17.046
Le droit suisse au lieu de juges étrangers (initiative pour l’autodétermination). Initiative populaire
de Buman Dominique · P-M · Conseil national · Fribourg · Groupe PDC
Ordnungsantrag Aeschi Thomas
Die SVP-Fraktion verlangt, dass die Sitzungszeiten gemäss Artikel 34 des Geschäftsreglementes des Nationalrates (GRN) eingehalten werden. Darin steht ausdrücklich, dass Nachtsitzungen (von 19 Uhr bis 22 Uhr) nur angesetzt werden, "wenn es die Geschäftslast und die Dringlichkeit der Geschäfte erfordert". Entsprechend ist das Geschäft 17.046, "Schweizer Recht statt fremde Richter (Selbstbestimmungs-Initiative)", zu den Sitzungszeiten gemäss Artikel 34 GRN zu traktandieren.
Motion d'ordre Aeschi Thomas
Le groupe UDC demande que l'horaire des séances prévu à l'article 34 du règlement du Conseil national (RCN) soit respecté. Celui-ci prévoit expressément que le conseil se réunit en séance de nuit (de 19 heures à 22 heures) uniquement "si le nombre et l'urgence des affaires à traiter l'exigent". L'objet 17.046, "Le droit suisse au lieu de juges étrangers (initiative pour l'autodétermination)" doit par conséquent être traité conformément à l'horaire fixé à l'article 34 RCN.
Le président (de Buman Dominique, président): Monsieur Aeschi Thomas a déposé sa motion d'ordre à la suite de la décision prise par le Bureau de notre conseil, qui vous a été communiquée hier soir, de terminer les débats relatifs à l'initiative pour l'autodétermination lundi 11 juin prochain.
Aeschi Thomas · Mit-M · Conseil national · Zoug · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Sie haben gestern Abend kurz nach 21 Uhr einen Brief unseres Präsidenten erhalten, in welchem er die Selbstbestimmungs-Initiative am kommenden 11. Juni ab 19 Uhr mit Open End ansetzt. Wenn man die Redezeit, die noch verbleibt, addiert, dann kommt man auf eine Dauer des Geschäftes bis etwa 00.30 Uhr am 12. Juni. Die SVP-Fraktion verlangt, dass die Sitzungszeiten gemäss Artikel 34 des Geschäftsreglementes unseres Rates eingehalten werden.
Lesen Sie das Geschäftsreglement! Die Sitzungszeiten sind in diesem Geschäftsreglement sehr klar festgehalten. Weiter steht darin auch, dass Nachtsitzungen von 19 Uhr bis maximal 22 Uhr dauern und nur dann angesetzt werden, wenn kumulativ das Erfordernis der Geschäftslast und das Erfordernis der Dringlichkeit gegeben sind. Sie wissen, dass wir die Sondersession abgesagt haben; wir haben im Frühjahr fast nur Vorstösse behandelt, weil die Geschäftslast des Nationalrates eben sehr tief war. Die Dringlichkeit des Geschäftes ist auch nicht gegeben, weil es noch, wie es das Gesetz vorschreibt, bis zum 12. Februar 2019 durch die Räte behandelt werden kann.
Ich möchte Sie bitten, dem Ordnungsantrag hier zuzustimmen und damit den Präsidenten zu beauftragen, eine andere Regelung zu finden und dieses Geschäft zu den regulären Sitzungszeiten gemäss Geschäftsreglement zu traktandieren. Man könnte z. B. auf einen Fraktionsausflug verzichten. Es gäbe auch andere Optionen, die man hätte einbringen können. - Sie lachen jetzt. Aber das Geschäft, über das wir hier diskutieren, ist nicht so lustig, wie Sie vielleicht denken. Es geht darum, ob internationales Recht oder nationales Recht, ob das Schweizervolk Vorrang hat. Dem gilt es die nötige Aufmerksamkeit und auch Würde entgegenzubringen. Es ist nicht korrekt, dass der Präsident dieses Geschäft auf eine Nachtsitzung verschiebt, bei der die Aufmerksamkeit entsprechend viel tiefer ist als sonst.
Ich bitte Sie, das Geschäftsreglement einzuhalten und unserem Ordnungsantrag zuzustimmen, damit das Geschäft zu den regulären Sitzungszeiten behandelt wird.
Nordmann Roger · Mit-M · Conseil national · Vaud · Groupe socialiste
Die Mitglieder der SVP-Fraktion haben 28 Zwischenfragen gestellt, davon 7 an sich selbst, die wiederum SVP-Redezeit bewirkten. So hat sich die SVP-Fraktion zusätzlich zu den 43 SVP-Rednern, die ordentlich eingeschrieben sind, noch schätzungsweise fast anderthalb Stunden Redezeit erkämpft. Meine Frage: Wieso ist die SVP-Fraktion dagegen, dass man diesem Redebedürfnis der SVP-Fraktion entspricht und also die Sitzungszeiten so organisiert, dass ihre Vertreter genug sprechen können? Für mich ist das völlig unverständlich. Ich sehe ehrlich gesagt nur eine Erklärung, und diese formuliere ich als Frage: Ist es nicht eher so, dass die SVP-Fraktion die Beratung verschleppen will, damit das Geschäft im Wahljahr vors Volk kommt?
Aeschi Thomas · Mit-M · Conseil national · Zoug · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Lieber Kollege, es war so, dass drei von fünf Bundesrichtern in der Zweiten öffentlich-rechtlichen Abteilung eine Praxisänderung vorgenommen haben. Das ist nicht eine Leichtfertigkeit, die man einfach so abhandeln könnte. Es ist auch nicht irgendein Wahlkampfthema, wie Sie es uns unterstellen, sondern es geht hier um etwas sehr Seriöses, und das gilt es hier im Rat im Rahmen der entsprechenden Redezeit zu diskutieren.
Dass Sie sich hier im Nationalrat der Debatte verweigern, ist sowieso überraschend. Im Ständerat waren die CVP- und die FDP-Liberale Fraktion immerhin ehrlich genug einzugestehen: Es gibt ein Problem, wir müssen das Verhältnis zwischen internationalem Recht und Landesrecht regeln. Hier im Nationalrat gibt es, weil das Anliegen von der SVP kommt, einfach keine Debatte. Deshalb brauchen wir diese Redezeit.
Ich bitte Sie, dem Geschäft die ihm entsprechende, nötige Würde zu geben.
de Buman Dominique · P-M · Conseil national · Fribourg · Groupe PDC
Le président (de Buman Dominique, président): Il ne s'agit pas d'une décision du président, contrairement à ce qui vient d'être dit, mais bien d'une décision du Bureau. Dès lors, je donne la parole à Madame Carobbio Guscetti, première vice-présidente du Bureau.
Carobbio Guscetti Marina · 1VP-F · Conseil national · Tessin · Groupe socialiste
Le Bureau est chargé de planifier les activités du conseil et d'établir le programme de la session, selon l'article 9 alinéa 1 lettre a du règlement du Conseil national. Le Bureau a prévu de traiter l'initiative pour l'autodétermination durant cette session et l'a annoncée au programme pour les votes finaux. Il s'agit, pour le Bureau, que tous les arguments puissent être développés. Avec la solution proposée, le Bureau permet qu'une décision soit prise par les deux conseils durant cette session, ce qui correspond à une gestion efficace des débats, sans coûts supplémentaires. Le traitement d'une initiative populaire à cheval sur deux sessions n'est pas dans l'intérêt du débat public.
Avec plus de 80 orateurs inscrits, la liste dépasse très largement la moyenne des initiatives populaires. Pour mémoire, durant cette session, 33 orateurs se sont inscrits sur la liste des orateurs pour l'initiative populaire "contre le mitage" et 10 pour l'initiative populaire "pour les vaches à cornes".
L'article 34 du règlement de notre conseil fixe les horaires de séance mais permet des exceptions ainsi que des séances de nuit "si le nombre et l'urgence des affaires à traiter l'exigent". Le Bureau est d'avis que ces critères sont ici remplis. Le Bureau a refusé de prolonger la séance le vendredi de la dernière semaine et a décidé de terminer le débat le lundi 11 juin au soir, ce qui est possible. Tous les chefs de groupe ont participé au processus de prise de décision et aucun ne s'est opposé à cette solution.
Au nom du Bureau, je vous invite donc à rejeter la motion d'ordre.
Vote
Le président (de Buman Dominique, président): Nous allons nous prononcer sur la motion d'ordre Aeschi Thomas, qui vise à biffer la délibération supplémentaire prévue le lundi 11 juin 2018.
Abstimmung - Vote
Für den Ordnungsantrag Aeschi Thomas ... 67 Stimmen
Dagegen ... 121 Stimmen
(0 Enthaltungen)