19.3009, 19.3010

Programme d'impulsion visant à diffuser des projets de numérisation innovants dans le domaine de la formation / Lancement d'un programme visant à donner un élan à la numérisation dans les universités fédérales et cantonales, dans les hautes écoles spécialisées et dans les domaines de la formation professionnelle et de la formation continue

Carobbio Guscetti Marina · P-F · Conseil national · Tessin · Groupe socialiste

19.3009, 19.3010

Antrag der Mehrheit

Annahme der Motionen

Antrag der Minderheit

(Tuena, Glauser, Gutjahr, Herzog, Keller Peter, Müri, Pieren, Rösti)

Ablehnung der Motionen

Proposition de la majorité

Adopter les motions

Proposition de la minorité

(Tuena, Glauser, Gutjahr, Herzog, Keller Peter, Müri, Pieren, Rösti)

Rejeter les motions

Eymann Christoph · Mit-M · Conseil national · Bâle-Ville · Groupe libéral-radical

Bei der ersten Motion (19.3009) geht es darum, ein Impulsprogramm zur Verbreitung innovativer Digitalisierungsprojekte im Bildungsbereich zu schaffen. Gute Projekte sollen über eine Plattform im ganzen Land, also auch über die Sprachgrenzen hinweg, ausgetauscht und weiterverbreitet werden. Zu verbreiten sind neue, technisch gestützte Bildungsformate, wie sie an den Hochschulen und insbesondere im neuen Lernzentrum "Learn" der EPFL und an der ETH Zürich entwickelt werden. Die Realisierung erfolgt in engster Abstimmung auf die im Dezember 2018 lancierte Plattform digitalinform.swiss.

Bei der zweiten Motion (19.3010) geht es um die Beteiligung des Bundes am Digitalisierungsaufwand der ETH Zürich, der ETH Lausanne, der kantonalen Universitäten, der Fachhochschulen, der Berufs- und Weiterbildung. Der Bund soll eine separate Vorlage unterbreiten, welche befristet sein kann. Die Bundesgelder sind an die Bedingung gekoppelt, dass die Kantone oder Private bei der Weiterbildung gleich hohe Beiträge wie der Bund beisteuern. Es soll also nicht einfach Geld des Bundes verteilt werden. Es muss klar sein, wofür diese Gelder eingesetzt werden sollen, und die Träger müssen ihrerseits Beiträge beisteuern. Damit soll erreicht werden, dass die Ziele des Bundesrates, die er in der Strategie Digitale Schweiz im September 2018 für die Bereiche Bildung, Forschung und Innovation formuliert hat, rasch erreicht werden können.

Im letzten November haben die WBK des Nationalrates und des Ständerates in Zürich eine Tagung zum Thema Digitalisierung durchgeführt. In allen Fachreferaten kam deutlich zum Ausdruck, dass die Digitalisierung im Bildungs- und Forschungsbereich eine sehr wichtige Rolle einnimmt. Betroffen sind Lehre, Forschung und Organisation. Die Hochschulen, der Berufsbildungssektor und auch die Träger der Weiterbildung haben konkrete Vorstellungen über die notwendigen Anpassungen, die als Folge der Digitalisierung vorgenommen werden müssen. Es wurde auch klar, dass verschiedene Staaten einen sehr grossen Aufwand betreiben, um ihre Hochschulen auf die digitale Zukunft vorzubereiten, und dass es um den Erhalt der Konkurrenzfähigkeit unserer Bildungsinstitutionen geht.

Einige dieser Gedankenanstösse von Experten aus dem Wissenschafts- und dem Wirtschaftsbereich nehmen diese beiden Kommissionsmotionen auf. Die beiden Motionen ergänzen sich und stehen nicht im Widerspruch zueinander.

In der Kommissionsberatung wurde die Notwendigkeit von Aktivitäten nicht bestritten. Die Mehrheit erkannte den Handlungsbedarf und die zeitliche Dringlichkeit. Ein Blick ins Ausland zeige, dass andere Staaten enorm in diesen Bereich investierten. Als Beispiel wurde der Pakt für Digitalisierung in Deutschland erwähnt. Es gehe also auch um die Konkurrenzfähigkeit unserer schweizerischen Hochschulen gegenüber den ausländischen. Die 160 Millionen Franken, die vor zwei Jahren vom Bundesrat dafür gesprochen wurden - zum Teil handelte es sich um Gelder, die bereits im Budget des WBF eingestellt waren -, seien willkommen gewesen, reichten aber nicht aus, um konkurrenzfähig zu bleiben. Es wurde begrüsst, dass mit dieser Vorgehensweise, einer separaten Botschaft, bei den Hochschulen und der Berufs- sowie Weiterbildung differenziert werden müsste, wofür wie viel Geld ausgegeben werde. Die Abdeckung aller Bildungsbereiche, in denen der Bund allein verantwortlich oder Partner ist, wurde ebenso begrüsst. Auch wurde auf die seit Langem abgegebene Zusage des Bundesrates hingewiesen, im Bereich der Digitalisierung unterstützend aktiv zu werden. Es wurde auch der Nachholbedarf der Schweiz erwähnt, und auch die partnerschaftliche Finanzierung von Bund und Kantonen einerseits bzw. Privaten andererseits fand Zustimmung.

Die Minderheit wies auf die bereits erfolgten Massnahmen seitens des Bundes und der Kantone hin, die genügend seien. Es brauche deshalb keine zusätzlichen Vorstösse. Auch die in beiden Motionen nicht erwähnten Kosten wurden als Problem bezeichnet. Der BFI-Bereich habe in der Vergangenheit immer Erhöhungen erhalten, und es sei beim Bund, nicht bei der Bildung, gespart worden.

Die Kommission hat der Motion 19.3009, "Impulsprogramm zur Verbreitung innovativer Digitalisierungsprojekte im Bildungsbereich", mit 14 zu 8 Stimmen bei 1 Enthaltung zugestimmt und der Motion 19.3010, "Lancierung eines Digitalisierungs-Impulsprogramms für eidgenössische und kantonale Universitäten, Fachhochschulen, Berufsbildung und Weiterbildung", mit 16 zu 8 Stimmen.

Ich bitte Sie im Namen der Kommission um Annahme der beiden Kommissionsmotionen.

Bulliard-Marbach Christine · Mit-F · Conseil national · Fribourg · Groupe PDC

Votre Commission de la science, de l'éducation et de la culture a déposé deux motions visant à accompagner la transition numérique, qui constitue un défi de taille pour notre pays, son économie et sa société.

La première motion, la motion 19.3009, charge le Conseil fédéral de créer un programme d'impulsion visant à diffuser des projets de numérisation innovants dans le domaine de la formation. Une plateforme en ligne doit permettre de faire connaître les nouveaux formats pédagogiques assistés par la technologie dans toute la Suisse et d'échanger les bonnes pratiques.

Par 14 voix contre 8 et 1 abstention, la commission vous propose d'accepter cette motion.

La majorité estime que de nombreux outils de numérisation sont aujourd'hui déjà disponibles, mais qu'il manque une plateforme destinée à faciliter les échanges, les évaluations et le constant développement de ces outils. Selon la majorité, la plateforme "digitalinform.swiss", lancée en décembre 2018, ne remplit ce rôle que pour la seule formation professionnelle. Ce concept judicieux pour l'utilisation des outils numériques doit être étendu aux autres branches de notre système de formation. Une minorité propose de rejeter la motion. Elle estime qu'une telle plateforme n'est pas nécessaire et que son implantation engendrerait des coûts trop élevés et difficilement évaluables.

La seconde motion, la motion 19.3010, charge le Conseil fédéral de lancer un programme d'impulsion, à durée limitée, sur la numérisation. Celui-ci accorderait des moyens financiers permettant aux Ecoles polytechniques fédérales, aux universités cantonales, aux hautes écoles spécialisées et aux acteurs de la formation professionnelle et de la formation continue d'atteindre les objectifs fixés dans la stratégie "Suisse numérique". En cas de transmission de cette motion, le programme d'impulsion serait créé indépendamment du message relatif à la formation, à la recherche et à l'innovation pour les années 2021 à 2024.

Pour la majorité, il s'agit de la mise en application concrète des mesures promises par le Conseil fédéral depuis plusieurs années. Cette impulsion doit servir à rattraper le retard de la Suisse dans le domaine de la numérisation, en soutenant les acteurs du domaine dans la poursuite des objectifs fixés par la Confédération.

La majorité estime également que le thème de la numérisation ne touche pas seulement le domaine de la formation, de l'innovation et de la recherche, mais l'ensemble de la population suisse. L'impact de la numérisation dans les années à venir est mal connu et il est probablement de grande ampleur. La majorité considère qu'il est justifié de lancer un programme d'impulsion séparé du message FRI 2021-2024 en vue d'assurer une plus grande marge de manoeuvre.

Une minorité de la commission, par contre, propose le rejet de la motion, argumentant qu'il n'est pas judicieux de lancer un programme séparé du message FRI, ce dernier devant faire de l'enjeu de la numérisation l'un de ses contenus essentiels. En outre, la minorité estime qu'un tel programme d'impulsion ferait doublon avec les efforts déjà engagés par l'intermédiaire d'Innosuisse et des Académies suisses des sciences.

Pour réussir la transition numérique, notre économie et notre société ont besoin d'impulsions ciblées, dotées d'une approche globale. Par conséquent, au nom de la majorité de la Commission de la science, de l'éducation et de la culture, je vous demande d'accepter les deux motions présentées.

Tuena Mauro · Mit-M · Conseil national · Zurich · Groupe de l'Union démocratique du Centre

Natürlich sträubt sich auch die SVP nicht gegen den Fortschritt der Digitalisierung, das ist ja klar. Aber wir erleben zurzeit - und dies insbesondere in dieser Kommission - einen eigentlichen Digitalisierungshype. Es vergeht kaum eine Kommissionssitzung, in der nicht irgendwelche Ideen zur Digitalisierung geäussert werden. Konkret - insbesondere dann, wenn es um die Kosten geht - werden dann jene Leute, die die Ideen einbrachten, allerdings nicht.

Wir müssen etwas aufpassen, dass wir uns an die verschiedenen Kompetenzen halten. Volksschule und Universitäten sind Sache der Kantone. Wir vom Bund sind zuständig für die ETH. Wir haben bereits in der BFI-Botschaft, wir haben es vorhin gehört, rund 160 Millionen Franken für die Digitalisierung eingestellt, und das ist auch recht so. In den beiden Motionen sind die Beträge nicht erwähnt. Da staunte ich dann schon, als in der Kommission die Frage gestellt wurde, um welche Geldbeträge es sich hier handeln könnte. Da gab es sehr grosse Differenzen zwischen der Präsidentin, heute ja übrigens Kommissionssprecherin, und der Verwaltung. Und, das muss ich Ihnen schon sagen, das ist mir zu heikel. Da wäre ich doch froh, wenn die Verwaltung, Herr Bundesrat, mit konkreten Anträgen kommen würde und wir diese dann ganz seriös im Rahmen der Beratung zur BFI-Botschaft besprechen könnten. Einfach so jetzt im Wahlkampf Motionen einzureichen, weil es halt in der Bevölkerung gut tönt, das ist zu unseriös, und solche Dinge lehnen wir ab.

Ich möchte Sie bitten, die beiden Motionen aus besagten Gründen abzulehnen.

Parmelin Guy · BR-M · Conseil fédéral · Vaud

Les deux motions chargent le Conseil fédéral de mettre en place des programmes visant à donner un élan à la numérisation dans le domaine de la formation. Le Conseil fédéral est d'accord avec le fait que l'utilisation des nouvelles technologies représente un potentiel énorme pour améliorer l'enseignement et l'apprentissage à tous les niveaux de la formation. Le Conseil fédéral est aussi convaincu du fait que la Confédération et les cantons sont conscients de ce potentiel ainsi que des défis que pose la numérisation pour la formation.

Les processus fédéraux et cantonaux mis en place vont déjà dans le sens voulu. A l'échelon intercantonal, l'assemblée plénière de la Conférence suisse des directeurs cantonaux de l'instruction publique a adopté, le 21 juin 2018, une stratégie pour la gestion de la transition numérique dans le domaine de l'éducation.

Au niveau fédéral, nous avons lancé en 2017 le plan d'action dans les domaines de la formation, de la recherche et de l'innovation pour les années 2019-2020. Les chances et les défis de la numérisation sont également amplement discutés dans le cadre du programme d'action intitulé "Vision 2030 de la formation professionnelle", et des mesures sont mises en oeuvre. La Confédération, les cantons et les organisations du monde du travail ont en outre créé, en décembre 2018, la plateforme "digitalinform.swiss". Cette plateforme vise à encourager le transfert actif des savoirs entre les différents projets liés à la numérisation. L'objectif est de donner de la visibilité à ce qui existe déjà et de mettre davantage en réseau les acteurs de la formation professionnelle.

Dans le domaine des hautes écoles, la Conférence des recteurs des hautes écoles suisses - Swissuniversities - a lancé le programme d'impulsion intitulé "Renforcement des digital skills dans l'enseignement", qui vise à soutenir les activités des hautes écoles dans le domaine de l'enseignement.

Pour ce qui concerne la recherche, le Conseil fédéral a lancé, le 21 septembre 2018, le programme national de recherche intitulé "Transformation numérique", dont l'un des axes prioritaires concerne la formation.

Enfin, la Confédération a lancé en 2018 le projet intitulé "Simplement mieux!... au travail", qui soutient la formation continue relative aux compétences numériques de base sur le lieu de travail.

Etant donné la longue liste de stratégies et de mesures que je viens d'énumérer, déjà mises en oeuvre par la Confédération et les cantons à tous les niveaux de la formation, le Conseil fédéral ne perçoit pas le besoin d'initier un autre programme d'impulsion dans la sphère de compétence fédérale, ni d'une nouvelle base légale.

Concernant l'élargissement de la plateforme "digitalinform.swiss" à tous les niveaux de la formation, comme visé par la motion 19.3009, le Conseil fédéral estime que cela n'est pas possible. La compétence fédérale pour promouvoir des projets se limite en fait à la formation professionnelle. Une plateforme pour d'autres niveaux de la formation devrait se limiter aux transferts d'information.

Aux yeux du Conseil fédéral, il convient donc de poursuivre les activités dans le cadre du message Formation, recherche et innovation 2021-2024 et non pas séparément, comme visé par la motion 19.3010. Cette démarche, telle que le Conseil fédéral vous la propose, permet de garder une vue d'ensemble de toutes les dépenses engagées dans le domaine formation, recherche et innovation.

Pour toutes les raisons que je viens d'énumérer, le Conseil fédéral vous demande de suivre la minorité de la commission et de rejeter les deux motions.

Carobbio Guscetti Marina · P-F · Conseil national · Tessin · Groupe socialiste

La presidente (Carobbio Guscetti Marina, presidente): I relatori rinunciano a prendere la parola.

Vote

19.3009

La presidente (Carobbio Guscetti Marina, presidente): La commissione propone di accogliere la mozione. Una minoranza Tuena e il Consiglio federale propongono di respingere la mozione.

Abstimmung - Vote

Für Annahme der Motion ... 118 Stimmen

Dagegen ... 62 Stimmen

(1 Enthaltung)

Vote

19.3010

La presidente (Carobbio Guscetti Marina, presidente): La commissione propone di accogliere la mozione. Una minoranza Tuena e il Consiglio federale propongono di respingere la mozione.

Abstimmung - Vote

Für Annahme der Motion ... 118 Stimmen

Dagegen ... 61 Stimmen

(1 Enthaltung)