Portée: Le traitement de cette décision par les juridictions ultérieures n’a pas été analysé.

STK 2020 17

Präsidial

Rubrum

Kantonsgericht Schwyz

Verfügung vom 21. April 2020

Mitwirkend

Kantonsgerichtspräsident Dr. Urs Tschümperlin.

In Sachen

A.________, Privatklägerin und Berufungsführerin, vertreten durch Rechtsanwältin B.________,

gegen

1. C.________, Beschuldigter und Berufungsgegner, amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt D.________, 2. Kantonale Staatsanwaltschaft, Postfach 75, Sicherheitsstützpunkt

Biberbrugg, 8836 Bennau, Anklagebehörde und Berufungsgegnerin, vertreten durch Staatsanwalt E.________, 3. F.________, Privatklägerin und Berufungsgegnerin, vertreten durch Rechtsanwältin G.________,

betreffend

sexuelle Handlungen mit Kindern, Pornografie, Einziehung

(Berufung gegen das Urteil des Strafgerichts vom 5. Dezember 2019, SGO 2019 31);-

hat der Kantonsgerichtspräsident,

Erwägungen

- dass das Strafgericht Schwyz den Beschuldigten mit Urteil vom 5. Dezember 2019 der mehrfachen Pornografie im Sinne von Art. 197 Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 3 aStGB und Art. 197 Abs. 1 i.V.m. Abs. 4 StGB schuldig sprach, ihn mit einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten bedingt bei einer Probezeit von 2 Jahren bestrafte, ihm während 10 Jahren jede berufliche oder organisierte ausserberufliche Tätigkeit verbot, die einen regelmässigen Kontakt zu Minderjährigen umfasst, den Beschuldigten im Übrigen freisprach, die Genugtuungsforderung von A.________ im Betrag von Fr. 5'000.00 und deren Entschädigungsforderung gemäss Art. 433 Abs. 1 StPO in Höhe von Fr. 1'430.00 abwies sowie die Verwendung der beschlagnahmten Gegenstände und die Kosten- und Entschädigungsfolgen regelte;

- dass die anwaltliche Vertretung von A.________ gegen das im Dispositiv eröffnete Urteil am 27. Dezember 2019 fristgerecht Berufung angemeldet hat (Art. 399 Abs. 1 StPO) und ihr das begründete Urteil am Montag, 16. März 2020 zugestellt wurde (vgl. Zustellbeleg KG-act. 3);

- dass innert der zwanzigtägigen Frist von Art. 399 Abs. 3 StPO, welche am Montag, 6. April 2020 endete, keine Berufungserklärung eingegangen ist;

- dass die Befristungen für Berufungsanmeldung und -erklärung Gültigkeitsvorschriften sind, sodass zur gültigen Einlegung einer Berufung der diesbezügliche Wille zweimal zu erklären ist, abgesehen vom Fall, in welchem ein Urteil direkt begründet zugestellt wird (BGE 138 IV 157 , E. 2.1 f.; Luzius Eugster, in: Basler Kommentar StPO, 2. Auflage, Art. 399 N 1 StPO; Markus Hug, in: Donatsch/Hansjakob/Lieber, Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, Art. 399 N 10 f.; a.M. Schmid StPO PK, Art. 399 N 10 f. und 403 N 4);

- dass damit die Berufung zwar angemeldet, aber nicht erklärt worden ist, was auf einen nachträglichen Verzicht hinausläuft, weshalb praxisgemäss nicht nach Art. 403 Abs. 1 lit. a und Abs. 3 StPO zu verfahren, sondern die Berufung im Verfahren nach § 40 Abs. 2 JG präsidial abzuschreiben ist (Art. 386 StPO und STK 2012 22 vom 7. Mai 2012);

- dass die Gerichtskosten der zweiten Instanz bei diesem Ausgang zu Lasten des Staates gehen und Entschädigungen mangels Aufwands nicht zu sprechen sind;-

Dispositiv

verfügt:

Die Berufung wird als durch Verzicht auf Berufungserklärung erledigt abgeschrieben.

Die zweitinstanzlichen Gerichtskosten von Fr. 300.00 gehen zu Lasten des Staates.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach Massgabe von Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes Beschwerde in Strafsachen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden. Die Beschwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.

Zufertigung an Rechtsanwältin B.________ (2/R), Rechtsanwältin G.________ (2/R), Rechtsanwalt D.________ (2/R), die kantonale Staatsanwaltschaft (1/A), die Oberstaatsanwaltschaft (1/R), die Vor­instanz (1/ü) sowie nach definitiver Erledigung an die Vorinstanz (1/ES, unter Rückgabe der Akten; zum Vollzug und zur Erstattung der Meldungen inkl. an die KOST) und an die Kantonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv).

Der Kantonsgerichtspräsident

Versand

21. April 2020 kau

Dispositions modifiées depuis

Cette décision interprète des dispositions dont l’acte a depuis fait l’objet d’une nouvelle consolidation. Si l’article lui-même a changé n’est pas consigné.

  • Code pénal suisse, Art. 197 — lu dans la version du 3 mars 2020; l’acte a été consolidé à nouveau le 1 juillet 2020, 1 juillet 2021, 1 janvier 2022, 1 juin 2022, 22 novembre 2022, 1 janvier 2023, 23 janvier 2023, 1 juillet 2023, 1 août 2023, 1 septembre 2023, 6 décembre 2023, 1 janvier 2024, 1 juillet 2024, 1 janvier 2025, 1 août 2025, 1 janvier 2026 et 12 juin 2026.
  • Code de procédure pénale suisse, Art. 386, Art. 399, Art. 403 et Art. 433 — lu dans la version du 1 février 2020; l’acte a été consolidé à nouveau le 1 mars 2021, 1 juillet 2021, 1 juillet 2022, 1 janvier 2023, 23 janvier 2023, 1 juillet 2023, 1 août 2023, 1 janvier 2024, 1 juillet 2024 et 1 avril 2025.
  • Loi sur le Tribunal fédéral, Art. 42 — lu dans la version du 1 janvier 2019; l’acte a été consolidé à nouveau le 1 janvier 2021, 1 janvier 2022, 1 juillet 2022, 1 janvier 2024, 1 février 2024, 1 juillet 2024, 1 janvier 2025, 1 avril 2026 et 13 mai 2026.