17.018
Loi sur les droits de timbre. Modification
Amaudruz Céline · Mit-F · Conseil national · Genève · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Le présent projet de loi, qui a été traité lors des séances des 15 et 16 mai 2017 par la Commission de l'économie et des redevances et sur lequel vous devez vous prononcer, répond à la motion Abate 13.4253, "Reconnaissance des fiduciaires italiennes en tant qu'agents de change", que les Chambres fédérales lui ont transmise.
La proposition de révision de la loi vise à exonérer du droit de timbre de négociation les "società fiduciarie statiche di amministrazione", ou fiduciaires statiques du droit italien, afin de supprimer les désavantages concurrentiels que subit la place financière suisse en ce qui concerne les clients italiens.
La demande d'assimiler les fiduciaires statiques aux agents de change étrangers ou aux banques étrangères découle des amnisties fiscales italiennes. L'une de ces amnisties, le "Scudo fiscale" de 2009, a subordonné la régularisation d'éléments de fortune non imposés jusqu'à présent au rapatriement de ces éléments en Italie. L'obligation de rapatrier la fortune détenue à l'étranger est aussi considérée comme remplie en Italie si cette fortune est gérée par l'intermédiaire d'une fiduciaire statique italienne. Pour ce faire, les éléments de fortune doivent être confiés à la fiduciaire statique à titre fiduciaire. On parle en l'occurrence d'un rapatriement juridique. Le client italien garde cependant le droit de disposer des éléments de sa fortune et peut ainsi les placer de manière anonyme, mais légale, à l'étranger. La fiduciaire statique assure l'imposition de la fortune en versant un impôt à la source au fisc italien.
Parce qu'elles doivent être effectuées par l'intermédiaire d'une fiduciaire statique, les transactions sont soumises plusieurs fois au droit de timbre de négociation suisse.
Le projet de loi prévoit, à l'article 19a de la loi fédérale du 27 juin 1973 sur les droits de timbre, une exonération fiscale subjective supplémentaire. La définition contenue dans cet article permet d'exonérer du droit de timbre de négociation tous les organismes chargés de garantir l'impôt, pour autant qu'ils remplissent les conditions correspondantes.
Selon les perspectives actuelles, le Conseil fédéral part du principe que seules les fiduciaires statiques italiennes bénéficieront de cette nouvelle exonération.
L'exonération d'impôt subjective supplémentaire statuée à l'article 19a de la loi sur les droits de timbre rendra la place financière suisse plus attrayante pour la clientèle italienne et contribuera à renforcer la compétitivité internationale des banques et des sociétés fiduciaires en matière de gestion de fortune.
Sans opposition, la commission est entrée en matière sur l'objet 17.018, qui vise à exonérer du droit de timbre de négociation les fiduciaires statiques étrangères, concrètement les "fiduciarie statiche" italiennes, lesquelles sont assujetties à une autorité de surveillance étatique à des fins de garantie de l'impôt. Lors du vote sur l'ensemble, elle l'a adopté sans proposition de modification, par 19 voix contre 0 et 2 abstentions.
Je vous remercie de bien vouloir suivre la majorité de la commission.
Müller Leo · Mit-M · Conseil national · Lucerne · Groupe PDC
Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben unseres Rates hat sich an der Sitzung vom 15. und 16. Mai 2017 mit der Botschaft 17.018 betreffend Änderung des Bundesgesetzes über die Stempelabgaben befasst. Worum geht es? Am 25. September 2014 wurde die Motion Abate 13.4253, "Anerkennung bestimmter italienischer Finanzintermediäre als Börsenagenten", an den Bundesrat überwiesen. Damit wurde gefordert, dass bestimmte italienische Finanzintermediäre als Börsenagenten im Sinne des Bundesgesetzes über die Stempelabgaben zu anerkennen seien. Somit würden diese Finanzintermediäre von der Umsatzabgabe befreit. Dies sei nötig, so die Forderung, damit ein Wettbewerbsnachteil des Schweizer Finanzplatzes für italienische Kundinnen und Kunden beseitigt werden könne.
Diese Forderung geht auf eine italienische Steueramnestie vom Jahr 2009 zurück. Die Amnestie hat die Regularisierung bisher unversteuerter Vermögen daran geknüpft, dass diese Vermögenswerte nach Italien repatriiert werden. Als Repatriierung gilt, wenn die Vermögenswerte von italienischen Finanzintermediären verwaltet werden. Wenn nun aber diese Vermögenswerte von solchen italienischen Finanzintermediären verwaltet werden, unterliegen die entsprechenden Transaktionen von Wertschriften mehrfach der schweizerischen Umsatzabgabe. Dies ist ein grosser Wettbewerbsnachteil. Sie sehen, das ist eine recht technische Angelegenheit.
Was ist nun der Inhalt der Vorlage, die wir hier zu beraten haben? Der vom Bundesrat vorgelegte Gesetzentwurf sieht mit Artikel 19a des Bundesgesetzes über die Stempelabgaben eine gezielte Steuerbefreiung für bestimmte Finanzintermediäre vor. Es handelt sich um Finanzintermediäre, die ihrerseits bei Vermögenswerten zur Steuersicherung beitragen; sie liefern nämlich Quellensteuern an den italienischen Staat ab und dienen so eben der Steuersicherung. Solche Finanzintermediäre sollen nun für den Wertschriftenhandel von der Umsatzabgabe gemäss Bundesgesetz über die Stempelabgaben befreit werden. Damit der Finanzplatz Schweiz für italienische Kundinnen und Kunden attraktiv bleibt respektive noch attraktiver wird, ist diese Gesetzesänderung nötig. Sie stärkt unseren Finanzplatz Schweiz.
Heute sind nur italienische Finanzintermediäre von dieser Gesetzesänderung betroffen. Der Gesetzestext ist aber neutral formuliert. Aufgrund des Erfordernisses der Rechtsgleichheit muss sichergestellt werden, dass Finanzintermediäre aus anderen Ländern unter den gleichen Voraussetzungen ebenfalls von dieser Umsatzabgabe befreit werden können. Berechnungen haben gezeigt, dass bei statischer Betrachtung theoretisch Steuerausfälle von rund 10 Millionen Franken pro Jahr entstehen könnten. Dynamisch betrachtet ist das etwas anders. Es wird davon ausgegangen, dass die Finanzintermediäre vor allem im Kanton Tessin dadurch gestärkt werden und dass dadurch Mehreinnahmen erzielt werden können.
Dieser Gesetzentwurf war vom 25. Mai bis 15. September 2016 in der Vernehmlassung. 34 der 35 Vernehmlassungsteilnehmer haben dieser Gesetzesänderung zugestimmt.
Der Nationalrat ist Erstrat bei dieser Vorlage. In der Kommission wurde das Eintreten ohne Gegenstimme beschlossen. Zum Gesetzentwurf selber gab es keine weitere Diskussion, und die Kommission hat dieser Änderung schliesslich mit 19 zu 0 Stimmen bei 2 Enthaltungen zugestimmt.
Im Namen der Kommission bitte ich Sie, der Gesetzesänderung, wie sie hier vorliegt, zuzustimmen.
Maurer Ueli · BR-M · Conseil fédéral · Zurich
Diese Änderung des Bundesgesetzes über die Stempelabgaben wurde, wie es ausgeführt wurde, wegen einer Steueramnestie in Italien notwendig. Mit dieser Steueramnestie wird der Schweizer Finanzplatz benachteiligt, indem weniger Vermögensverwaltung für italienische Kunden gemacht werden kann. Das betrifft insbesondere auch den Kanton Tessin. Wir möchten eine technische Anpassung vornehmen, damit die Gleichheit im Wettbewerb für unsere Schweizer Finanzdienstleister wieder gewährleistet wird. Damit ist eine Änderung des Bundesgesetzes über die Stempelabgaben notwendig. Es geht um den Einschub von Artikel 19a, der diese Gleichheit wiederherstellen wird. Es ist weitgehend eine technische Anpassung.
Rein statisch betrachtet verzichten wir damit auf 10 Millionen Franken Einnahmen aus Stempelabgaben. Wir gehen aber davon aus, dass durch diese Gleichstellung der Schweizer Finanzdienstleister am Schluss des Tages mehr Umsatz und mehr Abgaben möglich sein werden.
Diese Anpassung machen wir eigentlich wegen Italien. Wir können aber kein Gesetz machen und damit nur die Anpassung an Italien vornehmen - das würde der Bundesverfassung entgegenstehen -, sondern wir haben diese Gesetzesänderung vorzunehmen. Sie wird aber, wie wir das heute beurteilen, ausschliesslich Italien betreffen; andere Länder sind davon nicht betroffen.
Die Vorlage wurde Ihnen im Detail bereits erläutert. Sie geht auf eine Motion Abate zurück. Herr Ständerat Abate hat im Zusammenhang mit dieser Amnestie auf den Punkt dieser Anpassung aufmerksam gemacht. Aus unserer Sicht ist die Vorlage zur Stärkung des Finanzplatzes Schweiz sinnvoll. Gerade im Tessin ist man darauf angewiesen, dass dieses grenzüberschreitende Geschäft weiterbetrieben werden kann.
Ich bitte Sie, auf die Vorlage einzutreten und ihr zuzustimmen.
Stahl Jürg · P-M · Conseil national · Zurich · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen
L'entrée en matière est décidée sans opposition
Bundesgesetz über die Stempelabgaben
Loi fédérale sur les droits de timbre
Detailberatung - Discussion par article
Titel und Ingress, Ziff. I, II
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Titre et préambule, ch. I, II
Proposition de la commission
Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Vote
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Entwurfes ... 175 Stimmen
(Einstimmigkeit)
(0 Enthaltungen)
Abschreibung - Classement
Antrag des Bundesrates
Abschreiben der parlamentarischen Vorstösse
gemäss Brief an die eidgenössischen Räte
Proposition du Conseil fédéral
Classer les interventions parlementaires
selon lettre aux Chambres fédérales
Angenommen - Adopté