05.052
5a revisione dell' AI
Janiak Claude · P-M · Consiglio nazionale · Basilea-Campagna · Gruppo socialista
BU 2006 N 3971. Bundesgesetz über die Invalidenversicherung
1. Loi fédérale sur l'assurance-invalidité
Art. 57 Abs. 4 - Art. 57 al. 4
Egerszegi-Obrist Christine · 1VP-F · Consiglio nazionale · Argovia · Gruppo radicale liberale
Hier geht es nicht um "schwerwiegende" Entscheide. Die Minderheit Humbel Näf fordert: "Bei Verdacht auf Versicherungsmissbrauch können die IV-Stellen alle notwendigen Abklärungen durchführen oder anordnen. Sie können dazu Spezialisten beiziehen." Die Kommission will bei Artikel 59 Absatz 5 neu hinzufügen - Sie sehen das auf der nächsten Seite der Fahne unten -: "Zur Bekämpfung des ungerechtfertigten Leistungsbezugs können die IV-Stellen Spezialisten beiziehen." Im einen Fall hat man den Verdacht auf Missbrauch; man kann nur reagieren und Spezialisten beiziehen, wenn man einen Verdacht hat. Im anderen Fall kann man auch schon zukunftsgerichtet Spezialisten beiziehen, wenn man gewisse Entwicklungen sieht, bei denen ungerechtfertigt Leistungen beansprucht werden könnten. Aber eben: Spezifisch noch einmal "Missbrauch" zu erwähnen, das tönt einfach für diese Minderheit besser. Im Grunde genommen meinen aber alle dasselbe.
Die FDP-Fraktion wird dem Kommissionsantrag zu Artikel 59 Absatz 5 zustimmen, weil dieser globaler gefasst und nicht nur retrospektiv - wenn man einen Verdacht hat - ausgerichtet ist, sondern auch zukunftsgerichtet Entwicklungen bekämpft, die ungerechtfertigte Leistungsbezüge auslösen könnten. Deshalb ist diese Version die umfassendere. Sie haben das Wort "Missbrauch" nicht mehr, das halt gut tönt. Aber im Grunde wollen beide dasselbe.
Ich bitte Sie, hier die Mehrheit zu unterstützen. Dem Anliegen werden Sie dann auf der nächsten Seite bei Artikel 59 Absatz 5 gerecht.
Schenker Silvia · Mit-F · Consiglio nazionale · Basilea-Città · Gruppo socialista
Bevor ich zum Antrag der Minderheit Humbel Näf Stellung beziehe, möchte ich ein paar grundsätzliche Bemerkungen zum Thema Missbrauch machen.
Wer wegen einer krankheitsbedingten Erwerbsunfähigkeit eine IV-Rente bezieht, hat in der Regel einen langen, teilweise - im buchstäblichen wie im übertragenen Sinne des Wortes - schmerzvollen Weg hinter sich. Nicht oder nicht mehr erwerbsfähig zu sein bedeutet in unserer Gesellschaft, in der die Arbeit einen dermassen hohen Stellenwert einnimmt, meist viel mehr als ausschliesslich ein materielles Problem. Arbeit bedeutet dazuzugehören, jemand zu sein, einen Beitrag zu leisten, den Steuerzahlern nicht auf der Tasche zu liegen. Wer aus gesundheitlichen Gründen keiner Erwerbsarbeit nachgehen kann, hat Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung. Dafür ist sie da, dafür bezahlt man entsprechende Prämien.
Die ganze Missbrauchsdiskussion, wie sie im Vorfeld der IV-Revision geführt wurde, hat zur Folge, dass sich viele IV-Rentnerinnen und IV-Rentner dem pauschalen Verdacht ausgesetzt fühlen. Wer nicht ein ganz offensichtliches Leiden hat, dem wird prophylaktisch Missbrauch vorgeworfen. Dass damit vielen Menschen sträfliches Unrecht getan wird, kümmert diejenigen wenig, die mit diesem Begriff um sich werfen und politisches Kapital daraus schlagen. Die Missbrauchsdiskussion bereitet nicht nur das Feld für ein ungerechtfertigtes Misstrauen gegenüber allen Rentenbezügerinnen und -bezügern, sie lenkt auch ab von den effektiven Problemen und den Ursachen für die aktuell schwierige Situation der IV. Es ist bezeichnend für die ganze Diskussion um die IV-Revision, dass es offenbar nicht genügt, dass in Artikel 59 schon festgehalten ist, dass zur Bekämpfung des ungerechtfertigten Leistungsbezuges Spezialisten beigezogen werden können. Nein, es soll dazu noch in Artikel 57 eine völlig unnötige Formulierung ins Gesetz aufgenommen werden.
Versicherungsmissbrauch stellt einen strafbaren Tatbestand dar. Handelt es sich um einen solchen, kommen die Strafverfolgungsbehörden zum Zug. Zur Bekämpfung des ungerechtfertigten Leistungsbezuges wurde wie vorher erwähnt in Artikel 59 eine Bestimmung aufgenommen. Das genügt.
Ich bitte Sie dringend, den Antrag der Minderheit Humbel Näf abzulehnen. Er ist überflüssig und geprägt von einem Geist des Misstrauens, den wir nicht unterstützen sollten.
Meyer Thérèse · Mit-F · Consiglio nazionale · Friburgo · Gruppo popolare-democratico
Je vous invite à soutenir la minorité Humbel Näf. Il s'agit ici non pas de dire qu'il y a beaucoup d'abus ou de faire une déclaration de méfiance, mais l'expérience montre que quelquefois les offices AI doivent pouvoir disposer des instruments nécessaires à l'établissement de la réalité des faits, et ceci par simple esprit de justice. Nous traitons le dossier d'une assurance "difficile"; nous voulons garder les moyens de couvrir les besoins des gens pour qui cette aide est vraiment nécessaire. Nous avons dû décider de faire des économies sur des aspects un peu "difficiles", alors que quelquefois, malheureusement, des gens ont une capacité de travail, exercent une activité, mais ont aussi une rente.
Si cet alinéa a été proposé, c'est parce qu'on sait par expérience que certains offices AI demandent des moyens supplémentaires. Je crois que c'est se montrer responsable. Nous ne voulons pas traquer les gens qui ont besoin de leur rente mais, par équité, si une personne travaille et qu'il est avéré qu'elle peut travailler et qu'elle a un gain, elle ne doit pas pouvoir avoir accès à une rente. Je crois que c'est fait en toute humanité, par équité pour ceux qui ont vraiment besoin de ces rentes.
Je vous engage donc à soutenir la proposition de la minorité, qui renforce aussi la crédibilité de toute l'opération. L'alinéa 5 de l'article 59 ne couvre pas toute la problématique. Il doit être renforcé par l'alinéa 4 de cet article 57, qui donne la possibilité aux offices AI de mener toutes les vérifications nécessaires aussi pour pouvoir dire quelquefois: "Cette personne a besoin de sa rente et nous pouvons le certifier."
Je vous remercie de soutenir la minorité, pour plus d'équité et de justice vis-à-vis des personnes qui ont vraiment besoin de leur rente.
Borer Roland F. · Mit-M · Consiglio nazionale · Soletta · Gruppo dell'Unione democratica di Centro
Frau Schenker hat vorhin vom "Geist des Misstrauens" gesprochen. Die Frage ist eigentlich ganz einfach: Ist dieses Misstrauen gerechtfertigt oder nicht? Wir werden dann in einer späteren Phase der Behandlung dieses Geschäftes noch einige Beispiele aufzeigen, die eben beweisen, dass ein gewisses Misstrauen notwendig und durchaus gerechtfertigt ist. Es werden nicht Beispiele sein, die wir konstruiert haben, Frau Schenker, es BU 2006 N 398 werden dann Beispiele sein, die durch die IV-Stellen und andere Institutionen dargestellt worden sind und die zeigen, dass ein gesundes Misstrauen durchaus angebracht ist.
Die Vertreterinnen und Vertreter der FDP-Fraktion möchte ich doch daran erinnern, dass der Antrag der Minderheit hier nicht als Alternative zur Mehrheit präsentiert wird, sondern als Ergänzung. Das erscheint mir durchaus wichtig. Die Minderheit will eigentlich nur noch, dass explizit auf die Missbrauchsbekämpfung hingewiesen wird.
Die SVP-Fraktion wird geschlossen die Minderheit unterstützen. Warum? Wenn wir Massnahmen auf Gesetzesstufe vorschlagen, die den Missbrauch verhindern sollen und den Missbrauch auch verhindern können, dann ist es so, dass wir damit die Rentnerinnen und Rentner schützen, die gerechtfertigterweise eine Rente beziehen. Auf der anderen Seite werden wir auch die Beitragszahlerinnen und Beitragszahler schützen, damit sie nicht zu viel Prämien bezahlen müssen, weil missbräuchlich Leistungen bezogen werden. Die Ausführungsbestimmungen auf Verordnungsstufe zu regeln ist dann Sache der Exekutive und der Verwaltung. Wir sind der Meinung, dass der Antrag der Minderheit Humbel Näf durchaus gerechtfertigt ist, dass man darauf hinweisen muss, dass bei Verdacht auf missbräuchlichen Bezug von Versicherungsleistung Massnahmen ergriffen werden.
Wir bitten Sie also, hier die Minderheit zu unterstützen, als Ergänzung zum Antrag der Mehrheit. Ich glaube, unter dieser Voraussetzung können auch einige Damen und Herren der FDP-Fraktion hier die Minderheit unterstützen.
Couchepin Pascal · BR-M · Consiglio federale · Vallese
Cette disposition n'est pas décisive, c'est le moins qu'on puisse dire, et elle me paraît même inutile. En effet, si vous vous référez au projet, l'article 59 alinéa 5, qui a été adopté par la commission et qui a été approuvé par nous, prévoit que "les offices AI peuvent faire appel à des spécialistes pour lutter contre la perception indue de prestations". Donc, s'il y a une escroquerie - car c'en est une que de percevoir de manière indue des prestations -, l'article 59 alinéa 5 donne la possibilité de recourir à des compétences extérieures.
Faut-il en plus que les offices AI soient autorisés expressément, invités même, à recourir le cas échéant à des spécialistes en cas de soupçon de fraude ou en cas de sentiment de malaise à l'égard de la revendication d'une personne qui pourrait peut-être tricher? Tout simplement, ça fait partie de l'instruction; il n'y a pas de besoin de donner à l'office AI la compétence particulière, en cas de soupçon de fraude, de poursuivre l'instruction. En cas de soupçon de fraude, l'office AI doit aller plus loin et ne doit pas accepter ce qui est présenté, mais doit demander un complément d'informations. Si on soupçonne qu'un médecin a été trop complaisant ou a fait quelque chose de faux, on demande à un autre médecin d'effectuer un examen de la personne. Il n'y a pas besoin d'en faire une sorte de norme pénale; cela fait partie des devoirs normaux de l'instruction de l'office AI. Cela dénote un esprit quand même un peu soupçonneux.
On a restreint, durant ces deux ou trois jours, les facilités d'accès; on a précisé les choses. Tout d'un coup, c'est comme si on avait mauvaise conscience, et on dit qu'il faut être encore un petit peu plus "négatif" à l'égard des candidats à l'AI. Je crois qu'on n'a pas à être "négatif": il faut être clair, il faut être ferme, et c'est ce qu'on a fait durant ces deux jours. Il n'y a pas besoin d'ajouter cette touche désagréable et un peu amère qui n'apporte rien: lorsqu'il y a fraude, l'article 59 alinéa 5 s'applique.
Je vous invite à suivre la majorité et à rejeter cette proposition inutile de la minorité.
Guisan Yves · Mit-M · Consiglio nazionale · Vaud · Gruppo radicale liberale
Les problèmes d'abus en matière d'AI sont récurrents et il est quasiment impossible d'aborder le sujet sans qu'ils reviennent immédiatement dans la discussion. Qui plus est, certains offices AI eux-mêmes insinuent qu'ils ne disposent pas de tous les instruments nécessaires pour faire face à ce problème. Par sa proposition, la minorité Humbel Näf demande de préciser, à l'article 57, dans le cadre des attributions de compétences, que les vérifications en cas de soupçon de fraude fassent partie du cahier des charges des offices AI.
La commission, manifestement partagée quant à l'opportunité de cet ajout et de son contenu, a demandé un rapport d'information complémentaire avant de se déterminer. Celui-ci n'a pas pu donner de chiffres effectifs quant au nombre de prestations accordées sans justification, de rentes en particulier. Les décisions des offices AI sont prises de manière très méticuleuse, et bien sûr elles ne peuvent s'appuyer que sur les renseignements à disposition et les constatations des services médicaux régionaux, accessoirement des Centres d'observation médicale AI. Ce ne sont donc a priori que des décisions fondées, la soustraction ou la falsification des renseignements étant réservée.
De même, il peut y avoir un déficit d'information quant à l'évolution, bien que la loi prévoie une révision des rentes à intervalles réguliers. Le non-respect de ces dispositions fait déjà l'objet de sanctions pénales, mentionnées à l'article 69 LAI et 87 à 91 LAVS. Mais qui n'a pas vu un rentier AI jouant au tennis ou labourant son jardin alors qu'il souffre prétendument du dos? Qui n'a pas vu un rentier AI travaillant au noir? Il existe certainement une lacune au niveau de la loi contre le travail au noir (LTN), puisque les éventuels renseignements recueillis dans le cadre de son application ne sont pas nécessairement transmis à l'AI. Il s'agit là d'un déficit qu'on nous propose de combler par l'adjonction d'une lettre f à l'article 12 alinéa 4 LTN.
Mais, par ailleurs, la mise en oeuvre de moyens d'observation lourds, tels que la filature ou la vidéo, n'entrent pas vraiment en ligne de compte dans le cadre de l'AI. C'est une loi sociale qui doit bénéficier de la confiance des assurés, a fortiori si l'on entend obtenir des résultats en matière de réinsertion, et, pour cette raison, elle ne saurait devenir une loi policière.
De plus, la mise en oeuvre de tels moyens de preuve nécessite tout d'abord une forte suspicion qu'il y a lieu d'établir, et la certitude de tous les moyens usuels doit avoir été épuisée. Ces observations ne peuvent d'ailleurs se faire qu'en public, la sphère privée étant protégée par l'article 13 de la Constitution. La CNA a recours environ trois à quatre fois par année sur un ensemble de 450 000 cas à ce genre de méthode. Le recours à ce type de moyens ne peut donc qu'être exceptionnel et probablement inconvenant dans le cadre de l'AI.
Par contre, la commission a admis, sur proposition de l'administration, que des offices puissent faire appel à des spécialistes de ce genre de situations, comme le font déjà les assurances privées. Les recoupements effectués au vu du dossier et les contradictions constatées après avoir entendu les assurés concernés sont, dans la règle, suffisants pour les confondre.
La commission vous propose donc, par 14 voix contre 10 sans abstention, de rejeter la proposition défendue par la minorité Humbel Näf à l'article 57 alinéa 4. Par contre, elle vous invite, par 23 voix contre 0 et 1 abstention, à accepter l'ajout proposé par l'administration à l'article 59 alinéa 5, soit la mise à contribution de spécialistes, sans plus.
Janiak Claude · P-M · Consiglio nazionale · Basilea-Campagna · Gruppo socialista
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Minderheit .... 86 Stimmen
Dagegen .... 72 Stimmen
Art. 59
Antrag der Kommission
Titel, Abs. 1, 2, 4
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Abs. 5
Zur Bekämpfung des ungerechtfertigten Leistungsbezuges können die IV-Stellen Spezialisten beiziehen.
Art. 59
Proposition de la commission
Titre, al. 1, 2, 4
Adhérer au projet du Conseil fédéral
BU 2006 N 399Al. 5
Les offices AI peuvent faire appel à des spécialistes pour lutter contre la perception indue de prestations.
Angenommen - Adopté
Art. 59b; 60 Abs. 1; 64 Abs. 1, 2; 64a
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Art. 59b; 60 al. 1; 64 al. 1, 2; 64a
Proposition de la commission
Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Art. 64b
Antrag der Kommission
Streichen
Antrag Huguenin
Abs. 1
Gemäss Bundesrat, aber:
.... die Sozialpartner, die Versicherten, die Ärzte und den Bund vertreten. Der Bundesrat ....
Art. 64b
Proposition de la commission
Biffer
Proposition Huguenin
Al. 1
Selon Conseil fédéral, mais:
.... les partenaires sociaux, les assurés, les médecins et la Confédération. Le Conseil fédéral ....
Développement par écrit
Dans le terme de "partenaires sociaux" sont inclus les syndicats et les employeurs. Or l'AI n'est pas une assurance réservée aux travailleurs, mais une assurance à laquelle cotisent également les indépendants et les personnes n'exerçant pas d'activité lucrative (y compris les rentiers handicapés). Il est bénéfique que les assurés y soient représentés.
Il paraît également essentiel que l'organisation faîtière des médecins suisses, la FMH, puisse y être représentée, au vu de l'importance de l'AI dans la politique des soins en général et des risques de dérapage contenus dans la loi (secret médical, liberté de choix du médecin et du traitement).
Präsident (Janiak Claude, Präsident): Herr Bundesrat Couchepin und auch die Berichterstatter verzichten auf das Wort.
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Kommission .... 102 Stimmen
Für den Antrag Huguenin .... 58 Stimmen
Art. 66c
Antrag der Minderheit
(Wehrli, Borer, Bortoluzzi, Hassler, Humbel Näf, Miesch, Meyer Thérèse, Müri, Parmelin, Scherer Marcel)
Abs. 1
Zweifelt die IV-Stelle an der körperlichen oder geistigen Leistungsfähigkeit, die zum sicheren Führen von Motorfahrzeugen notwendig ist, kann sie die versicherte Person der zuständigen kantonalen Behörde melden.
Abs. 2
Die IV-Stelle informiert die versicherte Person über diese Meldung.
Abs. 3
Auf Anfrage im Einzelfall stellt die IV-Stelle der kantonalen Behörde die entsprechenden Unterlagen zu.
Art. 66c
Proposition de la minorité
(Wehrli, Borer, Bortoluzzi, Hassler, Humbel Näf, Miesch, Meyer Thérèse, Müri, Parmelin, Scherer Marcel)
Al. 1
Lorsqu'un office AI a des doutes quant aux aptitudes physiques et psychiques requises pour conduire avec sûreté des véhicules automobiles, il peut communiquer le nom de la personne concernée à l'autorité cantonale compétente.
Al. 2
L'office AI en informe la personne assurée.
Al. 3
Sur demande et dans des cas particuliers, l'office AI transmet les documents correspondants à l'autorité communale.
Humbel Näf Ruth · Mit-F · Consiglio nazionale · Argovia · Gruppo popolare-democratico
Ich laufe Gefahr, mich bei diesem Antrag wiederum dem Vorwurf der Diskriminierung auszusetzen. Dagegen möchte ich mich bereits jetzt in aller Form verwahren.
Bei diesem Artikel geht es - wie übrigens auch beim letzten - nicht um Diskriminierung, sondern um eine reine Sicherheitsfrage. Die Teilnahme am Strassenverkehr erfordert eine genügende Fahrtauglichkeit. Gemäss Strassenverkehrsgesetz setzt das Führen von Motorfahrzeugen eine entsprechende körperliche und geistige Leistungsfähigkeit voraus. Es ist möglich, dass die IV-Stellen im Rahmen ihrer Abklärungen feststellen, dass eine gesundheitliche Beeinträchtigung vorliegt, welche die Fahrtauglichkeit infrage stellt.
Die IV kann heute in einem unterstützenden Sinn handeln. Sie kann beispielsweise den Umbau von Fahrzeugen finanzieren, damit Menschen mit körperlichen Behinderungen ebenfalls als Lenkerinnen und Lenker am Strassenverkehr teilnehmen können. Das ist eine wichtige Leistung der IV für die Betroffenen. Wenn aber Fakten vorliegen, die bei der IV Zweifel an der Fahrtauglichkeit aufkommen lassen, gibt es keine Interventionsmöglichkeiten. Es ist auch nicht die Aufgabe der IV-Stellen, über eine Fahreignung zu entscheiden. Sie sollen aber dem zuständigen kantonalen Strassenverkehrsamt eine Meldung machen und dem Strassenverkehrsamt auf dessen Antrag im Einzelfall auch die entsprechenden Unterlagen zur Verfügung stellen können.
Genau dies verlangt der Minderheitsantrag. Es war übrigens für die IV-Stellen möglich, solche Meldungen zu machen, bis eine Weisung des BSV an die IV-Stellen die Weitergabe solcher Informationen an das Strassenverkehrsamt mangels gesetzlicher Grundlage untersagt hat. Wir haben nun die Möglichkeit, eine genügende gesetzliche Grundlage zu schaffen.
Stimmen Sie dem Minderheitsantrag zu. Ich darf Ihnen bekannt geben, dass die CVP-Fraktion die Minderheit unterstützt.
Rossini Stéphane · Mit-M · Consiglio nazionale · Vallese · Gruppo socialista
Le débat parlementaire prend parfois, par rapport à la matière que l'on traite, une tournure un peu surréaliste; j'aurais presque envie de dire que le ridicule, heureusement, ici ne tue pas. Car, ridicule, la proposition qui nous a été faite par la minorité Wehrli l'est. Elle prévoit que les offices AI deviennent tout simplement des succursales de police pour analyser l'aptitude des gens à conduire des véhicules automobiles.
Bien évidemment, les offices AI ne pouvaient absolument pas intervenir au niveau de l'intégration sur le marché du travail: là, c'est un crime de lèse-majesté que de demander aux offices AI de collaborer avec le marché du travail. Ici par contre, c'est sans aucun scrupule qu'on leur demande de jouer aux petits policiers. A priori, on pourrait être tenté de minimiser cette proposition. Néanmoins, je crois qu'elle est sérieuse; sérieuse surtout dans son état d'esprit, un état d'esprit de suspicion qui, finalement, fait tomber un certain nombre de masques. Avec cette proposition, certains avancent à visage désormais découvert.
Avec une proposition de ce type, on fait la chasse aux sorcières, on essaie de faire de la pseudo-lutte contre les abus, on essaie de renforcer les restrictions d'accès au régime de BU 2006 N 400 l'assurance-invalidité. Finalement, c'est de la "désincitation" active, mais de la petite désincitation qui n'ose pas aborder les problèmes véritablement sur le fond et de front.
Avec des amalgames entre l'état de santé physique et psychique des personnes concernées, des collaborations avec la police, de la délation ou de la dénonciation auprès des autorités communales, je crois qu'on en fait définitivement trop, et que certains jettent bas le masque.
J'espère que la majorité des membres de ce conseil repoussera cette proposition de la minorité.
Fasel Hugo · Mit-M · Consiglio nazionale · Friburgo · Gruppo dei Verdi
Eigentlich ist es gar nicht ganz leicht, zu diesem Antrag Stellung zu nehmen. Man müsste eigentlich sagen: "C'est n'importe quoi." Ich weiss nicht, was ein solcher Antrag hier in der Revision des IV-Gesetzes zu tun hat - ich meine, man könnte auch den Schutz der Obstbäume oder irgendetwas in der Art vorschlagen. Ich bin eigentlich grundsätzlich der folgenden Auffassung: Wir haben irgendwo noch eine Art Einheit der Materie; ob das hier passt, weiss ich auch nicht.
Grundsätzlich kann man mit diesem Antrag nicht viel anfangen, weil er hier absolut fremd ist. Frau Humbel Näf hat zwar schon gesagt, sie möchte nicht der Diskriminierung bezichtigt werden, die mit diesem Artikel einhergeht. Trotzdem, es ist eine, es ist eine absolute Ungleichbehandlung verschiedener Gruppen. Es ist ein Thema, das sachlich in ein völlig anderes Gesetz gehört, ins Strassenverkehrsgesetz. Sie müssten diesen Antrag eigentlich zurückziehen und eine Motion oder eine parlamentarische Initiative einreichen, in der Sie das unterbringen können; man könnte dann darüber diskutieren. So, wie der Antrag daherkommt, degradieren Sie die IV-Regionalstellen zu Denunziationsstellen - sie hätten Polizeifunktionen. Ich denke, das hat hier keinen Platz. Wahrscheinlich ist es aufgrund der Tagesstimmung ein Misstritt gewesen, eine solche Bestimmung ins IV-Gesetz bringen zu wollen.
Ich bitte Sie deshalb, die Minderheit Wehrli - es wird für ihn als Kommissionssprecher nicht einfach sein, zu seinem eigenen Antrag zu reden - abzulehnen.
Bortoluzzi Toni · Mit-M · Consiglio nazionale · Zurigo · Gruppo dell'Unione democratica di Centro
Ich habe wenig Mühe, diesen Antrag der Minderheit zu unterstützen.
Es sind zwei Ziele in diesem Antrag, die angestrebt werden. Einerseits ist es die Verkehrssicherheit - darüber wurde bereits gesprochen -; Zweifel an der Fahrtüchtigkeit werden ja dort vor allem durch die neueren Krankheitsbilder - psychische Leiden, Schleudertrauma, Rückenbeschwerden - hervorgerufen, und es rechtfertigt sich in diesem Zusammenhang, die Verkehrstauglichkeit der betreffenden Person infrage zu stellen. Andererseits geht es auch um die Glaubwürdigkeit der Invalidenversicherung. Es ist leider so, dass bald jeder jemanden mit einer IV-Rente kennt. Dieser kommt in allen Lebensbereichen zurecht, nur mit dem regelmässigen Erwerb nicht. Das ist natürlich ausserordentlich ärgerlich.
Wenn nun jemand vom Stress an der Arbeit überfordert ist, darf man die Frage aufwerfen, ob er den hohen Anforderungen, die das Führen eines Verkehrsmittels an ihn stellt, noch gewachsen ist. Auch bei gesundheitlichen Einschränkungen mit kurzfristiger Aussicht auf Genesung raten Ärzte jeweils vom Führen von Fahrzeugen ab. Selbstverständlich ist das so, weil eine gesundheitliche Einschränkung hin und wieder vorkommen kann. Bei der IV hingegen wird die Einschränkung am Arbeitsplatz untersucht und allenfalls bejaht. Die Fahrtüchtigkeit aber - das Führen eines Fahrzeuges ist möglicherweise anspruchsvoller als die Arbeit - ist hingegen kein Thema.
Der Antrag Wehrli beauftragt die IV, diese Frage einer Prüfung zu unterziehen, und das scheint uns richtig zu sein. Wir werden den Minderheitsantrag unterstützen.
Zuhanden von Herrn Fasel kann ich sagen, dass sein Anliegen, die Frage nach der Sozialversicherungsaufgabe, bereits mit einer Motion aufgenommen ist. Es ist Kollege Fasel möglicherweise entgangen, dass der Bundesrat eine entsprechende Motion, die eine Änderung des Strassenverkehrsgesetzes verlangt, bereits entgegengenommen hat. Hier spielt also die von Ihnen angesprochene fehlende Verbindung entgegen Ihrer Meinung bereits.
Das ist ein weiterer Grund, diesem Minderheitsantrag die Zustimmung zu geben.
Banga Boris · Mit-M · Consiglio nazionale · Soletta · Gruppo socialista
Können Sie mir erklären, wie Sie es nach Annahme des Artikels mit den Piloten, den Motor- und den Fahrradfahrern halten?
Bortoluzzi Toni · Mit-M · Consiglio nazionale · Zurigo · Gruppo dell'Unione democratica di Centro
Es ist klar, Herr Banga, die Frage ist sicher gerechtfertigt. Der Sicherheitsbereich könnte auch weiter ausgedehnt werden. Es ist nicht nur eine Frage des Verkehrs. Ich habe in der Kommission beispielsweise auch gesagt, dass das Tragen von Waffen bzw. der Waffenbesitz in diesem Zusammenhang ein Problem darstellt. Wenn Sie psychisch Kranke in ihrer Fähigkeit, einen Arbeitsplatz auszufüllen, für eingeschränkt halten, dann sind die Fragen der Sicherheit in die Überprüfung einzubeziehen und entsprechende Massnahmen ins Auge zu fassen. Die Mobilität nimmt eine besondere Stellung ein, die uns veranlasst, diese Frage aufzuwerfen, aber es gibt, das ist sicher richtig, auch andere Bereiche der Gefährdung, bei denen es von Interesse sein könnte, eine Überprüfung vorzunehmen.
Couchepin Pascal · BR-M · Consiglio federale · Vallese
Je ne crois pas que l'assurance-invalidité doit devenir une sorte d'instance "moralo-policière" qui doit constamment surveiller ses ouailles et signaler tous les débordements. Par contre, je suis tout aussi convaincu qu'on ne peut pas ignorer certains cas, mais il faut le faire de manière ordonnée et ce n'est pas à une personne formée aux techniques de l'action sociale de décider souverainement de ce qui est ou non possible en matière de conduite automobile.
Pratiquement, les choses doivent se passer de la manière suivante. Sans cet article, si quelqu'un a des doutes sur la capacité physique ou psychique d'un assuré de conduire, il doit avertir le médecin de l'AI qui prend contact avec le médecin traitant de la personne concernée; cela se passe entre médecins et non par l'intermédiaire d'instances qui ont d'autres tâches et qui doivent établir des relations de confiance pour inciter la personne à reprendre le travail. C'est déjà possible aujourd'hui. Vous pouvez et vous devez, si vous avez un doute sur la capacité de quelqu'un à conduire, avertir le médecin et il y a pratiquement toujours un médecin traitant dans ces cas-là qui, lui, juge si, conformément à l'article 14 alinéa 4 de la loi sur la circulation routière, il doit avertir le service des automobiles compétent.
Transformer l'AI, dont on veut faire une instance qui est ferme et qui incite les gens à reprendre pied dans le marché du travail, à se réinsérer, en une instance qui devrait juger si elle communique directement avec le service des automobiles, n'est pas la bonne voie. Cela va compromettre le climat de confiance qui doit exister entre le client de l'AI et l'AI. L'AI doit être ferme, mais elle doit être capable de créer un climat de confiance.
Imaginez la situation de quelqu'un à qui on dit: "Vous avez un problème, je vais probablement devoir ou je veux signaler votre cas à l'AI pour qu'elle discute avec vous." Il y aura immédiatement une sorte de panique, il se dira: "Mon Dieu! Cela peut me mener à perdre mon permis de conduire et un tas de choses vont se passer." Ce n'est pas simple. Si vraiment il y a un problème, on passe par le médecin qui, conformément à la loi, avertit le service des automobiles. Mais ce n'est pas le responsable AI qui doit faire ce travail directement. Il doit être ferme, mais il doit contribuer à créer la confiance et ne doit pas apparaître comme une menace.
Maintenant, j'ai entendu que Monsieur Bortoluzzi voudrait aller plus loin encore et que l'AI s'occupe des personnes qui ont un permis de port d'armes, qui pourraient être dangereuses si elles ne se contrôlaient pas. C'est vraiment transformer l'AI en une instance quasiment moralisatrice qui va perdre, encore une fois, la confiance des gens qui doivent collaborer avec l'institution pour retrouver place sur le BU 2006 N 401 marché du travail. Je crois que cette mesure n'est pas souhaitable dans l'esprit de la réforme que nous avons faite.
Guisan Yves · Mit-M · Consiglio nazionale · Vaud · Gruppo radicale liberale
Notre collègue Wehrli souhaiterait donc que l'office AI annonce au service des automobiles les assurés pour lesquels on pourrait avoir des doutes quant à l'aptitude à conduire. Transformer l'AI en une instance de dénonciation, alors qu'elle cherche à se profiler comme une institution d'intégration sociale, paraît faire un mélange des genres plutôt incongru. Les problèmes d'aptitude à la conduite sont réglés par la loi sur la circulation routière, et Monsieur le conseiller fédéral Couchepin vient de le rappeler. Cette mesure pourrait être considérée surtout comme une punition supplémentaire qui s'additionne à l'invalidité, plutôt que comme une démarche de prévention.
Qui plus est, une telle disposition donnerait une responsabilité supplémentaire à l'AI qui pourrait être dénoncée en cas d'accident, si un invalide était impliqué et qu'elle avait omis ou simplement pas jugé nécessaire de l'annoncer. Ce type de disposition est susceptible d'introduire une méfiance généralisée envers l'AI. A entendre Monsieur Bortoluzzi, cela témoigne aussi d'une vision hyperréglementée de la société, manifestement inquiétante.
C'est par 11 voix contre 10 et 1 abstention que la commission vous prie de rejeter la proposition de la minorité Wehrli.
Votazione
| Gruppo | Sì | No | Ast. |
|---|---|---|---|
| Gruppo dell'Unione democratica di Centro | 0 (0 %) | 41 (98 %) | 1 (2 %) |
| Gruppo socialista | 40 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Gruppo liberale-radicale | 19 (76 %) | 4 (16 %) | 2 (8 %) |
| Gruppo popolare-democratico | 6 (32 %) | 13 (68 %) | 0 (0 %) |
| Gruppo dei Verdi | 13 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Non iscritto | 3 (60 %) | 1 (20 %) | 1 (20 %) |
| Gruppo PEV/UDF | 0 (0 %) | 4 (100 %) | 0 (0 %) |
| Totale | 81 (55 %) | 63 (43 %) | 4 (3 %) |
Sì: Proposta della maggioranza
No: Proposta della minoranza (Wehrli)
Janiak Claude · P-M · Consiglio nazionale · Basilea-Campagna · Gruppo socialista
Art. 67
Antrag der Kommission
Abs. 1
....
c. Streichen
Abs. 2
.... des Bundesamtes. (Rest streichen)
Art. 67
Proposition de la commission
Al. 1
....
c. Biffer
Al. 2
.... de l'office qui peuvent être pris en compte.
Angenommen - Adopté
Art. 68bis
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Antrag Huguenin
Abs. 1 Bst. g
g. den behandelnden Ärzten der Versicherten.
Art. 68bis
Proposition de la commission
Adhérer au projet du Conseil fédéral
Proposition Huguenin
Al. 1 let. g
g. les médecins traitants des assurés.
Développement par écrit
Les médecins traitants des assurés doivent être associés de près au suivi, à l'indication des mesures de détection précoce, au traitement. Ils représentent la garantie d'un suivi individualisé de l'assuré, priorisant son état de santé, en toute indépendance des pressions économiques.
Präsident (Janiak Claude, Präsident): Herr Bundesrat Couchepin und auch die Berichterstatter verzichten auf das Wort.
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Kommission .... 97 Stimmen
Für den Antrag Huguenin .... 60 Stimmen
Art. 68quater
Antrag der Kommission
Titel
Pilotversuche
Abs. 1
Nach Anhörung der Eidgenössischen AHV/IV-Kommission kann das Bundesamt zeitlich befristete Pilotversuche, die von den Bestimmungen dieses Gesetzes abweichen können, zulassen. Solche Versuche können bewilligt werden, sofern deren Zielsetzung in einer Eingliederung liegt.
Abs. 2
Das Bundesamt kann Pilotversuche, die sich bewährt haben, während höchstens vier Jahren weiterführen.
Abs. 3
Für die Finanzierung können Mittel der Versicherung herangezogen werden.
Antrag Graf Maya
Abs. 2
.... weiterführen. Während der Weiterführung ist über eine allfällige Aufnahme ins Gesetz zu entscheiden.
Schriftliche Begründung
Im Rahmen der 4. IV-Revision wurde der Bundesrat verpflichtet, unverzüglich Massnahmen für Versicherte mit einem Bedarf an Pflege und Betreuung in Pilotversuchen zu prüfen. Damit soll eine selbstbestimmte und eigenverantwortliche Lebensführung von Menschen mit Behinderungen erleichtert werden. Am 10. Juni 2005 hat der Bundesrat beschlossen, den dreijährigen Pilotversuch Assistenzbudget in den Kantonen St. Gallen, Basel-Stadt und Wallis durchzuführen. Der Pilotversuch soll die Grundlagen für den politischen Entscheidungsprozess liefern, ob und in welchem Rahmen ein Assistenzbudget für Bezüger und Bezügerinnen einer Hilflosenentschädigung der IV als Alternative landesweit eingeführt werden soll.
Das Bundesamt für Sozialversicherung führt diesen Pilotversuch seit dem 1. Januar 2006 durch, im Sommer 2007 wird der Zwischenbericht vorliegen. Der Antrag soll gewährleisten, dass erfolgreich durchgeführte Pilotversuche nahtlos dem Parlament vorgelegt werden, damit dieses über eine Gesetzeseinführung entscheiden kann.
Art. 68quater
Proposition de la commission
Titre
Projets pilotes
Al. 1
Après consultation de la Commission fédérale de l'AVS/AI, l'office peut autoriser des projets pilotes de durée limitée dérogeant ou non à la loi. Ces projets pilotes peuvent être autorisés dans la mesure où ils poursuivent un objectif de réadaptation.
Al. 2
L'office peut prolonger pendant quatre ans au maximum les projets pilotes dont l'efficacité est avérée.
Al. 3
Le financement de ces projets peut être assuré par des fonds provenant de l'assurance.
Proposition Graf Maya
Al. 2
.... est avérée. Leur éventuelle inscription dans la loi doit être décidée pendant la période de prolongation.
Präsident (Janiak Claude, Präsident): Herr Bundesrat Couchepin und auch die Berichterstatter verzichten auf das Wort.
BU 2006 N 402Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Kommission .... 92 Stimmen
Für den Antrag Graf Maya .... 62 Stimmen
Präsident (Janiak Claude, Präsident): Die Ziffer Ibis (Art. 71a) haben wir bereits zusammen mit Artikel 18c erledigt.
Art. 79 Abs. 1
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Art. 79 al. 1
Proposition de la commission
Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Schlussbestimmungen der Änderung vom 21. März 2003 (4. IV-Revision)
Dispositions finales de la modification du 21 mars 2003 (4e révision de l'AI)
Bst. e
Antrag der Mehrheit
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Antrag der Minderheit
(Schenker Silvia, Bruderer, Fasel, Fehr Jacqueline, Goll, Maury Pasquier, Rechsteiner Paul, Robbiani, Rossini, Teuscher)
Unverändert
Eventualantrag Meier-Schatz
(falls der Antrag der Minderheit abgelehnt wird)
Die aufgrund von Buchstabe e der Schlussbestimmungen zur 4. IV-Revision weiter gewährten Zusatzrenten werden aufgehoben, falls der Ehegatte bei Inkrafttreten dieser Gesetzesänderung das 50. Altersjahr noch nicht erreicht hat.
Schriftliche Begründung
1. Die den verheirateten Bezügern von Invalidenrenten zustehenden Zusatzrenten für den Ehegatten sind bereits im Rahmen der 4. IV-Revision gestrichen worden, d. h., seit dem 1. Januar 2004 werden keine neuen Zusatzrenten gewährt. Der Gesetzgeber hat allerdings beschlossen, dass der Besitzstand bei den laufenden Zusatzrenten zu wahren ist. Der Bundesrat schlägt nun kurz nach der 4. IV-Revision vor, diesen Besitzstand wieder zu streichen. Durch diese Massnahme sollen im Durchschnitt bis ins Jahr 2025 116 Millionen Franken gespart werden.
2. Die Behindertenorganisationen haben der für viele behinderte Familien einschneidenden Streichung der Zusatzrenten anlässlich der 4. IV-Revision nur deshalb zugestimmt, weil das Versprechen der Besitzstandswahrung vom Bundesrat abgegeben und vom Parlament bestätigt worden war. Dass dieses Versprechen nach so kurzer Zeit nicht mehr gelten soll, erschüttert das Vertrauen in solche Zusicherungen massiv.
3. Für einen Grossteil der über 50-jährigen verheirateten Rentner stellen die Zusatzrenten nach wie vor ein unerlässliches Element der Existenzsicherung dar und verhindern eine Abhängigkeit von Ergänzungsleistungen. Das gilt ganz besonders für jene, die über keine oder bloss geringe Leistungen aus beruflicher Vorsorge verfügen, sowie für jene, deren Ehegatte keiner Erwerbstätigkeit nachging, u. a. auch, weil sie sich der Pflege ihres behinderten Partners widmen müssen. Die Streichung der Zusatzrenten wird deshalb zu einer massiven Mehrbelastung bei den Ergänzungsleistungen, zum Teil aber auch bei der Unfallversicherung und der beruflichen Vorsorge führen.
4. Jüngere Personen haben heute eine andere Berufsbiografie als die über 50-jährigen. Oft verlassen sie nur vorübergehend den Arbeitsmarkt und können daher auch ihr Arbeitspensum allenfalls erhöhen, falls dies notwendig ist. Auch bei jüngeren Versicherten, die keine Erwerbstätigkeit ausüben, besteht die Hoffnung, dass zumindest der Ehepartner wieder eine Erwerbsarbeit aufnehmen kann. Diese Annahme erweist sich jedoch bei älteren Personen leider oft als völlig illusorisch. Es sei daran erinnert, dass seinerzeit auch bei der Aufhebung der Zusatzrenten in der AHV (10. AHV-Revision) eine Lösung gewählt worden ist, die im Ergebnis den Besitzstand dieser Familien respektiert hat. Aus diesem Grund hat sich auch die AHV/IV-Kommission mit deutlicher Mehrheit für eine Kompromisslösung ausgesprochen. Sie würde der IV immerhin kurzfristig eine massive Entlastung bringen und die Besitzstandphase von 40 auf 15 Jahre verkürzen.
Let. e
Proposition de la majorité
Adhérer au projet du Conseil fédéral
Proposition de la minorité
(Schenker Silvia, Bruderer, Fasel, Fehr Jacqueline, Goll, Maury Pasquier, Rechsteiner Paul, Robbiani, Rossini, Teuscher)
Inchangé
Proposition subsidiaire Meier-Schatz
(au cas où la proposition de la minorité serait rejetée)
Les rentes complémentaires qui continuent d'être allouées en vertu de la lettre e des dispositions finales de la 4e révision de l'AI sont supprimées dans les cas où le conjoint n'a pas encore atteint l'âge de 50 ans au moment de l'entrée en vigueur de la présente révision de la loi.
Schenker Silvia · Mit-F · Consiglio nazionale · Basilea-Città · Gruppo socialista
In der 4. IVG-Revision, die seit dem 1. Januar 2004 in Kraft ist, wurde beschlossen, in Zukunft keine Zusatzrenten mehr zu gewähren. Zusatzrenten hatten zuvor verheiratete Rentnerinnen und Rentner erhalten, denen eine Invalidenrente zugesprochen worden war. Die Diskussion, ob Zusatzrenten grundsätzlich gerechtfertigt sind oder nicht, können wir nicht mehr führen. Es ist entschieden worden, dass es ab dem 1. Januar 2004 keine neuen Zusatzrenten mehr gibt. Es ist aber gleichzeitig auch entschieden worden, dass für die laufenden Renten der Besitzstand gewahrt bleibt. Nur unter dieser Bedingung waren damals die Behindertenverbände und die SP bereit, dem Entscheid zuzustimmen.
Nun, etwas mehr als zwei Jahre später, sollen auch die laufenden Zusatzrenten gestrichen werden. Die laufenden Zusatzrenten sind das Opfer, das im Namen des Instrumentes Früherfassung und Früherkennung dargebracht werden soll. Zusatzrenten sind für die betroffenen Ehepaare ein wichtiges Element der Existenzsicherung - ganz besonders dann, wenn sie ergänzend zur Invalidenrente keine oder nur eine geringe Rente aus der beruflichen Vorsorge beziehen. Aus diesem Grund führt das Wegfallen der Zusatzrente in vielen Fällen dazu, dass die Ergänzungsleistungen entweder erhöht oder überhaupt erst beantragt werden müssen.
Auch hier stellt sich, wie beim sogenannten Karrierezuschlag, wiederum die Frage, was die Einsparung des Bundes den Kantonen an zusätzlichen Kosten bringt. Wenn die laufenden Zusatzrenten gestrichen werden, bedeutet das in den Fällen, in die die Suva oder eine private Unfallversicherung involviert ist, dass auf diese Versicherungen bedeutende Mehrausgaben zukommen, weil ihre Leistungen komplementär zur IV-Rente ausbezahlt werden. In der Botschaft wird der Kapitalbedarf für die Suva auf 215 Millionen Franken und für die übrigen Versicherer auf 25 Millionen Franken beziffert.
Wenn Sie die Erläuterungen in der Botschaft lesen, sehen Sie, dass diese Abbaumassnahme 64 000 Personen trifft. Von diesen 64 000 Personen sind der weitaus grösste Teil Frauen; Frauen, die in vielen Fällen einen Teil der Betreuung ihres behinderten Partners übernehmen und dafür unter Umständen ihre eigene Erwerbstätigkeit reduziert oder aufgegeben haben.
Es geht bei den laufenden Zusatzrenten im Durchschnitt um einen monatlichen Betrag von 400 Franken. Für die betroffenen Personen bedeuten diese 400 Franken viel, sehr viel. BU 2006 N 403 Sie haben sich auf das Wort des Bundesrates und der Politik verlassen. Ihnen wurde Besitzstand versprochen. Ich bitte Sie, bei Ihrem Wort zu bleiben und den Besitzstand der laufenden Zusatzrenten zu wahren.
Wenn Sie sich diesem Antrag nicht anschliessen können, dann bitte ich Sie, dem Eventualantrag Meier-Schatz zuzustimmen. Sie macht den Vorschlag, wenigstens für diejenigen die laufende Zusatzrente weiter auszubezahlen, die das 50. Altersjahr überschritten haben.
Hassler Hansjörg · Mit-M · Consiglio nazionale · Grigioni · Gruppo dell'Unione democratica di Centro
Es geht bei diesen Schlussbestimmungen um die Streichung der laufenden Zusatzrenten. Die Zusatzrenten sind unter bestimmten Voraussetzungen für die Ehepartner von rentenberechtigten Personen vorgesehen. Bei der 4. IV-Revision haben wir beschlossen, keine neuen Zusatzrenten mehr auszurichten. Nun wird mit der 5. IV-Revision vorgeschlagen, auch die laufenden Zusatzrenten zu streichen. Diese Massnahme ist verantwortbar. In der AHV wurden die Zusatzrenten bereits mit der 10. AHV-Revision aufgehoben. Diese Aufhebung konnte mit der Verbesserung der Altersvorsorge vor allem im Bereich der beruflichen Vorsorge begründet werden.
Bei der IV können die meisten rentenberechtigten Personen neben der IV-Rente auch Leistungen der beruflichen Vorsorge beanspruchen. Diese Personen sind daher auf die Zusatzrenten der IV in der Regel nicht mehr angewiesen. Es trifft zwar zu, dass die berufliche Vorsorge noch nicht überall genügend ausgebaut ist, aber auch für diese Fälle besteht mit den Ergänzungsleistungen eine adäquate Möglichkeit zur Vermeidung von finanziellen Notlagen, welche durch die Aufhebung der Zusatzrenten entstehen könnten.
Die Streichung der laufenden Zusatzrenten bringt Einsparungen von 116 Millionen Franken pro Jahr. Die Massnahme trägt also wesentlich zur finanziellen Gesundung der IV bei, und die finanzielle Gesundung der IV ist nun eines der Hauptziele dieser Revision. Die Streichung der laufenden Zusatzrenten ist sozialpolitisch vertretbar, und für die finanzielle Gesundung der IV ist sie unabdingbar.
Ich bitte Sie daher, der Fassung von Mehrheit und Bundesrat zuzustimmen und den Antrag der Minderheit Schenker Silvia abzulehnen.
Egerszegi-Obrist Christine · 1VP-F · Consiglio nazionale · Argovia · Gruppo radicale liberale
Hier handelt es sich für uns nicht um einen Dekorationsartikel, wie wir ihn vorher hatten, sondern hier ist es wirklich ein Artikel, der Fleisch am Knochen hat, der für diese IV-Revision wichtig ist.
Wir werden die Mehrheit unterstützten, und wir stehen dazu, dass es sich hier um eine wichtige Sparmassnahme handelt. Aber wir möchten diese Sparmassnahme nicht isoliert betrachten, sondern in einem gewissen Zusammenhang mit anderen Sozialversicherungen. Sie erinnern sich, dass wir bei der AHV die Zusatzrenten gestrichen haben. Das heisst, wir haben, als wir Erziehungs- und Betreuungsgutschriften einführten - was eigentlich Ersatzeinkommen für die Frauen bedeutete -, die Zusatzrenten gestrichen, weil das ganz klar bedeutet, dass eine Frau nicht einfach eine Zahlung erhält, nur weil ihr Ehepartner ins Pensionsalter kommt. Genau analog handeln wir bei der Zusatzrente der IV. Wir haben in der letzten Revision die Assistenzentschädigung eingeführt, die wir aus verschiedenen Gründen in die Hilflosenentschädigung integriert haben; und das heisst, wenn eine Frau, wie das vorher Frau Schenker deutlich geschildert hat, für ihren Mann diese Hilfe leistet, dann erhält sie nicht Geld über die Zusatzrente, sondern sie erhält Geld über diese Hilflosenentschädigung.
Nach der 4. Revision haben wir die Zusatzrente bei den neuen Renten gestrichen. Nun haben wir bei den bisherigen Renten jetzt zwei verschiedene Zahlungen (Zusatzrente und Assistenzentschädigung) für eigentlich genau dasselbe. Es ist so, dass Härtefälle entstehen können, wenn wir diese Zusatzrenten streichen, aber dafür gibt es Ergänzungsleistungen, die bei Bedarf beansprucht werden können. Weil hier die Ergänzungsleistungen greifen, ist es auch nicht ein Abschieben in die Sozialhilfe. Die Ergänzungsleistungen übernehmen ja konkret gewisse Aufgaben und sind dazu da, dort zu helfen, wo es nötig ist.
Dieses "Abschieben in die Sozialhilfe" ist ein Begriff, der an verschiedenen Orten in dieser Debatte auf den Tisch gebracht wurde. Da muss ich Ihnen sagen, dass diese ganze IV-Revision gewisse Kosten bei der Sozialhilfe auslösen wird; aber die Sozialhilfe hat auch sehr viele Fälle in die IV abgeschoben, um sich zu entlasten. Wir haben am Anfang gesagt, die IV müsse auf ihren ursprünglichen Zweck zurückgeführt werden. Sie ist nicht Sozialhilfeersatz und nicht Ersatz für Leistungen der Arbeitslosenversicherung, sie ist ganz klar für Leute gedacht, die wegen einer Behinderung oder eines Leidens trotz Umschulung und trotz versuchter Integrationsmassnahmen ihren Lebensunterhalt nicht weiter selber bestreiten können.
Ich bitte Sie, der Mehrheit zu folgen und auch den Vermittlungsantrag Meier-Schatz abzulehnen. Danach würden wir in einer Übergangslösung über 15 Jahre die Zusatzrenten noch weiterführen. Das ist nicht richtig, weil wir mit der 4. Revision die Assistenzleistungen eingeführt haben.
Deshalb bitte ich Sie, hier der Mehrheit zu folgen.
Goll Christine · Mit-F · Consiglio nazionale · Zurigo · Gruppo socialista
Wenn Frau Egerszegi hier von einem Artikel "mit Fleisch am Knochen" spricht, dann müssen wir schon ausdeutschen, was das heisst. Konkret schlagen uns der Bundesrat und die Mehrheit der Kommission vor - einmal mehr in dieser Revision -, Rentenkürzungen vorzunehmen. Die Zusatzrenten stellen, wenn wir die heutige Situation anschauen, eigentlich eine billige Lösung dar. Denn sie bestehen im Bereich der Pflege von schwerbehinderten Menschen durch ihre Ehepartnerin oder ihren Ehepartner.
Wir sprechen hier von Beträgen, die durchaus dazu beitragen können, die Existenzsicherung eines Haushaltes zu gewährleisten, auch wenn die Zusatzrenten sehr, sehr tief angesetzt sind. Sie wissen, dass eine Zusatzrente heute 30 Prozent der ausgesprochenen Invalidenrente beträgt. Das heisst heute rund 400 Franken mehr oder weniger im Portemonnaie eines Haushaltes pro Monat. Es geht hier nicht nur um ein Abschieben oder Verlagern der Kosten auf die Sozialhilfe. Ich möchte auch erwähnen, dass in vielen Fällen ein Heimaufenthalt notwendig werden kann, wenn die Pflege nicht mehr durch die Ehefrau oder den Ehemann sichergestellt werden kann, weil die Zusatzrente abgeschafft wird. Ein Heimaufenthalt ist in jedem Fall sehr viel teurer als die heutigen Zusatzrenten.
Bei den Zusatzrenten ist es auch so, dass die Person, die den Partner oder die Partnerin zu Hause pflegt, ihre Berufstätigkeit reduziert hat und dank der Zusatzrente die Lohneinbusse mindestens zum Teil auffangen kann.
Dann gibt es noch einen anderen grossen Unterschied, den zu bedenken ich Sie bitte.
Es ist ein Riesenunterschied, ob wir sagen, wir wollten die Zusatzrenten nicht mehr für Personen, die neu in diese Situation kommen könnten, also für die Zukunft, oder ob es wie hier um die Aufhebung einer Besitzstandswahrung geht - und zwar der Besitzstandswahrung, wie sie versprochen wurde. Frau Schenker hat das in ihrem Votum erwähnt. Die erste Runde der 4. IV-Revision - ich erinnere Sie daran - ist an der Urne unter anderem deshalb gescheitert, weil nicht nur die Viertelsrenten, sondern eben auch diese Zusatzrenten hätten abgeschafft werden sollen. Es ist ein grosser Unterschied, ob Sie zukünftige Rentenleistungen abschaffen, wie es bereits geschehen ist, oder ob Sie Renten, die gesprochen wurden, Renten, die in einem Haushaltbudget mit einberechnet werden, einfach von heute auf morgen ohne mit der Wimper zu zucken streichen.
Die sozialen Auswirkungen für die Betroffenen hat der Bundesrat nicht mitgerechnet. Er hat auch unsere Fragen in Bezug auf die sozialen Auswirkungen nicht beantwortet. Ich möchte Ihnen sagen: Schauen Sie die Statistik an. Wenn Sie die Statistik anschauen, dann sehen Sie, dass wir heute gut 80 000 Personen in der Schweiz haben, die eine Zusatzrente beziehen, im Schnitt wie gesagt 400 Franken pro Monat. Nehmen wir jetzt nur die Gruppe der über 50-jährigen Personen, die heute eine Zusatzrente erhalten. Das ist etwa BU 2006 N 404 die Hälfte: gut 40 000 Personen. Können Sie sich vorstellen, was es für Menschen von über 50 Jahren bedeutet, wenn die Zusatzrente von heute auf morgen wegfällt? Können Sie mir beantworten, wie es möglich sein soll, dass diese Personen - es sind in vielen Fällen Ehefrauen - auf dem Arbeitsmarkt wieder Fuss fassen?
Ich bitte Sie im Namen der SP-Fraktion, zumindest diese sozialen Härten auszuschalten, indem Sie dem Einzelantrag Meier-Schatz zustimmen. Sie möchte, dass über 50-Jährige den Besitzstand tatsächlich wahren können.
Couchepin Pascal · BR-M · Consiglio federale · Vallese
La suppression des rentes complémentaires est justifiée socialement par l'amélioration de la prévoyance professionnelle. Beaucoup de personnes qui touchent une rente de l'AI reçoivent aussi des prestations de la prévoyance professionnelle, qui est entrée en vigueur il y a une vingtaine d'années, je vous le rappelle. Cela ne dépend pas du nombre d'années de cotisation au deuxième pilier, mais cela dépend du niveau d'invalidité qui a été reconnu. Or cette rente complémentaire avait été prévue dans la loi à une époque où il n'existait pas de deuxième pilier obligatoire, où le fait de "tomber à l'invalidité", comme on dit, entraînait une diminution importante du niveau de vie pour le couple. Aujourd'hui ce n'est plus le cas grâce aux prestations d'assurance-invalidité du deuxième pilier. Il est vrai qu'il y a toujours des exceptions et que quelques personnes seront probablement touchées par cette décision. Mais ces personnes, on l'a dit, peuvent alors bénéficier des prestations complémentaires, qui sont aussi un droit, lorsque la situation économique des intéressés le justifie.
La proposition subsidiaire Meier-Schatz vise à maintenir les rentes complémentaires en cours pour les assurés âgés de plus de 50 ans au moment où la 5e révision entrera en vigueur. Comme l'a dit Madame Egerszegi, cela signifie qu'on aura une solution intermédiaire pour quinze ans. Je le répète: les gens qui ont plus de 50 ans ont le plus souvent bénéficié aussi des prestations d'invalidité du deuxième pilier; ils peuvent bénéficier aussi des prestations complémentaires.
Il s'agit là d'une économie de 116 millions de francs. Si la proposition subsidiaire Meier-Schatz est adoptée, cette économie n'est plus que de 72 millions de francs. Au cours de ces débats, la ligne du Conseil fédéral a été suivie la plupart du temps; on ne l'a jamais durcie pour ce qui concerne les économies. Si l'une des deux propositions est acceptée - la proposition subsidiaire Meier-Schatz: économie de 72 millions de francs; celle de la minorité: 116 millions de francs, aucune économie -, un des buts principaux de cette réforme n'est pas atteint. Il faudra alors en tirer la conclusion et accepter de voter des ressources supplémentaires, et le plus rapidement possible, faute de quoi, avec les meilleurs sentiments du monde, on aura mis en péril aussi bien l'AI que l'AVS, qui font "ménage commun" - si vous me permettez l'expression -, et un ménage commun difficile puisque l'un des deux "partenaires" est en train de ruiner l'autre.
Wehrli Reto · Mit-M · Consiglio nazionale · Svitto · Gruppo popolare-democratico
Wie schon mehrfach gesagt, müssen im Rahmen der 5. IV-Revision relevante Einsparungen für die IV-Rechnung erreicht werden. Mit der Streichung der Zusatzrente können jährlich - es wurde bereits erwähnt - 160 Millionen Franken gespart werden. Es handelt sich somit um einen wesentlichen Pfeiler der Sanierung der IV. Deshalb muss der Minderheitsantrag zur Beibehaltung der Zusatzrente abgelehnt werden.
Die Kommissionsmehrheit erachtet diesen Schritt inhaltlich als vertretbar. Bei der AHV wurden die Zusatzrenten an die Ehegatten mit der 10. AHV-Revision ab 1997 aufgehoben. In der 4. IV-Revision hat das Parlament entschieden, dass ab dem 1. Januar 2004 auch in der IV keine neuen Zusatzrenten mehr entstehen. Der nun vorgeschlagene dritte Schritt bedeutet eine Zäsur, denn nun sollen auch altrechtliche Zusatzrenten auf das Inkrafttreten der 5. IV-Revision aufgehoben werden.
Sicherlich kann es dadurch zu Fällen mit finanziellen Schwierigkeiten kommen, die jedoch auch mit einer "Nachbehandlung" durch die zweite Säule und dann über die Ergänzungsleistungen abgefedert werden können. Wie bei jedem Sparbeschluss bei den Sozialversicherungen müssen wir auch hier feststellen, dass es teilweise zu Verlagerungen kommt. Wir haben nun aber die schmerzhafte Aufgabe, die IV-Rechnung zu entlasten.
Das ist dringend und zwingend nötig, und deshalb bitte ich Sie im Namen der Kommissionsmehrheit, den Antrag der Minderheit Schenker Silvia abzulehnen; analog gilt dies für den Eventualantrag Meier-Schatz.
Votazione
Erste Abstimmung - Premier vote
| Gruppo | Sì | No | Ast. |
|---|---|---|---|
| Gruppo dell'Unione democratica di Centro | 47 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Gruppo socialista | 0 (0 %) | 43 (100 %) | 0 (0 %) |
| Gruppo liberale-radicale | 31 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Gruppo popolare-democratico | 20 (95 %) | 1 (5 %) | 0 (0 %) |
| Gruppo dei Verdi | 0 (0 %) | 12 (100 %) | 0 (0 %) |
| Non iscritto | 1 (20 %) | 4 (80 %) | 0 (0 %) |
| Gruppo PEV/UDF | 4 (80 %) | 1 (20 %) | 0 (0 %) |
| Totale | 103 (63 %) | 61 (37 %) | 0 (0 %) |
Sì: Proposta della maggioranza
No: Proposta della minoranza (Schenker Silvia)
Votazione
Zweite Abstimmung - Deuxième vote
| Gruppo | Sì | No | Ast. |
|---|---|---|---|
| Gruppo dell'Unione democratica di Centro | 46 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Gruppo socialista | 0 (0 %) | 43 (100 %) | 0 (0 %) |
| Gruppo liberale-radicale | 31 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Gruppo popolare-democratico | 18 (82 %) | 4 (18 %) | 0 (0 %) |
| Gruppo dei Verdi | 0 (0 %) | 12 (100 %) | 0 (0 %) |
| Non iscritto | 1 (20 %) | 4 (80 %) | 0 (0 %) |
| Gruppo PEV/UDF | 0 (0 %) | 5 (100 %) | 0 (0 %) |
| Totale | 96 (59 %) | 68 (41 %) | 0 (0 %) |
Sì: Proposta della maggioranza
No: Eventualantrag Meier-Schatz
Janiak Claude · P-M · Consiglio nazionale · Basilea-Campagna · Gruppo socialista
Ziff. II
Antrag der Mehrheit
Bst. a
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Bst. b
Streichen
Bst. d
d. Liegt vier Jahre nach Inkrafttreten dieses Gesetzes die Invaliditätsquote immer noch über 4,5 Prozent, legt der Bundesrat einen Bericht mit Vorschlägen zur Verstärkung der in den Artikeln 18 und 18a dieses Gesetzes vorgesehenen Anreizmassnahmen vor. Er wird dabei insbesondere die Einführung eines Modells prüfen, das die Unternehmen verpflichtet, eine Mindestzahl von Personen zu beschäftigen, denen IV-Massnahmen oder -Leistungen zukommen.
Antrag der Minderheit
(Bortoluzzi, Borer, Dunant, Hassler, Parmelin, Scherer Marcel, Stahl)
Bst. c
c. Nach dem Inkrafttreten der 5. IV-Revision werden sämtliche IV-Verfügungen der letzten fünf Jahre vor Inkrafttreten der 5. IV-Revision, bei welchen eine Krankheit bzw. ein Unfall mit unklarer Kausalität Ursache für die Rente war, einer erneuten Beurteilung unterzogen. Diese Beurteilung muss innerhalb von sechs Monaten durchgeführt werden und muss sich an der revidierten Gesetzgebung orientieren. Kommt die Neubeurteilung zu einem rentenablehnenden Entscheid, müssen umgehend Integrationsmassnahmen eingeleitet werden. Der Anspruch auf Rente entfällt mit sofortiger Wirkung. Der Rechtsweg bleibt gewahrt. Ausgenommen von der Neubeurteilung sind Rentnerinnen und Rentner, welche über 55-jährig sind.
Antrag der Minderheit
(Gutzwiller, Borer, Bortoluzzi, Guisan, Hassler, Parmelin, Scherer Marcel, Stahl, Triponez)
Bst. d
Streichen
Ch. II
Proposition de la majorité
Let. a
Adhérer au projet du Conseil fédéral
Let. b
Biffer
Let. d
d. Si quatre ans après l'entrée en vigueur de la loi le taux d'invalidité reste supérieur à 4,5 pour cent, le Conseil fédéral présente un rapport proposant le renforcement des mesures incitatives prévues aux articles 18 et 18a de la loi. Il se prononce en particulier sur l'introduction d'un modèle axé sur BU 2006 N 405 l'obligation pour les entreprises d'employer un quota minimal de personnes bénéficiant de mesures ou de prestations de l'AI.
Proposition de la minorité
(Bortoluzzi, Borer, Dunant, Hassler, Parmelin, Scherer Marcel, Stahl)
Let. c
c. Après l'entrée en vigueur de la 5e révision de l'AI, toutes les décisions de l'AI prises ces cinq dernières années avant l'entrée en vigueur de la 5e révision de l'AI et dans le cadre desquelles respectivement une maladie ou un accident dont la causalité n'était pas claire a justifié une rente seront soumises à une nouvelle évaluation. Cette évaluation doit avoir lieu dans un délai de six mois et doit être effectuée selon la législation modifiée. Si cette nouvelle évaluation conduit au refus de la rente, il convient de prendre immédiatement des mesures de réinsertion. Le droit à la rente est supprimé avec effet immédiat. Les voies de droit sont garanties. La nouvelle évaluation ne concerne pas les rentiers AI âgés de plus de 55 ans.
Proposition de la minorité
(Gutzwiller, Borer, Bortoluzzi, Guisan, Hassler, Parmelin, Scherer Marcel, Stahl, Triponez)
Let. d
Biffer
Bst. c - Let. c
Bortoluzzi Toni · Mit-M · Consiglio nazionale · Zurigo · Gruppo dell'Unione democratica di Centro
Ich beantrage Ihnen hier mit einer Minderheit die Überprüfung von bestehenden Renten auf fünf Jahre zurück. Es ist ja offensichtlich: In den vergangenen Jahren haben Rentenzusprechungen in der IV Einzug gehalten, die nicht gesetzeskonform sind. Anders ist die Entwicklung bei den seit 1990 gestiegenen Rentenzahlen nicht zu erklären. Es hat in diesem Zeitraum praktisch eine Verdoppelung stattgefunden. Wir haben dazu einmal einen Expertenbericht erhalten. In diesem Expertenbericht wird als zentrale Erkenntnis festgehalten: "Bis ins Jahr 2000 hatte die Aufsichtstätigkeit des BSV kaum eine Wirkung hinsichtlich eines einheitlichen Vollzuges der IV und gesetzeskonformer Leistungsentscheide. Trotz verstärkter Aufsichtstätigkeit des BSV seit 2000 ist die Wirkung nicht optimal." Das die zentrale Aussage eines Expertenberichtes.
Diese Revision wirft nun natürlich auch die Frage auf, wie diese heute klar sichtbaren Mängel der Vergangenheit einer Überprüfung unterzogen werden können. Der Bundesrat hat ja vor Inangriffnahme der 5. IV-Revision das Ziel einer 20-prozentigen Senkung der Rentenzugänge genannt. Es gab unter den professionellen Beschäftigten in der IV teilweise Empörung und Konsternation. Sie sagten, das sei eine Sozialabbaumentalität des Bundesrates. In der Zwischenzeit können wir feststellen: Die Zahl der Zugänge ist innert zwei Jahren ohne Revision um 18 Prozent zurückgegangen. Ein besserer Beweis dafür, dass Renten zugesprochen wurden, die eine genaue Überprüfung verdienen, kann wohl nicht erbracht werden.
Ich habe in den vergangenen zwei Jahren zuhauf Beispiele gesehen, die zeigen, dass es eben notwendig ist, eine solche Überprüfung vorzunehmen. Ich kann Ihnen mindestens ein Beispiel noch vorlesen; das Papier ist kürzlich bei mir eingetroffen. Es geht um eine junge ledige Frau, 25-jährig, aus dem Kosovo, die seit einem Jahr 100-prozentige IV-Rentnerin ist. Ich kann hier aus dem IV-Dossier zitieren: "Die psychogene Störung wird als kulturell geprägte Ausdrucksform von Belastungen im persönlichen und sozialen Bereich angesehen." Was spricht gegen eine Besserung des Gesundheitszustandes dieser Frau? Gemäss IV-Dossier sind dies "die nicht geglückte Integration in die Arbeitswelt und in die Schweiz, das Rollenvorbild des Vaters mit IV-Berentung, die soziale Akzeptanz im familiären und kulturellen Umfeld, die Verleugnung psychosomatischer Zusammenhänge, die schlechte Schlafhygiene - dauerndes nächtliches Zusammensein mit Landsleuten". Das ist ein Beispiel einer Frau, das vor einem Jahr zu einer 100-prozentigen IV-Rente geführt hat! Solche Beispiele, die ich zuhauf gesehen habe, haben mich auch veranlasst, diesen Antrag zu stellen, einmal die Rentenzusprechungen der vergangenen fünf Jahre genauer unter die Lupe zu nehmen.
Mein Antrag zielt darauf ab, dort, wo eine Eingliederung und Massnahmen noch erfolgversprechend sein könnten, diese Möglichkeit zügig einer Überprüfung zu unterziehen. Man hat mein Anliegen bereits in der Kommission mit der Begründung abgelehnt, dass dies zu aufwendig wäre. Ich bezweifle dies; denn es handelt sich vor allem um jene Fälle, bei denen eine unklare Kausalität vorliegt, die Zusammenhänge zwischen medizinischer Begründung und Arbeitsunfähigkeit also nicht klar gegeben sind. Es sind diese Fälle, die angesehen werden müssen. Die IV-Stellen sind zweifellos in der Lage, diese Abgrenzung vorzunehmen und die Untersuchung auf diese Fälle zu beschränken. Wenn ich Ihnen heute so zugehört habe, gehe ich jetzt davon aus, dass es ja nicht gerade 10 000 oder 20 000 Fälle sind, sondern doch eher weniger. Es würde sich lohnen, einmal diese Praxis der vergangenen fünf Jahre genauer unter die Lupe zu nehmen.
Janiak Claude · P-M · Consiglio nazionale · Basilea-Campagna · Gruppo socialista
Die CVP-Fraktion teilt mit, dass sie den Antrag der Minderheit ablehnt.
Schenker Silvia · Mit-F · Consiglio nazionale · Basilea-Città · Gruppo socialista
Am liebsten würde Herr Bortoluzzi diese Dossiers wohl selber durcharbeiten und selber beurteilen, ob eine Rente gerechtfertigt ist oder nicht.
Die Minderheit Bortoluzzi verlangt, dass nach dem Inkrafttreten der 5. IV-Revision sämtliche Verfügungen der letzten fünf Jahre, bei welchen eine Krankheit beziehungsweise ein Unfall unklarer Kausalität Ursache der Berentung war, neu beurteilt werden sollen. Dieser Antrag stellt eine ganz Reihe von Problemen. Ich beschränke mich auf deren zwei, die ich Ihnen kurz darstellen möchte:
Das erste Problem liegt in der Formulierung "eine Krankheit beziehungsweise ein Unfall unklarer Kausalität". Herr Bortoluzzi verwendet diese Formulierung häufig und gerne. Sie wird mir aber durch die Wiederholung nicht wirklich klarer. Was ist eine Krankheit unklarer Kausalität? Könnte es sein, dass für Herrn Bortoluzzi damit alle psychischen Krankheiten gemeint sind? Wenn das so wäre, müsste man sagen, dass Herr Bortoluzzi vielen Menschen massives Unrecht zufügt. Psychische Krankheiten sind Krankheiten, genauso wie eine Grippe eine Grippe ist. Die Symptome lassen sich vielleicht nicht mit einem exakten Messinstrument wie mit einem Fieberthermometer messen. Aber es gibt gute diagnostische Möglichkeiten. Herr Bortoluzzi kennt sie nicht, das ist ihm auch nicht vorzuwerfen. Vorzuwerfen wäre ihm aber, wenn er psychisch kranke Menschen diskriminieren würde. Noch schwieriger würde es, wenn man entscheiden müsste, was ein Unfall unklarer Kausalität ist. Ihrer und meiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, was Herr Bortoluzzi damit meinen könnte. Ich bin aber schon der Meinung, dass eine Formulierung in einem Gesetz den ausführenden Organen Klarheit bringen sollte.
Das zweite Problem beim Antrag der Minderheit Bortoluzzi liegt in der Anzahl der Revisionen, die damit ausgelöst würden. Eine flächendeckende Revision, wie sie verlangt wird, würde viel zu viele Kräfte binden, die für bessere, zukunftsgerichtete Arbeiten dringend notwendig sind.
Ich bitte Sie, den Antrag der Minderheit Bortoluzzi abzulehnen.
Ruey Claude · Mit-M · Consiglio nazionale · Vaud · Gruppo radicale liberale
Le groupe radical-libéral vous demande de ne pas soutenir la proposition de la minorité Bortoluzzi et d'en rester au projet du Conseil fédéral. Cette proposition vise à faire "tabula rasa" des décisions prises par l'AI ces cinq dernières années, ou plutôt les cinq dernières années avant l'entrée en vigueur de la 5e révision de l'AI - on verra quand elle sera en vigueur - et de le faire dans les six mois qui suivent son entrée en vigueur.
Cette proposition de minorité est en fait l'application à titre rétroactif d'une législation nouvelle. Or la règle juridique de base veut que l'on applique le principe de rétroactivité d'une BU 2006 N 406 loi ou de certaines dispositions législatives lorsque la nouvelle législation peut être plus favorable à une personne, en l'occurrence à l'assuré AI. C'est le principe de la "lex mitior" que tous les juristes connaissent.
En fait, ce n'est pas le cas ici puisque précisément la nouvelle loi entend durcir quelque peu les conditions d'accès à l'AI et entend se focaliser sur le principe que l'activité ou la réintégration de la personne handicapée prime la rente. C'est un changement qui n'est pas forcément favorable. Dès lors, on appliquerait le principe de rétroactivité négativement, ce qui, en français fédéral, me paraît pour le moins "fraglich", c'est-à-dire douteux. Bien sûr, la question de revoir systématiquement toutes les décisions prises ces dernières années est compréhensible et correspond à un certain bon sens puisqu'on a vu qu'il semblait qu'il y avait une inflation de décisions favorables.
Mais si elle possède des côtés séduisants, cette proposition est en réalité disproportionnée et même inutile.
Disproportionnée, cette proposition l'est, car il est difficilement envisageable de revoir les dossiers d'environ 100 000 personnes et d'éventuellement les corriger en six mois. Même si je veux croire que les fonctionnaires de l'AI ont une capacité de travail importante, il semble que la démarche soit pourtant surhumaine dès lors qu'il faudrait pouvoir traiter 800 cas par jour, ce qui est tout de même difficile! Je doute personnellement que Monsieur Bortoluzzi souhaite augmenter le nombre de fonctionnaires pour traiter le nombre de cas. En tout cas, pour ma part, je me refuse à vouloir augmenter le nombre de fonctionnaires.
D'autre part, traiter de nombreux cas en si peu de temps laisse la porte ouverte à toutes les contestations et à une multitude de recours auprès des tribunaux parce que, immanquablement, le travail risque d'être bâclé. Cela créerait une surcharge inutile pour les tribunaux. Je pense que nous ne voulons pas non plus de cela.
De plus, Monsieur Bortoluzzi le sait sans doute, bon nombre des rentes qui ont été accordées durant ces cinq dernières années ne sont pas des rentes entières. Il faudrait, par conséquent, s'attendre aussi à ce que certaines demi-rentes ne soient pas revues seulement à la baisse, mais éventuellement à la hausse et deviennent des rentes entières, ce qui n'est pas forcément la volonté de l'auteur de la proposition.
Finalement, une donnée importante ne doit pas nous échapper, c'est que le droit en vigueur prévoit déjà, à l'article 17 LPGA et à l'article 87 RAI, une révision des cas tous les trois ans, ce qui semble largement suffisant. Dès lors, une forme de surexamen, opéré dans la hâte et dans les difficultés administratives que je viens de citer, n'apportera en fait aucun avantage.
Ce sont les raisons pour lesquelles je vous invite à rejeter la proposition de la minorité Bortoluzzi.
Stahl Jürg · Mit-M · Consiglio nazionale · Zurigo · Gruppo dell'Unione democratica di Centro
Die SVP-Fraktion unterstützt die Minderheit. Es nützt nichts, wenn einzig aufgrund einer vertieften Analyse eine Feststellung gemacht wird und keine konsequente Reaktion erfolgt. Alle Fraktionen haben die besorgniserregende Zuwachsrate in der Invalidenversicherung in der Eintretensdebatte genannt. Alle haben das als mehr als kritisch beurteilt und aufgrund von diversen Statistiken Massnahmen gefordert. Nicht mehr alle Fraktionen haben dann in der Folge in den vergangenen fünfzehn Stunden den dringend notwendigen Massnahmen zugestimmt, um die IV aus der Notfallstation entlassen zu können. Jetzt sind wir an einem Punkt, wo wir tatsächlich zeigen können, ob unsere Sorge über den Zustand der IV wirklich ehrlich gemeint ist.
Die Minderheit fordert eine Überprüfung der IV-Verfügungen der letzten fünf Jahre. Frau Kollegin Schenker, wir wollen das nicht selber machen, dafür gibt es Experten. Schwerpunktmässig sollten vor allem positive Rentenentscheide mit Krankheiten oder Unfällen unklarer Kausalität konsequent unter die Lupe genommen werden. Verschiedene Rednerinnen und Redner haben bereits darauf hingewiesen - aus meiner Sicht als Vorwand -, es gebe keine Kategorie unklarer Kausalität. Der Bundesrat - ohne ihm vorgreifen zu wollen - wird dies auch sagen; er hat dies auch schon in der Kommission getan.
In Tat und Wahrheit geht es aber um eine andere Fragestellung: Wollen wir, oder wollen wir nicht? Wollen wir handeln für die substanzielle Gesundung dieser wichtigen Säule der Sozialwerke, oder wollen wir nur Betroffenheitsbezeugungen von uns geben, wenn wir Berichte und Fälle medial zur Kenntnis nehmen müssen? Wenn beim Parlament oder bei der Kommission ein Wille zur Überprüfung vorhanden wäre - und da appelliere ich an jene, die sagen, wir könnten dies aus zeitlichen Gründen nicht tun -, dann verstehe ich nicht, warum Sie nicht sagen: Wir lassen der Verwaltung oder den IV-Stellen zwei Jahre Zeit, um dies zu tun.
Aber es ist wichtig, dass wir das in kurzer Zeit machen, weil bei einer Rückgängigmachung der Rente nach einer zu langen Zeitspanne eine Integration in die Arbeitswelt kaum mehr möglich ist. Wenn Sie es wirklich ernst meinen, müsste die Kategorie der medizinisch nicht klaren Kausalität geschaffen werden. Ich habe hier eine Liste mit einer - aus meiner Sicht - grossen Anzahl neuer Krankheitsbilder, welche zumindest in IV-Verfahren den Ausschlag für den Einstieg in die Invalidität gegeben haben: soziale Phobie, Internetsucht, Übergewicht, Menopause, Weichteilrheumatismus, Schlafstörungen, Hyperaktivität, starkes Schwitzen, Entwurzelungssyndrom usw.; es gibt noch mehr Beispiele. Ich bin der Meinung, dass wir Verantwortung wahrnehmen, indem wir genau diese Kategorie überprüfen. Sonst sind wir nämlich nicht glaubwürdig, nachdem wir jetzt, eben mit dieser Revision, die nötigen Instrumente geschaffen haben.
Der Minderheitsantrag Bortoluzzi macht mit einem entsprechenden Willen und mit einem auf eine gewisse Zeit beschränkten Mehraufwand durchaus Sinn. Diese Überprüfung kann zu einem nicht zu unterschätzenden Erfolg führen. Explizit ausgenommen sind Rentenentscheide für über 55-jährige Personen. Bei klarer Kausalität ist der Antrag auch nicht mit einem Mehraufwand für die entsprechenden IV-Stellen verbunden, weil die Sachlage klar ist.
Die SVP-Fraktion bittet Sie, der Minderheit Bortoluzzi zu folgen und damit ein klares Zeichen auch gegenüber denen zu setzen, die in den vergangenen Jahren das System arg überstrapaziert haben.
Teuscher Franziska · Mit-F · Consiglio nazionale · Berna · Gruppo dei Verdi
Es ist ja nicht so, dass ich mit Herrn Ruey in diesem Parlament häufig einig bin. Aber dieselben Argumente, die Herr Ruey gegen diesen Antrag der Minderheit angeführt hat, wollte ich in meinem Votum auch erwähnen. Von daher kann ich es kurz machen.
Die Minderheit Bortoluzzi vermutet hinter jedem Rentenbezug einen Missbrauch. Nichts anderes ist die Motivation dafür, dass man sagt, man möchte alle Renten, bei denen die Kausalität nicht ganz klar ist, nochmals überprüfen, alle Renten, die in den letzten fünf Jahren gesprochen wurden - und das alles noch in sechs Monaten. Für mich und die grüne Fraktion ist das ein völliger Blödsinn, was hier vorgeschlagen wird.
Herr Stahl hat gesagt, man würde das mit den Experten machen. Es sei nicht die SVP, die das machen würde, sondern es seien die Experten in den Bundesämtern. Ich denke, das ist ein weiteres Misstrauensvotum gegenüber den Beschäftigten in der Bundesverwaltung. Sie gehen davon aus, dass diese Leute Zeit hätten, innerhalb von sechs Monaten alle diese Dossiers zu bearbeiten, wie das die Minderheit verlangt.
Ich möchte wissen, was dieser unnötige und unsinnige Vorschlag kostet. Die Renten werden ja in den Fällen, die nicht ganz eindeutig sind, sowieso regelmässig überprüft und angepasst. Für die grüne Fraktion spricht aus diesem Antrag ganz klar das Misstrauen, das die SVP allen Rentenbezügerinnen und Rentenbezügern gegenüber immer wieder äussert.
Wir bitten Sie, diesen Minderheitsantrag nicht zu unterstützen.
Couchepin Pascal · BR-M · Consiglio federale · Vallese
Plusieurs chiffres ont été évoqués. On peut parler d'un chiffre minimum de 80 000 BU 2006 N 407 rentes qui devraient être révisées dans un délai de six mois si cette disposition était adoptée. Simplement, nous n'aurions pas le personnel nécessaire ou alors, il faudrait travailler à la manière du tribunal militaire d'une république bananière: condamnation à mort ou acquittement!
Ce n'est pas comme ça qu'on veut faire les choses. Dans un Etat de droit, on doit laisser toutes ses chances à la personne concernée et, si on révise, on révise et comme, je crois, l'a dit Monsieur Ruey, on doit aussi accepter éventuellement de revoir à la hausse. Et quand on doit décider à une telle vitesse et dans un délai aussi court, le danger de commettre des erreurs dans les deux sens est possible.
Ensuite, vous allez probablement faire un gigantesque programme d'impulsion pour les tribunaux, qui n'en ont pas besoin. Vous allez "ensabler" les tribunaux qui, comme chacun le sait, vivent dans la quiétude, qui assurent une bonne jurisprudence, et vous allez les rendre nerveux, ce qui n'est pas très bon et est dangereux pour la sécurité du droit.
Par contre, où Monsieur Bortoluzzi a raison, c'est que, naturellement, il faut revoir périodiquement les cas et les décisions. Quant à la décision qu'il a évoquée tout à l'heure - on va essayer de retrouver ce cas dans le procès-verbal: naturellement que des décisions de ce type doivent être révisées. La pratique actuelle des offices AI est basée sur les articles 17 LPGA et 87 du règlement de l'AI. Elle prévoit que les rentes sont révisées dans un délai de trois à cinq ans. Alors, la disposition générale existe; faut-il, tout d'un coup, dans une immense opération, revoir en six mois 80 000 cas ou faut-il, dans le sens de ce que veut Monsieur Bortoluzzi - et je partage son souci - peut-être revoir plus rapidement - c'est une discussion opérationnelle - un certain nombre de rentes qui paraissent peut-être justifier une nouvelle appréciation?
Toutes les mesures extrêmes et précipitées dans un système social, surtout lorsqu'elles sont basées sur des motivations larges, aboutissent à des erreurs et à des décisions qui ruinent la confiance dans l'institution. Or, que signifie l'expression utilisée dans la proposition de la minorité Bortoluzzi, à savoir "une maladie .... dont la causalité n'était pas claire"? Qu'est-ce qu'une maladie dont la causalité n'est pas claire?
Monsieur Stahl a évoqué toute une série de nouveaux noms attribués à des maladies. Il est vrai que d'année en année, on qualifie tel ou tel symptôme de maladie, qui est baptisée d'un nom nouveau. Mon Dieu, il était élégant d'avoir des vapeurs au début du XIXe siècle, les dames tombaient en pâmoison, on leur mettait des sels sous le nez et elles revenaient à elles! Cette maladie a disparu, en tout cas plus personne ne tombe en pâmoison dans mon entourage, je ne mets pas des sels sous le nez des personnes qui m'entourent, mais d'autres maladies sont apparues. Chaque civilisation a des maladies d'un certain type, elles ont des noms différents; mais l'important, c'est qu'elles existent. Alors, évoquer de nouveaux noms de maladie ne dénote pas que l'on soit plus laxiste que par le passé.
Je vous invite à renoncer à cette opération, mais à accepter l'idée qu'il faut accélérer la révision des rentes, et on peut faire cela sur la base des dispositions actuelles.
Wehrli Reto · Mit-M · Consiglio nazionale · Svitto · Gruppo popolare-democratico
Die Kommissionsminderheit hat hier zum Zweihänder gegriffen. Bei allem Verständnis für das Bedürfnis, komplexe Probleme einfach zu lösen: So geht es wohl nicht. Ich nenne sieben Gründe:
1. Der Begriff "unklare Kausalität" - man hat es selber schon eingeräumt - ist eben selber unklar. Die Übergangsbestimmung enthält auch keine Norm der Delegation an den Bundesrat, damit er diesen völlig unklaren Begriff allenfalls definieren könnte. Bei der zu erwartenden Rechtsmittellawine gegen die Revisionsentscheide würden somit die Richter entscheiden, was darunter zu verstehen sei. Juristenfutter statt Rechtssicherheit wäre das Ergebnis. Aus diesen Gründen genügt auch ein reiner Willensappell nicht, wie er von Herrn Stahl vorgetragen worden ist. Das hiesse nämlich, die ganze Vorlage in diesem Punkt auf ein gesinnungsethisches Abstellgeleise zu schieben.
2. Halten wir uns das Geschäftsvolumen vor Augen. Die IV-Stellen fällen pro Jahr über 400 000 Leistungsentscheide. Zu den rund 50 000 erstmaligen Rentenentscheiden - davon sind etwa 42 Prozent negativ - kommen nochmals rund 50 000 Revisionsverfahren. Es gibt hier ganz klar ein logistisches Problem: Da ja die IV-Stellen bei Annahme eine per Gesetz zeitlich klar bestimmte Bearbeitungsfrist für die Revisionen haben, werden sie alle anderen Geschäfte liegen lassen müssen. Das ist offensichtlich nicht sinnvoll.
3. Die Bearbeitung innert sechs Monaten ist gar nicht immer möglich. Vergessen wir nicht: Die Eingliederung kann in der IV schneller als heute vonstatten gehen, wenn die IV-Stellen die Eingliederungsfälle grosszügiger und summarischer behandeln und bewusst das Risiko eingehen, dass halt auch einmal eine Person mit einem geringeren Gesundheitsschaden berufliche Massnahmen erhält. Die Prüfung der Rentenfrage aber - vergessen wir das nicht - ist auch nach der 5. IV-Revision zeitaufwendig, weil komplex, anspruchsvoll und von hoher finanzieller Relevanz. Unsauberes Arbeiten bringt entweder viele Renten oder dann eine Prozesslawine, da sich die Versicherten ein quasi standrechtliches Verfahren nicht werden gefallen lassen.
4. Eine Anpassung der laufenden Renten an die neue Rechtslage bei gleichbleibendem Sachverhalt würde zu einer unzulässigen echten Rückwirkung des neuen IVG führen. Das ist rechtsstaatlich nicht haltbar und würde wiederum Richterrecht en masse provozieren.
5. Das BSV kann die IV-Stellen auch ohne gesetzliche Grundlage anhalten, den Revisionszyklus zu beschleunigen und dazu das dafür notwendige zusätzliche Fachpersonal bewilligen. In jenen Fällen, in denen sich der Sachverhalt verändert hat, kommen die neuen Normen zur Anwendung.
6. Die neuen Verfahrensvorschriften sowie die neuen Eingliederungsinstrumente kommen unmittelbar ab Inkrafttreten zur Anwendung. Es ist also so oder so davon auszugehen, dass sich der Revisionsmodus ändert und mithin auch im Rahmen der Revision bessere Eingliederungsresultate und hoffentlich Rentenreduktionen erzielt werden können. Dafür braucht es aber keinen Minderheitsantrag.
7. Der Antrag Bortoluzzi läuft Gefahr, kontraproduktiv zu sein. Wenn sich nämlich das Gleiche einstellen würde wie bisher, riskieren wir, dass nach der Revision mehr Renten gesprochen werden als zuvor. Da hilft auch der vorgesehene Text nichts, wonach die neuen Bestimmungen in den Revisionsfällen anzuwenden wären. Das zeigt die bisherige Statistik. Genau so ein Eigentor wollen wir Herrn Bortoluzzi als bewährtem Vorstopper des FC Nationalrat, aber auch der ganzen IV ersparen.
Ich bitte Sie deshalb, dem Antrag der Minderheit nicht stattzugeben.
Janiak Claude · P-M · Consiglio nazionale · Basilea-Campagna · Gruppo socialista
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Minderheit .... 53 Stimmen
Dagegen .... 113 Stimmen
Bst. d - Let. d
Gutzwiller Felix · Mit-M · Consiglio nazionale · Zurigo · Gruppo liberale-radicale
Wir sind ja hier sozusagen im Schlussspurt, und ich darf Ihnen nochmals ganz kurz vor Augen führen, warum wir Sie bitten, diesen Antrag der Kommissionsmehrheit zu streichen.
Er bezieht sich selbstverständlich auf die Debatte, die wir hier gestern schon geführt haben, nämlich auf die Frage: Braucht es Zwangsquoten in der Wirtschaft, um die Reintegration am Arbeitsplatz zu fördern? Sie haben mit einer klaren Mehrheit gesagt, dass es solche Zwangsquoten nicht brauche. Sie haben gesagt, es brauche die Motivation; Zwangsquoten würden diese eher behindern. Sie haben ebenfalls gesagt, die Firmen hätten hier teilweise schon erkannt, dass sie ihre Verantwortung wahrnehmen müssen. Das ist die Grundlage für diesen Entscheid.
Sozusagen hinterher zu kommen und zu sagen, dass es doch Quoten brauche oder dass der Bundesrat doch über Quoten nachdenken müsse, wenn die Invaliditätsquote nicht weiter gesenkt werden könne, ist im Lichte des gestern BU 2006 N 408 Morgen Gesagten sicher zumindest unlogisch. Wir haben klar gesagt - und ich glaube, das ist unbestritten -, diese Quoten könnten sogar kontraproduktiv sein; wir haben sie klar abgelehnt. Weshalb denn jetzt eine halbe Kehrtwendung machen und sagen, dass es diese Quoten allenfalls eben doch brauche? Ich möchte mich auch ganz besonders an die Parlamentarierinnen und Parlamentarier der CVP-Fraktion wenden, die ja sehr klar ausgeführt haben, warum die Wirtschaft keine Zwangsquote braucht, und über den Kommissionssprecher bekundet haben, sie möchten hier der Mehrheit Folge leisten. Ich möchte Sie ganz klar bitten: Wenn man vorher konsequent war und gesagt hat, man komme ohne Quoten für die Wirtschaft aus, dann soll man das hier auch sein. Auch in zwei, drei Jahren wird die Begründungslage nicht anders sein, als sie gestern gewesen ist. Auch dann würde man nicht auf Zwangsquoten, sondern auf andere Massnahmen zurückgreifen wollen.
Bleiben Sie also kohärent und logisch mit dem, was Sie gestern entschieden haben, und lehnen Sie den Antrag der Mehrheit ab.
Robbiani Meinrado · Mit-M · Consiglio nazionale · Ticino · Gruppo popolare-democratico
On l'a assez répété durant ces deux jours. Cette révision vise expressément à réduire le nombre de nouvelles rentes. Cet objectif est poursuivi en particulier par l'adoption d'une stratégie et d'instruments de réinsertion bien plus structurés par rapport à la situation actuelle. Il s'agit d'une orientation qu'on ne peut que partager, une orientation d'ailleurs qui introduit des éléments novateurs d'une importance particulière.
Mais, si on adopte ce point de vue, il est donc naturel que tant les objectifs que les instruments adoptés et introduits dans la loi soient soumis à une évaluation approfondie après une période raisonnable d'application. Au cas où la réduction du nombre des nouvelles rentes estimée par le Conseil fédéral ne serait pas atteinte, il serait tout à fait logique et conséquent qu'on se pose la question d'un renforcement des instruments qui permettent de réaliser une meilleure réinsertion des personnes menacées d'invalidité. Dans ce contexte, il serait indispensable de regarder tout particulièrement du côté des entreprises.
En effet, si cette révision met un grand accent sur le rôle des offices AI et sur l'implication des assurés, il faut admettre qu'elle ne le met pas avec la même intensité sur le rôle et l'implication des entreprises. Donc, au cas où on n'atteindrait pas cette diminution des nouvelles rentes, on ne pourrait que se pencher à nouveau sur la recherche et l'identification des mesures qui peuvent renforcer la participation des entreprises dans l'offre de places de travail aux personnes menacées d'invalidité. D'abord, il devrait s'agir de mesures incitatives. On vient d'introduire de tels instruments. Je pense aux articles 18 et 18a, mais il est possible qu'ils ne soient pas suffisants.
Dans une telle analyse de mesures favorisant un rôle accru des entreprises, on ne pourra toutefois pas éviter de réfléchir à nouveau à la question des quotas. Il serait justifié que cette alternative soit au moins approfondie et que le Conseil fédéral se prononce à nouveau de manière explicite sur cet instrument. Je ne comprends donc pas pourquoi Monsieur Gutzwiller est tellement obsédé par la question des quotas et veut empêcher le Conseil fédéral d'approfondir à nouveau l'examen de cet élément pour le cas où les instruments actuels ne devraient pas se révéler suffisants. Si on prend au sérieux les objectifs visés par cette révision, la disposition transitoire en discussion ne peut que constituer le prolongement naturel de la volonté précise d'atteindre ces mêmes objectifs.
Donc, le groupe PDC soutiendra la proposition de la majorité de la commission.
Goll Christine · Mit-F · Consiglio nazionale · Zurigo · Gruppo socialista
Herr Gutzwiller, Sie haben vorhin mit Ihrem Auftritt hier vorne und Ihren Aussagen zu diesem Mehrheitsantrag in unseren Reihen einen Lachanfall provoziert. Sie haben hier im Brustton der Überzeugung verkündet, es würde bei dieser Bestimmung der Mehrheit um die Einführung einer Zwangsquote gehen - das glauben Sie ja selber nicht, Herr Gutzwiller. Ich bitte Sie wirklich zu lesen, was im Antrag der Mehrheit steht. Wenn schon, kann die zahnlose Bestimmung, die hier jetzt als Übergangsbestimmung am Schluss eingeführt wurde, nur präventive Wirkung haben. Die Bestimmung bei Buchstabe d dieser Übergangsbestimmung verlangt nämlich nichts anderes, als dass der Bundesrat einen Bericht vorlegen muss, wenn vier Jahre nach Inkrafttreten dieses Gesetzes die IV-Quote noch über 4,5 Prozent liegen sollte. Der Bundesrat soll einen Bericht vorlegen, in dem er Vorschläge auflistet, und zwar Vorschläge mit sogenannten Anreizmassnahmen. Damit ist noch nichts beschlossen.
Noch einmal, Herr Gutzwiller, ich bitte Sie, hier wirklich nicht die Tatsachen zu verdrehen, sondern davon zu sprechen, was dieser Mehrheitsantrag überhaupt will.
In unseren Augen ist es eine zahnlose Bestimmung - eine zahnlose Bestimmung deshalb, weil wir immer noch davon überzeugt sind, dass es, wenn schon, in diesem Gesetz griffige Massnahmen bräuchte, dass es, wenn schon, konkrete Fördermassnahmen für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung bräuchte, und zwar ganz einfach deshalb, weil Integration ohne Arbeitsplätze nicht zu haben ist.
Wir werden bei diesen Übergangsbestimmungen mit der Mehrheit stimmen, auch wenn diese Bestimmung längst nicht das will, was wir mit der Verpflichtung von Arbeitgebern in diesem Gesetz wollten.
Ich bitte Sie deshalb, ebenfalls dem Antrag der Mehrheit zuzustimmen.
Bortoluzzi Toni · Mit-M · Consiglio nazionale · Zurigo · Gruppo dell'Unione democratica di Centro
Ich möchte Sie namens der SVP-Fraktion bitten, den Antrag der Mehrheit abzulehnen. Wenn die Revision nach vier Jahren nicht greift, ist nicht eine Schuldzuweisung ohne Kenntnis der nach vier Jahren vorliegenden Resultate vorzunehmen, sondern dann ist eine neue Revision ins Auge zu fassen, unter Einbezug all der Fehler, die möglicherweise passiert sind. Es ist nicht ganz unberechtigt, wenn man sagt, diese Vorlage sei mit Unsicherheiten behaftet. Dies zu sagen hat seine Berechtigung, weil die Vorlage neue Wege beschreitet und weil die Revision nur funktioniert, wenn die IV-Stellen und die Ärzte gewillt sind, das Motto "Eingliederung vor Rente" anzuwenden und durchzusetzen. Die Massnahmen sind mit dem notwendigen Einsatz der betreffenden Personen zu vertreten. Das bedingt eine geänderte Ausrichtung der Arbeit der Versicherung.
Der Prämienzahler darf von den Empfängern der Prämie eine Leistung erwarten, die hinausgeht über die Verwaltung des Problems und die Feststellung, ob die Ausbezahlung einer Rente in Aussicht zu nehmen ist und ob Bemühungen für eine Eingliederung zu leisten sind. Das sind neue Elemente, die Aufnahme in diese Vorlage gefunden haben. Die Aufnahme dieser Elemente in die Vorlage bedingt, dass die IV-Stellen - die Beauftragten - sie auch umsetzen, und zwar in einer anderen Art und Weise, als sie bis heute Vorgaben umgesetzt haben. Es ist nicht Aufgabe des Arbeitgebers, die Sache auszubaden, wenn der Versicherer und die Beauftragten schlechte Arbeit geleistet haben. Dieser Antrag sagt eigentlich nichts anderes: Egal, was geschieht, am Schluss wird entschieden, dass die Betriebe Quoten, Zwangsmassnahmen oder was auch immer dann folgt zu erleiden haben. Wenn es nicht funktioniert - wie gesagt, entsprechende Befürchtungen sind nicht ganz unberechtigt, eine gewisse Gefahr besteht -, ist eine neue Revision unter Einbezug aller Probleme vorzunehmen.
Wir lehnen es aus diesem Grund übrigens vorläufig auch ab, neue Gelder zu sprechen. Es scheint nicht angebracht, Mittel zu sprechen, ohne die Resultate dieser Revision zu kennen. Wir wollen eine klare Verbesserung. Es muss der Beweis erbracht werden, dass die Gesetzesänderungen und die Massnahmen, die ergriffen worden sind, tauglich sind. Es braucht eine verbesserte Eingliederung und eine Reduktion der Zahl der Neurenten um 20 Prozent, wie sie der Bundesrat in Aussicht gestellt hat. Es brauchen keine vorweggenommen Verpflichtungen der Arbeitgeber konstruiert zu werden. Diese Revision muss weder mit neuen bleibenden BU 2006 N 409 Mitteln noch mit Anstellungsverpflichtungen zu einem späteren Zeitpunkt abgesichert werden.
Dieser Antrag ist verfehlt. Er ist verwerflich, weil er zum Ausdruck bringt, dass die Ziele nicht mit Konsequenz und Engagement erreicht werden sollen, und es scheint uns klar zu sein, dass man nicht mit einem Anstellungszwang mangelnde Leistung der Versicherung irgendwann später kompensieren lassen kann.
Ich bitte Sie, diesen Einschub ins Gesetz - in den Übergangsbestimmungen - zu streichen und damit der Minderheit zuzustimmen.
Janiak Claude · P-M · Consiglio nazionale · Basilea-Campagna · Gruppo socialista
Die FDP-Fraktion teilt mit, dass sie dem Antrag der Minderheit zustimmt.
Couchepin Pascal · BR-M · Consiglio federale · Vallese
Le Conseil fédéral vous invite à soutenir la minorité.
Nous avons eu, au cours de ces deux jours derniers, plusieurs débats sur les quotas. Je crois que tout a été dit sur ce sujet. Vous avez, à une claire majorité, repoussé l'idée d'introduire les quotas. Ils reviennent ici par une porte dérobée, par le biais de cette disposition qui voudrait inciter, sinon forcer, le Conseil fédéral à introduire des quotas si le taux d'invalidité est supérieur à 4,5 pour cent.
4,5 pour cent de quoi? Le texte devrait au moins dire "4,5 pour cent de la population active". La population active est une notion qui est statistiquement définie, mais pas extrêmement précise.
Nous sommes, aujourd'hui, à un peu plus que 4,5 pour cent. Au cours des années qui viennent, le pourcentage va encore augmenter, même si on réussit, tout simplement parce que ces dernières années, beaucoup plus de rentes ont été accordées qu'il y a quinze ou vingt ans. Par conséquent, le "stock" de rentiers est plus jeune que dans le passé, et peu d'entre eux, par rapport à ceux qui sont entrés dans la "corporation", vont sortir de l'AI au cours des prochaines années. Partant, nous avons un fort "volume" de rentiers qui progressent vers l'âge de sortie de l'AI et, même si nous réduisons le nombre de nouvelles rentes, le nombre global des rentiers va continuer à augmenter au cours des années qui viennent. De la sorte, même si on réussit, au-delà de nos espoirs, à réduire le nombre de nouvelles rentes, le taux de 4,5 pour cent sera dépassé au cours des années prochaines.
Il ne s'agit pas de se demander si ce sera le signe d'un échec ou d'un succès. Ce sera un succès ou un échec en fonction d'autre chose. Le nombre des rentiers va dépasser 4,5 pour cent. C'est peut-être dans dix ou quinze ans qu'il pourra commencer à diminuer si nous réussissons. C'est pour cela que toute cette opération se fera sur la très longue durée et qu'une décision qui serait prise après quatre ans serait totalement fausse.
J'ajoute que certains ont depuis le début systématiquement évité de prendre acte du fait que cette assurance était une assurance universelle. Ce n'est pas une assurance-perte de gain, mais une assurance universelle. Toute une série d'invalides ne le sont pas devenus à cause du stress, d'un accident de travail ou des circonstances liées à l'économie; ce sont des gens nés avec un handicap ou qui, au cours de leur vie préactive, ont eu une maladie ou un handicap ou alors qui n'ont jamais travaillé mais sont devenus invalides: ils ont droit à l'assurance.
Dans d'autres pays, je le répète, l'assurance-invalidité est une assurance-perte de gain et, dans ces pays-là, il y a naturellement une incitation à faire davantage porter aux employeurs la responsabilité de l'augmentation du nombre des personnes à l'invalidité. Continuer à répéter que les employeurs doivent être rendus responsables si le nombre des invalides augmente est, sinon totalement, du moins en grande partie faux. Les employeurs, je le dis pour la dernière fois puisqu'on arrive au bout de l'examen du projet, ont intérêt à diminuer le nombre d'invalides parce qu'ils paient des cotisations importantes au deuxième pilier. Ils sont déjà soumis à une pression de ce point de vue.
Je connais un entrepreneur qui m'a dit que, parmi les conditions d'un bonus aux cadres de son entreprise, il y a le niveau d'invalidité, le nombre de nouvelles rentes accordées durant l'année précédente. Cet entrepreneur est conscient que si les invalides sont plus nombreux dans son entreprise, il paiera beaucoup plus au deuxième pilier et il a intérêt à investir pour éviter cela.
Donc, je crois que cette solution de la majorité est une tentative de se donner faussement bonne conscience.
Wehrli Reto · Mit-M · Consiglio nazionale · Svitto · Gruppo popolare-democratico
Auch diese Bestimmung ist wieder vom Grundgedanken "Eingliederung vor Rente" geprägt.
In diesem Zusammenhang stand immer wieder der Vorwurf im Raum, die Arbeitgeberschaft würde zu wenig in die Pflicht genommen, da ihre Massnahmen auf freiwilliger Basis beruhen. Wir haben diese Diskussion beispielsweise bei den Artikeln 18c oder 71a geführt. Tatsache ist auch, dass sich die Kommissionsmehrheit gegen die Einführung von irgendwelchen Bonus-Malus-Systemen innerhalb der IV wendet, dies vor allem auch aus dem Grund, weil der Kommission keine machbaren und wirkungsvollen Modelle präsentiert werden konnten.
Wenn nun aber die Invaliditätsquote respektive die Rentenquote nach vier Jahren immer noch über einem Anteil von 4,5 Prozent der erwerbstätigen Bevölkerung liegen sollte, dann soll der Bundesrat ex lege einen Bericht dazu vorlegen müssen. Der Bericht soll der Frage nachgehen, wie die Arbeitgeberschaft in die Pflicht genommen werden kann, falls die neuen und für die Arbeitgeber freiwilligen Anreizmassnahmen nichts fruchten.
Der Text der Übergangsbestimmung ist klar: Der Bundesrat kann kein derartiges Modell einführen, er muss aber dem Parlament Entscheidgrundlagen auf den Tisch legen. Diese Verpflichtung zur Berichterstattung ist keineswegs hemmend für die schweizerische Wirtschaft, wird aber sicher das Nachdenken über das Problem fördern. Mit dem heutigen Artikel 68 des IVG hat der Bund überdies die rechtliche Grundlage, diesen Bericht über die IV zu finanzieren.
Insgesamt also ist dies sicher keine unlogische Sache, wie von Herrn Gutzwiller vorgetragen, und politisch wohl nicht so ganz falsch. Insgesamt handelt es sich um einen kleinen Schritt, der punkto Verpflichtung der Arbeitgeber gemacht werden kann. Machen wir diesen Schritt mit allen Vorbehalten.
Die Kommissionsmehrheit empfiehlt die Annahme ihres Antrages zu Buchstabe d.
Votazione
| Gruppo | Sì | No | Ast. |
|---|---|---|---|
| Gruppo dell'Unione democratica di Centro | 0 (0 %) | 46 (100 %) | 0 (0 %) |
| Gruppo socialista | 43 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Gruppo liberale-radicale | 1 (3 %) | 33 (97 %) | 0 (0 %) |
| Gruppo popolare-democratico | 14 (58 %) | 9 (38 %) | 1 (4 %) |
| Gruppo dei Verdi | 13 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Non iscritto | 4 (67 %) | 2 (33 %) | 0 (0 %) |
| Gruppo PEV/UDF | 3 (60 %) | 2 (40 %) | 0 (0 %) |
| Totale | 78 (46 %) | 92 (54 %) | 1 (1 %) |
Sì: Proposta della maggioranza
No: Proposta della minoranza (Gutzwiller)
Übrige Bestimmungen angenommen
Les autres dispositions sont adoptées
Die Beratung dieses Geschäftes wird unterbrochen
Le débat sur cet objet est interrompu