25.7297
Heure des questions. Question Candinas Martin. Enseignement des langues nationales. Le Conseil fédéral est-il disposé à intervenir ?
Baume-Schneider Elisabeth · BR-F · Consiglio federale · Giura
Die Mehrsprachigkeit ist ein Wesensmerkmal der Schweiz. Ihre Pflege ist eine zwingende Voraussetzung für den nationalen Zusammenhalt. In verschiedenen Kantonen gibt es Forderungen nach einem Abweichen von der Sprachenstrategie. Der Bundesrat verfolgt die Diskussionen zum Sprachunterricht sehr aufmerksam. Eine unmittelbar effektive Konsequenz der geäusserten Forderungen ist bislang nicht erkennbar. In Anbetracht der Entwicklungen werde ich zeitnah eine Delegation der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren (EDK) treffen. Der Bundesrat hat im Jahr 2016 die Änderung des Sprachengesetzes sistiert. Er vertraut darauf, dass die Kantone ihrer Verantwortung weiterhin nachkommen. Dieser Weg hat sich bisher bewährt. Sollte der Sprachenkompromiss aber effektiv erodieren, hat der Bund die Möglichkeit, einzugreifen und die Stellung der Landessprachen in der obligatorischen Schule und die Harmonisierung des Unterrichts sicherzustellen.
Candinas Martin · Mit-M · Consiglio nazionale · Grigioni · Il Gruppo del Centro. Alleanza del Centro. PEV.
Frau Bundesrätin, Sie haben gesagt, die Verständigung in den Landessprachen gehöre zum Wesensmerkmal der Schweiz und der Bundesrat beobachte die Diskussion weiter. Sehen Sie aber auch, dass der Druck auf die Landessprachen in den Kantonen massiv zugenommen hat und der Bundesrat entsprechend wohl intervenieren muss?
Baume-Schneider Elisabeth · BR-F · Consiglio federale · Giura
Merci beaucoup, Monsieur le conseiller national Martin Candinas. Oui, nous observons la pression de certains cantons, en particulier en Suisse alémanique, pour remettre en question le compromis pour l'apprentissage des langues. D'ailleurs, en Suisse alémanique, on dit "Fremdsprachen" et je dis toujours que le français et l'italien sont des "Landessprachen", tout comme le romanche d'ailleurs. Actuellement, certains cantons remettent donc en question l'ordre dans lequel on apprend le français et l'anglais, mais pas seulement : surtout, ils pensent à les introduire à l'école secondaire. Concernant cet élément, le Conseil fédéral estime qu'il doit intervenir, parce qu'il ne s'agit pas seulement de questions pédagogiques, mais d'une question relative au vivre-ensemble et à nos identités mutuelles, complémentaires sur les plans linguistique et culturel.