Verfügung AFW, 15.06.2023; Risch

Limite statico del bosco · Zugo

Documento

Tipo
Limite statico del bosco
Cantone
Zugo
Livello
Cantone
Approvato da
AFW
Adottato
15 giu 2023
In vigore dal
15 giu 2023

Carta

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20230615_VAFW_RI_Bannwald_mitPlan_geschwaerzt.pdfApri in una nuova scheda

Testo

Direktion des Innern Amt für Wald und Wild

Kanton Zug

Wald Waldfeststellung Gegenstand Gemeinde Standort Grundstücke Nr. AFW 56519

Waldfeststellung Bannwald, Horchmatt, Mattenhof Risch Bannwald, Horchmatt, Mattenhof, Koordinaten 2 674 569 / 1 220 865 81-83, 88-90 und 908, Gemeinde Risch

Das Amt für Wald und Wild,

gestützt auf Art. 10 Abs. 1 und 2 sowie Art. 13 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes über den Wald vom 4. Oktober 1991 (Waldgesetz, WaG; SR 921 .0), auf Art. 12 der Verordnung über den Wald vom 30. November 1992 (Waldverordnung, WaV; SR 921 .01), auf § 2 und 29 Abs. 1 Bst. a des Einführungsgesetzes zum Bundesgesetz über den Wald vom 17. Dezember 1998 (EG Waldgesetz; BGS 931 .1), auf Ziff. 1 b Abs. 1 Bst. b und m der Verfügung über die Delegation von Entscheidungsbefugnissen der Direktion des Innern an das Amt für Wald und Wild vom 21. Dezember2011 (Delegationsverfügung; BGS 153.714) sowie auf Kapitel L 4.1.6 des kantonalen Richtplans, Richtplantext Stand 29. Oktober 2020 (BGS 711 .31),

verfügt:

1.

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Die Waldgrenzen auf den Grundstücken Nr. 81, 82, 83, 88, 89, 90 und 908, Gemeinde Risch, werden gemäss Plan «Waldfeststellung Bannwald, Horchmatt, Mattenhof«, 1:1600, vom 19. April 2023 statisch festgesetzt.

2.

Die durch die vorliegende Waldfeststellung festgesetzten Waldgrenzen sind nach Rechts kraft der Verfügung durch die Gemeinde Risch im Zonenplan einzutragen und durch den Nachführungsgeometer im Plan für das Grundbuch nachzuführen.

3.

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

4.

Gegen diese Verfügung kann innert 30 Tagen nach Mitteilung beim Verwaltungsgericht des Kantons Zug, Postfach, 6301 Zug, schriftlich Verwaltungsgerichtsbeschwerde erho ben werden. Die Beschwerdeschrift muss einen Antrag und eine Begründung enthalten. Die angefochtene Waldabgrenzung ist genau zu bezeichnen. Die Beweismittel sind zu benennen und soweit möglich beizufügen.

Aegeristrasse 56, 6300 Zug T +41 41 728 35 22 www.zg.ch/afw

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Mitteilung an (inkl. Beilage):

5.

A-Post Plus: -

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Gemeinde Risch, Abteilung Planung / Bau / Sicherheit, Zentrum Dorfmatt, 6343 Rotkreuz

Zug, 15. Juni 2023

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ZUEA

Amt für Wald und Wild

Martin Ziegler Amtsleiter

Beilage: Plan «Waldfeststellung Bannwald, Horchmatt, Mattenhof», 1:1600, vom 19. April 2023 -

Versand:

1 5. Juni 2G23

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A. Sachverhalt: 1.

Die vorliegende Verfügung wird gestützt auf die folgenden Beurteilungsgrundlagen erlassen: - Luftbildaufnahmen (Orthofotos) aus den Jahren 1995, 2006, 2010, 2013, 2016 und 2019 (Quelle: Bundesamt für Landestopographie); - Luftbildaufnahmen (Orthofotos) aus den Jahren 2002, 2007, 2011 und 2022 (Quelle: GIS Kanton Zug); - Reliefkarte (swissALTI3D, Quelle: Bundesamt für Landestopographie); - Richtlinie für Waldfeststellungen des Kantons Zug (Fassung vom 1. April 2021); - Plan «Waldfeststellung Bannwald, Horchmatt, Mattenhof», 1:1’600, vom 19. April 2023.

2.

Gemäss Kantonsratsbeschluss vom 29. Oktober 2020 werden im Kanton Zug gestützt auf Art. 10 Abs. 2 lit. b WaG für das ganze Kantonsgebiet, d. h. auch ausserhalb der Bauzone, statische Waldgrenzen eingeführt (festgehalten in Kapitel L 4.1.6 des kantonalen Richtplans). Dies erfolgt fortlaufend für jeweils einzelne Gebiete. Vor diesem Hintergrund und aufgrund von Fragen zur Waldabgrenzung seitens einer betroffenen Eigentümerschaft leitete das Amt für Wald und Wild (AFW) im Gebiet Bannwald, Horchmatt, Mattenhof von Amtes wegen ein Waldfeststellungsverfahren ein. Konkret umfasst die Waldfeststellung den Bannwald (Bereiche, welche noch nicht über eine rechtskräftige statische Waldgrenze verfügen) sowie das kleine Gehölz südlich davon auf den Grundstücken Nr. 88 und 90.

3.

Die Waldabgrenzungen wurden durch Vertreter des AFW im Beisein der Eigentümerschaft der Grundstücke Nr. 81 und 88 im Gelände festgelegt und vermessungstechnisch aufgenommen (GNSS basierte Vermessung). Auf dieser Grundlage wurde der genannte Plan vom 19. April 2023 erstellt.

4.

Mit Schreiben vom 21. April 2023 wurden alle betroffenen Eigentümerschaften über das Waldfeststellungsverfahren informiert (direkt sowie indirekt betroffene mit Eigentum innerhalb des gesetzlichen Waldabstands von 12 Metern). Dem Schreiben wurde der genannte Plan vom 19. April 2023 beigelegt. Im Sinne des rechtlichen Gehörs wurde mit Frist bis 15. Mai 2023 die Gelegenheit zur schriftlichen Stellungnahme gewährt. Innert der gesetzten Frist gingen beim AFW keine Einwendungen zum Waldrandverlauf gemäss genanntem Plan ein.

B. Erwägungen: 1.

Nach Art. 10 Abs. 1 WaG kann, wer ein schutzwürdiges Interesse nachweist, vom Kanton feststellen lassen, ob eine Fläche Wald ist. Nach Art. 12 WaV hält die Waldfeststellungsverfügung fest, ob eine bestockte oder unbestockte Fläche als Wald im Sinne des Gesetzes gilt. Sie bezeichnet in einem Plan Lage und Ausmasse des Waldes sowie die Lage

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der berührten Grundstücke. Gemäss § 29 Abs. 1 Bst. a EG Waldgesetz i.V.m. Ziff. 1b Abs. 1 Bst. m der Delegationsverfügung ist das Amt für Wald und Wild für die Vornahme von Waldfeststellungen zuständig. 2.

Im vorliegenden Fall haben die betroffenen Waldeigentümerschaften zwar nicht um einen Waldfeststellungsentscheid ersucht. Das Waldfeststellungsverfahren ist vielmehr darin begründet, dass der Kanton Zug gestützt auf Art. 10 Abs. 2 lit. b WaG für das ganze Kantonsgebiet, d. h. auch ausserhalb der Bauzone, statische Waldgrenzen einführt (gemäss Kantonsratsbeschluss vom 29. Oktober 2020, festgehalten in Kapitel L 4.1.6 des kantonalen Richtplans). Mit der vorliegenden Waldfeststellungsverfügung werden zu diesem Zweck statische Waldgrenzen festgelegt. Das AFW erlässt den vorliegenden Entscheid somit von Amtes wegen.

3.

Der Plan «Waldfeststellung Bannwald, Horchmatt, Mattenhof» (Massstab 1:1’600, vom 19. April 2023) bezeichnet die im genannten Gebiet festgelegten Waldgrenzen. Der Plan ist integrierender Bestandteil dieser Verfügung. Die Verfügung bezieht sich ausschliesslich auf die Waldabgrenzungen, die im Plan ausdrücklich bezeichnet sind (rot gestrichelte Linien).

4.

Das Waldfeststellungsverfahren richtet sich nach § 2 EG Waldgesetz und die Waldfeststellungsverfügung wird gestützt auf § 2 Abs. 1 EG Waldgesetz im Amtsblatt publiziert.

5.

Gemäss Art. 13 Abs. 1 WaG werden Waldgrenzen, die wie vorliegend gemäss Art. 10 Abs. 2 WaG festgestellt worden sind, in den Nutzungsplänen eingetragen. Gemäss § 2 Abs. 3 EG Waldgesetz werden Waldgrenzen in den Plänen für das Grundbuch eingetragen. Diese Einträge bzw. die Nachführung der Waldfeststellung erfolgen demnach nach Abschluss des Waldfeststellungsverfahrens, d.h. nach Eintritt der Rechtskraft der vorliegenden Verfügung, durch die jeweils zuständigen Stellen.

6.

Im erstinstanzlichen Verwaltungsverfahren trägt die Partei, welche die Amtshandlung in ihrem eigenen Interesse beantragt, die Kosten des Verfahrens (§ 23 Abs. 1 Ziff. 1 des Gesetzes über den Rechtsschutz in Verwaltungssachen vom 1. April 1976 [Verwaltungsrechtspflegegesetz, VRG; BGS 162.1]). Im vorliegenden Fall wurde das Verfahren von Amtes wegen durchgeführt, weshalb auf die Erhebung von Verfahrenskosten verzichtet wird.

Waldfeststellung Bannwald, Horchmatt, Mattenhof

GS Nrn. 81, 82, 83, 88, 89, 90 2107 und 908, Gemeinde Risch 2106

605

2289

83

82

2066 2242

2241 1820 1819

81

1798 1799 1813 1794 1795

1784 1785

1800 1801

1810 1811

1808 1796 1809 1797 1793 1806 1807

1788 1789 1790

1540

1786 1787

79

975

859

869

2327

1161

1158

862

861

1107

881

916

909

1163 1164

905

911

74

926

75 1160

1162

2315

2218

1758

910

870

1159

1791

1824

1822

1818 1817 1862 1802 1816 1803 1815 1804 1805 1812 1814

1792

80

1821

1823

2309

73

994

1048 1050 1049 1783

1782

908

76

89

Statische Waldgrenze zu verfügen

88

Statische Waldgrenze rechtskräftig Wald gem. amtl. Vermessung bisher

78

Grundstückgrenze

Planformat A3

Ò

90

77

1:1'600 0

10

20 m

19.04.2023

Direktion des Innern Amt für Wald und Wild G-56519 Orthofoto: (c) 2022 Kanton Zug