
10 SR 831.10; AS … (BBl 2006 5777)
11 SR 210
12 SR 831.10; AS … (BBl 2006 5777)
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3. Bundesgesetz vom 24. März 200013 über die Bearbeitung
von Personendaten im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten
2bis Die Daten über die Personen nach Absatz 2 Buchstabe a enthalten die Versicher- tennummer nach Artikel 50c des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 194614 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung zum Zweck des elektronischen Datenaus- tauschs zwischen amtlichen Personenregistern.
Art. 5 Abs. 6
6 Die Versichertennummer nach Artikel 50c des Bundesgesetzes vom 20. Dezember
194615 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung dient dem Zweck des elekt- ronischen Datenaustauschs zwischen amtlichen Personenregistern.
4. Bundesstatistikgesetz vom 9. Oktober 199216
Art. 14a Datenverknüpfungen
1 Zur Erfüllung seiner statistischen Aufgaben kann das Bundesamt Daten miteinan-
der verknüpfen, wenn diese anonymisiert werden. Werden besonders schützenswerte Daten verknüpft oder ergeben sich aus der Verknüpfung Persönlichkeitsprofile, so sind die verknüpften Daten nach Abschluss der statistischen Auswertungsarbeiten zu löschen. Der Bundesrat regelt die Einzelheiten. 2 Statistikstellen der Kantone und Gemeinden dürfen zur Erfüllung ihrer statistischen Aufgaben Daten des Bundesamtes nur mit dessen schriftlicher Zustimmung und unter Berücksichtigung seiner Auflagen mit weiteren Daten verknüpfen.
Art. 15 Abs. 4
4 Daten können bei der zuständigen Statistikstelle des Bundes, beim Bundesamt
oder, mit dessen schriftlicher Zustimmung und unter Berücksichtigung seiner Auf- lagen, bei der kantonalen Statistikstelle aufbewahrt und archiviert werden, sofern sie keine Namen oder persönlichen Identifikationsnummern der Betroffenen enthalten.
13 SR 235.2
14 SR 831.10; AS … (BBl 2006 5777)
15 SR 831.10; AS … (BBl 2006 5777)
16 SR 431.01
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