Maiholzstrasse

Piano d'utilizzazione speciale · Frauenfeld

Documento

Numero
2261
Tipo
Piano d'utilizzazione speciale
Sottotipo
Piano delle linee d'arretramento
Comune
Frauenfeld
Cantone
Turgovia
Livello
Comune
Approvato da
RRB
Procedura
Genehmigung Änderung
Adottato
27 dic 1949
In vigore dal
27 dic 1949

Carta

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File

Testo

{jiERUNGSRAT DES KANTONS THURGAU PROTOKOLL

Staatsarchiv Thurgau Nr. J

vom

27 • ])eprjber ~949 •

1

00 \380

Nr.

226.1..

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Der S-tad:tra:t haaen:!eld tm'terbreitet dem Regierunge·rat drei Bebawmgspläne :rur die Gebiete Karzdor:!, Ergata. und W~els~e~ - Mühletobel - Speicner. Allgemein ist zu. aagen, dass ein Bebatmngsplan nich-t al.:le lO Jahre geändert werden sollte; denn er ist ein rechtliebes Instrument, das dem Grundeigentümer ·varpfl.ichtungen and Beschränkungen · a~erlegt.

1. Der :frühere Bebauungsplan des Gebietes MU.hl.etobel - Wiel.ateinstraase - Speicher war erst im Jahre 1937 gene.bmi.gt worden. Jetzt liegt aeb.on wieder ein neu.er Plan vor, der aber nu.r einen Teil dea al.ten, genehmigten Pl.anes um:fasat. Wie da.s Stadtbelamt dem B&trl.luJpektorat m:f:tgeteil~ bat, s.ollen al.le diej ezdgen Baulinien, di.e 1m neu.en P1.an nicht mehr enth.a:lten sind; au:!gehoben werden. Der Stadtrat schreibt aber nichts daTon, dasa er dies 'v erlange. Der Regierungsrat kann daher J.ed18lich diejenigen Banlinien atdh.sben, fi1r di.e ein neuer, beaaerer Bebau.ungspl.an vorliegt. Der nene P1an um:fasst die J.enderang der Banlinien an der Ster.nwartestrasse, indem die Fortsetzung derselben ~ nördiichen Teil etwas mehr östlich abg~t wird, u:m. die Steigung erträglicher za gestalten. Die grosse Liegenecha:rt Kappel.er wird ~eht ..m- in drei ~eile aufgespalten, sondern bleibt 1m anteren !eU intakt an4 wird nur noch vom neuen llä;erfeldweg, der at1Ch mehr dOt Terrain angepasst wird, durchzogen.

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Aehrenwag und Kleefeldetrasse sind besser dem Terrain angepasst und die Langwieeatraeae erhält eine Yortaetzung nach dem Mühletobel. Tahrend aber im Plan 1937 die Quartieretrassen zwischen Langwiesetrasse und Speicherweg mehr südliche Richtung au:fweieen, erhalten die neu~ Strassen schlechtere Besonnnng :für die anstoseenden Häuser, weil aia· mehr naoh Osten abgedreht worden sind. Die güJaatigeren Längenprofile sind demnach au:f Kosten der besseren Beeonnung der Nelib&uten erreicht worden. Die neue Mühletobelstrasse ist wesentlich stärker gekrümmt, dafür durchschneidet sie den Mühletobelwald nicht mehr. Ihre Einmündung in die Wielateinstrasse ist lllll 130 m. östlich verlegt worden, womit das Durchschneiden des Südhanges vermieden werden konnte. Während im genehmigten Bebauungsplan 1937 als Fmrteetzung der Algieeerstrasee eine 6.00 m breite neue Strasse mit Trottoir bis hinauf' zur Einmiindung der Mühl.etobeletrasee. projektiert war, lri.rd im jetzigen Plan nur ein 3.00 m breiter Fuaeweg mitten duxch die HäueerblBcke bia zur Verbindungsstrasse Langwie9ell8trasee - MHhl.etobelweg geführt, dsmi. t die Baublöcke nicht zu lang werden und beaeer ausgenützt werden können. Die neuen StrassenzUge sind gegenüber 1.937 wesentlieh schmäler projektiert. Man merkt, dass ihr Entwurf in eine Zeit fiel, in welcher der Autoverkehr atark reduziert war. Während :früher 6.00 m Strassenbreite als notwendig era~­ tet worden ist, sind diese Masse auf 5.00 m reduziert worden. Trottoire bestehen nur noch an der verlängerten Sternwartestrasse und am Verbindungaw.g Neuhauser-Speiaheretrasee. Der Mühletobelweg (Salomonaweg) 81"bält nur noch 5.00 a Vermarkungabreite ohne ~rottoir.

- 3 Die Baulinienabstände sind nicht geändert worden. Si!!! betragen im Minimum 4.00 m, auf der Sonnenseite bis 10 m. Längs des ~ussweges ist die nördliche Baulinie ebenfalle doppelt so weit von der Ve:markung entfe:rn.t, als auf der Schattenseite. "'ä.hrend im genehmigten Plan an der M""tihletobel•trasse eben:talla Baulinien genehmigt worden sind, wird heute auf solche verzichtet. Eine nur 5.00 m breite Gemeindestrasse darf keinen Seitengraben innert dieser Breite aufwei'Ben, weil das gesetzliche Minimum für Ge-. meindeatrassen 4.20 m beträgt. Die Seitengräben müssen 90 cm Breite haben; also hat die Strassenvermarkung 4.20 m + 2 x 0.90 m = 6.00 m zu betragen. Nun können aier die Strassengräben durch Siekarleitungen ersetzt werden, womit die Vermarkungsbrei te reduziert werden kann. Es sind deshalb bei diesen 5.00 m breiten Strassen überall Siekarleitungen bergwärts anzubringen, damit aie dem Gesetz entspreahen. Im ~ühletobel ist die Strassenverbreiterung von 1937 nicht mehr eingezeichnet; es gilt deshalb auch hier noch der alte Plan 1937. Im unteren Verlaufe ist die neue Strasse von der Sehrenzehaide bis zum Schranzeweg um 4.5Q a südwärts versohoben und der Verbindungsweg zum Schulhaua wird in der Steigung auf 10 % reduziert; dafür mündet er direkt in die Wielsteinstrasse, sodass die Eigentümer der beiden Grundstücke 30811 und 307 noch drei Häuaer mit Blick gegen Süden erstellen können. 2. Der neue Plan für daa Quartier Erpten ist ala Er-tz der alten Pläne 1936 erstellt. Die seinerzeit projektierte Umgehungsstrasse Frau~eld musste an den Rand von Kurzdorf verlegt 11!8rden; ihre Einlnündung beim "Schönenhof" in die ZUreherstrasse fällt 118g, •11 dieN Autoatrasee bis Wiese\iangen nördlich der Bahn verläuft.

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Die im Jahre ~936 projektiertEm, achachbrettsrtigen Strassenanlagen werden ersetzt durch eine neue KI.ookein..;. teilung, unter Ve:rmeidtm.8 der rlelen EinmUDdungen von Qua:rtiarat:raasen in die ZUrc-herst:rBsBe. Die Wannen:fe~d­ straese wird über den Staudenweg hinaus verlängert.

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Während 1m ~ten Plan all.e Strassen ein Trot'toir besitzen, wird neuerdings darauf verzichtet und ny.r die Strasse längs der Bahn, der Hase:lweg und die Eibens1;:raap se erhalten einen Geh-.g. Da:rur sind wohnb8utechniscb.e Die Vorteile einer reichlichen :Beecnnung durch grösaer. .B&uJ..inienabstände nordseits der Strasse berücksichtigt. Neu ist die Verlängerung der Talac-kerstrasse über die Bahn mit einer Ausbaubreite von 9.00 m Fahrbahn und zwei Trottoirs von je 2.00 .m Breite. Diese neue Strasse vermi tte~ t den Verkehr des Junkhol.zquartiers mit der Siedlung Burgerholz und in Richtung Seha:ffhauaen.

Die verpönten 45-grä.digen Abechrägungen der Baul.inien sind durc-h flaChere, dafUr doppelt so lange Abschrägangen ersetzt. Diese A.enderung erfolgte wohl deshalb, weil diaee 45-grädigen Abschrägungen dem A.rehi tek:ten ein Dorn . im Auge sind •. Ea w1.:rd übersehen, dass beilll Bauen ~ lteine Abschrägung notwalldig ist, IIOild.ern einfach ein Zurück:- · versetzen des Hauses auf" einen der beiden Eck:punkte, ._. sicher sc-höner aussieht, als ein l.ang88llles Zurückweichen der HällSer:f'lucht. Die Zuktm:!t 1firll wohl dae ergeben, _ . richtiger ist. SUdlieh der Zürc-herstrasse ist die 8ehU.tzCletraaae neu projektiert. Sie ist den Grt.mdatfioken gat angepasst, verschont die vorhandenen Gebäude und e:rmi'Sgl.icht g(inatige Baubl6cke. J.uch 1111 dieaer Strasae ist kein !lrottoir vorge..-u.

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Im .Tu:nkhol.z ist tmge:fähr parallel zur l!'lieders-traae eine Quartierstrasse projektiert, mit neaem Ansehl.ue IDl den Oberwilerweg. Sie ermöglicht zwei günstige Baublöcke und eine Bebauung des Hanges, wenigstene läugs der Straase. Neue Banlinien sind gezogen J.ä:cga dar ganzen l!'liederatrasse mi~ 10m Abstand auf der Sonnenseite und 5.00 a südlich.

An der parallelen neuen Blumenstrasse sind diese Baulinienabstände entsprachend der engeren Bebauung auf 7.00 a auf der Sonnenseite reduziert. ;. Dar Bebauung.spJ.an Kurzdorf ist umgrenzt nördlich dUrch die Auto-Uingehungsstraasa, östlich durch die !fhurstrassa u.ml ' . Laubgasse bis zur Bahn, südlich durch die Oberwiesenstrasse - Akazienweg - SBB und westlich durch die neue Weststrasse, Abendweg und Sonnanhofstrassa. Bemerkanswert an diesem Plan ist die mitten in dur Wohnquartieren befindliche 500 m lange und 150 m breita Grünzone, deren Rand wenigstens auf drei Sei tan noah bebaut werden darf; hingegen ist sie mit dem offenen Land westliuh der Weststrasse durch freien Blick verbmden. Ob hier ein Bat%Verbot allBgeaprocheB werden kann, ist allerdings fraglich. Der Stadtrat spricht sich darüber nicht aus, wohl. in Erwägung, dass zuerst ein Zcm.enpl.an ·erstellt werden muss. Bei der Au:flaga dar Pläne ist diese Grfinsou nicht vorbanden ge'MJsen, sondern nur die Strassenzüge u.nd Baulinien. Auch in diesem Plan sind die Quartierstrassen ohne fi'ottoirs projektiert. Da es Sache der Gemeinde ist, die Gemeindestrassen nach ihrer .luff'aaaung auszubauen, hat der Staat als Oberauf'aich1aorgan lediglich 4atUr zu sorgen, d.aas die Strassenbreiten dem Gesetz entsprechen,· cl.h.

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die :r:US'tigen Seitengraben entbal.ten, oder wo eol.che bei 5.00 • ve;rma.rk"ter Breite nicht möglieh sind, durch Siekerl.eitungen ersetzt werden. Die verl.egte Umgehungeatraaae von !Tauentel.d erforderte na~emäu eine neue Anpassung der al. ten BebaullJ!gapläne, wobei n.Uere A.nschauangen namentl.ieh beztlgl.ich 4ea Verkehrs berücksichtigt werden liBlssten. So s.:B. muaaten die vi.el.en t; nmiindllllßen von Querverbindungen in die Zflrcheratrasse reduziert werden; a:p.derseits er.fordem nette grosae Quartiere eine bessere Verbilldung miteinander. Olme aU.sdrücl::lichea Verlangen der Stadtvel.'11181. tung .t:ön. nen die :früheren BeballWlgapl.älla 1.9}6/37 von diesen Ge.~ ten aber nicht einfach aufgehoben werden. Ee müssen nur diejenigen Baul.ini.enpläne annulliert werden, die den nea aufgelegten wideraprechen.

Bei den 5.00 :m breiten ~ieratrasaen iat der Seitengrsben durch eine Sickerung su ersetzen. Es entspricht der neuern Tendenz, bei reinen Q.u.ar---

tieratraeaen an Breite und .A.usbaukoaten zu sparen. Dies l.äaat eich verantworten, wo keiD,erl.ei Durchgangeverkehr stattfindet oder zu erarten ist. Ob das hier sutri:!f", das zu belirteilen kann dem Stad:trat tlberl..assen werden, der ~ auch die Verantwortung Uiigt •. Um keine Irrtüm~r und Ungewi.aahei t auf'koTI!II8D zu aasen, wird dem Stadtrat empfohlen, Dach Durchftihru.ng der Regionalplanung {Zanenpl.an} (iber 4aa pumte Baugebiet der Gemeinde eine Kopie der gUl.tigen Pläne herstell.en zu lassen und diese dem Regierungerat mr Genehaigung vorsalegen. Es wird

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1. Jlle nea.en :Bebemmgaplline :rur ctie Gebiete Imhl..e"tekl. Yiel.ateinst:raaae - Speicher, Ergaten Wu1 Xurs4er:f · weri.en. unter Rillweia au:t cli.e in den JlotiYen paWPD"ten .Bedingangen 11114 Vorbeba].telll.· pnebmigt.

2 •.1lit'teilung an : 4& Stadtrat l"rauen:feld, 4aa Sta4tDeU8a11 :haulllde1d, clae Bimi'DIIIJekW:rat, 4as Stra111n- 1m4 Baa.depariem:en:t

an:ter J.nachlaaa der .Ikten.

Der Priaicl.mt dea ltagierungaratea:

c:?rc:Der Staataaobreiber: a. V. 1:1\r Sek :.-:t!.r