Portée: Le traitement de cette décision par les juridictions ultérieures n’a pas été analysé.

BEK 2023 130

Präsidial

Rubrum

Kantonsgericht Schwyz

Verfügung vom 14. November 2023

Mitwirkend

Kantonsgerichtsvizepräsident Stefan Weber, Gerichtsschreiber Mathis Bösch.

In Sachen

A.________, Privatklägerin und Beschwerdeführerin,

gegen

1. Staatsanwaltschaft, 2. Abteilung, Postfach 1201, 6431 Schwyz, Strafverfolgungsbehörde und Beschwerdegegnerin, vertreten durch Staatsanwalt B.________, 2. C.________, Beschuldigter und Beschwerdegegner,

betreffend

Nichtanhandnahme Strafverfahren

(Beschwerde gegen die Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 3. Oktober 2023, SU 2023 5145);-

hat der Kantonsgerichtsvizepräsident,

Erwägungen

1.

Am 3. Oktober 2023 verfügte die Staatsanwaltschaft, gegen den beschuldigten Polizeifeldweibel betreffend Begünstigung und Amtsmissbrauch im Zusammenhang mit der Strafanzeige von A.________ vom 9. Mai 2023 keine Strafuntersuchung durchzuführen. Die Anzeigeerstatterin erhob am 7. Oktober 2023 gegen diese Nichtanhandnahme Beschwerde beim Kantonsgericht und liess sich zur innert Rechtsmittelfrist eingeräumten freigestellten Ergänzungs- bzw. Verbesserungsgelegenheit (KG-act. 2 Ziff. 2) erst am 17. bzw. 19. Oktober 2023 verspätet vernehmen (KG-act. 6 und 8). Die Staatsanwaltschaft überwies die Akten (KG-act. 4). Der Beschuldigte liess sich nicht vernehmen.

2.

Die Staatsanwaltschaft schloss in der angefochtenen Verfügung die Strafbarkeit des Beschuldigten in Erwägung der Tatbestandsvoraussetzungen des Amtsmissbrauchs und der Begünstigung sowie bezüglich weiterer Vorwürfe angeblich strafbaren Verhaltens begründet aus (angef. Verfügung E. 2). Mit diesen Erwägungen setzt sich die Beschwerdeführerin, wie ihr das schon mehrfach dargelegt worden ist (und ihr auch als Laiin zumutbar ist, vgl. etwa BEK 2022 85-88 vom 27. Juni 2022 E. 2), in all ihren Eingaben nicht ansatzweise in der erforderlichen Art und Weise auseinander (Art. 385 StPO). Sie rügt nur pauschal, der Staatsanwalt habe sie ignoriert, sie nicht befragt, keine Einvernahmen angeordnet und die Sache nicht festgestellt, wobei sie sich wiederum auf angebliche „Misshandlungen“ ihres Sorgerechts bzw. ihres „Gerechtigkeitssystems“ bezieht, die abseits des Themas der angefochtenen Nichtanhandnahmeverfügung liegen. Abgesehen davon, dass die von ihr verlangten Untersuchungsmass­nahmen die begründet abgewiesene Eröffnung einer Untersuchung voraussetzten, ist daher auf die offensichtlich ungenügend begründete und damit aussichtslose Beschwerde präsidial nicht einzutreten (§ 40 Abs. 2 i.V.m. § 41 Abs. 1 JG). Die unterliegende Beschwerdeführerin wird kostenpflichtig, zumal ihr Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege aufgrund der Aussichtslosigkeit abzuweisen ist (vgl. Art. 428 Abs. 1 StPO, Art. 136 StPO);-

Dispositiv

verfügt:

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 200.00 werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Strafsachen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden. Die Beschwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.

Zufertigung an die Beschwerdeführerin (1/R), den Beschwerdegegner (1/R) und die Staatsanwaltschaft (1/A an die 2. Abteilung und 1/R an die Amtsleitung/zentraler Dienst) sowie nach definitiver Erledigung an die 2. Abteilung der Staatsanwaltschaft (1/R, mit den Akten) und die Kantonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv).

Der Kantonsgerichtsvizepräsident Der Gerichtsschreiber

Versand

14. November 2023 amu

Dispositions modifiées depuis

Cette décision interprète des dispositions dont l’acte a depuis fait l’objet d’une nouvelle consolidation. Si l’article lui-même a changé n’est pas consigné.

  • Loi sur le Tribunal fédéral, Art. 42 et Art. 78 — lu dans la version du 1 juillet 2022; l’acte a été consolidé à nouveau le 1 janvier 2024, 1 février 2024, 1 juillet 2024, 1 janvier 2025, 1 avril 2026 et 13 mai 2026.
  • Code de procédure pénale suisse, Art. 136, Art. 385 et Art. 428 — lu dans la version du 1 août 2023; l’acte a été consolidé à nouveau le 1 janvier 2024, 1 juillet 2024 et 1 avril 2025.