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RRB Nr. 822/2026

Strassen, Projekt Strassenabwasserbehandlungsanlage, Limmattal, Erstellungs-, Betriebs- und Unterhaltskosten, neue Ausgabe

Rubrum

Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 19. August 2026

822. Strassen (Dietikon, Geroldswil, Weiningen, A1, Aus-/Einfahrt 58, 618 Mutschellenstrasse, 295 Umfahrungsstrasse, Neubau Strassenabwasserbehandlungsanlage Limmattal, neue Ausgabe)

Erwägungen

A. Ausgangslage und Projekt Die Nationalstrassenentwässerung im Projektperimeter entspricht mit Einleitung von ungereinigtem Strassenabwasser in die Vorfluter nicht den geltenden gewässerschutzrechtlichen Anforderungen. Das verschmutzte Strassenabwasser soll daher gesammelt und in der Strassenabwasserbehandlungsanlage (SABA) Limmattal gereinigt werden, bevor es in den Vorfluter eingeleitet wird. Die SABA Limmattal ist ein Teilprojekt des Gesamtprojekts für den Ausbau der Nordumfahrung Zürich. Die Projektentwicklung erfolgte unter der Federführung des Bundesamtes für Strassen (ASTRA) in Zusammenarbeit mit den Kantonen Aargau und Zürich sowie den Standortgemeinden. Der Kanton Zürich nahm mit RRB Nr. 1181/2021 zum Ausführungsprojekt Stellung. Am 27. Februar 2023 erteilte das Eidgenösische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation dem ASTRA die Plangenehmigung für den Neubau der SABA Limmattal. Zum Projekt gehören neben der SABA die Ableitung, die Zuleitungen auf Seiten des Kantons Zürich sowie des Kantons Aargau und der Umbau des Pumpwerks Silbern (Pumpenersatz). Zusätzlich notwendige Massnahmen am Entwässerungssystem im Einzugsgebiet die SABA bildeten Bestandteil des ASTRA-Nachbarprojekts Erhaltungsprojekt Anschluss Dietikon bis Verzweigung Limmattal (insbesondere Neubau Transitleitung sowie Hochwasserentlastungen). Das Einzugsgebiet der SABA erstreckt sich vom Anschluss Dietikon bis zum Westportal des Gubristtunnels. Die kantonale Umfahrungsstrasse in Weiningen (Hauptverkehrsstrasse [HVS] Nr. 295) sowie die kantonale Mutschellenstrasse (HVS Nr. 618) und Platzflächen des Werkhofs Silbern des Tiefbauamtes in Dietikon, Letztere über das Pumpwerk Silbern, bleiben gemäss Bestand an die Entwässerung der Nationalstrasse angeschlossen. Eine Abkoppelung dieser Drittwasserzuflüsse wurde bei der Projekterarbeitung überpüft, jedoch als unverhältnismässig eingestuft. Das Strassenabwasser der betroffenen Staatsstrassen wird somit künftig über die SABA Limmattal gewässerschutzkonform in die Limmat eingeleitet. Der Kanton Zürich beteiligt sich entsprechend an den Bau- und Unterhaltskosten der neuen Entwässerungsanlagen. Die Bauherrschaft für sämtliche Arbeiten liegt beim ASTRA.

B. Finanzierung und Ausgabenbewilligung Die Erstellungskosten für die SABA Limmattal sowie den Neubau der Transitleitung und verschiedene Hochwasserentlastungen im Rahmen des Erhaltungsprojekts Anschluss Dietikon bis Verzweigung Limmattal belaufen sich gemäss Kostenzusammenstellung des ASTRA vom 23. Januar 2026 auf Fr. 22 908 777. Der Kostenanteil des Kantons an diesen Erstellungskosten wird auf Fr. 1 734 000 (gerundet) beziffert. Gemäss Kostenteiler vom 23. Januar 2026 leistet der Kanton sodann an die Unterhalts- und Betriebskosten eine einmalige Abgeltung von Fr. 681 000 (gerundet). Diese Kostenanteile basieren auf den flächenmässigen Anteilen des Kantons am Einzugsgebiet (Zuleitung des Strassenabwassers von Staatsstrassen). Gemäss internem Finanzplan vom 24. März 2026 sind zusätzlich Fr. 260 000 als Reserve und Fr. 25 000 für Technische Arbeiten veranschlagt. Für das Projekt ist eine neue Ausgabe von Fr. 2 700 000 gemäss § 37 Abs. 1 des Gesetzes über Controlling und Rechnungslegung (LS 611) zulasten der Investitionsrechnung der Leistungsgruppe Nr. 8400, Tiefbauamt, zu bewilligen. In der Staatsbuchhaltung wird der Gesamtbetrag von Fr. 2 700 000 wie folgt verbucht: Budgetierung Gebundene Neue Total Ausgaben Ausgaben in Franken in Franken in Franken Investitionsrechnung Konto 8400.50110 00000 100% 2 700 000 2 700 000 Staatsstrassen Total 100% 2 700 000 2 700 000

Das Vorhaben verursacht jährliche Kapitalfolgekosten von Fr. 78 000. Sie berechnen sich nach IPSAS wie folgt: Baukosten Kapitalfolgekosten Kontierung Anteil Baukosten Zinsen (0,75%) Abschreibungssatz      Betrag in Franken in Franken in Franken Staatsstrassen 100% 2 700 000 10 000 2,5% 68 000 Zwischentotal 10 000 68 000 Total 100% 2 700 000 78 000

Den gesamten Rechnungsverkehr hat das Objekt Nr. 84S-72019, Dietikon, Geroldswil, Weiningen, A1, 618 Mutschellenstrasse, 295 Umfahrungsstrasse, aufzunehmen. Der Betrag ist im Budget 2026 enthalten sowie im Konsolidierten Entwicklungs- und Finanzplan 2026–2029 eingestellt.

Dispositiv

Auf Antrag der Baudirektion beschliesst der Regierungsrat:

I. Für die Erstellungs-, Betriebs- und Unterhaltskosten im Zusammenhang mit dem Projekt Strassenabwasserbehandlungsanlage Limmattal wird eine neue Ausgabe von Fr. 2 700 000 zulasten der Investitionsrechnung der Leistungsgruppe Nr. 8400, Tiefbauamt, bewilligt.

II. Dieser Betrag wird nach Massgabe des Schweizerischen Baupreisindexes gemäss folgender Formel der Teuerung angepasst: Bewilligte Ausgabe × Zielindex ÷ Startindex (Indexstand Oktober 2025)

III. Mitteilung an das Bundesamt für Strassen, Filiale Winterthur, Grüzefeldstrasse 41, 8404 Winterthur, sowie an die Finanzdirektion und die Baudirektion.

Vor dem Regierungsrat Die Staatsschreiberin:

Kathrin Arioli