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Pas d'escadrilles militaires lors de manifestations civiles!

Rytz Regula · Mit-F · Conseil national · Berne · Groupe des VERT-E-S

"Schuster, bleib bei deinem Leisten." So könnte man meinen Vorstoss zu den militärischen Flugstaffeln zusammenfassen. "Schuster, bleib bei deinem Leisten" heisst konkret: Der Einsatz von Militärflugstaffeln soll auf Trainingsflüge und auf militärische Events beschränkt werden, auf Armeetage, auf Armeeflugshows - was auch immer da bereits stattfindet. Einsätze an solchen Events sollen weiterhin stattfinden können. Aber ich möchte ganz klar, dass militärische Flugstaffeln nicht mehr an Seenachtsfesten, an Musikfesten, an Motocrossrennen oder an Welt-Organspendetagen zum Einsatz kommen, wie es heute der Fall ist. Denn diese zivilen Anlässe haben mit militärischen Verteidigungsaufgaben nichts, aber auch gar nichts zu tun.

Die Schweiz leistet sich ja eines der luxuriösesten Angebote an Armeeflugshowteams in Europa: Gleich mehrere Staffeln sind im Einsatz. Im Jahr 2017 zum Beispiel wurden rund zwanzig Showauftritte der Patrouille Suisse und des PC-7-Teams für öffentliche Feste und Sportanlässe gebucht - für Anlässe, die weder mit der Fliegerei noch mit dem Militär etwas zu tun haben. Diese intensive und teure Flugtätigkeit für zivile Zwecke steht in Kontrast zur immer wieder bemängelten Knappheit an einsatzbereiten Armeeflugzeugen für die Luftraumsicherung und für militärische Aufgaben.

Diese Flugtätigkeit ist aber auch ein Sicherheitsrisiko. Die militärischen Kunstflugstaffeln zeigen bei ihren Vorführungen spektakuläre und riskante Flugmanöver und begeben sich damit ganz bewusst in Widerspruch zu den normalen Anforderungen an die Flugsicherheit. Uns allen ist bewusst: Auch im Normalbetrieb ist das Fliegen von Militärflugzeugen eine höchst anspruchsvolle und riskante Angelegenheit. Das zeigt die bedauerliche Unfallserie der letzten Jahre - jüngst der Absturz eines PC-7 in den Berner Alpen. Jeder dieser Unfälle ist eine Tragödie für die Angehörigen und für die Kolleginnen und Kollegen. Bei öffentlichen Shows kommen aber noch andere Risiken dazu: Tausende von Menschen besuchen diese Orte. Ein Unfall kann hier verheerende Auswirkungen haben.

Der Bundesrat schreibt in seiner Stellungnahme, dass die Sicherheitsvorkehrungen kürzlich überprüft und angepasst worden sind. Trotzdem ist die Liste der Unfälle von Armeestaffeln an Flugshows leider sehr lang. Den jüngsten haben Sie alle noch im Kopf: Anfang Jahr hat ein Flugzeug des PC-7-Teams an der Ski-Weltmeisterschaft in St. Moritz das Tragseil einer Kamera durchtrennt. Bundesrat Parmelin hat damals in der "Tagesschau" festgestellt: "Ich bin der Meinung, dass wir ziemlich oft derartige Unfälle haben." Das ist wahr. Doch leider lässt der Bundesrat dieser Feststellung keine Taten folgen. Nein, er beharrt einmal mehr darauf, dass Flugstaffeln wie die Patrouille Suisse als Visitenkarten der Armee und der Luftwaffe für die Nachwuchsgewinnung in der Aviatik - zivil wie militärisch - ausserordentlich wichtig seien. Ich finde das, ehrlich gesagt, kein gutes Argument. Wir haben in der Schweiz ja auch Probleme mit der Nachwuchsgewinnung von Ärztinnen und Krankenpflegern. Trotzdem werden keine öffentlichen Herztransplantationen oder Wundpflegen am "Züri-Fäscht" durchgeführt.

Auch die anderen Argumente des Bundesrates überzeugen nicht. Der Bundesrat behauptet zum Beispiel, dass der finanzielle Zusatzaufwand für die zwei Flugstaffeln gering sei. Diese Aussage steht ganz klar im Widerspruch zu früheren Aussagen. In der Antwort auf eine Interpellation Joder Rudolf (08.3561) meinte der Bundesrat nämlich noch klipp und klar, dass der Weiterbetrieb der Patrouille Suisse "massgeblich von den zur Verfügung stehenden Mitteln und somit von politischen Entscheiden" abhänge. Es geht also offenbar doch um Mehrkosten, um Mehrkosten für einen Finanzhaushalt, der gemäss Finanzminister Ueli Maurer stark in der Schieflage ist.

Es ist uns bewusst, dass die Kunstfertigkeit der Flugstaffelpiloten und -pilotinnen viele Menschen fasziniert und freut. Ich halte es deshalb wie Bundesrat Cassis mit Rosa Luxemburg und finde, dass Freiheit immer die Freiheit der Andersdenkenden ist. Diese Flugstaffeln sollen weiterhin im Einsatz sein, aber ganz klar nur an militärischen Events und Flugshows, also an Orten, die von Menschen besucht werden, die Freude haben an diesen riskanten Kunststücken, und nicht von solchen, die lieber nur in Ruhe eine Bratwurst essen möchten.

Ich bitte Sie um die Unterstützung meiner Motion und danke Ihnen dafür.

Parmelin Guy · BR-M · Conseil fédéral · Vaud

Cela a été dit dans la réponse à la motion Rytz Regula, le Conseil fédéral soutient une participation sélective de formations militaires de vol acrobatique, à condition que toutes les mesures de sécurité soient respectées. Nous considérons que ces présentations renforcent les liens tissés entre l'armée et la population, que cela a aussi une certaine importance dans le soutien au système de milice qui constitue le fondement de l'armée.

Si on prend les manifestations purement militaires, elles ne sont pas organisées en nombre suffisant. En 2017, par exemple, il y aura eu seulement deux manifestations militaires sur les trente manifestations organisées en Suisse auxquelles les forces aériennes participent. Et, en plus, il n'est pas possible d'assurer une présence dans toutes les régions linguistiques. A cela s'ajoute le fait que lors de manifestations civiles, en particulier lors de meetings aériens, des formations étrangères sont invitées à participer. L'absence des forces aériennes de l'armée suisse ne serait par conséquent certainement pas comprise, ni soutenue par la population.

Les charges supplémentaires occasionnées sont peu importantes puisque, pour 2017, le montant budgété est de 140 000 francs, ce qui est infime par rapport au budget d'exploitation des forces aériennes. Par conséquent, on ne peut pas utiliser cet argument.

Les manifestations, et cela est aussi extrêmement important, comptent comme des entraînements de vol. Les heures sont intégrées dans le budget ordinaire des heures de vol. Les économies d'heures réalisées sur F/A-18 pour un entraînement opérationnel de même qualité sont les suivantes: un pilote de la Patrouille suisse vole 60 heures de moins par année qu'un pilote standard qui, lui, vole 120 heures; un pilote de PC-7 Team vole 20 heures de moins par année qu'un pilote standard. Il faut considérer en outre un élément important, celui de la valeur ajoutée de l'entraînement au vol à basse altitude et au vol en formation.

Les mesures de sécurité - cela a été rappelé par Madame la conseillère nationale Regula Rytz - ont été vérifiées et adaptées. Les présentations aériennes ont lieu selon des standards de sécurité internationalement reconnus et régulièrement mis à jour. Ils sont établis en coopération avec l'Office fédéral de l'aviation civile.

Après l'incident de Saint-Moritz, il y a eu une réduction de la complexité des présentations. Les distances minimales entre les avions, qui étaient de deux mètres, ont passé à trois mètres; cela fait 50 pour cent d'augmentation de sécurité. Les altitudes minimales ont été relevées, tant pour le PC-7 Team que pour d'autres vols. Au niveau des manoeuvres, différentes mesures de sécurité ont été prises.

Nous avons standardisé les règles de sécurité civiles et militaires. Il y a eu la mise en place d'un comité d'experts, le "Display Control Committee", qui analyse les risques spécifiques et ordonne les mesures à prendre pour chaque présentation. Nous avons aussi introduit une nouvelle règle pour le survol d'obstacles connus, mais peu visibles, ainsi que pour le survol d'obstacles visibles.

Pour ces différentes raisons, je vous prie de rejeter la motion.

Vote

Präsident (Stahl Jürg, Präsident): Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.

Abstimmung - Vote

Für Annahme der Motion ... 43 Stimmen

Dagegen ... 134 Stimmen

(5 Enthaltungen)