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0.451.46

Übereinkommen
zur Erhaltung der wandernden wildlebenden
Tierarten

AS 1996 2354; BBl 1994 III 929

Originaltext

Abgeschlossen in Bonn am 23. Juni 1979
Von der Bundesversammlung genehmigt am 14. Dezember 19941
Schweizerische Beitrittsurkunde hinterlegt am 7. April 1995
In Kraft getreten für die Schweiz am 1. Juli 1995

(Stand am 19. Oktober 2023)

Die Vertragsparteien –

in der Erkenntnis, dass wildlebende Tiere in ihren zahlreichen Erscheinungsformen einen unersetzlichen Teil des natürlichen Systems der Erde darstellen, das zum Wohl der Menschheit erhalten werden muss;

in dem Bewusstsein, dass jede Menschengeneration die Naturgüter der Erde für die kommenden Generationen verwaltet und verpflichtet, ist sicherzustellen, dass dieses Vermächtnis bewahrt und dort, wo es genutzt wird, umsichtig genutzt wird;

eingedenk des immer grösser werdenden Wertes der wildlebenden Tiere aus umweltbezogener, ökologischer, genetischer, wissenschaftlicher, ästhetischer, freizeitbezogener, kultureller, erzieherischer, sozialer und wirtschaftlicher Sicht;

in Sorge insbesondere um diejenigen Arten wildlebender Tiere, die Wanderungen über die nationalen Zuständigkeitsgrenzen hinweg oder ausserhalb derselben unternehmen;

in der Erkenntnis, dass die Staaten die Beschützer der wandernden Arten wildlebender Tiere sind und sein müssen, die in ihrem nationalen Zuständigkeitsbereich leben oder diesen durchqueren;

in der Überzeugung, dass Erhaltung sowie wirksames Management wandernder Arten wildlebender Tiere gemeinsame Massnahmen aller Staaten erfordern, in deren nationalem Zuständigkeitsbereich diese Arten einen Teil ihres Lebenszyklus verbringen;

eingedenk der Empfehlung 32 des von der Konferenz der Vereinten Nationen über die Umwelt des Menschen (Stockholm 1972) angenommenen und auf der siebenundzwanzigsten Tagung der Generalversammlung der Vereinten Nationen mit Befriedigung zur Kenntnis genommenen Aktionsprogramms –

sind wie folgt übereingekommen:

Art. I Begriffsbestimmungen

Im Sinne dieses Übereinkommens

  1. bedeutet «wandernde Art» die Gesamtpopulation oder eine geographisch abgegrenzte Teilpopulation jeder Art oder jedes niedrigeren Taxon wildlebender Tiere, von denen ein bedeutender Anteil zyklisch und vorhersehbar eine oder mehrere nationale Zuständigkeitsgrenzen überquert;
  2. bedeutet «Erhaltungssituation einer wandernden Art» die Gesamtheit der auf diese wandernde Art einwirkenden Einflüsse, die ihre langfristige Verbreitung und Populationsgrösse beeinflussen können;
  3. gilt die «Erhaltungssituation» als «günstig», wenn 1.Angaben zur Populationsdynamik darauf hinweisen, dass die wandernde Art sich langfristig als lebensfähiger Bestandteil ihrer Ökosysteme behauptet,2.das Verbreitungsgebiet der wandernden Art weder derzeitig eingeschränkt wird noch auf lange Sicht eingeschränkt zu werden droht;3.sowohl gegenwärtig als auch in absehbarer Zukunft genügend Habitat vorhanden ist, um die Population der wandernden Art langfristig zu erhalten, und4.die Verbreitung und Populationsgrösse der wandernden Art den historischen Verhältnissen nach Ausdehnung und Umfang in einem Masse nahekommen, in dem potentiell geeignete Ökosysteme vorhanden sind und das mit einem umsichtigen Management2 vereinbar ist;
  4. gilt die «Erhaltungssituation» als «ungünstig», wenn irgendeine der unter Buchstabe c angeführten Bedingungen nicht erfüllt ist;
  5. bedeutet «gefährdet» in bezug auf eine bestimmte wandernde Art, dass diese in ihrem gesamten Verbreitungsgebiet oder in einem bedeutenden Teil desselben vom Aussterben bedroht ist;
  6. bedeutet «Verbreitungsgebiet» (Areal) das gesamte Land‑ oder Wassergebiet, in dem eine wandernde Art zu irgendeiner Zeit auf ihrem normalen Wanderweg lebt oder sich vorübergehend aufhält, das sie durchquert oder überfliegt;
  7. bedeutet «Habitat» jede räumliche Einheit im Verbreitungsgebiet einer wandernden Art, die geeignete Lebensbedingungen für diese Art aufweist;
  8. bedeutet «Arealstaat» hinsichtlich einer bestimmten wandernden Art jeden Staat (und gegebenenfalls jede andere unter Buchstabe k. genannte Vertragspartei), der über einen Teil des Verbreitungsgebiets dieser wandernden Art Hoheitsrechte ausübt, oder einen Staat, unter dessen Flagge Schiffe fahren, deren Tätigkeit darin besteht, ausserhalb nationaler Zuständigkeitsgrenzen diese wandernde Art der Natur zu entnehmen;
  9. bedeutet «der Natur entnehmen» entnehmen, jagen, fischen, fangen, absichtlich beunruhigen, vorsätzlich töten oder jeden derartigen Versuch;
  10. bedeutet «Abkommen» eine internationale Übereinkunft zur Erhaltung einer oder mehrerer wandernder Arten nach den Artikeln IV und V, und
  11. bedeutet «Vertragspartei» einen Staat oder jede aus souveränen Staaten bestehende Organisation der regionalen Wirtschaftsintegration, die über Befugnisse für die Aushandlung, den Abschluss und die Anwendung internationaler Übereinkünfte in Angelegenheiten, die diesem Übereinkommen unterliegen, verfügt, soweit das Übereinkommen für den Staat oder die Organisation in Kraft ist.

In den in ihre Zuständigkeit fallenden Angelegenheiten nehmen die Organisationen der regionalen Wirtschaftsintegration, die Vertragsparteien dieses Übereinkommens sind, im eigenen Namen die Rechte und Pflichten wahr, die dieses Übereinkommen ihren Mitgliedstaaten zuweist. In diesen Fällen können diese Mitgliedstaaten diese Rechte nicht einzeln ausüben.

Wo dieses Übereinkommen vorsieht, dass ein Beschluss von den «anwesenden und abstimmenden Vertragsparteien» mit Zweidrittelmehrheit oder einstimmig gefasst wird, bedeutet dies die «Vertragsparteien, die anwesend sind und eine Ja‑Stimme oder Nein‑Stimme abgeben». Die Vertragsparteien, die sich der Stimme enthalten, werden bei der Bestimmung der Mehrheit nicht zu den «anwesenden und abstimmenden Vertragsparteien» gezählt.

Art. II Wesentliche Grundsätze

Die Vertragsparteien erkennen die Wichtigkeit der Erhaltung wandernder Arten und der zu diesem Zweck von den Arealstaaten, wenn immer möglich und angebracht, zu vereinbarenden Massnahmen an, wobei sie den wandernden Arten mit ungünstiger Erhaltungssituation besondere Aufmerksamkeit schenken und einzeln oder zusammenwirkend angebrachte und nötige Schritte zur Erhaltung solcher Arten und ihrer Habitate unternehmen.

Die Vertragsparteien erkennen die Notwendigkeit an, Massnahmen zu ergreifen, die verhindern, dass eine wandernde Art gefährdet wird.

Insbesondere gilt, dass die Vertragsparteien

  1. Forschungsarbeiten über wandernde Arten fördern, dabei zusammenarbeiten und sie unterstützen sollen;
  2. sich um einen sofortigen Schutz der in Anhang 1 aufgeführten wandernden Arten bemühen und
  3. sich bemühen, Abkommen über die Erhaltung und das Management von in Anhang 11 aufgeführten wandernden Arten zu schliessen.

Art. III Gefährdete wandernde Arten: Anhang I

Anhang 1 enthält wandernde Arten, die gefährdet sind.

Eine wandernde Art kann in Anhang 1 aufgenommen werden, wenn zuverlässige Nachweise, einschliesslich der besten verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse, ergeben, dass die Art gefährdet ist.

Eine wandernde Art kann aus Anhang 1 gestrichen werden, wenn die Konferenz der Vertragsparteien bestimmt, dass

  1. zuverlässige Nachweise, einschliesslich der besten verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse, ergeben, dass die Art nicht mehr gefährdet ist, und
  2. die Art wahrscheinlich nicht neuerlich gefährdet wird, wenn der Schutz infolge der Streichung aus Anhang 1 entfällt.

Vertragsparteien, die Arealstaaten einer in Anhang 1 aufgeführten wandernden Art sind, bemühen sich,

  1. diejenigen Habitate der Art zu erhalten und, soweit durchführbar und angebracht, wiederherzustellen, die von Bedeutung sind, um die Art vor der Gefahr des Aussterbens zu bewahren;
  2. die nachteiligen Auswirkungen von Tätigkeiten oder Hindernissen, welche die Wanderung der Art ernstlich erschweren oder verhindern, auszuschalten, zu beseitigen, auszugleichen beziehungsweise auf ein Mindestmass zu beschränken;
  3. Einflüsse, welche die Art zur Zeit gefährden oder weiter zu gefährden drohen, soweit durchführbar und angebracht zu verhüten, zu verringern oder zu überwachen und zu begrenzen, einschliesslich einer strengen Überwachung und Begrenzung der Einbürgerung nichtheimischer Arten oder der Überwachung, Begrenzung oder Ausmerzung bereits eingebürgerter nichtheimischer Arten.

Vertragsparteien, die Arealstaaten einer in Anhang 1 aufgeführten wandernden Art sind, verbieten es, Tiere aus der Natur zu entnehmen, die einer solchen Art angehören. Ausnahmen von diesem Verbot sind lediglich dann zulässig, wenn vorausgesetzt, dass derartige Ausnahmen inhaltlich genau bestimmt sowie räumlich und zeitlich begrenzt sind. Eine solche Entnahme aus der Natur sollte sich nicht nachteilig für diese Art auswirken.

  1. die Entnahme aus der Natur wissenschaftlichen Zwecken dient,
  2. die Entnahme aus der Natur erfolgt, um die Vermehrungsrate oder die Überlebenschancen der betreffenden Art zu erhöhen,
  3. die Entnahme aus der Natur dazu dient, den Lebensunterhalt traditioneller Nutzer einer solchen Art zu befriedigen, oder
  4. ausserordentliche Umstände es erfordern,

Die Konferenz der Vertragsparteien kann den Vertragsparteien, die Arealstaaten einer in Anhang 1 aufgeführten wandernden Art sind, empfehlen, weitere ihrer Ansicht nach dem Wohl der Art dienende Massnahmen zu ergreifen.

Die Vertragsparteien unterrichten das Sekretariat so bald wie möglich über alle Ausnahmen gemäss Absatz 5.

Art. IV Wandernde Arten, für die Abkommen zu schliessen sind: Anhang II

Anhang II enthält wandernde Arten, die sich in einer ungünstigen Erhaltungssituation befinden und für deren Erhaltung und Management internationale Übereinkünfte erforderlich sind oder die sich in einer Erhaltungssituation befinden, für die eine internationale Zusammenarbeit, die sich durch eine internationale Übereinkunft verwirklichen liesse, von erheblichem Nutzen wäre.

Falls die Umstände es erfordern, kann eine wandernde Art sowohl in Anhang 1 als auch in Anhang 11 aufgeführt werden.

Vertragsparteien, die Arealstaaten von in Anhang 11 aufgeführten wandernden Arten sind, bemühen sich, Abkommen zum Wohl dieser Arten zu schliessen; dabei sollen sie den Arten, die sich in einer ungünstigen Erhaltungssituation befinden, Vorrang einräumen.

Die Vertragsparteien werden aufgefordert, Massnahmen im Hinblick auf den Abschluss von Abkommen 3 über eine Population oder eine geographisch abgegrenzte Teilpopulation jeder Art oder jedes niedrigeren Taxon wildlebender Tiere zu ergreifen, sofern Angehörige einer solchen Population periodisch eine oder mehrere nationale Zuständigkeitsgrenzen überqueren.

Das Sekretariat erhält eine Abschrift jedes nach diesem Artikel geschlossenen Abkommens.

Art. V Leitlinien für Abkommen

Jedes Abkommen hat zum Ziel, die betreffende wandernde Art wieder in eine günstige Erhaltungssituation zu bringen oder in einer solchen zu erhalten. Jedes Abkommen soll alle Gesichtspunkte der Erhaltung und des Managements der betreffenden wandernden Art behandeln, die dazu dienen, dieses Ziel zu erreichen.

Jedes Abkommen soll das gesamte Verbreitungsgebiet der betreffenden wandernden Art umfassen und allen Arealstaaten dieser Art zum Beitritt offenstehen, mögen sie Vertragsparteien dieses Übereinkommens sein oder nicht.

Ein Abkommen soll nach Möglichkeit mehr als eine wandernde Art behandeln.

Jedes Abkommen soll

  1. die wandernde Art benennen, die es betrifft,
  2. das Verbreitungsgebiet und den Wanderweg der wandernden Art beschreiben;
  3. vorsehen, dass jede Vertragspartei die für die Durchführung des Abkommens zuständige einzelstaatliche Behörde benennt;
  4. falls erforderlich, geeignete Mechanismen schaffen, die bei der Verwirklichung der Ziele des Abkommens Unterstützung leisten, seine Wirksamkeit überwachen und Berichte für die Konferenz der Vertragsparteien erarbeiten;
  5. Verfahren zur Beilegung von Streitigkeiten zwischen den Vertragsparteien des Abkommens vorsehen und
  6. für jede wandernde Art aus der Ordnung Cetacea zumindest jede Entnahme aus der Natur verbieten, sofern diese nicht durch irgendeine andere mehrseitige Übereinkunft für die betreffende wandernde Art zugelassen ist, und vorsehen, dass Staaten, die nicht Arealstaaten dieser wandernden Art sind, diesem Abkommen beitreten können.

Jedes Abkommen soll, soweit angebracht und durchführbar, ohne jedoch hierauf beschränkt zu sein, folgendes vorsehen:

  1. eine regelmässig wiederholte Überprüfung der Erhaltungssituation der betreffenden wandernden Art sowie die Feststellung der für diese Situation möglicherweise schädlichen Einflüsse;
  2. koordinierte Erhaltungs‑ und Managementpläne;
  3. Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Ökologie und Populationsdynamik der betreffenden wandernden Art unter besonderer Berücksichtigung ihrer Wanderungen;
  4. den Austausch von Informationen über die betreffende wandernde Art, wobei dem Austausch von Forschungsergebnissen und entsprechenden Statistiken besondere Beachtung geschenkt wird;
  5. die Erhaltung und, soweit erforderlich und durchführbar, Wiederherstellung der Habitate, die für eine günstige Erhaltungssituation von Bedeutung sind, und den Schutz dieser Habitate vor Störungen, einschliesslich einer strengen Überwachung und Begrenzung der Einbürgerung nichtheimischer Arten, die sich für die wandernde Art nachteilig auswirken, oder der Überwachung und Begrenzung bereits eingebürgerter nichtheimischer Arten;
  6. die Beibehaltung eines Netzes geeigneter Habitate, die im Verhältnis zu den Wanderwegen angemessen verteilt sind;
  7. soweit dies wünschenswert erscheint, die Schaffung neuer günstiger Habitate für die wandernde Art oder die Wiedereinbürgerung der wandernden Art in günstigen Habitaten;
  8. die möglichst weitgehende Ausschaltung von Tätigkeiten und Hindernissen, welche die Wanderung beeinträchtigen oder erschweren, oder den Ausgleich solcher Tätigkeiten und Hindernisse;
  9. die Verhütung, Beschränkung oder Überwachung und Begrenzung der Freisetzung von Stoffen, die für die wandernde Art schädlich sind, in deren Habitaten,
  10. auf vernünftigen ökologischen Grundsätzen beruhende Massnahmen zur Überwachung und Regelung der Entnahme der wandernden Art aus der Natur;
  11. Verfahren zur Koordinierung der Massnahmen zur Bekämpfung gesetzwidriger Entnahmen aus der Natur;
  12. Austausch von Informationen über erhebliche Bedrohungen der wandernden Art;
  13. Dringlichkeitsverfahren, durch welche die Erhaltungsmassnahmen erheblich und rasch verstärkt werden können, sobald die Erhaltungssituation der wandernden Art ernstlich beeinträchtigt ist, und
  14. Aufklärung der breiten Öffentlichkeit über Inhalt und Ziele des Abkommens.

Art. VI Arealstaaten

Das Sekretariat hält ein Verzeichnis der Arealstaaten der wandernden Arten, die in den Anhängen 1 und 11 aufgeführt sind, auf dem neuesten Stand; zu diesem Zweck benutzt es die ihm von den Vertragsparteien zugeleiteten Informationen.

Die Vertragsparteien unterrichten das Sekretariat laufend darüber, für welche der in den Anhängen 1 und 11 aufgeführten wandernden Arten sie sich als Arealstaaten betrachten; dazu gehören Angaben über Schiffe, die ihre Flagge führen und deren Tätigkeit darin besteht, die betreffenden wandernden Arten ausserhalb der nationalen Zuständigkeitsgrenzen der Natur zu entnehmen, und, wenn möglich, über künftige Pläne hinsichtlich einer solchen Entnahme.

Die Vertragsparteien, die Arealstaaten von wandernden Arten sind, die in den Anhängen 1 und 11 aufgeführt sind, sollen die Konferenz der Vertragsparteien über das Sekretariat wenigstens sechs Monate vor jeder ordentlichen Tagung der Konferenz über Massnahmen zur Durchführung dieses Übereinkommens in bezug auf diese Arten unterrichten.

Art. VII Die Konferenz der Vertragsparteien

Die Konferenz der Vertragsparteien ist das Beschlussorgan dieses Übereinkommens.

Das Sekretariat beruft spätestens zwei Jahre nach Inkrafttreten dieses Übereinkommens eine Tagung der Konferenz der Vertragsparteien ein.

In der Folge beruft das Sekretariat, sofern die Konferenz der Vertragsparteien nichts anderes beschliesst, in Abständen von höchstens drei Jahren ordentliche Tagungen der Konferenz der Vertragsparteien und auf schriftliches Ersuchen von mindestens einem Drittel der Vertragsparteien jederzeit ausserordentliche Tagungen der Konferenz der Vertragsparteien ein.

Die Konferenz der Vertragsparteien legt Finanzbestimmungen für dieses Übereinkommen fest und überprüft sie laufend. Auf jeder ihrer ordentlichen Tagungen verabschiedet die Konferenz der Vertragsparteien den Haushalt für die folgende Haushaltsperiode. Jede Vertragspartei zahlt einen Beitrag zu diesem Haushalt gemäss einem von der Konferenz vereinbarten Beitragsschlüssel. Die Finanzbestimmungen, zu denen die Bestimmungen über den Haushalt und den Beitragsschlüssel sowie deren Änderung gehören, werden durch einstimmigen Beschluss der anwesenden und abstimmenden Vertragsparteien angenommen.

Auf jeder Tagung überprüft die Konferenz der Vertragsparteien die Durchführung dieses Übereinkommens; sie kann insbesondere

  1. die Erhaltungssituation wandernder Arten überprüfen und feststellen;
  2. die Fortschritte im Hinblick auf die Erhaltung der wandernden Arten, insbesondere der in den Anhängen 1 und 11 aufgeführten, überprüfen;
  3. soweit erforderlich, Vorkehrungen treffen und Richtlinien geben, die dem Wissenschaftlichen Rat und dem Sekretariat die Durchführung ihrer Aufgaben ermöglichen;
  4. vom Wissenschaftlichen Rat, vom Sekretariat, von einer der Vertragsparteien oder von einem aufgrund eines Abkommens geschaffenen ständigen Gremium vorgelegte Berichte entgegennehmen und prüfen;
  5. den Vertragsparteien Empfehlungen zur Verbesserung der Erhaltungssituation wandernder Arten geben und die Fortschritte überprüfen, die im Rahmen von Abkommen gemacht wurden;
  6. in Fällen, in denen kein Abkommen geschlossen worden ist, Empfehlungen für die Einberufung von Tagungen derjenigen Vertragsparteien geben, die Arealstaaten einer wandernden Art oder einer Gruppe von wandernden Arten sind, um dort Massnahmen zur Verbesserung der Erhaltungssituation dieser Arten zu erörtern;
  7. den Vertragsparteien Empfehlungen zur Verbesserung der Wirksamkeit dieses Übereinkommens geben und
  8. jede weitere Massnahme beschliessen, die zur Erreichung der Ziele dieses Übereinkommens ergriffen werden sollte.

Auf jeder Tagung soll die Konferenz der Vertragsparteien Zeit und Ort der nächsten Tagung bestimmen.

Auf jeder Tagung bestimmt und verabschiedet die Konferenz der Vertragsparteien die Geschäftsordnung für diese Tagung. Beschlüsse auf einer Tagung der Konferenz der Vertragsparteien bedürfen einer Zweidrittelmehrheit der anwesenden und abstimmenden Vertragsparteien, soweit in diesem Übereinkommen nichts anderes festgelegt ist.

Die Vereinten Nationen, ihre Sonderorganisationen, die Internationale Atomenergie‑Organisation sowie alle Staaten, die nicht Vertragsparteien dieses Übereinkommens sind, und für jedes Abkommen das Gremium, das von den Vertragsparteien dieses Abkommens bestimmt worden ist, können durch Beobachter an den Tagungen der Konferenz der Vertragsparteien teilnehmen.

Nach ihrer Zulassung sind diese Beobachter teilnahme‑, aber nicht stimmberechtigt.

Alle Organisationen oder Gremien der nachstehenden Kategorien, die für den Schutz, die Erhaltung und das Management wandernder Arten fachlich qualifiziert sind und die dem Sekretariat ihren Wunsch mitgeteilt haben, auf den Tagungen der Konferenz der Vertragsparteien durch Beobachter vertreten zu sein, werden zugelassen, sofern sich nicht mindestens ein Drittel der anwesenden Vertragsparteien dagegen ausspricht:

  1. internationale staatliche oder nichtstaatliche Organisationen oder Gremien und nationale staatliche Organisationen und Gremien sowie
  2. nationale nichtstaatliche Organisationen oder Gremien, denen der Staat, in dem sie ihren Sitz haben, dazu seine Zustimmung gegeben hat.

Art. VIII Der Wissenschaftliche Rat

Auf ihrer ersten Tagung setzt die Konferenz der Vertragsparteien einen Wissenschaftlichen Rat zur Beratung in wissenschaftlichen Fragen ein.

Jede Vertragspartei kann einen qualifizierten Sachverständigen als Mitglied des Wissenschaftlichen Rates benennen. Darüber hinaus gehören dem Wissenschaftlichen Rat qualifizierte Sachverständige als Mitglieder an, die von der Konferenz der Vertragsparteien ausgewählt und ernannt werden; die Konferenz der Vertragsparteien bestimmt die Anzahl dieser Sachverständigen, die Kriterien für ihre Auswahl sowie die Dauer ihrer Berufung.

Der Wissenschaftliche Rat tagt auf Anforderung des Sekretariats, wenn die Konferenz der Vertragsparteien dies verlangt.

Der Wissenschaftliche Rat gibt sich vorbehaltlich der Zustimmung der Konferenz der Vertragsparteien eine Geschäftsordnung.

Die Konferenz der Vertragsparteien bestimmt die Aufgaben des Wissenschaftlichen Rates; dazu können gehören

  1. wissenschaftliche Beratung der Konferenz der Vertragsparteien, des Sekretariats und, falls die Konferenz der Vertragsparteien dem zustimmt, jedes Gremiums, das im Rahmen dieses Übereinkommens oder eines Abkommens eingesetzt worden ist, oder jeder Vertragspartei;
  2. Empfehlungen für Forschungsarbeiten über wandernde Arten und ihre Koordinierung, Auswertung der Ergebnisse dieser Forschungsarbeiten, um die Erhaltungssituation wandernder Arten festzustellen, und Berichte an die Konferenz der Vertragsparteien über diese Situation und über Massnahmen zu ihrer Verbesserung;
  3. Empfehlungen an die Konferenz der Vertragsparteien darüber, welche wandernden Arten in die Anhänge 1 und 11 aufgenommen werden sollten, zusammen mit Angaben über das Verbreitungsgebiet dieser Arten;
  4. Empfehlungen an die Konferenz der Vertragsparteien darüber, welche bestimmten Erhaltungs‑ und Managementmassnahmen in Abkommen über wandernde Arten aufzunehmen sind, und
  5. Empfehlungen an die Konferenz der Vertragsparteien für die Lösung von Problemen hinsichtlich der wissenschaftlichen Gesichtspunkte bei der Durchführung dieses Übereinkommens, insbesondere in bezug auf die Habitate der wandemden Arten.

Art. IX Das Sekretariat

Für die Zwecke dieses Übereinkommens wird ein Sekretariat eingerichtet.

Nach Inkrafttreten dieses Übereinkommens stellt der Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen das Sekretariat. In dem Ausmass und in der Weise, die er für angebracht hält, kann er durch geeignete zwischenstaatliche oder nichtstaatliche 4 internationale oder nationale Organisationen und Gremien, die auf dem Gebiet des Schutzes, der Erhaltung und des Managements wildlebender Tiere fachlich qualifiziert sind, unterstützt werden.

Falls das Umweltprogramm der Vereinten Nationen nicht mehr in der Lage ist, das Sekretariat zu stellen, trifft die Konferenz der Vertragsparteien Vorkehrungen, um in anderer Weise für das Sekretariat zu sorgen.

Das Sekretariat hat folgende Aufgaben:

  1. Es organisiert und betreut Tagungen i)der Konferenz der Vertragsparteien undii)des Wissenschaftlichen Rates;
  2. es hält Verbindung mit und fördert die Verbindung zwischen den Vertragsparteien, den im Rahmen von Abkommen eingesetzten ständigen Gremien und anderen internationalen Organisationen, die mit wandernden Arten befasst sind;
  3. es holt von jeder geeigneten Quelle Berichte und andere Informationen ein, die den Zielen und der Durchführung dieses Übereinkommens förderlich sind, und sorgt für eine angemessene Verbreitung dieser Informationen;
  4. es macht die Konferenz der Vertragsparteien auf alle Angelegenheiten aufmerksam, die mit den Zielen dieses Übereinkommens im Zusammenhang stehen;
  5. es arbeitet für die Konferenz der Vertragsparteien Berichte über die Arbeit des Sekretariats und die Durchführung dieses Übereinkommens aus;
  6. es führt und veröffentlicht ein Verzeichnis der Arealstaaten aller wandernden Arten, die in den Anhängen 1 und 11 aufgeführt sind;
  7. es fördert unter Leitung der Konferenz der Vertragsparteien den Abschluss von Abkommen;
  8. es führt ein Verzeichnis der Abkommen, das es allen Vertragsparteien zur Verfügung stellt, und liefert auf Verlangen der Konferenz der Vertragsparteien Informationen über diese Abkommen;
  9. es führt und veröffentlicht ein Verzeichnis der Empfehlungen, die von der Konferenz der Vertragsparteien nach Artikel VII Absatz 5 Buchstaben e, f und g abgegeben, oder der Beschlüsse, die nach Buchstabe h des genannten Absatzes gefasst wurden;
  10. es unterrichtet die Öffentlichkeit über dieses Übereinkommen und seine Ziele, und
  11. es nimmt alle sonstigen Aufgaben wahr, die ihm im Rahmen dieses Übereinkommens oder von der Konferenz der Vertragsparteien übertragen werden.

Art. X Änderung des Übereinkommens

Dieses Übereinkommen kann auf jeder ordentlichen oder ausserordentlichen Tagung der Konferenz der Vertragsparteien geändert werden.

Änderungen können von jeder Vertragspartei vorgeschlagen werden.

Der Wortlaut jeder vorgeschlagenen Änderung samt Begründung wird dem Sekretariat mindestens einhundertfünfzig Tage vor der Tagung, auf der sie behandelt werden soll, zugeleitet und vom Sekretariat allen Vertragsparteien umgehend mitgeteilt. Stellungnahmen der Vertragsparteien hierzu müssen dem Sekretariat mindestens sechzig Tage vor Beginn der Tagung vorliegen. Das Sekretariat übermittelt bis zu diesem Termin eingegangene Stellungnahmen danach unverzüglich den Vertragsparteien.

Änderungen werden mit Zweidrittelmehrheit der anwesenden und abstimmenden Vertragsparteien beschlossen.

Eine Änderung tritt für alle Vertragsparteien, die sie angenommen haben, am ersten Tag des dritten Monats nach dem Zeitpunkt, zu dem zwei Drittel der Vertragsparteien eine Annahmeurkunde beim Verwahrer hinterlegt haben, in Kraft. Für jede Vertragspartei, die eine Annahmeurkunde nach dem Zeitpunkt hinterlegt, zu dem zwei Drittel der Vertragsparteien eine Annahmeurkunde hinterlegt haben, tritt die Änderung in bezug auf diese Vertragspartei am ersten Tag des dritten Monats nach der Hinterlegung ihrer Annahmeurkunde in Kraft.

Art. XI Änderung der Anhänge

Die Anhänge 1 und 11 können auf jeder ordentlichen oder ausserordentlichen Fagung der Konferenz der Vertragsparteien geändert werden.

Änderungen können von jeder Vertragspartei vorgeschlagen werden.

Der Wortlaut jeder vorgeschlagenen Änderung samt Begründung, die sich auf die besten verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse stützt, wird dem Sekretariat mindestens einhundertfünfzig Tage vor der Tagung zugeleitet und von diesem allen Vertragsparteien umgehend mitgeteilt. Stellungnahmen der Vertragsparteien hierzu müssen dem Sekretariat mindestens sechzig Tage vor Beginn der Tagung vorliegen. Das Sekretariat übermittelt bis zu diesem Termin eingegangene Stellungnahmen danach unverzüglich den Vertragsparteien.

Änderungen werden mit Zweidrittelmehrheit der anwesenden und abstimmenden Vertragsparteien beschlossen.

Eine Änderung der Anhänge tritt für alle Vertragsparteien neunzig Tage nach der Tagung der Konferenz der Vertragsparteien in Kraft, auf der sie angenommen wurde; ausgenommen sind dabei solche Vertragsparteien, die einen Vorbehalt nach Absatz 6 anbringen.

Während des in Absatz 5 vorgesehenen Zeitraums von neunzig Tagen kann jede Vertragspartei durch schriftliche Notifikation an den Verwahrer hinsichtlich der Änderung einen Vorbehalt anbringen. Ein Vorbehalt zu einer Änderung kann durch schriftliche Notifikation an den Verwahrer zurückgenommen werden; die Änderung tritt dann neunzig Tage nach Rücknahme des Vorbehalts für die betreffende Vertragspartei in Kraft.

Art. XII Auswirkung auf internationale Übereinkommen und sonstige
gesetzliche Vorschriften

Dieses Übereinkommen berührt nicht die Kodifizierung und die Weiterentwicklung des Seerechts durch die nach Entschliessung 2750 C (XXV) der Generalversammlung der Vereinten Nationen einberufene Seerechtskonferenz der Vereinten Nationen sowie die derzeitigen oder zukünftigen Ansprüche und Rechtsstandpunkte eines Staates in bezug auf das Seerecht und die Art und den Umfang der Hoheitsrechte von Küsten‑ und Flaggenstaaten.

Dieses Übereinkommen berührt nicht die Rechte oder Verpflichtungen einer Vertragspartel aufgrund eines derzeit geltenden Vertrags, Übereinkommens oder Abkommens.

Dieses Übereinkommen berührt nicht das Recht der Vertragsparteien, strengere innerstaatliche Massnahmen zur Erhaltung der in den Anhängen I und II aufgeführten wandernden Arten oder innerstaatliche Massnahmen zur Erhaltung von nicht in den Anhängen I und 11 aufgeführten Arten zu ergreifen.

Art. XIII Beilegung von Streitigkeiten

Jede Streitigkeit zwischen zwei oder mehr Vertragsparteien über die Auslegung oder Anwendung dieses Übereinkommens wird durch Verhandlungen zwischen den streitenden Vertragsparteien beigelegt.

Kann die Streitigkeit nicht nach Absatz 1 beigelegt werden, so können die Vertragsparteien sie im gegenseitigen Einvernehmen einem Schiedsgericht, insbesondere dem Haager Ständigen Schiedshof, vorlegen; die Vertragsparteien, welche die Streitigkeiten dem Schiedsgericht vorlegen, sind an den Schiedsspruch gebunden.

Art. XIV Vorbehalte

Allgemeine Vorbehalte zu diesem Übereinkommen sind nicht zulässig. Besondere Vorbehalte können nach diesem Artikel und Artikel XI gemacht werden.

Jeder Staat oder jede Organisation der regionalen Wirtschaftsintegration kann bei Hinterlegung der Ratifikations‑, Annahme‑, Genehmigungs‑ oder Beitrittsurkunde bezüglich der Aufführung einer wandernden Art in Anhang 1 oder Anhang 11 oder gegebenenfalls in beiden Anhängen einen besonderen Vorbehalt machen und wird sodann in bezug auf den Gegenstand dieses Vorbehalts nicht vor Ablauf von neunzig Tagen seit dem Zeitpunkt, zu dem der Verwahrer den Vertragsparteien die Notifikation über die Rücknahme des Vorbehalts übermittelt hat, als Vertragspartei angesehen.

Art. XV Unterzeichnung

Dieses Übereinkommen liegt für alle Staaten und jede Organisation der regionalen Wirtschaftsintegration bis zum 22. Juni 1980 in Bonn zur Unterzeichnung auf.

Art. XVI Ratifikation, Annahme, Genehmigung

Dieses Übereinkommen bedarf der Ratifikation, Annahme oder Genehmigung. Die Ratifikations‑, Annahme‑ oder Genehmigungsurkunden werden bei der Regierung der Bundesrepublik Deutschland als dem Verwahrer hinterlegt.

Art. XVII Beitritt

Dieses Übereinkommen steht nach dem 22. Juni 1980 allen Nichtunterzeichnerstaaten und jeder Organisation der regionalen Wirtschaftsintegration zum Beitritt offen. Die Beitrittsurkunden werden beim Verwahrer hinterlegt.

Art. XVIII Inkrafttreten

Dieses Übereinkommen tritt am ersten Tag des dritten Monats nach Hinterlegung der fünfzehnten Ratifikations‑, Annahme‑, Genehmigungs‑ oder Beitrittsurkunde beim Verwahrer in Kraft.

Für jeden Staat oder jede Organisation der regionalen Wirtschaftsintegration, die dieses Übereinkommen nach der Hinterlegung der fünfzehnten Ratifikations‑, Annahme‑, Genehmigungs‑ oder Beitrittsurkunde ratifizieren, annehmen, genehmigen oder ihm beitreten, tritt das Übereinkommen am ersten Tag des dritten Monats nach Hinterlegung der Ratifikations‑, Annahme‑, Genehmigungsoder Beitrittsurkunde durch den Staat oder die Organisation in Kraft.

Art. XIX Kündigung

Eine Vertragspartei kann dieses Übereinkommen jederzeit durch eine an den Verwahrer gerichtete schriftliche Notifikation kündigen. Die Kündigung wird zwölf Monate nach Eingang der Notifikation beim Verwahrer wirksam.

Art. XX Verwahrer

Die Urschrift dieses Übereinkommens, die in deutscher, englischer, französischer, russischer und spanischer Sprache abgefasst ist, wobei jede Fassung gleichermassen verbindlich ist, wird beim Verwahrer hinterlegt. Dieser übermittelt allen Staaten und allen Organisationen der regionalen Wirtschaftsintegration, die das Übereinkommen unterzeichnet oder Beitrittsurkunden hinterlegt haben, beglaubigte Abschriften jeder dieser Fassungen.

Der Verwahrer wird nach Beratung mit den beteiligten Regierungen amtliche Fassungen des Wortlauts dieses Übereinkommens in arabischer und chinesischer Sprache herstellen.

Der Verwahrer unterrichtet alle Staaten und alle Organisationen der regionalen Wirtschaftsintegration, die dieses Übereinkommen unterzeichnen oder ihm beitreten, sowie das Sekretariat über die Unterzeichnung, die Hinterlegung von Ratifikations‑, Annahme‑, Genehmigungs‑ und Beitrittsurkunden, das Inkrafttreten des Übereinkommens, Änderungen des Übereinkommens, besondere Vorbehalte und Kündigungsnotifikationen.

Sogleich nach Inkrafttreten dieses Übereinkommens übermittelt der Verwahrer dem Sekretariat der Vereinten Nationen eine beglaubigte Abschrift zur Registrierung und Veröffentlichung gemäss Artikel 102 der Charta der Vereinten Nationen 5 .

Zu Urkund dessen haben die hierzu gehörig befugten Unterzeichneten dieses Übereinkommen unterschrieben.

Geschehen zu Bonn am 23. Juni 1979.

(Es folgen die Unterschriften)

Anhang I6

Gefährdete wandernde Arten

Erläuterungen

1. Die im vorliegenden Anhang aufgeführten wandernden Arten werden auf folgende Weise gekennzeichnet:

  1. mit dem Namen der Art oder Unterart; oder
  2. als Gesamtheit der wandernden Arten eines höheren Taxon oder eines bestimmten Teils dieses Taxon.

2. Sonstige Bezugnahmen auf höhere Taxa als Arten dienen nur der Information oder Klassifikation.

3. Wenn nichts anderes gesagt ist, entsprechen die in diesem Anhang aufgeführten Taxa denjenigen in der von der Konferenz der Vertragsparteien genehmigten massgebenden Taxonomie- und Nomenklaturreferenz gemäss Anhang zur Resolution 12.27. Weicht der verwendete taxonomische Name von der genehmigten massgebenden Referenz ab, ist dies in einer Fussnote vermerkt.

4. Ein Sternchen (*) neben dem Namen einer Art bedeutet, dass die Art oder eine abgegrenzte Population dieser Art oder ein höheres Taxon, welches diese Art einschliesst, in Anhang II aufgenommen ist.

Mammalia

Proboscidae

Elephantidae

Elephas maximus indicus

Sirenia

Trichechidae

Trichechus manatus* (Populationen zwischen Honduras und Panama)

Trichechus senegalensis*

Primates

Hominidae

Gorilla beringei7

Gorilla gorilla

Pan troglodytes*

Chiroptera

Molossidae

Tadarida brasiliensis

Carnivora

Felidae

Acinonyx jubatus(ausgenommen die botswanischen,
namibischen und simbabwischen Populationen)

Panthera onca*

Uncia uncia8

Ursidae

Ursus arctos isabellinus(mongolische und chinesische
Populationen)

Phocidae

Monachus monachus*

Pusa caspica*

Mustelidae

Lontra felina9

Lontra provocax10

Perissodactyla

Equidae

Equus africanus11

Equus ferus przewalskii12

Equus grevyi

Artiodactyla

Camelidae

Camelus bactrianus

Vicugna vicugna* (ausgenommen die peruanische Population)

Cervidae

Hippocamelus bisulcus

Cervus elaphus barbarus

Cervus elaphus yarkandensis13* (kasachische, kirgisische, tadschikische, turkmenische, usbekische und afghanische Populationen)

Bovidae

Eudorcas rufifrons

Gazella cuvieri

Gazella dorcas (nur die nordwestafrikanische Population)

Gazella leptoceros

Nanger dama14

Bos grunniens

Bos sauveli

Addax nasomaculatus

Oryx dammah*

Cetacea

Balaenidae

Balaena mysticetus

Eubalaena glacialis15 (Nordatlantik)

Eubalaena japonica16 (Nordpazifik)

Eubalaena australis17

Balaenopteridae

Balaenoptera borealis*

Balaenoptera physalus*

Balaenoptera musculus

Megaptera novaeangliae

Delphinidae

Delphinus delphis* (nur die Population des Mittelmeers)

Tursiops truncatus ponticus*

Orcaella brevirostris*

Sousa teuszii*

Physeteridae

Physeter macrocephalus*

Platanistidae

Platanista gangetica gangetica*

Pontoporiidae

Pontoporia blainvillei*

Ziphiidae

Ziphius cavirostris (nur die Subpopulation des Mittelmeers)

Aves

Anseriformes

Anatidae

Oxyura leucocephala*

Branta ruficollis*

Anser cygnoid18*

Anser erythropus*

Polysticta stelleri*

Chloephaga rubidiceps*

Marmaronetta angustirostris*

Aythya baeri*

Aythya nyroca*

Sibirionetta formosa19*

Phoenicopteriformes

Phoenicopteridae

Phoenicoparrus andinus20*

Phoenicoparrus jamesi21*

Gruiformes

Rallidae

Sarothrura ayresi*

Gruidae

Leucogeranus leucogeranus22*

Antigone vipio23*

Grus japonensis*

Grus monacha*

Grus nigricollis*

Otidiformes

Otididae

Tetrax tetrax*

Otis tarda*

Chlamydotis undulata (nur die nordwestafrikanische
Population)

Ardeotis nigriceps

Houbaropsis bengalensis bengalensis

Sphenisciformes

Spheniscidae

Spheniscus humboldti

Procellariiformes

Diomedeidae

Diomedea antipodensis*

Diomedea amsterdamensis

Phoebastria albatrus24

Procellariidae

Pterodroma atrata

Pterodroma sandwichensis25

Pterodroma phaeopygia

Pterodroma cahow

Ardenna creatopus26

Puffinus mauretanicus

Pelecanoides garnotii

Ciconiiformes

Ciconiidae

Ciconia boyciana

Pelecaniformes

Threskiornithidae

Platalea minor

Geronticus eremita*

Ardeidae

Gorsachius goisagi

Ardeola idae*

Egretta eulophotes

Pelecanidae

Pelecanus crispus*

Pelecanus onocrotalus* (nur die paläarktische Population)

Suliformes

Fregatidae

Fregata andrewsi

Charadriiformes

Charadriidae

Vanellus gregarius27*

Scolopacidae

Numenius tahitiensis*

Numenius borealis*

Numenius tenuirostris*

Numenius madagascariensis*

Calidris tenuirostris*

Calidris canutus rufa*

Calidris pygmaea28*

Calidris subruficollis29*

Calidris pusilla*

Tringa guttifer*

Laridae

Saundersilarus saundersi30

Larus relictus

Larus leucophthalmus*

Larus audouinii*

Larus atlanticus

Sternula lorata31

Thalasseus bernsteini32

Alcidae

Synthliboramphus wumizusume

Accipitriformes

Accipitridae

Neophron percnopterus*

Sarcogyps calvus*

Trigonoceps occipitalis*

Necrosyrtes monachus*

Gyps bengalensis*

Gyps africanus*

Gyps indicus*

Gyps tenuirostris*

Gyps coprotheres*

Gyps rueppelli*

Torgos tracheliotos*

Clanga clanga33*

Aquila nipalensis*

Aquila adalberti34*

Aquila heliaca*

Haliaeetus leucoryphus*

Haliaeetus albicilla*

Haliaeetus pelagicus*

Coraciiformes

Coraciidae

Coracias garrulus*

Falconiformes

Falconidae

Falco naumanni*

Falco vespertinus*

Falco cherrug* (ausgenommen die mongolische Population)

Psittaciformes

Psittacidae

Brotogeris pyrrhoptera35

Passeriformes

Tyrannidae

Alectrurus tricolor*

Alectrurus risora*

Acrocephalidea

Acrocephalus sorghophilus*

Acrocephalus paludicola*

Acrocephalus griseldis*

Hirundinidae

Hirundo atrocaerulea*

Turdidae

Geokichla guttata36

Fringillidae

Serinus syriacus

Emberizidae

Emberiza aureola

Icteridae

Xanthopsar flavus37*

Parulidae

Setophaga kirtlandii38

Setophaga cerulea39

Thraupidae

Sporophila hypochroma*

Sporophila cinnamomea*

Sporophila palustris40*

Reptilia

Testudinata

Cheloniidae

Chelonia mydas*

Caretta caretta*

Eretmochelys imbricata*

Lepidochelys kempii*

Lepidochelys olivacea*

Dermochelyidae

Dermochelys coriacea*

Pelomedusidae

Podocnemis expansa* (nur die Populationen im oberen
Amazonasgebiet)

Crocodylia

Gavialidae

Gavialis gangeticus

Pisces

Elasmobranchii

Orectolobiformes

Rhinocodontidae

Rhincodon typus*

Lamniformes

Lamnidae

Cetorhinidae

Carcharodon carcharias*

Cetorhinus maximus*

Carcharhiniformes

Cetorhinus maximus*

Carcharhinidae

Carcharhinus longimanus

Squatiniformes

Squatinidae

Squatina squatina*

Rhinopristiformes

  1. Rhinobatidae

Rhinobatos rhinobatos* (Population des Mittelmeers)

  1. Pristidae

Anoxypristis cuspidata*

Pristis clavata*

Pristis pectinata*

Pristis zijsron*

Pristis pristis41*

Myliobatiformes

  1. Mobulidae

Manta alfredi*

Manta birostris*

Mobula mobular42*

Mobula japanica43*

Mobula thurstoni*

Mobula tarapacana*

Mobula eregoodootenkee*

Mobula kuhlii*

Mobula hypostoma*

Mobula rochebrunei*

Mobula munkiana*

Actinopterygii

Acipenseriformes

  1. Acipenseridae

Acipenser sturio*

Siluriformes

  1. Schilbeidae

Pangasianodon gigas

Anhang II44

Wandernde Arten, für die Abkommen zu schliessen sind

Erläuterungen

1. Die im vorliegenden Anhang aufgeführten wandernden Arten werden auf folgende Weise gekennzeichnet:

  1. mit dem Namen der Art oder Unterart; oder
  2. als Gesamtheit der wandernden Arten eines höheren Taxon oder eines bestimmten Teils dieses Taxon.

Wo auf ein höheres Taxon als das der Art Bezug genommen wird, bedeutet dies, wenn nichts anderes gesagt ist, dass der Abschluss von Abkommen allen wandernden Arten zu erheblichem Vorteil gereichen könnte.

2. Die Abkürzung «spp.» nach der Bezeichnung einer Familie oder Gattung wird zur Bezeichnung aller wandernden Arten innerhalb dieser Familie oder Gattung verwendet.

3. Sonstige Bezugnahmen auf höhere Taxa als Arten dienen nur der Information oder Klassifikation.

4. Wenn nichts anderes gesagt ist, entsprechen die in diesem Anhang aufgeführten Taxa denjenigen in der von der Konferenz der Vertragsparteien genehmigten massgebenden Taxonomie- und Nomenklaturreferenz gemäss Anhang zur Resolution 12.27. Weicht der verwendete taxonomische Name von der genehmigten massgebenden Referenz ab, ist dies in einer Fussnote vermerkt.

5. Ein Sternchen (*) neben dem Namen einer Art oder neben einem höheren Taxon bedeutet, dass die Art oder eine abgegrenzte Population dieser Art oder aber eine oder mehrere in dem höheren Taxon eingeschlossene Arten in Anhang I aufgenommen sind.

Mammalia

Proboscidea

Elephantidae

Loxodonta africana

Loxodonta cyclotis45

Sirenia

Dugongidae

Dugong dugon

Trichechidae

Trichechus inunguis

Trichechus manatus* (Populationen zwischen Honduras und Panama)

Trichechus senegalensis*

Primates

Hominidae

Pan troglodytes*

Chiroptera

Pteropodidae

Eidolon helvum (nur die afrikanischen Populationen)

Rhinolophidae

R. spp. (nur die europäischen Populationen)

Molossidae

Otomops madagascariensis46

Otomops martiensseni (nur die afrikanischen Populationen)

Tadarida insignis47

Tadarida latouchei48

Tadarida teniotis

Vespertilionidae

V. spp. (nur die europäischen Populationen)

Lasiurus blossevillii

Lasiurus borealis

Lasiurus cinereus

Lasiurus ega

Miniopterus majori49

Miniopterus natalensis50 (nur die afrikanischen Populationen)Miniopterus schreibersii (nur die afrikanischen und europäischen Populationen)

Carnivora

Felidae

Panthera leo

Panthera onca*

Panthera pardus

Canidae

Lycaon pictus

Ursidae

Ursus maritimus

Otariidae

Arctocephalus australis

Otaria flavescens

Phocidae

Halichoerus grypus(nur die Ostsee-Populationen)

Monachus monachus*

Phoca vitulina (nur die Populationen der Ostsee und des Wattenmeeres)

Pusa caspica*

Perissodactyla

Equidae

Equus hemionus51

Equus kiang52

Artiodactyla

Camelidae

Vicugna vicugna*

Cervidae

Cervus elaphus yarkandensis53* (kasachische, kirgisische, tadschikische, turkmenische, usbekische und afghanische Populationen)

Giraffidae

Giraffa camelopardalis

Bovidae

Gazella erlangeri54

Gazella gazella (nur die asiatischen Populationen)

Gazella subgutturosa

Procapra gutturosa

Saiga borealis55

Saiga tatarica56

Ammotragus lervia

Ovis ammon

Ovis vignei57

Oryx dammah*

Kobus kob leucotis

Cetacea

Balaenopteridae

Balaenoptera bonaerensis

Balaenoptera edeni

Balaenoptera borealis*

Balaenoptera omurai58

Balaenoptera physalus*

Neobalaenidae

Caperea marginata

Delphinidae

Sousa chinensis

Sousa teuszii*

Sotalia fluviatilis

Sotalia guianensis59

Lagenorhynchus albirostris (nur Populationen der Nord-
und Ostsee)

Lagenorhynchus acutus (nur Populationen der Nord-
und Ostsee)

Lagenorhynchus obscurus

Lagenorhynchus australis

Grampus griseus (nur Populationen der Nord- und Ostsee sowie des Mittelmeers)

Tursiops aduncus (Populationen der Arafurasee /
der Timorsee)

Tursiops truncatus* (Populationen der Nord- und Ostsee,
des Mittelmeers und des Schwarzen Meers)

Stenella attenuata (Populationen des östlichen tropischen Pazifiks und Südostasiens)

Stenella longirostris (Populationen des östlichen tropischen Pazifiks und Südostasiens)

Stenella coeruleoalba (Populationen des östlichen tropischen Pazifiks und des Mittelmeers)

Stenella clymene (westafrikanische Population)

Delphinus delphis* (Populationen der Nord- und Ostsee, des Mittelmeers, des Schwarzen Meers und des östlichen tropischen Pazifiks)

Lagenodelphis hosei (südostasiatische Population)

Orcaella brevirostris*

Orcaella heinsohni60

Cephalorhynchus commersonii (südamerikanische Population)

Cephalorhynchus eutropia

Cephalorhynchus heavisidii

Orcinus orca

Globicephala melas (nur Populationen der Nord- und
Ostsee)61

Monodontidae

Delphinapterus leucas

Monodon monoceros

Phocoenidae

Phocoena phocoena (Populationen der Nord- und Ostsee, des westlichen Nordatlantiks, des Schwarzen Meers und des westlichen Nordafrikas)

Phocoena spinipinnis

Phocoena dioptrica

Neophocaena phocaenoides

Neophocaena asiaeorientalis62

Phocoenoides dalli

Physeteridae

Physeter macrocephalus*

Platanistidae

Platanista gangetica gangetica63*

Iniidae

Inia geoffrensis

Pontoporiidae

Pontoporia blainvillei*

Ziphiidae

Berardius bairdii

Hyperoodon ampullatus

Aves

Galliformes

Phasianidae

Coturnix coturnix coturnix

Anseriformes

Anseranatidae

A. spp.64

Anatidae

A. spp.*

Podicipediformes

Podicipedidae

Podiceps grisegena grisegena

Podiceps auritus (Population der westlichen Paläarktis)

Phoenicopteriformes

Phoenicopteridae

Ph. spp.*

Columbiformes

Columbidae

Streptopelia turtur turtur

Gruiformes

Rallidae

Sarothrura boehmi

Sarothrura ayresi*

Crex crex

Porzana porzana (Populationen, die sich in der westlichen Paläarktis fortpflanzen)

Zapornia parva65 (eurasische/westafrikanische Population)

Zapornia pusilla intermedia66

Amauronis marginalis67

Fulica atra atra (Populationen des Mittelmeers und des Schwarzen Meers)

Gruidae

Leucogeranus leucogeranus68*

Antigone spp.69*

Bugeranus carunculatus70

Anthropoides spp.71

Grus spp.*

Otifidormes

Otididae

Tetrax tetrax*

Otis tarda*

Chlamydotis macqueenii72

Gaviiformes

Gavidae

Gavia stellata (Populationen der westlichen Paläarktis)

Gavia arctica arctica73

Gavia immer74 (nordwesteuropäische Population)

Gavia adamsii (Population der westlichen Paläarktis)

Sphenisciformes

Spheniscidae

Spheniscus demersus

Procellariiformes

Diomedeidae

Diomedea sanfordi75

Diomedea epomophora

Diomedea exulans

Diomedea antipodensis76

Diomedea dabbenena77

Phoebetria fusca

Phoebetria palpebrata

Phoebastria irrorata78

Phoebastria nigripes79

Phoebastria immutabilis80

Thalassarche chlororhynchos81

Thalassarche carteri82

Thalassarche chrysostoma83

Thalassarche melanophris84

Thalassarche impavida85

Thalassarche bulleri86

Thalassarche cauta87

Thalassarche steadi88

Thalassarche eremita89

Thalassarche salvini90

Procellariidae

Macronectes halli

Macronectes giganteus

Procellaria cinerea

Procellaria aequinoctialis

Procellaria conspicillata91

Procellaria westlandica

Procellaria parkinsoni

Ciconiiformes

Ciconiidae

Mycteria ibis

Ciconia nigra

Ciconia microscelis92

Ciconia ciconia

Pelecaniformes

Threskiornithidae

Platalea alba (ausgenommen die madagassische Population)

Platalea leucorodia

Threskiornis aethiopicus93 (afrikanische Populationen südlich der Sahara sowie südwestasiatische Populationen [Iran/Irak])

Geronticus eremita*

Plegadis falcinellus

Ardeidae

Botaurus stellaris stellaris (Population der westlichen
Paläarktis)

Ixobrychus minutus minutus (Population der westlichen
Paläarktis)

Ixobrychus sturmii

Ardeola idae*

Ardeola rufiventris

Ardea purpurea purpurea (Populationen, die sich in der
westlichen Paläarktis fortpflanzen)

Ardea alba alba94 (Population der westlichen Paläarktis)

Egretta vinaceigula

Pelecanidae

Pelecanus crispus*

Pelecanus onocrotalus* (Population der westlichen Paläarktis)

Suliformes

Phalacrocoracidae

Microcarbo pygmaeus95

Phalacrocorax nigrogularis

Charadriiformes

Burhinidae

Burhinus oedicnemus

Haematopodidae

H. spp.96

Ibidorshynchidae

I. spp.97

Recurvirostridae

R. spp.

Charadriidae

C. spp.*

Scolopacidae

S. spp.98*

Pluvianellidae

P. spp.99

Dromadidae

Dromas ardeola

Glareolidae

Glareola pratincola

Glareola nordmanni

Glareola nuchalis

Laridae

Anous minutus worcesteri

Rynchops flavirostris

Larus genei

Larus ichthyaetus (westeurasische und afrikanische
Populationen)

Larus melanocephalus

Larus hemprichii

Larus leucophthalmus*

Larus audouinii*

Larus armenicus

Sternula albifrons100

Sternula saundersi101

Sternula balaenarum102

Gelochelidon nilotica nilotica103 (westeurasische und
afrikanische Populationen)

Hydroprogne caspia104 (westeurasische und afrikanische Populationen)

Chlidonias leucopterus (westeurasische und afrikanische Populationen)

Chlidonias niger niger

Sterna dougallii (Population des Atlantiks)

Sterna hirundo hirundo (Populationen, die sich in der
westlichen Paläarktis fortpflanzen)

Sterna repressa

Sterna paradisaea (Population des Atlantiks)

Thalasseus bengalensis105 (afrikanische und südwestasiatische Populationen)

Thalasseus sandvicensis sandvicensis106

Thalasseus maximus albididorsalis107

Thalasseus bergii108 (afrikanische und südwestasiatische Populationen)

Cathartiformes

Cathartidae

C. spp.

Accipitriformes

Pandionidae

Pandion haliaetus

Accipitridae

A. spp.*

Coraciiformes

Meropidae

Merops apiaster

Coraciidae

Coracias garrulus*

Falconiformes

Falconidae

F. spp.*

Psittaciformes

Psittacidae

Amazona tucumana

Passeriformes

Tyrannidae

Polystictus pectoralis pectoralis

Pseudocolopteryx dinelliana

Alectrurus tricolor*

Alectrurus risora*

Maluridae

M. spp.109

Dasyornithidae

D. spp.109

Meliphagidae

M. spp.109

Acanthizidae

A. spp.109

Orthonychidae

O. spp.109

Pomatostomidae

P. spp.109

Mohouidae

M. spp.109

Eulacestomidae

E. spp.109

Oriolidae

O. spp.109

Oreoicidae

O. spp.109

Cinclosomatidae

C. spp.109

Falcunculidae

F. spp.109

Pachycephalidae

P. spp.109

Psophodidae

P. spp.109

Vireonidae

V. spp.109

Rhagologidae

R. spp.109

Artamidae

A. spp.109

Machaerirhynchidae

M. spp.109

Vangidae

V. spp.109

Platysteiridae

P. spp.109

Rhipiduridae

R. spp.109

Ifritidae

I. spp.109

Monarchidae

M. spp.109

Laniidae

Lanius minor (europäische Population)

Lanius excubitor excubitor

Melampittidae

M. spp.109

Picatharitidae

P. spp.109

Eupetidae

E. spp.109

Chaetopidae

C. spp.109

Petroicidae

P. spp.109

Hyliotidae

H. spp.109

Stenostiridae

S. spp.109

Panuridae

P. spp.109

Macrosphenidae

M. spp.109

Cisticolidae

C. spp.109

Acrocephalidae

A. spp.109

Pnoepygidae

P. spp.109

Locustellidae

L. spp.109

Hirundinidae

Hirundo atrocaerulea*

Bernieridae

B. spp.109

Phylloscopidae

P. spp.109

Scotoceridae

S. spp.109

Aegithalidae

D. spp.109

Sylviidae

S. spp.109

Zosteropidae

Z. spp.109

Timaliidae

T. spp.109

Pellorneidae

P. spp.109

Leiotrichidae

L. spp.109

Polioptilidae

P. spp.109

Turdidae

T. spp.109

Muscicapidae

M. spp.109

Regulidae

R. spp.109

Hylocitreidae

H. spp.109

Motacillidae

M. spp.109

Emberizidae

Emberiza sulphurata

Icteridae

Xanthopsar flavus110*

Dolichonyx oryzivorus

Parulidae

Cardellina canadensis

Thraupidae

Sporohila ruficollis

Sporophila hypochroma*

Sporophila cinnamomea*

Sporophila palustris111*

Reptilia

Testudinata

Cheloniidae

C. spp.*

Dermochelyidae

D. spp.*

Pelomedusidae

Podocnemis expansa*

Crocodylia

Crocodylidae

Crocodylus porosus

Pisces

Elasmobranchii

Orectolobiformes

Rhinocodontidae

Rhincodon typus*

Lamniformes

Lamnidae

Carcharodon carcharias*

Isurus oxyrinchus

Isurus paucus

Lamna nasus

Cetorhinidae

Cetorhinus maximus*

Alopiidae

Alopias pelagicus

Alopias superciliosus

Alopias vulpinus

Carcharhiniformes

Triakidae

Galeorhinus galeus

Carcharhinidae

Carcharhinus falciformis

Carcharhinus oscurus

Prionace glauca

Sphyrnidae

Sphyrna lewini

Sphyrna mokarran

Sphyrna zygaena

Squaliformes

Squalidae

Squalus acanthias (Populationen der nördlichen Hemisphäre)

Squatiniformes

Squatinidae

Squatina squatina*

Rhinopristiformes

Rhinobatidae

Rhinobatos rhinobatos*

Rhinidae

Rhynochobatus australiae

Pristidae

Anoxypristis cuspidata*

Pristis clavata*

Pristis pectinata*

Pristis zijsron*

Pristis pristis112*

Myliobatiformes

Mobulidae

Manta alfredi*

Manta birostris*

Mobula mobular113*

Mobula japanica114*

Mobula thurstoni*

Mobula tarapacana*

Mobula eregoodootenkee*

Mobula kuhlii*

Mobula hypostoma*

Mobula rochebrunei*

Mobula munkiana*

Actinopterygii

Acipenseriformes

Acipenseridae

Huso huso

Huso dauricus

Acipenser baerii baicalensis

Acipenser fulvescens

Acipenser gueldenstaedtii

Acipenser medirostris

Acipenser mikadoi

Acipenser naccarii

Acipenser nudiventris

Acipenser persicus

Acipenser ruthenus (Donau-Population)

Acipenser schrenckii

Acipenser sinensis

Acipenser stellatus

Acipenser sturio*

Pseudoscaphirhynchus kaufmanni

Pseudoscaphirhynchus hermanni

Pseudoscaphirhynchus fedtschenkoi

Psephurus gladius

Anguilliformes

Anguillidae

Anguilla anguilla

Insecta

Lepidoptera

Danaidae

Danaus plexippus

0.451.46

Geltungsbereich am 19. Oktober 2023115

Vertragsstaaten

Ratifikation
Beitritt (B)
Nachfolgeerklärung (N)

Inkrafttreten

Afghanistan

19. Mai

2015 B

1. August

2015

Ägypten

11. Februar

1982

1. November

1983

Albanien

21. Juni

2001 B

1. September

2001

Algerien

14. September

2005 B

1. Dezember

2005

Angola

20. September

2006 B

1. Dezember

2006

Antigua und Barbuda

4. Juli

2007 B

1. Oktober

2007

Äquatorialguinea

19. Mai

2010

1. August

2010

Argentinien*

10. Oktober

1991 B

1. Januar

1992

Armenien

29. Dezember

2010 B

1. März

2011

Äthiopien

23. Oktober

2009 B

1. Januar

2010

Australien*

26. Juni

1991 B

1. September

1991

Bahrain

6. Dezember

2021 B

1. März

2022

Bangladesch

29. September

2005 B

1. Dezember

2005

Belarus

3. Juni

2003

1. September

2003

Belgien

11. Juli

1990 B

1. Oktober

1990

Benin

14. Januar

1986 B

1. April

1986

Bolivien*

16. Dezember

2002 B

1. März

2003

Bosnien und Herzegowina

8. September

2017 B

1. Dezember

2017

Brasilien

2. Juli

2015 B

1. Oktober

2015

Bulgarien

30. August

1999 B

1. November

1999

Burkina Faso

9. Oktober

1989 B

1. Januar

1990

Burundi

18. April

2011 B

1. Juli

2011

Chile

15. September

1981 B

1. November

1983

China

Hongkong

1. April

1997

1. Juli

1997

Costa Rica

25. Mai

2007 B

1. August

2007

Côte d’Ivoire

23. April

2003

1. Juli

2003

Deutschland

31. Juli

1984

1. Oktober

1984

Dominikanische Republik

23. August

2017 B

1. November

2017

Dschibuti

1. August

2004 B

1. November

2004

Dänemark* a

5. August

1982

1. November

1983

Färöer

7. April

1989

7. April

1989

Ecuador

21. November

2003 B

1. Februar

2004

Eritrea

24. November

2004 B

1. Februar

2005

Estland

9. Juli

2008 B

1. Oktober

2008

Eswatini

22. Oktober

2012 B

1. Januar

2013

Europäische Union (EU)*

1. August

1983 N

1. November

1983

Fidschi

23. Januar

2013 B

1. April

2013

Finnland

3. Oktober

1988 B

1. Januar

1989

Frankreich*

23. April

1990

1. Juli

1990

Gabun

23. Mai

2008 B

1. August

2008

Gambia

25. Januar

2001 B

1. August

2001

Georgien

6. März

2000 B

1. Juni

2000

Ghana

19. Januar

1988 B

1. April

1988

Griechenland

29. Juli

1999

1. Oktober

1999

Guinea

21. Mai

1993 B

1. August

1993

Guinea-Bissau

19. Juni

1995 B

1. September

1995

Honduras

9. Januar

2007 B

1. April

2007

Indien

4. Mai

1982

1. November

1983

Irak

11. Mai

2016 B

1. August

2016

Iran

13. November

2007 B

1. Februar

2008

Irland

5. August

1983

1. November

1983

Israel

17. Mai

1983 B

1. November

1983

Italien

26. August

1983

1. November

1983

Jemen

30. September

2006 B

1. Dezember

2006

Jordanien

21. Dezember

2000 B

1. März

2001

Kamerun

7. September

1981

1. November

1983

Kap Verde

18. Januar

206 B

1. April

2006

Kasachstan

1. Februar

2006 B

1. Mai

2006

Kenia

26. Februar

1999 B

1. Mai

1999

Kirgisistan

20. Februar

2014 B

1. Mai

2014

Kongo (Brazzaville)

1. Oktober

1999 B

1. Januar

2000

Kongo (Kinshasa)

22. Juni

1990 B

1. September

1990

Kroatien

3. Juli

2000 B

1. Oktober

2000

Kuba

6. November

2007 B

1. Februar

2008

Lettland

26. April

1999 B

1. Juli

1999

Libanon

11. März

2019 B

1. Juni

2019

Liberia

28. September

2004 B

1. Dezember

2004

Libyen

25. Juni

2002 B

1. September

2002

Liechtenstein

18. August

1997 B

1. November

1997

Litauen

20. November

2001 B

1. Februar

2002

Luxemburg

30. November

1982

1. November

1983

Madagaskar

13. Oktober

2006

1. Januar

2007

Malawi

24. Juni

2019 B

1. September

2019

Malediven

7. August

2019 B

1. November

2019

Mali

20. Juli

1987 B

1. Oktober

1987

Malta

1. März

2001 B

1. Juni

2001

Marokko*

12. August

1993

1. November

1993

Mauretanien

7. April

1998

1. Juli

1998

Mauritius*

22. März

2004 B

1. Juni

2004

Moldau

8. Januar

2001 B

1. April

2001

Monaco

1. März

1993 B

1. Juni

1993

Mongolei

24. August

1999 B

1. November

1999

Montenegro

9. Dezember

2008 B

1. März

2009

Mosambik

18. Mai

2009 B

1. August

2009

Neuseeland

7. Juli

2000 B

1. Oktober

2000

Cook-Inseln

8. Mai

2006 B

1. August

2006

Niederlande*

5. Juni

1981

1. November

1983

Aruba

5. Juni

1981

1. Januar

1986

Curaçao

10. Oktober

2010

10. Oktober

2010

Karibische Gebiete (Bonaire,
Sint Eustatius und Saba)

10. Oktober

2010

10. Oktober

2010

Sint Maarten

10. Oktober

2010

10. Oktober

2010

Niger

3. Juli

1980

1. November

1983

Nigeria

15. Oktober

1986 B

1. Januar

1987

Nordmazedonien

26. August

1999 B

1. November

1999

Norwegen*

30. Mai

1985

1. August

1985

Österreich

21. April

2005 B

1. Juli

2005

Pakistan

22. September

1987 B

1. Dezember

1987

Palau

20. November

2007 B

1. Februar

2008

Panama

20. Februar

1989 B

1. Mai

1989

Paraguay

23. Oktober

1998

1. Januar

1999

Peru

20. März

1997 B

1. Juni

1997

Philippinen

15. November

1993

1. Februar

1994

Polen

1. Februar

1996 B

1. Mai

1996

Portugal

21. Januar

1981

1. November

1983

Ruanda

7. März

2005 B

1. Juni

2005

Rumänien

14. April

1998 B

1. Juli

1998

Samoa

31. August

2005 B

1. November

2005

Saudi-Arabien

17. Dezember

1990 B

1. März

1991

Schweden

9. Juni

1983

1. November

1983

Schweiz

7. April

1995 B

1. Juli

1995

Senegal

18. März

1988 B

1. Juni

1988

Serbien

11. Dezember

2007 B

1. März

2008

Seychellen

26. Mai

2005 B

1. August

2005

Simbabwe

1. März

2012 B

1. Juni

2012

Slowakei

14. Dezember

1994 B

1. März

1995

Slowenien

20. November

1998 B

1. Februar

1999

Somalia

11. November

1985

1. Februar

1986

Spanien

12. Februar

1985

1. Mai

1985

Sri Lanka

6. Juni

1990

1. September

1990

Syrien*

31. März

2003

1. Juni

2003

São Tomé und Príncipe

24. September

2001 B

1. Dezember

2001

Südafrika

27. September

1991 B

1. Dezember

1991

Tadschikistan

20. November

200 B

1. Februar

2001

Tansania

23. April

1999 B

1. Juli

1999

Togo

9. November

1995

1. Februar

1996

Trinidad und Tobago

28. September

2018 B

1. Dezember

2018

Tschad

18. Juni

1997

1. September

1997

Tschechische Republik

8. Februar

1994 B

1. Mai

1994

Tunesien

27. Mai

1987 B

1. August

1987

Turkmenistan

20. Oktober

2020 B

1. Januar

2021

Uganda

16. Mai

2000

1. August

2000

Ukraine

2. August

1999 B

1. November

1999

Ungarn

12. Juli

1983 B

1. November

1983

Uruguay

1. Februar

1990 B

1. Mai

1990

Usbekistan

12. Juni

1998 B

1. September

1998

Vereinigte Arabische Emirate

1. Februar

2016 B

1. Mai

2016

Vereinigtes Königreich*

23. Juli

1985

1. Oktober

1985

Akrotiri und Dhekelia

23. Juli

1985

1. Oktober

1985

Bermudas

23. Juli

1985

1. Oktober

1985

Britische Jungferninseln

23. Juli

1985

1. Oktober

1985

Britisches Territorium
im Indischen Ozean

23. Juli

1985

1. Oktober

1985

Falkland-Inseln und abhängige
Gebiete (Südgeorgien und
Südliche Sandwich-Inseln)

23. Juli

1985

1. Oktober

1985

Gibraltar

23. Juli

1985

1. Oktober

1985

Guernsey

23. Juli

1985

1. Oktober

1985

Insel Man

20. August

1992

1. November

1992

Jersey

23. Juli

1985

1. Oktober

1985

Kaimaninseln

23. Juli

1985

1. Oktober

1985

Montserrat

23. Juli

1985

1. Oktober

1985

Pitcairn-Inseln (Ducie, Oeno,
Henderson und Pitcairn)

23. Juli

1985

1. Oktober

1985

St. Helena und Nebengebiete
(Ascension und Tristan da Cunha)

23. Juli

1985

1. Oktober

1985

Turks- und Caicosinseln

23. Juli

1985

1. Oktober

1985

Zentralafrikanische Republik

14. September

2018

1. Dezember

2018

Zypern

2. August

2001 B

1. November

2001

  1. Vorbehalte und Erklärungen.
  2. Die Vorbehalte und Erklärungen werden in der AS nicht veröffentlicht, mit Ausnahme jener der Schweiz. Die deutschen und englischen Texte können auf der Internetseite des Depositars (Regierung der Bundesrepublik Deutschland): www.auswaertiges-amt.de/de/ > Aussen- und Europapolitik > Regelbasierte internationale Ordnung > Völkerrecht / Internationales Recht eingesehen oder bei der Direktion für Völkerrecht, Sektion Staatsverträge, 3003 Bern, bezogen werden.
  3. Das Übereinkommen gilt nicht für Grönland.