Schutzplan Natur- und Kulturobjekte
Piano di protezione · Basadingen-Schlattingen
Documento
- Numero
- 79
- Tipo
- Piano di protezione
- Sottotipo
- Oggetti culturali
- Comune
- Basadingen-Schlattingen
- Cantone
- Turgovia
- Livello
- Comune
- Autorità
- Bauverwaltung Gemeinde
- Approvato da
- DBU
- Procedura
- Genehmigung Ersterlass
- Adottato
- 19 lug 2002
- In vigore dal
- 19 lug 2002
Carta
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Testo
EXEu~PlAR ARP TG Politische Gemeinde Basadingen-Schlattingen
Schutzplan der Naturund Kulturobjekte Bestimmungen
Vom Gemeinderat beschlossen am: 17. April 2002
De~:tmann G. Frank KANTON THURGAU DEPARTEMENT FÜR BAU UND UMWELT 8500 FRAUENFELD
Vom Departement für Bau und Umwelt genehmigt mit Entscheid Nr. J~. am: }~ ..
J .. ZCOZ-
Wer durch den Schutzplan und die zugehörigen Bestimmungen berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse hat, kann während der Auflagefrist beim Gemeinderat, 8254 Basadingen schriftlich und begründet Einsprache erheben.
Politische Gemeinde Basadingen-Schlattingen: Schutzplan der Natur- und Kulturobjekte, 17.04.02
2
A. Allgemeines
Art. 1 Erhaltungsgebot
Eigentümer geschützter Objekte sowie andere daran dinglich Berechtigte haben diese zu erhalten und zu pflegen (vgl. § 4 NHG) 1 •
Art. 2 Beiträge,
Für Pflegebeiträge und Abgeltungen kommunal geschützter Objekte ist
Abgeltungen
das Beitragsreglement zum NHG 2 massgebend.
Eingriffe in Objekte
Art. 3 1 Eingriffe in Objekte, die nach §§ 10, 12 oder 16 NHG geschützt sind,
bedürfen einer Bewilligung. Unterhalt und Pflege im üblichen Rahmen sind davon ausgenommen (vgl. § 7 NHG). 2
Das Bewilligungsgesuch ist dem Gemeinderat einzureichen. Das Be-
willigungsverfahren richtet sich sinngernäss nach den entsprechenden Bestimmungen des Planungs- und Baugesetzes. (vgl. § 7 NHG). 3 Die Bewilligung ist zu erteilen, sofern die angestrebten Eingriffe den Zielen und Vorschriften für den Schutz des betreffenden Objekts nicht zuwiderlaufen und keine anderen Vorschriften des eidgenössischen und kantonalen Rechtes oder des Zonenplans verletzen. Eingriffe sind schonend auszuführen (vgl. § 8 Abs. 1 und 2 NHG). 4 Lässt sich eine Beeinträchtigung geschützter Lebensräume nicht vermeiden, hat der Verursacher für angemessenen Ersatz zu sorgen (vgl. § 8 Abs. 3 NHG und Art. 4 dieser Bestimmungen).
B. Naturobjekte
Art. 4 Ersatzprinzip
1 Mit der Erteilung der Bewilligung nach § 7 NHG legt die Bewilligungsbehörde auch Art und Ausmass eines allfälligen Ersatzes im Sinne von § 8 Abs. 3 NHG fest (vgl. § 35, Abs. 1 NHV3 ) 2
ln Ausnahmefällen, namentlich wenn eine Neuanlage gleichartiger Le-
bensräume nicht sinnvoll oder möglich ist, kann der Ersatz in Form einer Geldleistung erfolgen. Diese ist aufgrund einer ökologischen Gesamtwürdigung festzulegen und hat zumindest den Kosten für die Wiederherstellung oder für angemessene Ersatzmassnahmen zu entsprechen. 3 Die kommunalen Einnahmen gehen in den Fonds für Natur- und Heimatschutzbelange (vgl. Art. 4 Beitragsreglement zum NHG). 1
Kantonales Gesetz zum Schutz und zur Pflege der Natur und der Heimat vom 8. April 1992, Stand 1. April 2002
2
Beitragsreglement für den Erhalt, die Förderung und die Pflege der Natur und der Heimat
3
Kantonale Verordnung zum Gesetz zum Schutz und zur Pflege der Natur und der Heimat vom 29. März 1994, Stand: 1. April 2002
Politische Gemeinde Basadingen-Schlattingen: Schutzplan der Natur- und Kulturobjekte, 17.04.02
3
C. Kulturobjekte
Art. 5 Schutzumfang
1 Die im Schutzplan bezeichneten Kulturobjekte sind vorerst nur generell unter Schutz gestellt. Der genaue Schutzumfang wird im Rahmen des Bewilligungsverfahrens für einen Eingriff in das geschützte Objekt unter Abwägung der öffentlichen und privaten Interessen festgelegt (vgl. dazu
Art. 3
dieser Bestimmungen). 2 Allfällige Neu- und Ersatzbauten sind nach Art. 25 BauR4 zu erstellen. Ausnahmen sind möglich mittels Gestaltungsplan oder wenn eine architektonisch bessere Lösung vorgeschlagen wird.
D. Schlussbestimmungen
Art. 6 Sanktionen
Allfällige Sanktionen bei Missachtung kommunaler Schutzbestimmungen von Natur- und Kulturobjekten richten sich nach den §§ 25 und 26 NHG.
Art. 7 lnkrafttreten
Der Schutzplan und die vorliegenden Bestimmungen treten mit der Genehmigung durch das Departement für Bau und Umwelt in Kraft.
Anhang:
- Begriffsdefinition Hecke -Allgemeine Pflegehinweise -Allgemeine Bedingungen und Auflagen für Beiträge - Liste der geschützten Naturobjekte gemäss Schutzplan - Liste der geschützten Kulturobjekte gemäss Schutzplan
4
Baureglement der Politischen Gemeinde Basadingen-Schlattingen
,
Politische Gemeinde Basadingen-Schlattingen: Anhang zum Schutzplan der Natur- und Kulturobjekte, 17.04.02
4
Anhang zu den Bestimmungen zum Schutzplan der Natur- und Kulturobjekte
Begriffsdefinition Hecke Als Hecken gelten in Anwendung von Art. 23 Abs. 1 der landwirtschaftlichen Begriffsverordnung des Bundes vom 7. Dezember 1998 (LBV) grössenteils geschlossene, wenige Meterbreite Gehölzstreifen, die vorwiegend aus einheimischen und standortgerechten Stauden, Sträuchern oder Bäumen bestehen.
Allgemeine Pflegehinweise Markanter Einzelbaum: Keine Pflege notwendig. Nach Abgang Ersatz durch einheimischen, standortgerechten Baum. Hecken und Feldgehölze: • maximal ein Drittel der Gesamtlänge am Stück auf den Stock setzen. • Dornensträucher und langsam wachsende Gehölze stehen lassen, allenfalls zurtickschneiden. • Einzelne Ast- und Steinhaufen sowie Totholz erhöhen die Strukturvielfalt • Heckenschnitt während. der Vegetationsruhe. Grünland- oder Streueflächenstreifen "Pufferstreifen" an Bächen: • Abschnittweise Mahd und Strukturen wie Asthaufen verschaffen der Tierwelt Rückzugsmöglichkeiten. • Schnittgut zur Ausmagerung des Standorts abführen.
Allgemeine Bedingungen und Auflagen für Beiträge von Naturobjekten gernäss § 13 NHV soweit nicht durch Bewirtschaftungsvertrag anders geregelt: 1. auf artenreichen, extensiv genutzten Wiesen, Streueland, Hecken und Feldgehölzen dürfen keine Dünger und Pflanzenschutzmittel ausgebracht werden; 2. auf artenreichen, extensiv genutzten Wiesen sind nur Mähnutzungen zugelassen; sie müssen jährlich mindestens einmal gemäht und das Schnittgut muss abgeräumt werden; der erste Schnitt darf in der Regel nicht vor dem 15. Juni vorgenommen werden; 3. das Streueland darf in der Regel nicht vor Anfang September geschnitten werden; die gebietsspezifischen Eigenarten sind beim Festlegen des Schnitttermins zu berücksichtigen.
05.09.01 /wz, Rev. 22.11 .01 , 29.05.02
Politische Gemeinde Basadingen-Schlattingen: Anhang zum Schutzplan der Natur- und Kulturobjekte, 17.04.02
Liste der geschützten Naturobjekte .. Die Nummern entsprechen denjenigen der Naturinventare Bassdingen (1996) und Schlaftingen (2000) I
Basadin~en
Schlattingen
ObJekttyp
Nr. *
Aumame
Nr. *
Flurname
Hecke, Feldgehölz
2 4 5 7 13 19 21
Horbi
14 15 18 23 25 26 28 29 31 41 42 43 45 46 48 49 50 54 60
Azenwis
Horbi Chli Langihart Wickenacker Trottenacker Rotenbuck EuoeschbOel
22
Grebenacker
24 31 37 38
Finsterbuck Gupfen Lehmgrube Grüt Chuoelisriet
44
Einzelbaum (Standort)
47
Guggenbüel
48
Haldenacker
49 51 52 58 59 60 62 65 67 3 70
Haldenacker Choler Haldenacker BrünneIi SchlatteQg Boden
Hangried Weiher Bach
53 16 8 ' 10 34 26,40
Stocki Bluetbuck Steigbüel Moosbuck Heerenweo Bättlerbuck l Eggenrain Eggenrain '
Eggenrain
1
Eoqenrain
' Egg Eggstieg Egostieg Steig Pfaffenschlappen Ueterenbuck
62 64
Bebach
10 24 51 55
Sandgrube Halden
Stücklenen
Hohrain Eschenbuck Wettertanne Horbi Murtenlinde Schulhaus Tongrube Basadingen
I
Magerwiese
Goloch
Fridhag
36
Grubenbiotop
Junkernboden/Grund
Guggenbüel
Kiesgrube Breitbüel Kiesqrube Rotlenbuck Nord Sandgrube Rotlenbuck
4
Wiesenrüti
Chatzenbach
i 22
Furtbach
. Geisslibach
! 27
Geisslibach
· Sachtelen
I Müllerwis '
I
5
Politische Gemeinde Basadingen-Schlattingen: Anhang zum Schutzplan der Natur- und Kulturobjekte, 17.04.02
Liste der geschützten Kulturobjekte *Die Nummern entsprechen denjenigen der Hinweisinventare alter Bauten und Ortsbilder im Kt. Thurgau
Ortsteil Basadingen Nr. • Objekt (Nutzungen gem. Hinweisinventar), "Name"
Bewertung
45
Katholisches Pfarrhaus
besonders wertvoll
46
Ehemals Waschhaus/Schopf, heute Garage und Schopf
wertvoll
48
Paritätische Kirche St. Martin
besonders wertvoll
55
Evangelisches Pfarrhaus
wertvoll
63
Wohnhaus mit Stallscheune "Rotes Haus"
wertvoll
70
Doppelte Stallscheune
wertvoll
71
Säge
wertvoll
Doppelwohnhaus
wertvoll
84
Wohnhaus "Zum Königshof"
wertvol l
86
Waschhaus
wertvoll
124
Wohnhaus mit Stallscheune
Südbau wertvoll
127
Wohnhaus mit Wirtschafts- und Gästezimmertrakt "Schwanen"
wertvoll
Doppelwohnhaus
wertvoll
81 /82
132/134
Wohnteil wertvoll
144 Wohnhaus mit Stallscheune 145/453 Wohnhaus mit angebauter, ehemaligerTrotte
wertvoll
175 Wohnhaus mit Stallscheune "Franzosenhor
wertvoll
180 Wohnhaus mit Stallscheune und angebauter Garage
Wohnhaus wertvoll
184 Wohnhaus mit Wirtschaftsteil
Scheune wertvoll
187 Wohnhaus mit Schopf
wertvoll
196 Ehemalige Trotte
wertvoll
197 Wohnhaus mit Stallscheune
Scheune wertvoll
204 Schulhaus
wertvoll
208 Wohnhaus mit Stallscheune "Zum Rebstock"
wertvoll
210 Wohnhaus mit Wirtschaftsteil
wertvoll
212 Wohnhaus mit ehem. Stallscheune "Storchenhof"
wertvoll (nur Hauptbau)
216 Wohnhaus mit doppelter Stallscheune
Wohnteil wertvoll
220 Gemeindehaus
-
I
wertvoll
224 Wohnhaus mit Scheune
wertvoll
230 Wohnhaus m it ehemaliger Stallscheune
wertvoll
232 Wohn- und Geschäftshaus, ehemaliges Schulhaus
wertvoll
240/241 Wohnhäuser
wertvoll
6
Politische Gemeinde Basadingen-Schlattingen: Anhang zum Schutzplan der Natur- und Kulturobjekte, 17.04.02
Nr. • Objekt (Nutzungen gem. Hlnwelsinventar), .,Name"
Bewertung
242 Wohnhaus mit Stallscheune
wertvoll
243 Wohnhaus mit Stallscheune
Wohnhaus und Scheune wertvoll
264 Wohnhaus
wertvoll
268 Wohnhaus
wertvoll
269 Keller
wertvoll
7
Ortsteil Schlattingen Nr. • Parz.-Nr.
Objekt (Nutzungen gern. Hinwelslnventar), .,Name"
Bewertung
1
94
Wohnhaus
wertvoll
2
95
Wohnhaus
wertvoll
6
97
Wohnhaus
wertvoll
8
16
Reformierte Kirche
besonders wertvoll
9
92
Kirchgemeindehaus
wertvoll
10
90
Wohnhaus mit Stallscheune
wertvoll
19/21
80
Woh nhaus mit Stallscheune mit klassizistischer ge-
wertvoll
stalteter Fassade
I
Doppelwohnhaus mit Stallscheune
wertvoll
70
Wohnhaus mit Wirtschaftsteil und Schopfanbau
wertvoll
41
86
Doppelte Stallscheune
wertvoll
55
113
Wohnhaus mit Stallscheune
wertvoll
26/27
71 /70
30
62/64
121 / 122 Wohnhaus mit Stallscheune, Nr. 64 ehemaliges
I I
wertvoll
Schulhaus
'
L
I
Doppelwohnhaus mit Stallscheune
wertvoll
28
Wohnhaus mit Wirtschaftsteil
wertvoll
85
27
Wohnhaus
Wohnteil wertvoll
87
25
Wohnhaus
wertvoll
90
24
Wohnhaus mit Stallscheune
wertvoll
97/99
5/7
Doppelwohnhaus
' wertvoll
104
8
Spritzenhaus
wertvoll
1os I
-
9
Schulhaus
wertvoll
114
21
Wohnhaus
wertvoll
145
125
ehemaliges Schlachthaus
wertvoll
153
114
Wohnhaus mit Stallscheune
wertvoll
67/68
49/53
82
I -
--
Basi legali
RB 450.1 · TG NHG · Cantone
RB 450.11 · TG NHV · Cantone
SR 451 · NHG · Confederazione
SR 451.1 · NHV · Confederazione