StP 191 Nr. 1 Zinsen, Bezugslimiten | steuerpraxis-tg
1. Höhe der Zinsen
1.1. Staats- und Gemeindesteuern
Der Regierungsrat bestimmt den Zinsfuss für Ausgleichs-, Verzugs- und Rückerstattungszinsen (§ 191 Abs. 1 StG). Die Höhe des Zinsfusses wird in Form eines Regierungsratsbeschlusses jährlich neu festgesetzt.
Es gelten nachfolgende Zinssätze
Zinsart | ab 2025 | 2024 | 2017 bis 2023 | 2013 bis 2016 |
|---|---|---|---|---|
Ausgleichszinsen (StP 189 Nr. 1 Ausgleichszinsen) | 1.0% | 1.0% | 0.2% | 0.5% |
Rückerstattungszinsen (StP 195 Nr. 1 Rückerforderung bezahlter Steuern) | 1.0% | 1.0% | 0.2% | 0.5% |
Verzugszinsen (StP 190 Nr. 1 Verzugszinsen) | 3.5% | 4.0% | 3.0% | 3.0% |
1.2. Direkte Bundessteuer
Das Eidgenössische Finanzdepartement legt die Höhe der Vergütungs- und Verzugszinssätze fest.
Zinsart | ab 2026 | 2025 | 2024 | 2020 bis 2021 |
|---|---|---|---|---|
Vergütungszins in % | 0.0% | 0.75% | 1.25% | 0.0% |
Verzugs-/Rückerstattungszins in % | 4.0 % | 4.5% | 4.75% | 4.0% |
2. Bezugslimiten
Der Regierungsrat kann für Steuern, Ausgleichs-, Verzugs- oder Rückerstattungszinsen untere Limiten festlegen (§ 191 Abs. 2 StG). Von dieser Kompetenz hat der Regierungsrat Gebrauch gemacht und in § 48 StV entsprechende Bezugslimiten festgesetzt:
Beläuft sich die einfache Steuer einer Steuerperiode bei den Hauptsteuern auf weniger als Fr. 30, werden sie nicht bezogen;
Beträgt die Liegenschaftensteuer für einen Steuerpflichtigen weniger als Fr. 20 pro Jahr, wird sie nicht bezogen;
Grundstückgewinnsteuerbeträge unter Fr. 50 werden nicht erhoben;
Steuerbeträge einschliesslich Ausgleichszinsen aufgrund einer Schlussrechnung sowie Verzugszinsen werden nicht bezogen und Rückerstattungszinsen werden nicht ausbezahlt, wenn sie nicht mehr als Fr. 30 betragen.
Ältere Versionen
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