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Attaques perpétrées par des loups. Trop c'est trop!

Leuenberger Moritz · BR-M · Conseil fédéral · Zurich

Der Betrag von 800 000 Franken ist für die Unterstützung der Kleinviehhalter im Rahmen des Wolfskonzeptes budgetiert. Er dient der Finanzierung der Herdenschutzmassnahmen und reicht für das Jahr 2009 aus. Im Jahr 2009 wurden bisher etwa 200 tote Schafe und Ziegen gefunden, die von Wölfen gerissen worden waren. Die dafür zu leistenden Entschädigungszahlungen werden damit voraussichtlich von bisher 60 000 auf 100 000 Franken ansteigen. Im Vergleich zu den Ausgaben zur Umsetzung von Herdenschutzmassnahmen ist dieser Betrag relativ klein. Er wird über das Wildschadenbudget des Bafu gedeckt.

In den letzten zwei Jahren waren in der Schweiz mindestens zwölf verschiedene Wölfe unterwegs. Gegen die Übergriffe des Wolfes auf Schafe helfen - das zeigen auch die Beispiele dieses Sommers - verstärkte Herdenschutzmassnahmen. Die grosse Mehrheit der Angriffe entfiel auf ungeschützte Herden. Angezeigt ist deshalb ein verstärkter Schutz der Schafe durch Hirten und Hunde anstelle eines verminderten Schutzes für den Wolf. Schutzhunde sind weder aggressive noch gefährliche Hunde. Bei mittlerweile rund 150 im Einsatz stehenden Herdenschutzhunden gab es in den letzten Jahren lediglich ein halbes Dutzend kleinerer Vorfälle, und dies trotz unzähligen Touristen im Berggebiet. Aber es ist klar: Im Umgang mit Herdenschutzhunden sind, wie etwa auch beim Durchqueren einer Herde mit Mutterkühen, gewisse Verhaltensrichtlinien einzuhalten.