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Retrait de la nationalité suisse aux naturalisés qui ont commis des crimes graves
Quadri Lorenzo · Mit-M · Conseil national · Tessin · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Il tema sollevato da questa mozione è la perdita della cittadinanza svizzera a seguito di reati gravi che è regolata nell'articolo 48 della legge federale su l'acquisto e la perdita della cittadinanza svizzera. Ora, questo articolo allo stato attuale ha una portata pressoché nulla, e questo accade, perché i criteri per la sua applicazione sono estremamente restrittivi.
Zurzeit sind die Anforderungen für den Entzug des Schweizer Bürgerrechts sehr hoch. Nach heutiger Auffassung kann ein solcher nur dann vorgenommen werden, wenn die betreffende Person Delikte wie Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen oder Verbrechen gegen den Staat und die Landesverteidigung begangen hat. Delikte gegen Leib und Leben sind, wenngleich verwerflich, nicht in einer Weise gegen die Interessen des Landes gerichtet oder dem Ansehen der Schweiz in einem Ausmass nachteilig, dass sich ein Entzug des Schweizer Bürgerrechts rechtfertigen würde.
Quindi alla persona naturalizzata la cittadinanza elvetica può venire ritirata praticamente soltanto in caso di genocidio o di atti terroristici. E questo nemmeno sempre: conosciamo la discussione che ruota attorno alla vertenza del rimpatrio di persone che, diciamo, si sono macchiate di reati di terrorismo ma che rischierebbero trattamenti disumani o sarebbero in pericolo di vita nel paese d'origine.
Il Consiglio federale, nella sua presa di posizione sulla mozione, dichiara che l'omicidio non è un reato abbastanza grave per giustificare un provvedimento quale il ritiro della cittadinanza svizzera. Personalmente non condivido che l'omicidio non sia un reato abbastanza grave per giustificare la revoca del passaporto svizzero, come prevede l'attuale regolamentazione. Trovo questo stato di cose insoddisfacente, quindi continuerò ad insistere affinché le regole cambino. Chi si macchia di un crimine efferato offende in modo grave la comunità che l'ha accettato come membro a tutti gli effetti e dimostra dunque che la naturalizzazione non era meritata. Pertanto la cittadinanza svizzera, almeno in questi casi estremi, deve poter essere revocata. Questo anche perché non è logico che da una parte ci sia un regime di naturalizzazioni facili che va anche a beneficio di persone non integrate, mentre dall'altra parte vi sia un regime di revoche della cittadinanza svizzera che è praticamente impossibile da attuare.
Se poi, come scrive il Consiglio federale nella sua presa di posizione su questa mozione, non ci può essere una differenza tra gli svizzeri di nascita e quelli naturalizzati, si può obiettare che la differenza esiste già oggi: lo stesso articolo 48 della legge federale su l'acquisto e la perdita della cittadinanza svizzera prevede la distinzione, solo che la prevede per un numero insufficiente di fattispecie. È quindi questo che chiedo di cambiare. Si tratta in sostanza di allargare la portata di una norma che già esiste e non di inventare norme nuove.
Poi si può anche considerare il fatto che i cittadini naturalizzati possono disporre di vari passaporti e hanno anche i vantaggi che ne derivano, mentre gli svizzeri di nascita ne hanno uno solo. Quindi, se il Consiglio federale fosse coerente con le sue asserzioni di uguaglianza assoluta tra tutti gli svizzeri, allora dovrebbe essere contrario ai passaporti multipli. Invece sappiamo che la posizione sul tema è diversa, e questo vale non solo per il Consiglio federale ma anche per la maggioranza politica.
Chiedo quindi di appoggiare la mozione anche per ridare valore e dignità alla naturalizzazione.
Keller-Sutter Karin · BR-F · Conseil fédéral · St-Gall
Ich möchte Sie bitten, die Motion Quadri abzulehnen. Sie verlangt, dass eingebürgerte Schweizerinnen und Schweizer das Schweizer Bürgerrecht verlieren, wenn sie besonders schwere Verbrechen oder Vergehen verübt haben, insbesondere solche gegen Leib und Leben.
Nun, alle Schweizerinnen und Schweizer haben die gleichen Rechte und Pflichten. Wer eingebürgert wurde, ist Schweizerin oder Schweizer. Die mit der Motion beabsichtigte Unterscheidung zwischen eingebürgerten und gebürtigen Schweizerinnen und Schweizern würde dem widersprechen, sie wäre diskriminierend und würde sowohl gegen unsere Bundesverfassung als auch gegen internationales Recht verstossen.
Wenn eine Person aber durch falsche Angaben oder Verheimlichung erheblicher Tatsachen ihre Einbürgerung erschleicht, kann diese innert acht Jahren für nichtig erklärt werden. Dies kann etwa bei der Verheimlichung eines begangenen Verbrechens der Fall sein. Bei Doppelbürgern kann das Bürgerrecht zudem entzogen werden, wenn eine Person den Interessen oder dem Ansehen der Schweiz erheblich schadet.
Herr Quadri hat es zu Recht gesagt, die Anforderungen sind hoch: Terrorismus, Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen, Verbrechen und Vergehen gegen den Staat und die Landesverteidigung, die Beleidigung eines fremden Staates, welche die Beziehung zu diesem dauerhaft gefährdet. Es ist aber so, Herr Quadri, das kann ich Ihnen mindestens zusichern, dass das SEM zusammen mit Bundesamt für Justiz und Fedpol in meinem Auftrag eine neue Gesetzesversion ausarbeitet, weil - wie Sie zu Recht gesagt haben und wie ich das jetzt auch zitiert habe - die Anforderungen bei Doppelbürgern, und ich spreche jetzt über Doppelbürger, sehr hoch sind, wenn es darum geht, das Schweizer Bürgerrecht zu entziehen. Wir denken in die Richtung, die Möglichkeit zu planen, dass Doppelbürgern das Schweizer Bürgerrecht auch dann zu entziehen ist, wenn aus ihrem Verhalten eine konkrete Bedrohung der inneren oder äusseren Sicherheit der Schweiz ausgeht. Das ist eine offenere Formulierung, als wenn man tatsächlich wegen Terrorismus oder Völkermord belangt werden muss.
Die Regelung, die wir heute im Bürgerrecht haben, die den Entzug des Schweizer Bürgerrechts bei Doppelbürgern vorsieht, stammt aus den Kriegsjahren, aus dem Zweiten Weltkrieg. Es ging vor allem darum, Schweizern, die dem Ansehen der Schweiz schadeten, das zweite Bürgerrecht, eben das Schweizer Bürgerrecht, zu entziehen. Ich kann Ihnen auch sagen, dass per 1. Mai 2019 beim SEM 16 Fälle im Stadium der Vorprüfung waren. Hier geht es um Fälle von Doppelbürgern, welche im Verdacht stehen, sich im Ausland an Verbrechen im Rahmen von terroristischen Aktivitäten beteiligt zu haben.
Gegen die Mehrheit dieser Personen hat die Bundesanwaltschaft bereits ein Strafverfahren eröffnet. Die übrigen befinden sich aktuell im Ausland in Haft. Zwar ist ein Bürgerrechtsentzug nach geltendem Recht erst aufgrund eines rechtskräftigen Strafurteils möglich. Gleichwohl untersucht das SEM jeden dieser Fälle im Rahmen der Vorprüfung auf einen möglichen Bürgerrechtsentzug. Man will also bereit sein, wenn allfällige Strafurteile ergangen und rechtskräftig sind. Sollte dies nicht möglich sein - das lässt das Gesetz auch offen -, wenn es z. B. nicht gelingt, ein internationales Tribunal in Syrien zu etablieren, und dort keine rechtskräftige Verurteilung beispielsweise von Dschihad-Reisenden möglich wäre, dann könnte man hier auf diesem Weg Doppelbürgern trotzdem das Schweizer Bürgerrecht entziehen.
Aber ich möchte Sie bitten, die Motion abzulehnen, weil es hier darum geht, eingebürgerten Schweizern das Bürgerrecht zu entziehen, und das ist nicht möglich. Es gibt eigentlich nur eine Kategorie Schweizer. Es gibt Schweizer, die von Geburt an Schweizer sind, und jene, die eben die Erfordernisse erfüllt haben und durch eine Gemeinde oder einen Kanton eingebürgert wurden.
Vote
La presidente (Carobbio Guscetti Marina, presidente): Il Consiglio federale propone di respingere la mozione.
Abstimmung - Vote
Für Annahme der Motion ... 62 Stimmen
Dagegen ... 114 Stimmen
(0 Enthaltungen)