Gestaltungsplan Adlerberg

Sondernutzungsplan · St. Gallen

Dokument

Nummer
1992-0164
Art
Sondernutzungsplan
Gemeinde
St. Gallen
Kanton
St. Gallen
Ebene
Gemeinde
Beschlossen
19.11.1991
Genehmigt
30.04.1992
Publiziert
19.08.1991
In Kraft seit
30.04.1992

Karte

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Text

Genehmigungsverfügung

Läm m lisbrunnenstrasse 54, 9001 St.Gallen

Baudepartement

Telefon 071 21 30 0 3 Telefax 071 21 39 60

des Kantons St.Gallen

St.

Gallen,

30. April

1992

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Sta dtrat 9001 St. G a l l e n

G e n eh mi gu ng eines Gem ein de erl as ses

Sehr geehrter Herr Stadtammann Sehr geehrte Stadträte

Sie haben uns 731.1;

in Nachachtung von A r t . 31 des B a u g e s e t z e s

abgekürzt BauG)

(sGS

folgenden Erlass zur G e n e h m i g u n g e i n g e ­

reicht :

- G e s t a l tu ng sp la n Adlerberg mit be so n d e r e n V o r s c h r i f t e n

(im

fo lgenden abgekürzt besV)

Der Erlass

regelt die besondere Bau we is e

im G e bi et Adlerberg.

Lage,

Stellung und Ausmass der Ba u te n w e r d e n w e i t e s t g e h e n d

legt.

Das Plangebiet grenzt mit der sü d l i c h e n P l a n u m g r e n z u n g

die St.

Jakobstrasse.

1989).

an

Bei der A u s a r b e i t u n g des G e s t a l t u n g s p l a n e s

w ur de ein Lär mg ut ac ht en erstellt 8. September

festge­

(Imhof Akustik,

Trogen,

datiert

Nach A r t . 12 besV sind im P l a n u n g s g e b i e t

die not we nd ig en Ma ssn ahm en zur E i n h a l t u n g der

zudem

Immissionsgrenzwerte

für den S t r a s s e nl är m der St.

J a k o b s t ra ss e nach A r t . 31 der L ä r m ­

schutz ver Ordnung

abgekürzt LSV)

(SR 814.41;

b e w i l l i g un gs ve r fa hr en ist der Na chweis lä rme mpf ind lic he Räume, A r t . 42 LSV,

die

v o rz use hen .

zu erbring en,

Im B a u ­

dass

für

mit A u s n a h m e von B e t r i e b s r ä u m e n nach

Im mi ssi on sg re nz wer te der E m p f i n d l i c h k e i t s ­

stufe III ei nz uha lt en sind.

«

Die Ueberprüfung des Lärmguta ch ten s durch die Fachst ell e L ä r m ­ schutz

im Amt für Umwe lts ch utz e r g i b t , dass die darin enthalt en en

A n g a b e n realistisch sind.

Die Erstellung einer Baute gemäss G e ­

sta ltu ngs pl an erscheint d em nac h möglich,

auch wenn die Einhaltung

der Be st immungen der L ä r m s c h u t z v e r Ordnung für einen Teil der Räume nicht einfach sein wird.

Ergä nz en d fügt die Fachstelle Lärmschutz

b e i , dass - entgegen der Dar st el lu ng F e ns te r in Ve rbindung mit nicht

im G u t ac ht en - v e rsc hr aub te

lärmgedämpften L ü f t u n g se i n r i c h t u n g e n

als Ma ssnahme im Sinn von A r t . 31 Abs.

1 LSV ge lt e n

(vgl.

Lär ms c h u t z und R a u m p l a n u n g , h er au sg eg eb en

v o m Bundesamt für U m ­

w e l t s c h u t z und Bundesamt

Bern 1988,

Im ü b r i g e n ist der Erlass

für R a u m p l a n u n g ,

recht- und zweckmässig.

S. 107) .

Er kann g e n e h ­

migt werden.

In An w e n d u n g von Art.

31 BauG und A r t . 94 Abs.

über die V e r w a l t u n g s r e c h t s pf le ge

(sGS 951.1;

Ve r b i n d u n g mit Nr.

26.01 des Gebühren ta ri fs

Ge m e i n d e v e r w a l t u n g

(sGS 821.5)

1. Der

1 des Ge setzes

abgekürzt VRP)

in

für die S ta at s- und

verfügt das Baudepartement:

angeführte Erlass wird genehmigt.

2. Die Gebühr für diese Verf üg un g beträgt

Fr. 1 12 0 0 . —

.

R e c h t s m i t t e l b e l e h r u n q : Gegen diese Ver fü gu ng kann nach A r t . 43 Abs.

1 V R P innert vi er z e h n Tagen seit Er öffnung Rekurs b e i m

Re gi e r u n g s r a t erhoben werden.

Mit

freun dl ic he n Grüss en Der V o r st eh er ;

sig. Dr. W. Geiger

Dr. W. Geiger Reg ie ru ng sr at

(

-

Beilage; - G e n e h m i g t e r Erlass - Einzahlungsschein

3

-

(dreifach)

Kopie; - R e c h t s a b t e i l u ng (2) - P l a n un gs am t - Amt für Umweltschutz, - R e c h n u n g s f ü h r e r (2)

Lärmsc hu tz

Plan

Stadt

rz,

St.Gallen

Einverständnis-Erklärung

Gestaltungsplan 1:200 Adlerberg

gemäss Art. 28 Baugesetz vom 6. Juni 197

li

8lQalle& dem

Ganzen Text zeigen

X

Im Namen dea SW Km W

2694, 2695 2696

MRS H auser Suter AG Kreuzlmgerstrasse 9 8280 Kreuzlingen

rschrift

Wechner Franz

6. Aug. 1991

Der Öffentlich aufgelegt vom :

Grundeigentümer

#2% /

Der

Vom S tad trat beschlossen:

Parz. Nr

bis:

19. Aug.

Corazza Rudolf

18. Sept. 1991

Corazza Leo Neugasse 40, 9000 S . Gallen

Vom Gemeinderat erlassen :

StGaHen+den

19.

§6

Emn1NhHüK»i(ka;(3fO0*em(}@zneindk%aaëe, .

iw: Stockwerkeigentümerg ememschaft

V se 8, St. Gallen

..»y?-

Vom Baudepartem ent genehmigt:

30. April 1992

BAUDERARTEMENT DES KANTONS SST GALLEN

Kote Terrain 6 6 4 .3 0 m .ü.M .

Der Vorsteher :

(A 'C hc Architektur:

Bollhalder + Eberle, dipi. Architekten ETH, Ulmenstrasse 9, 9013 St. Gallen

Planung:

Eigenmann + Rey, Raumplaner BSP, Kirchgasse 16, 9000 St.Gallen

2

4

8

12 M

Kote OK Decke 6 6 2 .8 0 m. ü. M.

6 6 9 .3 0

Hochbauamt Datum : 6.5.1991

666.00

LEGENDE FESTLEGUNGEN UMGRENZUNG PLANGEBIET BAULINIE FÜR STÜTZMAUERN BAULINIE FÜR SOCKELGESCHOSS 1

6 )

BAULINIE FÜR SOCKELGESCHOSS 2 689 .8 0 E ..t a » * .

BAULINIE FÜR SOCKELGESCHOSSE 1 UND 2

i

BAULINIE FÜR UNTERIRDISCHE BAUTEN UMGRENZUNGSLINIE FÜR BAUBEREICH HAUPTBAUTEN A U N D B UMGRENZUNGSLINIE FÜR BAUBEREICH VORBAUTEN UMGRENZUNGSLINIE ATTIKAGESCHOSS 6 6 9 .0 0

MAX. HÖHENKOTE OK SOCKELGESCHOSS RESPEKTIVE HAUPTBAUTEN IN m.ü.M

TA

EIN- / AUSFAHRT PARKPLÄTZE, TIEFGARAGE

TA

EIN- / AUSFAHRT ANLIEFERUNG

6 6 9 .3 0 Kote 6 6 2 .0 0 m .ü.M

Kote 6 61 .00 m .ü .M

OFFENE BESUCHER-PARKPLÄTZE

O

ZU ERHALTENDE BÄUME

X. V

NEU ZU PFLANZENDE BÄUME

®

MAX. VOLLGESCHOSSZAHL

HINWEISE A

ZUFAHRT PARKPLATZE, TIEFGARAGE, ANLIEFERUNG FUSSWEGE, PLÄTZE OFFENE PARKIERUNGSFLÄCHEN

St. Jakobstrasse

6 8 2 .4 0

B

besondere Vorschriften

Gestaltungsplan Adlerberg, St.Gallen

6. Mai 1991

Besondere Vorschriften

Art. 1 Erlass

Gestützt auf Art. 28 des kantonalen Baugesetzes und auf Art. 82 der Bauordnung der Stadt St.Gallen erlässt der Grosse Gemeinderat der Stadt St.Gallen einen Gestaltungsplan mit besonderen Vorschriften.

Art. 2 Geltungsbereich

Die besonderen Vorschriften gelten für das im Plan umgrenzte Gebiet. Sofern nachstehend und im Gestaltungsplan nichts anderes bestimmt wird, gelten die Vorschriften der Bauordnung der Stadt St.Gallen. Die zum Gestaltungsplan gehörenden Beilagepläne 1,2 und 3 zeigen die Gestaltung der Bauten im Planungsgebiet auf. Die Beilagepläne gelten als richtungsweisend.

Art. 3 Festlegungen, Hinweise

Alle in der Legende des Gestaltungsplanes als Festlegungen bezeichneten Planelemente sind verbindlich. Alle übrigen Planelemente des Gestaltungsplanes gelten als rich­ tungsweisend.

Art. 4 Erschliessung

Die verkehrsmässige Erschliessung des Planungsgebietes hat ausschliesslich über die im Gestaltungsplan bezeichneten Ein- und Ausfahrten zu erfolgen.

Art. 5 Parkierung

Oberirdisch sind an der im Gestaltungsplan bezeichneten Stelle 5 Parkplätze für Besucher anzuordnen. Die übrigen nach Parkplatzreglement erforderlichen Abstellplätze sind in einer Tiefgarage zu erstellen.

Art. 6 Baulinie für Stützmauern

Entlang den Baulinien für Stützmauern dürfen Stützmauern bis zu einer maximalen Höhe von 2.00 m erstellt werden.

Art. 7 Baulinie für Sockelgeschosse

Sockelgeschosse innerhalb folgender Höhenkoten dürfen nur entlang der entsprechenden Baulinien für Sockelgeschosse in Erscheinung treten: Baulinie für Sockelgeschoss 1 Baulinie für Sockelgeschoss 2

662.00 - 666.00 m.ü.M. 666.00 - 669.30 m.ü.M.

Zusätzlich sind Brüstungen von maximal 1.20 m Höhe gestattet.

Art. 8 Umgrenzungslinien für Baubereich Hauptbauten A + B

Innerhalb der Umgrenzungslinien für Baubereich Hauptbauten dürfen im Baubereich A maximal 7 und im Baubereich B maximal 6 Vollgeschosse erstellt werden. Zusätzlich gestattet sind technisch bedingte Dachaufbauten gemäss Definition in Art. 29 der Bauordnung der Stadt St. Gallen sowie Attikageschosse innerhalb der entsprechenden Umgrenzungslinien.

Art. 9 Umgrenzungslinien für Baubereich Vorbauten

Innerhalb der Umgrenzungslinien für Baubereich Vorbauten dürfen den Hauptbauten Vorgesetzte Bauteile in Form von offenen Baikonen erstellt werden.

Art. 10 Gestaltungskonzept

Für die bauliche Gestaltung sind die Fassaden in den Beilageplänen 1 und 3 wegleitend. Materialwahl und Farbgebung sind in einem Gesamtkonzept vorzulegen. Die Baupolizei­ kommission kann dieses verbindlich erklären. Für die Umgebungsgestaltung ist bei der Baueingabe ein Umgebungsplan einzureichen.

Art. 11 Baumbestand

Die im Gestaltungsplan bezeichneten Bäume sind zu erhalten. An den im Plan eingezeichneten Stellen sind bis zur Fertigstellung der Bauten einheimische Laubbäume zu pflanzen und zu erhalten. Abgehende Bäume sind sofort zu ersetzen.

Art. 12 Lärmschutz

Im Planungsgebiet sind die notwendigen Massnahmen zur Einhaltung der Immis­ sionsgrenzwerte für den Strassenlärm der St.Jakobstrasse gemäss Art. 31 LSV vorzusehen. Im Baubewilligungsverfahren ist der Nachweis zu erbringen, dass für lärmempfindliche Räume, mit Ausnahme von Betriebsräumen gemäss Art. 42 LSV die Immissionsgrenzwerte der Empfindlichkeitsstufe III eingehalten werden.

2 weitere Artikel

Art. 13 Energieversorgung

Die im Gestaltungsplan vorgesehenen Heizungsanlagen aus zu versorgen.

Bauten sind von

maximal zwei zentralen

Art. 14 Archäologische Untersuchungen

Vor Inangriffnahme von Tiefbauarbeiten innerhalb des Planungsgebietes ist dem kantonalen Amt für Kulturpflege betreffend archäologische Untersuchungen Meldung zu erstatten.

Der Stadtammann :

Im Namen des Stadtrats Der Stadtschreiber: St. Gallen, 3. Oktober 1991

Im Namen des Grossen Gemeinderats Der Präsident:

Der Stadtschreiber St. Gallen, 19. November 1991 Vom Baudepartement des Kantons St.Gaüen genehmigt am

3 0. APR. 1992 Der Vorsteher: