Portée: Le traitement de cette décision par les juridictions ultérieures n’a pas été analysé. Aucune des 3 décisions citantes n’a été analysée.

4A_496/2011

4A_496/2011

Rubrum

{T 0/2}

Urteil vom 13. Oktober 2011

I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Klett, Präsidentin,

Gerichtsschreiber Huguenin.

Verfahrensbeteiligte

X.________ AG,

vertreten durch Rechtsanwalt Christoph Spahr,

Beschwerdeführerin,

gegen

S.________,

vertreten durch Rechtsanwalt Dominik Kumschick,

Beschwerdegegner.

Gegenstand

Arbeitsvertrag; Kündigung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 3. März 2011.

Erwägungen

dass der Beschwerdegegner beim Bezirksgericht Arbon gegen die Beschwerdeführerin Klage einreichte mit den Anträgen, diese zur Zahlung von Fr. 483'347.35 nebst Zins zu verpflichten und festzustellen, dass das arbeitsvertraglich vereinbarte Konkurrenzverbot im Sinne von Art. 340c Abs. 2 OR dahingefallen sei und der Beschwerdegegner nicht daran gebunden sei;

dass das Bezirksgericht Arbon mit Urteil vom 30. April 2010 die Klage abwies;

dass der Beschwerdegegner und die Beschwerdeführerin dieses Urteil mit Berufung bzw. Anschlussberufung beim Obergericht des Kantons Thurgau anfochten;

dass das Obergericht mit Entscheid vom 3. März 2011 Berufung und Anschlussberufung für begründet erklärte und das Verfahren zur weiteren materiellen Beurteilung an die Vorinstanz zurückwies;

dass die Rückweisung damit begründet wurde, dass das Bezirksgericht zu Unrecht angenommen habe, ein bestimmtes Ereignis (Logoänderung) habe die fristlose Entlassung des Beschwerdegegners gerechtfertigt, dagegen nicht geprüft habe, ob zwei andere Ereignisse die fristlose Entlassung rechtfertigen könnten;

dass die Beschwerdeführerin am 23. August 2011 Beschwerde beim Bundesgericht einreichte mit den Anträgen, den Entscheid des Obergerichts vom 3. März 2011 aufzuheben und die Klage abzuweisen, eventualiter diesen Entscheid insoweit aufzuheben, als darin das Verhalten des Beschwerdegegners in der Frage der Logoänderung als für die Streitentscheidung irrelevant bezeichnet werde und entsprechend das Bezirksgericht Arbon bzw. die Vorinstanz anzuweisen, auch bezüglich dieses Kündigungsgrunds Beweis abzunehmen;

dass keine Beschwerdeantworten eingeholt wurden;

dass das Bundesgericht von Amtes wegen prüft, ob ein Rechtsmittel zulässig ist (BGE 136 II 101 E. 1 S. 103, 470 E. 1 S. 472; 135 III 212 E. 1);

dass der angefochtene Rückweisungsentscheid nach der Praxis des Bundesgerichts einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG darstellt, der nur dann mit Beschwerde in Zivilsachen angefochten werden kann, wenn er einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken könnte (lit. a) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (lit. b);

dass es gemäss ständiger Praxis der beschwerdeführenden Partei obliegt, in der Beschwerdeschrift die Eintretensvoraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 BGG darzutun, soweit deren Vorliegen nicht offensichtlich in die Augen springt (BGE 134 III 426 E. 1.2 in fine; 133 III 629 E. 2.3.1 und 2.4.2);

dass im vorliegenden Fall ein nicht wieder gutzumachender Nachteil, der ein rechtlicher Nachteil sein muss (BGE 136 IV 92 E. 4 S. 95; 134 III 188 E. 2.1 S. 190; 133 III 629 E. 2.3.1 S. 632), nicht ersichtlich ist, womit die Voraussetzung von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG ausscheidet;

dass sodann die Voraussetzung der Herbeiführung eines Endentscheides durch das Bundesgericht im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG ausgeschlossen ist, soweit die Beschwerdeführerin mit dem Eventualantrag die Rückweisung der Sache an das Bezirksgericht Arbon bzw. die Vorinstanz verlangt;

dass hinsichtlich der Frage der Aufwandersparnis in der Beschwerdeschrift (S. 5) in allgemeiner Form vorgebracht wird, dass die Beweisabnahme durch das Bezirksgericht hinsichtlich der "beiden anderen Entlassungsgründe" "mit erheblichem zeitlichem und finanziellem Aufwand verbunden sein" werde;

dass eine solche allgemein gehaltene, unsubstanziierte Behauptung indessen für den Nachweis der Voraussetzung von Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG nicht genügt;

dass unter den gegebenen Umständen auch nicht in die Augen springt, dass die Voraussetzung gegeben wäre;

dass aus diesen Gründen auf die offensichtlich unzulässige Beschwerde im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG nicht einzutreten ist;

dass die Gerichtskosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG);

dass der Beschwerdegegner keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung hat, da ihm aus dem bundesgerichtlichen Verfahren kein Aufwand erwachsen ist;

Dispositiv

erkennt die Präsidentin:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.

Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Thurgau schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 13. Oktober 2011

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Klett

Der Gerichtsschreiber: Huguenin

Dispositions modifiées depuis

Cette décision interprète des dispositions dont l’acte a depuis fait l’objet d’une nouvelle consolidation. Si l’article lui-même a changé n’est pas consigné.

  • Loi fédérale complétant le Code civil suisse, Art. 340c — lu dans la version du 1 janvier 2011; l’acte a été consolidé à nouveau le 1 janvier 2012, 1 mars 2012, 1 octobre 2012, 1 janvier 2013, 28 mai 2013, 1 janvier 2014, 1 juillet 2014, 1 juillet 2015, 1 janvier 2016, 1 juillet 2016, 1 janvier 2017, 1 avril 2017, 1 novembre 2019, 1 janvier 2020, 1 avril 2020, 1 janvier 2021, 1 février 2021, 1 mai 2021, 1 juillet 2021, 1 janvier 2022, 1 janvier 2023, 9 février 2023, 1 septembre 2023, 1 janvier 2024, 1 janvier 2025, 8 juillet 2025, 1 octobre 2025 et 1 janvier 2026.
  • Loi sur le Tribunal fédéral, Art. 66, Art. 93 et Art. 108 — lu dans la version du 1 avril 2011; l’acte a été consolidé à nouveau le 5 décembre 2011, 1 janvier 2012, 1 avril 2012, 1 octobre 2012, 1 janvier 2013, 1 février 2013, 1 juillet 2013, 1 janvier 2014, 1 juillet 2014, 1 août 2014, 1 novembre 2015, 1 janvier 2016, 1 janvier 2017, 1 avril 2017, 1 juin 2017, 1 janvier 2018, 1 janvier 2019, 1 janvier 2021, 1 janvier 2022, 1 juillet 2022, 1 janvier 2024, 1 février 2024, 1 juillet 2024, 1 janvier 2025, 1 avril 2026 et 13 mai 2026.

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