Schutzverordnung Glatt-Wissenbach
Oberbüren
Dokument
- Nummer
- 2009-8430
- Gemeinde
- Oberbüren
- Kanton
- St. Gallen
- Ebene
- Gemeinde
- Behörde
- Gemeindeverwaltung
- In Kraft seit
- 25.09.2009
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Text
2009-8430-E-01.pdf
Lämmlisbiunnenstrasse 54, 9001 S t.G allen
Baudepartement des Kantons St.Gallen
x jv y
Telefon 0 /1 229 30 03, Fax 071; 229 39 60
Aufsichtskommission Schutzverordnung Glatt-Wissenbach Stadtvervi/altung Gossau Stadtkanzlei 9201 Gossau
25. September 2009
(zu weite "leitender Erlass an die Gemeinden)
Gemeinde Uzwil, Oberuzwil, Flawil, Degersheim und Gossau: Genehmigung eines Gemeindeerlasses
Ganzen Text zeigen
Sehr geehrte Damen und Herren
Sie haben uns in Nachachtung von Art. 31 des Baugesetzes (sGS 731.1; abgekürzt BauG) fol genden Erlass zur Genehmigung eingereicht: •
Schutzverordnung Glatt-Wissenbach
Die Schutzverordnung Glatt-Wissenbach bezweckt die Bewahrung der Flusslandschaft und angrenzenden Gebiete an Glatt und Wissenbach. Die Gemeinden Uzwil, Oberuzwil, Flawil, Degersheim und Gossau haben die Schutzverordnung erlassen und zur Genehmigung einge reicht. Die Ergänzungen und Änderungen aus der Vorprüfung v/urden in der vorliegenden Schutzverordnung im Wesentlichen umgesetzt. Die Abteilung für Natur- und Landschaftsschutz befindet sich nicht mehr im AREG sondern im ANJF. In der Fussnote in Art. 23 Abs. 3 der Schutzverordnung Glatt-Wissenbach wurde dies noch nicht angepasst. Die Pufferflächen zum Gewässerraum auf den Parzellen Nrn. 2653, 3155 und 1052 in der Ge meinde Flawil liegen ausserhalb des Perimeters der Schutzverordnung. Der Perimeter ist in diesem Bereich so anzupassen, dass die Flächen ebenfalls innerhalb liegen. Die Gemeinde Flawil hat diese Änderung bzw. Plananpassung schnellst möglich in die Wege zu leiten.
Im Übrigen ergibt die Prüfung, dass der Erlass recht- und zwecxmässig ist und genehm igt wer den kann. In Anwendung von Art. 31 BauG und Art. 94 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechts pflege (sGS 951.1; abgekürzt VRP), Art. 1 Abs. 1 in Verbindung mit Anhang 6 der Ermächti gungsverordnung (sGS 141.41) sowie dem Gebührentarif für die Staats- und Gemeindever waltung (sGS 821.5) verfügt das Baudepartement:
09-43 45 / 1 6 6 4 7 6 _5 8 01 2
1. Der angeführte Erlass wird, im Sinne der Erwägungen, genehmigt. 2. Die Abteilung für Natur- und Landschaftsschutz befindet sich nicht mehr im AREG sondern im ANJF. Bei Bewilligungen gemäss Art. 23 Abs. 3 der Schutzverordnung GlattWissenbach ist dies zu beachten und entsprechend zu handhaben. 3. Der Perimeter ist entlang der "Pufferflächen zum Gewässerraum'i' auf den Parzellen Nrn. 2653, 3155 und 1052 so anzupassen, das sich diese innerhalb des Perimeters der Schutz verordnung befinden. Die Gemeinde Flawil hat diese Änderung bzw. Plananpassung schnellst möglich in die Wege zu leiten. 4. Die Gebühr für diese Verfügung beträgt Fr. 2'000.~.
Gemäss Vertrag betreffend Bezug und Nutzung von Daten der Informationsebene Raumpla nung sind die Planungsunterlagen für die Ersterfassung in digitaler Form (itf) sowie als Plan ausdruck dem Amt für Raumentwicklung und Geoinformation, Abteilung Geoinformation einzu reichen.
Rechtsmittelbelehrung: Gegen diese Verfügung kann nach Art. 31 Abs. 2 BauG i.V.m. Art. 47 Abs. 1 VRP innert vierzehn Tagen seit Eröffnung Rekurs bei der Regierung erhoben werden.
Freundliche Grüsse Der Leiter desi Amtes für Raumentwicklung und Geoinformation:
D. STfaüsr—
Beilagen - Genehmigter Erlass - Einzahlungsschein Kopie - Rechtsabteilung - Amt für Raumentwicklung und Geoinformation Amt für Natur, Jagd und Fischerei (inkl. Genehmigungsexerr piar)
09-4345 / 166 47 6 _5 8 01 2
Reglement
Kanton St. Gallen Stadt Gossau
Politische Gemeinden:
Degersheim
Oberuzwil
Flawil
Uzwil
Oberbüren
Schutzverordnung Glatt-\X/issenþach
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25. Sep.2009
02.06.2009
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5te¡neggstr. 23 9l I3 Degersheim
Tet. 07 t Fax 07 I
/ 222 45 03
/ 222 45 58
[email protected] wvwv.geosgmbh.ch
Inhaltsverzeichnis
I
Allgemeine Bestimmungen
Art. 1 ArL2
Art. 3
Art. 4 Geltungsbereich
Zweck Verhiiknis zu nndøern Recht
Rechtswirhtng Umgebungsschutz
Art. 5
Art. 6
Art. 7
Art. 8
Art. 9
Art. 10
Art. 11 II
Gaaässer und. Ufer Gehölze
Bauten und Anlagm
Ablagmmgen Lnndwirtschnft, J ngd und Fischerei Wølil
Zusätzliche Vorschriften für die im Schutzplan ausgewiesenen Naturschutzflächen: Auen-Kernbereiche, Amphibienlaichgebiete, Geotopschut zgebiete, Magerwiesen und Pufferflächen
Art. 12 Art. L3
Art. L4
Art. 15
28 weitere Artikel
Art. 16
Art. 17
Art. 18 m
Løn ds ch øft s s chu tz g eb i et un d I¿b msr aum
All gem ein e Vo r s úrift en fi)r T eil g eb i et e
Auen-Kernbereiche
Amphibimlnichgebiete Geotopschutzgebiete Magerzniesen
Pufferfliìchen B anir ts ch øfi un g un il Ab g el tun
Vo[zug Art. L9
Art. 20 Pflegeund Auþicht
Att.21.
Aufsíchtslammission
Art. 22
Art. 23
Art. 24
Art. 25
Art. 26 B øub ao
Ersøtzaornøhme
illigun gspfli cht
Bewilligungm Zuwiderhandlungøt llb er gøn gsbes timmun g ur
Inkrafttretm
g
Der Stadtrat der Stadt Gossau und die Gemeinderäte der politischen Gemeinden Degersheim, Flawil, Oberbüreru Oberuzr,r¡il und Uzwilerlassen gestützt auf
Art. L8 und 2L des Natur- und Heimatschutzgesetzes (NHG, SR 451), Art 3 Abs. 1-, Art. 4 Abs. l" und Art. 5 der Verordnung über denSchutz der Auengebiete von nationaler Bedeutung (Auenverordnung, SR 451.31), Art. 20 ff des Bundesgesetzes über den Wald (WaG, SR 921.0), Art.7 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes über die Fischerei (BGF, SR 923.0), Art.27 des Bundesgesetzes über den Schutz der Gewässer (GSchG, SR 814.20)
Art. 98
ff. des Baugesetzes vom 6. ]uni 1972 (BauG, sGS 731..1), Art.12 ff. der Naturschutzverordnung vom17.Jun1975 (sGS 67'1,1), Art. 23 des Einführungsgesetzes zur eidgenössischen Waldgesetzgebung (sGS 651.1), Art. 31 der Verordnung zum Einführungsgesetz zur eidgenössischen Waldgesetzgebung (sGS 651.11) und Art. 136 lit. g des Gemeindegesetzes vom 23. August 1979 (sG9151,.2)
f olgende
I
Schutzverordnung:
Allgemeine Bestimmungen Art. I
Geltungsbereich
umfasst die Flusslandschaft und die direkt angrenzenden Gebiete an Glatt und Wissenbach. Darin sind das Auengebiet von nationaler Bedeutung Objekt Nr. 14 und die Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung Objekte Nr. 600, 525 und 533 enthalten. 1 Das Landschaftsschutzgebiet
2 Die Schutzverordnung besteht aus dem Schutzplan l,:10'000, den
Besonderen Vorschriften und den Anhängen 1 und 2. 3 Im Schutzplan sind festgelegt:
Landschaf tsschutzgebiet Auen-Kernbereiche von nationaler und regionaler Bedeutunç Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung; Geotopschutzgebiete; Magerrn'iesen;
Pufferfïächen
Arl.2 Zweck
1 Die Verordnung
bezweckt die Bewahrung des Landschaftsbildes und die ungeschmåilerte Erhaltung der in Art. 1" aufgeführten Schutzgegenstände. 2 Sie beabsichtigt insbesondere die Erhaltung und Wiederbelebung
der natürlichen Flussabschnitte und deren ökologisch wertvollen Lebensräume.
3 Die nattirliche Artenvielfalt, namentlich von seltenen, gefährdeten
oder geschütztenTier- und Pflanzenarteru soll erhalten und gefördert werden.
a Die Vernetzung von ökologisch wertvollen Gebieten soll gefördert
werden.
s In den Flussschlaufen der ehemaligen Auen ist langfristig die
Räckführung einzelner intensiv genutzter Wiesen in extensive Wiesen und in natürliche Lebensräume vorgesehen.
Art. 3 Verfuiltnis zu
anderem Recht
nicht im Rahmen gesetzlicher Ermächtigungen abweichende Bestimmungen enthält, gehen die Bestimmungen von Bund und Kanton vor.
1 Soweit diese Verordnung
2 Konzessionierte Nutzungen der Wasserkraft der Glatt und des
Wissenbaches werden durch die Bestimmungen dieser Verordnung nicht berührt. Konzessionserneuerungen für bestehende Wasserkrafturerke sind möglich. Den Interessen der Ökologie und der Wirtschaftlichkeit der Wasserkraftanlagen ist dabei angemessen
Rechnung zutragen.
s Für Bauten und Anlageru die nach Vorschriften der Schutzver-
ordnung bewilligtwerden können, bleiben die Bestimmungen der jeweiligen Baureglemente vorbehalten.
Art. 4 Rechtswirkung
Umgebungsschutz
1 Die Schutzgegenstände sind in ihrer äusseren Erscheinungsform
und in ihrer inneren Zusammensetzung geschützt.
2In der unmittelbaren Umgebung der von dieser Verordnung erfassten Schutzgegenstände sind alle Massnahmen, welche die
Schutzgegenståinde beeinträchtigerç untersagt.
Art. 5 Lnndschaftsschutzgebiet und Lebensraum
ist aufgrund seines charakteristischen Erscheinungsbildes als Flusslandschaft zu erhalten. Seine Funktion als Lebens- und Erholungsraurn muss gewahrt werden. 1 Das Landschaftsschutzgebiet
2 Das Störeru Fangerç Verletzen oder Töten von Wildtieren sowie
das Beschädigen oder Zerstören ihrer Behausungerç Unterschlüpfe, Nester und Gelege ist untersagt.
3 Das Aussetzen von standorffremden oder nicht einheimischen
Tieren ist verboten.
Art. 6 Gewdsser und Ufer
1 Massnahmen die zu negativen Veränderungen des natürlichen
Wasser- und Geschiebehaushaltes sowie der Wasserflächen, Wasserläufe und natürlichen Ufer führeru sind untersagt. Vorbehalten bleibt die Bewilligu.g wasserbaupolizeilich notwendiger oder dem khutzziel dienender Eingriffe. 2 Die Entnahme von Geschiebe ist verboten. Der Weitertransport
muss bei neu sanierten oder neu gebauten Talsperren gewährleistet sein. Stauraumentleerungen und -spülungensind im Rahmen der einschlägigen Bestimmungen der eidgenössischen Gewässerschutz, Nafurschutz- und Fischereigesetzgebung und der darauf abgesttitzten Spülkonzepte weiterhin zulässig.
Art. 7 Gehölze
sowie Hecken sind in ihrer Artenvielfalt als auch in ihrer Ausdehnung ungeschmåilert zu erhalten. 1 Feld- und Ufergeholze
2 Periodische, selektive und abschnittsweise Rückschnitte zur
Verjüngung und Auslichtung von Hecken, Feld- und Ufergehölzen sind zwischen November und Februar erlaubt. Unzulässig ist das auf den Stock Setzen von mehr alsl f zder Gesamtlänge einer Hecke im gleichen |ahr und in Abschnitten von mehr als 20 m Länge.
Art. 8
Bauten und Anløgen l Inden nicht besonders bezeichneten Gebieten ist die Errichtung
land- und forstwirtschaftlicher Bauten und Anlagen gestattet soweit sie für die unmittelbare Nutzung der im Schutzgebiet liegenden Flächen nötig sind. Sie haben sich besonders gut in das Landschaf tsbild einzuf ügen.
2Untersagt sind
- Errichtung nicht standortgebundener Bauten und Anlagerç - Geländeveränderungen und Deponien - Campieren und das Aufstellen von Wohnwagen.
Art. 9 AbIøgerungen
Das Wegwerfen oder Ablagern von Abfällen aller Art ist verboten.
Art. l0 Lanfuairtscluft, løgd und Fischerei
Nutzung sowie ]agd und Fischerei bleiben gewährleistet, soweit nicht durch übergeordnete Bestimmungen oder Verfügungen besondere Vorschriften erlassen werden.
1 Landwirtschaftliche
zWeideziíune sind nach Abschluss der Weideperiode zu enffernen.
Art. 11 1 Pflege und Nutzung sind auf die ökologischen
Funktionen und Scttutzziele des Wal des aus gerichtet. Entscheidungs grundla ge bilden die pflanzensoziologische Kartierung und die Kartierung des Auengebietes von nationaler Bedeufung.
WøId
2 Es gelten folgende Schutzziele:
a wertvolle und seltene Waldbilder werden erhalten oder ihrer natürlichen Dynamik überlassen;
b standortgerechte Bestockung c vorwiegend Naturverjüngung (Pflanzung nur in Umwandlungsbeständen);
¿ Erhaltung von Alt- und Totholzinseln; " gestufte Waldränder. s Für den Vollzug der Schutzmassnahmen ist der Fortsdienst zu-
ständig.
Zusäfe;llche Vorschriften für die im SchuEplan ausgewiesenen Natu rsch uEflächen : Auen-Kern bereiche, Am ph i bienlaich gebiete, Geotopschutzgebiete, Magerwiesen und Pufferflächen
Art. 12 Allgemeine Vorschriften fir TeiIgebiete
1 Für die Auen-Kerngebiete,
wiesen gilt:
Amphibienlaichgebiete und Mager-
2 Alle Tätigkeiten und Massnahmen, die eine Gefährdung für diese
Gebiete mit sich bringery sind verboten. Dazu gehören insbesondere
a das Düngen und Anwenden von Giftstoffen und Pflanzen-
schutzmitteln mit Ausnahme der nicht als Pufferzonen bezeichneten Landwirtschaftsflächen auf den Parzellen 489, 497 und 502;
b Acker- und Gemüsebau sowie die Nutzung als Kunstwiese; "
das Verändern des Wasserhaushaltes, soweit dies nicht zur Erhaltung der Schutzgegenstände notwendig is!
d das Aussetzen von Pflanzen; e
das Sammelrç Ausgraben oder Schädigen von wildwachsenden
Pflanzen und Pilzen;
das Erstellen von Bauten und Anlagen;
I
Geländeveränderungen und Ablagerungen jeglicher Art.
3 Im Schutzplan sind Flächen bezeichnet in denen einen extensive
Beweidung erlaubt ist. TierarÇ Dauer und Intensität richten sich nach dem Schutzziel der einzelnen Flächen.
a Beweidete Gebiete sind gegenüber unbeweideten Naturschutz-
flächen einzuzäunen.
sDie Pflegemassnahmen wie auch die Jagd und Fischerei richten sich nach den Schutzzielen. und sportlichen Aktivitäten sind in diesen Schutzgebieten ausgeschlossen. Ausgenommen ist die individuelle Benutzung der offiziellen Wege und des bestehenden VitaParcours, das Picknick an bezeichneten Stellen sowie das Reiten auf den im Schutzplan markierten Strassen und Wegen. 0 AlIe Veranstaltungen
7 Die Besucher haben sich an die offiziellen Wege zu halten. Für
besonders empfindliche Bereiche können die Gemeinden Ruhezonen mit Betretungsverbot erlassen oder weitere Massnahmen zur Besucherlenkung anordnen.
I Hunde müssen an der Leine geführt werden, ausgenommen im Rahmen der bewilligten lugd.
Art. 13 Auen-Kernbereiche
1 Die Auen-Kernbereiche
sind durch ihre dynamischen Lebensräume in denen Überschweûunungeru Veränderung von Uferformerç Verlandungen und Abtragungerç statffinden, charakterisiert. Diese Dynamik ist zu erhalten und wo möglich wiederherzustellen. 2 Auenwåilder werden in ihrem Bestand erhalten und gefördert. Wo
nötig ist eine nattirliche Zusammensetzung der Baumarten zu schaffen. Neupflanzungen müssen mit dem Forstdienst abgesprochen werden.
Art. 14 Amphibienløichgebiete
1Es sind die notwendigen Massnahmen für die dauerhafte Erhal-
tung der vorgekommenen Amphibienarten gemäss Inventar zu treffen. 2 Namentlich istfür Gewässer, die seit 1990 ihre Bedeutung als
Amphibienlaichgewässer verloren haberu ebenbürti ger Ersatz zu
schaffen.
3Im Auengebiet von nationaler Bedeutung sind geeignete Laichgewässer für ortstypische Amphibienarten zu fördern.
aDie Laichwanderung von Amphibien über Strassen ist mit angemessenen Massnahmen zu sichern.
Art. 15
Geotopschutzgebiete 1 Massnahmeru die den Bestand der Geotope oder ihre natürliche
Weiterentwicklung beeinträchtigen, sind untersagt. Namentlich verboten sind jegliche Art von GeländeveränderungerL Erstellen von Bauten und Anlagen sowie Aufforsfungen.
Die natürliche Entwicklung der bodenmechanischen und pflanzensoziologischen Verhältnisse darf sofern weder Verkehrswege noch Bauten gefährdet sind, nicht beeinträchtigt werden. 2 Rutschgebiete sind offenzuhalten.
Art. 16 Møgenniesen
1 Die feuchten und trockenen Magerntiesen sind zu erhalten, indem
sie in angepasster Weise bewirtschaftet werden. 2 Mit Ausnahme der zu extensivierenden
Flächen sind trockene Magerwiesen pro Jahr ein- bis zweimal nach dem 15. JuLi zu schneideru feuchte Magerwiesen pro Jahr einmal ausserhalb der Zeitzwischen dem 15. März und dem 1. September. Bei Rückführungsflächen und in weiteren begründeten Fällen kann das Amt für Raumentwicklung Ausnahmen bewilligen. 3 Das Schnittgut ist zu enffernen. Es darf weder verbrannt noch im
Wald deponiertwerden.
Pffirftichen
Art. 17
1 In den Pufferflåichen sind alle Massnahmeru welche die Schutzgegenstände beeinträchtigen, untersagt.
2 Insbesondere sind verboten:
a das Düngen und Anwenden von Giftstoffen und Pflanzenschutzmitteln;
b Acker- und Gemüsebau und die Nutzung als Kunstwiese. 3 Entlang Glatt und Wissenbach sind Pufferflächen
von mindestens
8 m Breite festgelegt (gemessen jeweils ab Schnitþunkt des mittleren Wasserstandes mit der Uferböschung). Die Begrenzungen der Pufferfläche sind durch geeignete Vermessung fixiert und
werden durch Erosion von Glatt und Wissenbach nicht verändert.
4 Auf den PufferfTächen muss ein Teil der Vegetation jeweils auch im
Winter stehen bleiben. In Absprache mit der Aufsichtskommission können geeignete Flächen als extensive Weiden genutzt werden.
Art. f I Bewirtschnftung und Abgeltung
Für Pufferzonen entlang der Gewässer gelten nachfolgende Bewirtschaftungsvorschriften. Das Gesetz über die Abgeltung ökologischer Leistungen (GAöl sGS 671..7) sieht dafür Entschädigungenvor. variante
I Die Pufferfläche bleibt düngerfrei und ohne Beweidung.
Der 1-. Schnitt erfolgt ab 15. funi. Bei jedem Schnitt werden jeweils 10%bis 30 % stehen gelassen. Eine schonende Herbstweide ist ab 1,. September gestattet. Es darf kein Säuberungsschnitt vorgenoÍunen werden. variante2 Die Pufferfläche bleibt düngerfrei und ohne Beweidung.
Der früheste Schnitt darf auf der Håilfte der Fläche nicht vor dem 15. Juni erfolgen. Bei jedem Schnitt, auch während der Winterruhe, muss die Vegetation auf der Hälfte der Fläche stehen gelassen werden. Eine schonende Herbstweide ist ab 1. September gestattet. Es darf kein Säuberungsschnitt vorgenommen werden. vaiante3 Ausgewiesene bestehende Weiden können weiterhin als
Magerweiden ohne zusätzliche Düngung genutzt werden.
lll Vollzug Art. l9
Pflege und Aufsichú 1 Pflege und Unterhalt der Schutzgegenståinde sind Sache der
Grundeigentümer oder Bewirtschafter. Sie können durch Gemeinderç Nafurschutzorganisationen unterstützt werden.
z Die Gemeinden sind zuståindig für den Vollzug und die Umset-
zung der Schutzmassnahmen.
3 Die Gemeinden bezeichnen die ftir die Überwachung der Schutz-
gebiete und die Einhaltung der Schutzverordnung zuständigen Aufseher und versehen sie mit den nötigen Ausweisen.
a Die Gemeinden sorgenfür die nötige Kennzeichnung und Mar-
kierung der Schutzgebiete sowie eine zweckmässige Information von Grundeigentümern und Öffentlichkeit.
Art. 20 Ersøtzaornahme
Werden die zur Erreichung der Schutzziele erforderlichen Pflegemassnahmen (Entbuschung, Schnitt, Enffernung des Schnittgutes) trotz AuÍlorderung unterlassen, sind die zuståindigen Gemeindebehörden befugt, die notwendigen Arbeiten vorzunehmen.
Arl.21 in eine gemeinsame Aufsichtskommission ab. Darin sind Behörden, Nafurschutz und Bewirtschaftung ausgewogen vertreten.
Aufsichtskommission 1 Die Gemeinden ordnen eine sachverständige Vertrefung
2 Die Aufsichtskommission unterhtilt ein Pflichtenheft. Sie kann
Fachgruppen bilderu und ist befugt, Berater beizuziehen.
3 Ihr obliegt die Kontrolle der Pflegemassnahmen und der Tätig-
keiten der Aufseher. Sie überprüft nach spätestens 10 Jahren die SchutzgegenstÊinde auf ihren Erhaltungszustand.
Art. 22 Bøubanilligungs-
pflicht
Die Baubewilligungspflicht nach Art. 78 Abs. L BauG wird in Anwendung von Art.99 Abs. 4 BauG ausgedehnt auf u sämtliche Terrainveränderungen und Veränderungen des
Wasserhaushalts in den von der Schutzverordnung erfassten Gebietenbrw. bei den Einzelobjekten; b Massnahmen, die innerhalb der Auen-Kernbereiche, Amphibienlaichgebiete und Magerwiesen eine Veränderung von Fauna und Flora nach sich ziehen; " Beseitigung von nafu rlandschaftlichen Besonderheiten bzw . über Pfl egemassnahmen hinausgehende Veråinderungen an Heckert Feld- und Ufergehölzen und Einzelbäumen.
Àft.23 Bewilligungen
Vorkehren nach Art.22 sind zu bewilligerç wenn der Schutzgegenstand weder beeinträchtigt noch beseitigt 1 Bewilligungspflichtige
wird.
2 Bewilligungen für Massnahmeru die eine Beeinträchtigung oder
Beseitigung von Schutzgegenståinden zur Folge haben, können nur erteilt werderç wenn sich ein gewichtiges, das Interesse an der Erhaltung überwiegendes Bedürfnis nachweisen lässt.
3 Soweit aufgrund des übergeordneten
Rechts keine andereZuständigkeit vorliegt $agd- und Fischereiverwaltungl, Kantonsforstamt2, Tiefbauamts, Amt für Raumentwicklun$), werden entsprechende Gesuche von der zustiindigen Gemeindebehörde beurteilt. Sie stützen sich dabei auf Empfehlungen der Aufsichts-
kommission.
I Bundesgesetz über die Fischerei (SR 923), Jagdgesetz und -verordnung (sGS 853.1 bzw. 853.11)
2 EinfUhrungsgesetz zur eidgenössischen Waldgesetzgebung (sGS 651.1) und zugehörige Verordnung (sGS 651.11) 3 Bundesgesetz über den Schutz der Gewässer (GSchG, SR 814.20), Wasserbaugesetz (sGS 794.11)
4 Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz (SR 451), Verordnung über den Schutz der Auengebiet
von nationaler Bedeutung (Auenverordnung, SR 451.31), Verordnung über den Schutz wildwachsender Pflanzen und freilebender Tiere (Naturschutzverordnung, sGS 671.1)
Àft.24 Zutpiderhandlungen 1 Wer gegen die Vorschriften dieser Schutzverordnung vorsätzlich oder fahrlässig verstösst wird durch die Gemeinden oder die zuståindige kantonale Behörde bestraft.
2 Die Behebung eines rechtswidrigen Zustandes und die Ersatz-
vornahme richten sich nach Art. 130 und 131 BauG sowie nach Art. 26 der Naturschutzverordnung. 3 Bei Verletzungder Schutzverordnung können die Gemeinden
oder die zuständige kantonale Behörde neben der Wiederherstellung des früheren Zustandes auch geeignete Ersatzmassnahmen verfügen.
Art. 25 iibergangsbestimmungen
die gemessen an ihrer gesamten Landwirtschaftlichen Nutzfläche (LN) uber 7o/o Nafurschu tzfl?iche im Schutzperimeter aufweisen, gilt nachf o1 gende Übergangsbestimmung. 1 Für bestehende Vollern'erbsbetriebe
2 Die Massnahmen für restliche Naturschutzflächen,
die den7%Anteil an LN übersteigen, müssen spätestens innert 10 Jahren nach Inkraftheten der Schutzverordnung umgesetzt sein.
Art. 26 Inkrøfttreten
1 Die Schutzverordnung
tritt mit der Genehmigung durch das
Baudepartement des Kantons St. Gallen in lGaft.
2 Die Schutzverordnung vom 1. September L980 wird aufgehoben. 3 Diese Schutzverordnung gilt als Spezialerlass für die in der
Schutverordnung dargestellten Natur- und Landschaftsobjekte; Sie geht den Bestimmungen der allgemeinen Schutzverordnungen der Gemeinden Uzrvil, Oberuzwil, Oberbüren, Gossau, Flawil und Degersheimvor.
Öff entliche Planaufl agen: Planauflage 7.Ergänzungsauflage 2.Ergänzungsauflage
vom L6. Januar 2006 vom 05. Februar 2007 vom 1,1. September 2007
Vom Gemeinderat der Gemeinde
bis 1,4. Februar 2006 bis 06. I|där22007 bis 10. Oktober 2007
der Gemeindepräsident
Degersheim erlassen
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der
Vom Gemeinderat der Gemeinde
Flawil erlassen am
I 3. Dez. 2005
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der Parlaments räsident
Vom Stadtrat der Stadt
Gossau erlassen am 5 .
Jan. 2006
Vom Stadtparlament erlassen am 6. November 2007 Vom Gemeinderat der Gemeinde
Oberbüren erlassenâln
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I Vom Baudepartement des Kantons St, Gallen
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Mit Ermächtigung Der Leiter des Amtes für Raumentwicklung und Geoinformation:
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Anhang 1 Verzeichnis der Trockenwiesen T1 - T5 und der Flachmoore F1 - F9
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Massstab 1 . 2'000 ObjeKnummer
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Gemeinde
Oberbüren
Flurname
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Koordinaten
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Kur¿beschrieb
Bewei deter Trespen-Halbtrockenrasen entlang Waldrand i n
schlechtem Zustand mit Trittschaden. Wenige Exemplare von Zeigerarten wie knolligem Hähnenfuss sind vûrhanden.
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Massstab 1 : 1'000 Objeldnummer
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Gemeinde
Flawil
Flurname
Tüfental
Koordinaten
732'550 / 253'35û
Kur¿beschrieb
Wechseltrockene Mageruiese an Hanglage, die nordlich durch e¡nen Bachlauf mit vernåsstem Uferbereich begrenzt wird.
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Massstab 1 . 1'000 tbjel4nummer
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Gemeinde
ûberbüren
Flurname
Sonnenhalden
Koordinaten
733'4ûCI 1253'030
Kumbeschrieb
Blumenreicher Halbtrockenrasen entlãng Strasse an Westhang
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Massstab 1 : 1'000
Objektnummer
T5
Gemeinde
Oberbüren
Flurname
Fuchsloch
Koordinaten
732'û50 / 254'45û
Kunheschrieb
Zwei kleinflachige Magewiesen in Waldlichtung. Nur noch wen¡ge Pflanzen weisen åuf den ehemaligen Standoü hin.
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Massstab 1 : 1'000 Objektnummer
F1
Gemeinde
tberbüren
Flurname
südlich Schollruti
Koordinaten
730'3tû / 255'2tû
Kunbeschrieb
Wechselfeuchtê Pfeifengraswlese in Waldlichtung, stark beschattet, u.a. mit Binsen und Teufelsabbiss.
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Massstab 1 : 1'000 Objektnummer
F4
Gemeinde
Flawil
Flurname
nördlich Tüfental
Koordinaten
732',43û 1253'650
Kunbeschrieb
Schones, intaktes Kleinseggenried mit ûrchideen in einer Waldlichtung. lm Süden trennt ein Graben die angrenzende Schafweide. lm Osten sind üuellaufstosse mit Kalktuff vorhanden.
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Objel4nummer
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Gemeinde
Flawil
Flurname
nordöstlich von Eggstatt bei Schwanbergbrucke
Koordinaten
735'40ü / 25û'45û
Kuabeschrieb
Aftenreiches DavallseggenriÊt in Waldlichtung in gutem Zustand mit Orchideen, Kelch-Liliensimse, SchwalbenwurzEnzian und schmalblattrigem Wollgras.
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Massstab 1 : 1'000 ûbjektnummer
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Gemeinde
Degersheim
Flurname
Büelberg
Koordinaten
734'.550 / 248'550
Kuvbeschrieb
Zwei kleine Rietflåchen in Schattenlage am Hang. Ein Weiteres istvon Wald vollståndig umgeben.
Anhang 2 Verzeichnis der Geotope und Geotopkomplexe G1 - G16
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GL Geotopkomplex Glattschlaufen zwischen Nutzen und Au Allgemein: Reichhaltiger, weitgehend intakter Geotopbestand. Aktives Mäandersystem mit Gleit- und Prallhängen, Katarakten sowie Flussaufweitungen und aktiven Auenabschnitten. Fluvialer Formensch atz mit alten Flussterrassen und Altlåiufen und Altauen.
Prallhänge: Östlich Löchli: Aktiver Prallhang Nordöstlich Tobel Aktiver Prallhang, mit mächtiger Mergelabfolge (OSM).rt d schönen Sedimenbtukturen (u.a. auskeilende Stromrinnenfüllungen). Rö tliche und blauliche Zwischenla gen sind deutlich sichtbar. Nördlich Wath Alter Prallhang. Heute aktive Wandentwicklung mit Hangfusskegel. In Flussnähe Relikt einer älteren Glattalluvion. Erosionssystem nördlich Au: Tobel mit aktiver Bacherosion und Rutschungen hauptsächlich in der östlichen Tobelflanke. Im untern Bereich känstliche Bachumlenk*g mit Wasse ú.all zut Glatt, wobei die rückschreitende Prallhangerosion der Glatt dies frifüer oder später selber bewirkt hätte. In der westlichen Fortse tzrttginaktivierter Tobelabschnitt (sgn. Tottobel). Ein weiteres Tottobel mündet kurz oberhalb der Bachumlenk*g in das Seitentobel.
Aktiver Prallhang mit gut aufgeschlossener Mergel-, Syltabfolge der oberen Süsswassermolasse. Gut sichtbar sind zwei alte Stromrinnen mit Nagelfluhfüllung. Katarakte (Stromschnellen): Nördlich Wath Schöner, mehrstufiger Kataraktin Nagelfluh. Der Fluss ist durch gut sichtbares Kluftsystem in Richtung NNW kanalisiert (, gefangen" ). Nördlich Au: Kataraktin Nagelfluh kanalisiert den Fluss in SSO Richtung. Flussaufweitung nördlich Wath Unmittelbar nach dem Katarakt weitet sich das Flussbett auf einer Mergelschicht trichterförmig aus. Es besteht eine ausgeprägte Tendenz zur Seitenerosion.
Altläufe:
Ausgeprägte Altl¡iufe sind im Bereich Wilenholz sowie südlich Grossweid vorhanden.
Alte Flusstetrassen: Aus geprä gte, hochlie gende Flussterrassen sind bei Löchli, Kunzenweid und bei Au sichtbar.
G2 Kerbtälchen nördlich Glathnüli Zw ei aktive Kerbtälchen in Nagelfluh mit Wasserfällen, Kalktuffbildun gen und Quellnische.
G3 Solifluktionsnische bei Berg, südl. Glattmüli Bildung einer ausgeprägten Solifluktionsnische oberhalb Hangunterschneidung durch die Glatt.
G4 Geotopkomplex Glattburg-Choltobel Sporn mit Burgstock und Halsgraben. Der Sporn wird durch Prallhangerosion der Glattangeschnitten. Auf dem Sporn findetsich eine Ansammlung von Eratikern aus Puntegliasgranit.
Nacheiszeilicher Einschnitt als klassisches Kerbtälchen ausgebildet Das Tälchen beginnt mit einem Wasserfall. Altarm der Glatt mit Auenwald, teilweise durch einen Seitenbach mit Wasserfall gespiesen wird.
G5 Weiherloch östlich Glattburg Schmelzwasserrinne in Moränenablagerungen: Gut erhaltene, eiszeitliche Schmelzwasserrinne mit alten Staudämmen und Ackerterrassen.
G6 Prallhang nördlich Riedern Aktiver Prallhang im anstehenden Molassefels
G7 Prallhang südlich Wisental Aktiver Prallhang mit Wandentwicklung im anstehenden Mo-
lassefels.
G8 Prallhang im Mattobel: Aktiver Prallhang im anstehenden Molassefels
G9 Geotopkomplex Salpeterhöhle Wandent- Es sind verschiedene aktive bis abgeschlossene Stadien der wicklung: Wandentwicklung anzutreffen. Die aktive Han gentwicklun g spielt we gen der Geschiebeproduktion für die Auendynamik eine äusserstwichtige Rolle. Auffallend sind grosse Hangschuttkegel und einzelne markante Sturzblöcke, die bts zur Glattvorstossen. Im Westen sind verschiedene Stadien der Hangentwicklung sichtbar. Gegenüber/ am südlichen Glattufer, ist die Aue aktiv.
HöhIe:
Die Höhle wurde durch Unterschneidung einer Nagelfluhbank durch einen älteren Glattlâuf gebildet.
Prallhang
Unterhalb der SalpeterhOhle ist eine alte Flussterrasse vorhanden. Südlich davon befindet sich ein teilweise aktiver Prallhang.
GL0 Prallhang bei Tobelmüli südlich Rüti Aktiver Prallhang mit Felsunterschneidung durch die Glatt. Quelltuffbildung im Hangbereich. Nördlich befindet sich eine Flussterrasse als Relikt einer höher gelegenen alten Talsohle mit aufgeschlossenem Kontakt (Flussschotter/Molassefels).
GL1 Prallhang südlich Hochrütiwald Aktiver Prallhang mit Felsunterschneidung durch die Glatt Quelltuffbildung im Hangbereich. Nördlich befindet sich eine Flussterrasse als Relikt einer höher gelegenen alten Talsohle mit aufgeschlossenem Kontakt (Flussschotter/ Molassefels).
Gl2 Steilhang Holbleichi bei Rtitiwald Allgemein: Steilhang entlang Glatt mit Nagelfluhwänden und verschiedener Stadien der Hangentwicklung.
Der Tobelabschnitt ist Teil des Urstromtals (Grosse Schmelzwasserabflussrinne), welches sich über FIawil hinaus via Oberund Unterrindal westwärts fortsetzt.
Nagelfluhschichten: Die Schichten fallen hangwärb ein. Sandsteinlisen, Sedimentstrukturen der Hömli-Schüttung treten hervor. Im fast hangparallelen Kluftsystem sind Denudationen aktiv.
Auf schlüsse : Entlang der Abrisskante sind stellenweise Moränenaufschlüsse mit erratischen Blöcken vorhanden.
Im mittleren Hangbereich kommen vereinzelt Sackungen verschiedener Generationen sowie Nachsackungen vor. An einigen Orten haben sich Nackentälchen entwickelt.
Sackungen:
GL3 Marstal Allgemein:
Alte, inaktive Flussschlaufe mit Umlaufberg.
Moränenwall:
Im Norden verläuftein ausgeprägter Moränenwall des würmeiszeitlichen Rheingletschers (Stadial Stein am Rhein, äusserer Stand), der sich ostwärts über die Kantonsstrasse verfolgen lässt
Kleinrelief im Bereich der höher liegenden Flussschlaufe ist deutlich vorhanden.
Künstlicher Kanal als historisches Reliktbildet südöstlich die Grenze des Geotops.
G14 Wissenbachtobel bei Loch Beginn einer Schluchtentwicklung.
Im oberem Bereich ausgesprochen aktive Prallhangentwicklung mit Schichtunterschneidung.
Quelltuff im Bereich Seitenbach.
G1.5 Wissenbachschluchtöstlich Egg Tiefer Einschnitt in Nagelfluh der oberen Süsswassermolasse.
G16 Wissenbachtobel südlich Egg
Klamm:
Imposante, sehr enge Schlucht. Die Glatt durchschneidet Nagelfluh der oberen Süsswassermolasse entlang eines Hauptkluftsystems.
Einzelgeotope, welche die Tobelentwicklung dokumentieren:
Oberhalb der Schlucht: Kleiner Wasserfall. Erosionsterrass e in teilweise aufgeschlossenem Mergelhor tzont der oberen Süsswasserterrasse.
Unterhalb der Schlucht: Durch Sackungspaket abgelenkter Lauf eines Seitenbachs.
Relikteiner alten Bachterrasse. Alter, wegen künstlichem Rückstau nicht mehr aktiver Prallhang.
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