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Monastères araméens en Turquie. Reconnaissance des droits de la minorité syriaque

Reymond André · Mit-M · Conseil national · Genève · Groupe de l'Union démocratique du Centre

J'aborde la question du soutien au couvent syriaque orthodoxe Saint-Gabriel à Tur Abdin en Turquie. Le Parlement européen examine les progrès de la Turquie en matière de liberté de religion et de garanties qu'elle accorde aux anciennes communautés chrétiennes. Concernant le couvent syriaque orthodoxe à Tur Abdin, le Parlement européen a déploré l'expropriation prévue et les procédures lancées contre les représentants du monastère. La Turquie n'a toujours pas mis en place un cadre juridique en conformité avec la jurisprudence de la Cour européenne des droits de l'homme pour la liberté de toutes les communautés religieuses.

Les décisions de première instance turques ont été cassées et la décision d'expropriation a été annulée. La Turquie peut recourir devant la Cour européenne des droits de l'homme, mais cette voie semble peu probable car elle est régulièrement condamnée pour des dispositions non conformes.

L'envoi d'une délégation suisse sur place ne semble pas nécessaire, car la présence de la communauté diplomatique européenne est une garantie suffisamment efficace.

Le tribunal a donné raison au monastère contre l'Etat turc. Il est vrai que les zones autour du monastère ne sont guère cultivables. Mais par contre, pour l'expropriation des zones forestières appartenant au monastère, l'Etat turc a eu gain de cause. Les représentants du monastère ont bien entendu déposé un recours. Le monastère, avant de pouvoir engager une procédure devant la Cour européenne des droits de l'homme, devra consulter toutes les instances nationales qui devront se prononcer.

Notre commission a dû prendre position sur deux propositions opposées l'une à l'autre. La proposition Sommaruga Carlo de donner suite à la pétition et, deuxièmement, la proposition Schlüer de déposer une motion de commission pour demander au Conseil fédéral de s'engager auprès du gouvernement turc, premièrement pour le respect des droits de propriété des monastères araméens dans le sud-est de la Turquie et, deuxièmement, pour la reconnaissance, selon les critères de Copenhague, des droits de la minorité syriaque.

La commission, par 12 voix contre 9 et 1 abstention, a décidé de soutenir la proposition Schlüer et je vous invite à adopter la motion de la commission.

Wehrli Reto · Mit-M · Conseil national · Schwyz · Groupe PDC/PEV/PVL

Was verlangt die Kommissionsmotion? Der Bundesrat soll beauftragt werden, sich bei der türkischen Regierung dafür einzusetzen, dass die Eigentumsrechte der aramäischen Klöster im Südosten der Türkei gewährleistet bleiben und dass die Minderheitenrechte der Suryoye gemäss den Kopenhagener Kriterien anerkannt werden.

Vor welchem Hintergrund sind die Forderungen dieser Motion zu sehen?

Wir hatten dieses Jahr und im vergangenen Jahr eine Anzahl politischer Aktivitäten zu verzeichnen, die sich mit dem Schicksal der christlichen Minderheit in der Türkei, ihren Symbolen und ihren Eigentumsrechten befassen. Dabei standen zwei Aspekte im Vordergrund: Einmal wird das Schicksal der Suryoye im Allgemeinen ins Blickfeld genommen. "Suryoye" ist die syrischsprachige Eigenbezeichnung für Angehörige der Kirchen west- und ostsyrischer Tradition. Damit werden Aramäer oder Assyrer, aber auch Chaldäer bezeichnet. Der Name des heutigen Staates Syrien leitet sich von der antiken Bezeichnung der Region Assyria ab. Die Suryoye waren im Verlauf der letzten Jahrzehnte und Jahrhunderte Opfer von Pogromen, verübt von Kurden, dem türkischen, iranischen oder irakischen Militär. Man geht davon aus, dass bis zu einer halben Million Suryoye aus ihrer Heimat vertrieben und getötet worden sind. Wir haben es also mit Misshandlungen, fortgesetzter Tötung und weiteren Menschenrechtsverletzungen zu tun, verübt im Wesentlichen wegen der Konfession der Opfer.

Sodann ist man im Speziellen auf das Schicksal des Klosters Mor Gabriel aufmerksam geworden. Dieses ist eines der ältesten christlichen Klöster der Welt. Es liegt im Tur Abdin, einer Gebirgsgegend am Oberlauf des Tigris in der Türkei. Es ist bis heute eines der bedeutendsten Klöster der syrisch-orthodoxen Kirche von Antiochien und Sitz des Metropoliten des Tur Abdin. Das Kloster und geistlich-kulturelle Zentrum wird von den Vorstehern der angrenzenden islamischen Dörfer unter anderem durch fortgesetztes Vom-Zaune-Brechen von Grenzstreitigkeiten massiv unter Druck gesetzt. Die islamischen Dorfvorsteher zielen darauf ab, es dem Kloster zu verunmöglichen, seine zentrale Rolle als Bezugspunkt der assyrischen Diaspora wahrzunehmen. Auch in concreto sind Eigentumsrechte, Minderheitenrechte und Religionsfreiheit bedroht, wenn nicht schon verletzt. Mitte Dezember 2008 hat ein Prozess gegen das Kloster begonnen, in dem drei kurdische Dorfvorsteher das Kloster beschuldigen, mehr Boden zu besitzen, als die Gläubigen zum Beten nötig hätten. Zuvor hatten türkische Beamte erklärt, ein Grossteil der Besitztümer des Klosters sei als staatliche Waldfläche zu bezeichnen. Im Juni dieses Jahres ist das Kloster Mor Gabriel im Landrechtsstreit unterlegen, zumindest vorläufig. Vertreter des Klosters haben erklärt, dass sie das Urteil, wenn nötig, bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte weiterziehen werden. Verschiedene europäische Länder setzen sich für den Schutz des Klosters ein. Die Frage ist nun, ob auch die Schweiz etwas tut und, wenn ja, was.

Wie haben sich National- und Ständerat bisher mit dieser Frage auseinandergesetzt? Am 9. Dezember 2009 hat die Erzdiözese der syrisch-orthodoxen Kirche von Antiochien eine Petition eingereicht, mit der von unserem Parlament Folgendes gefordert wurde:

1. Wahrung der Eigentumsrechte des Klosters Mor Gabriel;

2. Anerkennung der Minderheitenrechte der Suryoye gemäss den Kopenhagener Kriterien, anzuerkennen durch die Türkei;

3. Entsendung einer parlamentarischen Delegation an die beschriebenen Gerichtsverhandlungen.

Die APK des Ständerates hat an ihrer Sitzung vom 31. März 2009 der Petition keine Folge gegeben. Der Ständerat hat sich am 11. Juni 2009 dieser Haltung angeschlossen. In unserem Rat wurden im März 2009 im Rahmen der Fragestunde zwei Fragen zum Thema gestellt. Schliesslich hat sich die APK des Nationalrates am 25. August 2009 mit der Sache befasst. Am Ende der Debatte hat der Antrag auf Einreichung der Kommissionsmotion, über welche wir nun Beschluss zu fassen haben, mit 12 zu 9 Stimmen bei 1 Enthaltung obsiegt. Mit der Motion soll der Bundesrat beauftragt werden, sich bei der türkischen Regierung dafür einzusetzen, dass die Eigentumsrechte der aramäischen Klöster im Südosten der Türkei gewährleistet bleiben und dass die Minderheitenrechte gemäss Kopenhagener Kriterien anerkannt werden. Die Kommissionsmotion stellt ihrem Inhalt nach also eine Reduktion der erwähnten Petition dar.

Eine Minderheit der APK war unter anderem der Ansicht, die Präsenz der europäischen Diplomatie vor Ort mache entsprechende schweizerische Bemühungen obsolet. Man wolle die Probleme der christlichen Minderheit in der Türkei zwar nicht verneinen, aber ein wie in der Motion gefordertes Vorgehen der Schweiz stehe im Widerspruch zu ihren institutionellen Abläufen. Die Mehrheit ist hingegen der Ansicht, Lebensrecht, Kultur und namentlich Religions- und Eigentumsfreiheit der christlichen Minderheit seien in einer Art und in einem Mass gefährdet, die ein Tätigwerden unseres Landes rechtfertigen.

Namens der Kommission ersuche ich Sie, sich der Mehrheit anzuschliessen und damit einen weiter gehenden Beitrag zum Schutz der christlichen Minderheit in der Türkei möglich zu machen.

Calmy-Rey Micheline · BR-F · Conseil fédéral · Genève

Dans le cadre de sa politique extérieure, la Suisse attache une grande importance à la protection des droits des minorités et des droits fondamentaux des êtres humains. Afin de promouvoir et de protéger la liberté religieuse, mais aussi pour prévenir toute forme d'intolérance religieuse, la Suisse participe activement aux travaux des instances compétentes aux Nations Unies et à l'OSCE. Dans ce cadre, nous nous employons à favoriser un dialogue respectueux entre cultures et religions dans le souci de promouvoir la compréhension et le respect mutuels. Cette attention et cet engagement s'appliquent au cas de la minorité syriaque en Turquie, comme à celui des autres minorités qui vivent dans ce pays. Le très bon dialogue politique que mènent la Suisse et la Turquie offre en outre la possibilité d'aborder de façon très ouverte toutes sortes de questions, y compris celles touchant aux droits humains et aux minorités.

La proposition du Conseil fédéral visant à rejeter la motion s'explique par le fait que la Suisse est d'ores et déjà activement engagée auprès du gouvernement turc. Ce faisant, nous essayons de prendre soin de respecter l'indépendance du système judiciaire turc, tout comme nous attendons de la Turquie qu'elle respecte l'indépendance de notre propre système judiciaire. Naturellement, le Département fédéral des affaires étrangères continuera de suivre de près cette affaire, comme il l'a fait jusqu'à aujourd'hui.

Vote

Abstimmung - Vote

Für Annahme der Motion ... 101 Stimmen

Dagegen ... 54 Stimmen