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ETH-Bereich. Leistungsauftrag 2008-2011/12

Savary Géraldine · Mit-F · Ständerat · Waadt · Sozialdemokratische Fraktion

J'ai un certain nombre de rapports à faire aujourd'hui. Je sais qu'il y a un match important et vous promets de ne pas parler trop longtemps afin que les uns et les autres puissent profiter de ce moment sportif.

Ici, on ne parle pas de football mais du mandat des écoles polytechniques fédérales en Suisse. La Commission de la science, de l'éducation et de la culture a consacré une partie de sa séance du mois de mai à la prise de connaissance du rapport concernant le mandat de prestations 2008-2011/12, en présence du président du Conseil des écoles polytechniques fédérales, Monsieur Fritz Schiesser, notre ancien collègue au Conseil des Etats. Nous avons pris connaissance des excellents résultats de nos écoles polytechniques, en particulier sur trois points.

Premièrement, le nombre d'étudiantes et d'étudiants ne cesse d'augmenter, ce qui témoigne de l'attractivité des écoles polytechniques fédérales dans l'espace de formation national et international. Ainsi, en 2012, on comptait environ 30 000 inscrits, soit une augmentation globale de 5,7 pour cent. Un ralentissement est certes perceptible à Zurich. A Lausanne, l'augmentation atteint un record de 10,2 pour cent.

Le deuxième point positif du rapport concerne le fait que les écoles polytechniques fédérales se hissent aux meilleures places des classements académiques d'institutions, en particulier des écoles d'ingénieurs. Selon le rapport, l'Ecole polytechnique fédérale de Zurich confirme sa position de meilleure école d'Europe continentale tandis que l'Ecole polytechnique fédérale de Lausanne gagne chaque année des places dans la plupart des palmarès.

La qualité de la formation et de la recherche dans nos hautes écoles est ainsi clairement et internationalement reconnue.

Troisième point positif: le transfert de technologies a bien fonctionné, ce qui s'est traduit par une forte augmentation des recettes provenant de l'encouragement de la recherche par la CTI. La politique de lutte contre le franc fort et l'attribution de moyens supplémentaires à la CTI ont permis aux écoles polytechniques fédérales d'obtenir une partie des contributions financières allouées sur concours par la CTI.

Restent enfin de lancinants problèmes que les écoles polytechniques fédérales n'ont toujours pas résolus et que les membres de la commission ont relevés: l'augmentation du nombre d'étudiants dans les domaines MINT, les domaines techniques, ne se concrétise pas, tout comme celle des femmes, malgré des politiques actives dans les deux écoles en la matière. La hausse modeste du taux d'encadrement n'épouse pas celle du nombre d'étudiants - c'est le deuxième point critique - et, du coup, la crainte est vive que la qualité de l'enseignement n'en soit prétéritée.

Malgré ces inquiétudes formulées par certains membres de la commission, nous avons approuvé ce rapport à l'unanimité et, évidemment, je vous invite à faire de même.

Fetz Anita · Mit-F · Ständerat · Basel-Stadt · Sozialdemokratische Fraktion

Erlauben Sie mir drei Bemerkungen zum ETH-Leistungsauftrag:

1. Das internationale Renommee der ETH ist hervorragend, und darüber freue ich mich so wie Sie.

2. Positiv ist der Anstieg des Frauenanteils anzumerken, der jetzt kontinuierlich besser sichtbar wird. Das muss uns im Zusammenhang mit dem Bericht des Bundesrates zur Unterstützung des Mittelbaus beschäftigen, weil die Erhöhung dieses Anteils mit einem ganz bestimmten Element, nämlich der Assistenzprofessur mit Tenure-Track, erreicht werden konnte. Es zeigt sich, dass das ein hervorragendes Instrument ist, um jungen Wissenschafterinnen den Weg in die Professur zu bereiten.

3. Dieser Punkt ist negativ; ich möchte hier ein ernstes Wort zum Thema Sponsoring einbringen, und zwar zur Geschichte mit Nestlé bei der EPFL. Ich bin nicht prinzipiell gegen Sponsoring, doch Forschung muss zwingend unabhängig sein. Es ist noch nicht stossend, wenn eine Firma zwei Lehrstühle finanziert; stossend ist, wenn sie ein Vetorecht bei der Besetzung der Lehrstühle bekommt. Wenn das einreisst, ist die Reputation der EPFL tangiert. Das ist keine gute Entwicklung.

Deshalb bitte ich Sie, Herr Bundesrat, darauf hinzuwirken, dass sich z. B. die Crus um die Frage des Uni-Sponsorings kümmert und garantiert, dass Transparenz- und Unabhängigkeitsregeln aufgestellt werden. Es darf einfach nicht sein, dass beim Sponsoring mit solch unüberlegten Regeln wie einem Vetorecht bei der Besetzung eines Lehrstuhles die doch sehr gute Reputation der ETH tangiert wird. In diesem Fall war es die EPFL, es gäbe aber noch andere Fälle.

Savary Géraldine · Mit-F · Ständerat · Waadt · Sozialdemokratische Fraktion

La question du sponsoring n'a pas été évoquée en commission, ni par Madame Fetz, ni par d'autres membres d'ailleurs. Je souhaiterais néanmoins vous signaler que la discussion a lieu à la Commission de la science, de l'éducation et de la culture du Conseil national. Cette dernière mène une discussion large à ce sujet, en se penchant sur trois situations particulières. En effet, elle ne traite pas uniquement du cas récent des deux chaires financées par Nestlé à l'Ecole polytechnique fédérale de Lausanne, mais également des cas de financement par le Pentagone de projets de recherche au sein des universités suisses et du contrat entre l'Ecole polytechnique fédérale de Zurich et l'UBS. La CSEC-CN a écrit une lettre à la Commission de gestion pour lui donner mandat de vérifier si tous les instruments de contrôle actuels relatifs à la surveillance des hautes écoles étaient suffisants pour que le recours aux fonds de tiers soit irréprochable. Ainsi, la discussion au niveau parlementaire a lieu, et elle sera également d'actualité dans notre commission.

Schneider-Ammann Johann N. · BR-M · Bundesrat · Bern

Die Leistungsperiode, über die wir diskutieren, liegt schon etwas weiter zurück. Es geht nämlich um die Periode 2008-2011/12. Ein nächster Leistungsbericht - ich sage das von mir aus - muss etwas zeitnäher erfolgen können.

Ich stelle zum Bericht über den Leistungsauftrag 2008-2011/12 mit Stolz fest, dass sich die beiden ETH und die Forschungsanstalten wirklich sehr erfreulich entwickelt haben und den Leistungsauftrag weitgehend erfüllen. Die starke Zunahme der Zahl der Studierenden zeugt von der sehr hohen Qualität der Lehre an den ETH; die exzellenten Forschungsleistungen sind weltweit bekannt und anerkannt. Ein Höhepunkt ist sicherlich, dass die EPFL mit dem Human Brain Project, einem Future and Emerging Technologies Flagship, betraut worden ist.

Lassen Sie mich an dieser Stelle einen Einschub zum Stichwort Horizon 2020 machen: Die Gespräche sind zwar unterbrochen, doch das Ziel des Bundesrates ist es nach wie vor, dass die Schweiz assoziiert wird, so vollständig und so früh wie möglich. Wir alle kennen die Reaktion der Europäischen Union auf die Feststellung der Schweiz im Zusammenhang mit Kroatien. Wir haben unsere Schritte gemacht. Ich würde schon erwarten, dass man die europäische Forschung im europäischen Interesse wieder ganzheitlich zum Spielen bringen will. So gesehen bin ich etwas ungeduldig, weil die Assoziierung auf sich warten lässt. Wir kommen nicht umhin, in der nächsten Bundesratssitzung eine Übergangslösung für das Jahr 2014 festzulegen.

Die Institutionen des ETH-Bereichs haben eine grosse Bedeutung als Innovationsmotoren. Die Leistungen im Wissens- und Technologietransfer (WTT) sind überaus wichtig für die Entwicklung unseres Landes. Damit spreche ich natürlich vor allem auch die KMU-Welt und ihre Arbeitsplätze an. In den vergangenen Jahren sind jährlich etwa 40 Spin-offs gegründet worden - das sind sehr oft auch erfolgreiche Start-ups aus den Institutionen des ETH-Bereichs. Angesichts der Wichtigkeit des Wissens- und Technologietransfers sind die Bemühungen des ETH-Bereichs, die WTT-Leistungen noch weiter zu verstärken, sehr zu begrüssen.

Lassen Sie mich auch die Dienstleistungen, welche der ETH-Bereich für die gesamte schweizerische Hochschullandschaft erbringt, betonen: Ich erinnere an das Hochleistungsrechenzentrum CSCS in Lugano, das einen der leistungsfähigsten Supercomputer unseres Landes beherbergt - sämtliche Forschungsanstalten haben Zugriff auf diese Infrastruktur. Ich erinnere weiter an das Paul-Scherrer-Institut, das die Beschleunigeranlagen betreibt - am PSI wird im Jahr 2016 der Freie-Elektronen-Röntgenlaser Swissfel in Betrieb genommen werden.

Neben diesen Erfolgen konnten einzelne Ziele leider nicht ganz erreicht werden. Das will ich meinerseits auch angesprochen haben. Die Kommissionssprecherin hat es schon erwähnt, es geht vor allem um den Frauenanteil. Da wollten und wollen wir 25 Prozent in den Führungspositionen erreichen. Wir sind nicht so weit. Aber erfreulich ist, dass bei den Tenure-Track-Assistenzprofessuren der Frauenanteil zwischenzeitlich bei 29 Prozent liegt. Das ist schon eine bemerkenswerte Entwicklung. Wir dürfen der ETH sicher attestieren, dass sie grundsätzlich auf gutem Wege ist, auch was diese Zielsetzung anbetrifft. Der Bundesrat erwartet, dass die Frauenförderung weiterhin höchste Beachtung erhält.

Ein Blick in die Zukunft: Wir sind sehr gut aufgestellt. Es bestehen grosse Herausforderungen, ich habe sie an sich schon erwähnt, etwa die Umsetzung der Volksinitiative "gegen Masseneinwanderung" und damit verbunden die Problematik Horizon 2020. Wie Sie wissen, haben wir zwischenzeitlich die ERC-Grants finanziert; wir haben den Spitzenforschern eine Möglichkeit eröffnet; damit ist eine Übergangsmassnahme in Entstehung. Der Schweizerische Nationalfonds, das sei bei dieser Gelegenheit auch ausdrücklich betont, hat sehr rasch, sehr unkompliziert, sehr pragmatisch und sehr zielorientiert seine Dienste angeboten.

Eine weitere Herausforderung für die Zukunft ist die internationale Konkurrenz. Diese nimmt laufend zu. Die Institutionen des ETH-Bereichs müssen sehr aufmerksam und sehr aktiv am Ball bleiben. Wenn ich das sage, so geht es vor allem darum, dass wir die Spitzenforscher für uns interessieren können, gewinnen können, halten können. Es geht natürlich auch darum, dass wir Dozierende und Studierende aus der ganzen Welt weiterhin an unseren Instituten versammeln können.

Ich habe es gesagt, wir verzeichnen einen Zunahme der Studierendenzahlen. Das ist grundsätzlich positiv. Es ist nicht nur die Zahl der ausländischen Studierenden, die in den letzten Jahren gewachsen ist, sondern es ist auch die Zahl der inländischen Studierenden.

Ich bin für die Zukunft unseres ETH-Bereichs sehr zuversichtlich. Wir sind wirklich gut unterwegs. Aber immer dann, wenn man so viel Gutes feststellen kann, muss man im gleichen Moment auch sagen: Das ist Verpflichtung und Herausforderung - passen wir auf, dass wir ganz vorne dabeibleiben.

Ich mache noch eine Bemerkung zum Sponsoring und zum Vetorecht, das von Frau Ständerätin Fetz angesprochen worden ist. Die Kommissionspräsidentin hat bereits darauf reagiert. Die WBK-NR hat sich des Themas angenommen. Ich würde es begrüssen, wenn auch die WBK-SR sich dieses Themas annähme. Ich habe schon vor einem Jahr die zuständigen Gremien, so zum Beispiel die Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten, versammelt, allerdings nicht im Zusammenhang mit dem Nestlé-Mandat und der EPFL, sondern im Zusammenhang mit dem Sponsoring der Universität Zürich durch die UBS. Wir haben damals eine Auslegeordnung gemacht. Wir haben festgestellt, dass grundsätzlich keine zusätzlichen Vorschriften nötig sind. Die Hochschulen kennen ihren Spielraum gut. Aber ich bin gerne bereit, das Thema noch einmal aufzunehmen und mit Ihnen darüber zu diskutieren. Auf der einen Seite wollen wir auch die privaten Mittel zur Verfügung haben, damit wir kompetitiv bleiben, und auf der anderen Seite ist sicherzustellen, dass die Freiheit von Lehre und Forschung gewahrt bleibt.

Germann Hannes · P-M · Ständerat · Schaffhausen · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen

L'entrée en matière est décidée sans opposition

Bundesbeschluss über die Genehmigung des Leistungsberichtes des ETH-Rates über den ETH-Bereich (Leistungsauftrag 2008-2011/12)

Arrêté fédéral relatif à l'approbation du rapport de gestion du Conseil des EPF sur le domaine des EPF (mandat de prestations 2008-2011/12)

Detailberatung - Discussion par article

Titel und Ingress, Art. 1, 2

Antrag der Kommission

Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates

Titre et préambule, art. 1, 2

Proposition de la commission

Adhérer à la décision du Conseil national

Angenommen - Adopté

Abstimmung

Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble

Für Annahme des Entwurfes ... 42 Stimmen

(Einstimmigkeit)

(0 Enthaltungen)