18.4280
Faire coïncider le début de l'école de recrues avec la fin de l'apprentissage
Carobbio Guscetti Marina · P-F · Conseil national · Tessin · Groupe socialiste
Antrag der Mehrheit
Ablehnung der Motion
Antrag der Minderheit
(Zuberbühler, Addor, Amstutz, Clottu, Golay, Hurter Thomas, Keller-Inhelder, Salzmann, von Siebenthal)
Annahme der Motion
Proposition de la majorité
Rejeter la motion
Proposition de la minorité
(Zuberbühler, Addor, Amstutz, Clottu, Golay, Hurter Thomas, Keller-Inhelder, Salzmann, von Siebenthal)
Adopter la motion
La presidente (Carobbio Guscetti Marina, presidente): Avete ricevuto un rapporto scritto della commissione.
Fridez Pierre-Alain · Mit-M · Conseil national · Jura · Groupe socialiste
En date du 24 juin dernier, la Commission de la politique de sécurité a examiné la motion déposée par le conseiller aux Etats Ettlin Erich, qui demande l'adaptation des bases légales afin de faire coïncider le début de l'école de recrues d'été avec la fin du contrat d'apprentissage, soit concrètement à fin juillet. Cette motion a été largement acceptée par la Chambre des cantons, le 13 mars dernier, par 26 voix contre 9 et 5 abstentions.
Avec la mise en oeuvre du développement de l'armée, il n'y a plus que deux périodes d'école de recrues par année, et l'école de recrues d'été a été avancée d'une semaine, soit à la semaine 26, c'est-à-dire la dernière semaine de juin, pour mieux concilier école de recrues et études dans le tertiaire, par exemple à l'université, dans une haute école spécialisée, etc., dont l'année scolaire commence à la mi-septembre. Mais, selon l'auteur de la motion, cela se ferait au détriment de l'apprentissage, qui deviendrait une fois de plus le parent pauvre du monde de la formation et de l'enseignement. C'est au moment où l'apprenti est le mieux formé, où il est diplômé, qu'on le retire de son travail, au détriment de son employeur. L'auteur de la motion précise que tout cela porterait préjudice à la qualité de la formation et, plus globalement, à l'attrait de l'apprentissage.
Le Conseil fédéral s'est opposé à la motion, argumentant que les examens d'apprentissage se déroulent aujourd'hui durant les semaines 23 à 25, en gros durant les trois premières semaines de juin, soit donc avant le début de l'école de recrues. Il est vrai que l'apprentissage devrait s'interrompre un peu plus tôt, mais pour des conséquences minimes, la formation étant terminée et validée par des examens professionnels. De plus, cette nouvelle situation n'a pas provoqué de réactions au sein des associations patronales.
Lors des débats en commission, plusieurs arguments plaidant en faveur du rejet de la motion ont été donnés: retarder le début de l'école de recrues, c'est automatiquement retarder la fin de l'école de recrues d'été et donc aggraver la situation des étudiants qui entrent à l'université ou dans les hautes écoles spécialisées. Pour cette catégorie d'apprenants, il s'agit véritablement d'une période de travail intensive et de mise dans le bain des études qui est perturbée. Par contre, il est vrai que les apprentis quitteraient leur place de travail environ cinq semaines avant l'échéance de leur contrat d'apprentissage, mais le mois de juillet est volontiers un mois durant lequel on prend des vacances; dans beaucoup de secteurs, c'est une période plus calme. Par ailleurs, les frais de l'employeur seraient couverts par les APG. Donc, en définitive, il ne devrait y avoir que peu de répercussions pour les employeurs.
Concernant les apprentis, comme leur formation est terminée et les examens passés et en principe réussis, si ces jeunes partent à l'armée, cela a peu ou n'a pas de répercussions pour eux également. Par ailleurs, en cas de situation particulière, une demande de congé reste toujours possible, pour une cérémonie de remise de diplôme par exemple.
Ces arguments ont convaincu la majorité des membres de la commission, alors que, pour une minorité d'entre eux, le fait qu'il puisse en résulter une perte dans la formation, la perte d'un temps précieux sur la place d'apprentissage, l'emporte. Ils considèrent qu'une fois de plus l'apprentissage se trouve dans la position du parent pauvre dans le monde de la formation.
Par 14 voix contre 9 et 2 abstentions, la commission a rejeté la motion. Au nom de la commission, je vous propose d'en faire de même.
Zuberbühler David · Mit-M · Conseil national · Appenzell Rh.-Ext. · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Die Motion Ettlin Erich 18.4280 deckt sich mit meiner Motion, welche ich in der vergangenen Wintersession eingereicht habe und die von 83 Nationalrätinnen und Nationalräten aus allen Fraktionen mitunterzeichnet wurde.
Worum geht es? Mit der Weiterentwicklung der Armee wurde der Start der Sommer-Rekrutenschule dieses Jahr erstmals auf Ende Juni vorverschoben. Der Grund war, dass die Studenten im Herbst den Semesteranfang an den Hochschulen nicht mehr verpassen sollen. Dabei ging offenbar vergessen, dass immerhin 80 Prozent der angehenden Rekruten aus der Berufsbildung stammen. Diese Rekruten müssen jetzt in die Rekrutenschule, bevor ihr Lehrvertrag ausläuft. Lehrlinge können dadurch ihre Lehrverträge nicht mehr erfüllen. Bestraft werden aber auch die Lehrbetriebe, weil sie ihren fertig ausgebildeten, wertvollen Nachwuchs bis zu vier Wochen früher abgeben müssen. Ihnen, Frau Bundesrätin, ist dieses Problem bewusst. Schliesslich haben verschiedene Verbände auf das Problem aufmerksam gemacht, und man wurde unter anderem bei Ihnen in Ihrem Departement vorstellig.
Ganz generell ist es störend, dass die Armee ihrerseits ausgerechnet auf Akademiker, also Studenten, Rücksicht nimmt, obwohl ihr diese am häufigsten den Rücken kehren und lieber in den Zivildienst gehen. Die 2017 bei der Vollzugsstelle eingegangenen 5056 Fragebögen zeigen nämlich, dass rund 45 Prozent der Zivis zur Gruppe der Maturanden und Studenten zu zählen sind. Diese Zahl ist insofern interessant, als es sich bei lediglich 20 Prozent der angehenden Rekruten um Studenten handelt. Ich halte also fest: Das Gros der Militärdienstleistenden, aber auch der Unteroffiziere und eine Mehrheit der Offiziere kommen aus der Berufsbildung.
Nun, es ist erfreulich, dass Frau Bundesrätin Amherd der Armee den Auftrag gegeben hat zu prüfen, welche Lösungsmöglichkeiten es geben könnte und wie im Rahmen der bestehenden Rechtsordnung den Lehrbetrieben entgegengekommen werden könnte. Diese Prüfungen haben ergeben, dass der Start der Sommer-Rekrutenschule um eine Woche verschoben werden könnte. Eine Zusicherung, dass die Sommer-Rekrutenschule ab dem kommenden Sommer auf Kalenderwoche 27 verschoben wird, ist seitens Frau Bundesrätin Amherd anlässlich der Junisitzung der Sicherheitspolitischen Kommission erfolgt. Für diese Zusicherung beziehungsweise dieses Entgegenkommen bedanke ich mich bestens.
Die Schweiz ist das Land der Kompromisse. Man könnte nun meinen, dass es sich bei der Verschiebung des Starts der Sommer-Rekrutenschule um einen gutschweizerischen Kompromiss handelt. Der Schweizerische Gewerbeverband, die ausbildenden Verbände und die SVP sind aber der Meinung, dass dieser Kompromiss lediglich als Überbrückungsmassnahme betrachtet werden darf. Die Verschiebung um eine Woche löst nämlich das Problem noch immer nicht. Es wird auch damit Fälle geben, in denen Auszubildende bis zu vier Wochen ihrer Einsatzzeit im Lehrbetrieb verlieren. Das ist eine Entwertung der Berufsbildung - und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Für Betriebe wird sie weniger attraktiv, und Lehrlinge werden ohne den Abschluss ihres ersten Arbeitsvertrags entlassen.
So oder so: Es ist störend, dass die Armee ihre eigene Personalquelle, die Berufsbildung, kannibalisiert und gleichzeitig Kompromisse mit Universitäten eingeht. Von diesem Kompromiss hat die Armee sehr wenig.
Wenn Sie meiner Minderheit zustimmen, sagen Sie Ja zur Berufsbildung und somit Ja zum grössten Personalpool der Armee. Sie sagen einfach Ja zu den Menschen, die betroffen sind: Betriebe, Militärs und vor allem Lehrlinge.
Amherd Viola · BR-F · Conseil fédéral · Valais
Für das Gesamtverständnis weise ich Sie nochmals auf die wichtigsten zeitlichen Eckwerte der Grundausbildung der Armee hin: Heute beginnt die Rekrutenschule im Juni in der Kalenderwoche 26 und endet 18 Wochen später in der Woche 43. Der Motionär will den Bundesrat beauftragen, den Beginn der Sommer-Rekrutenschule auf das vertragliche Ende der Berufslehre abzustimmen, das heisst, ihn um fünf oder mehr Wochen zu verschieben.
Mit dieser Verschiebung gefährden wir allerdings die Vereinbarung mit Swissuniversities, das heisst den Schweizer Universitäten, Fachhochschulen, pädagogischen Hochschulen und den höheren Fachschulen. Diese Vereinbarung, sehr geehrter Herr Nationalrat Zuberbühler, betrifft eben nicht nur Akademiker, nicht nur Studierende mit einer gymnasialen Matura, sondern auch Berufsschüler mit Berufsmatura und Berufsleute als militärische Kader, die eine Weiterbildung machen wollen. Es betrifft auch alle Kader, die ihren Grad in einer RS abverdienen. Die Vereinbarung mit Swissuniversities ermöglicht es ihnen, drei Wochen früher entlassen zu werden und, wenn sie ihr Studium direkt nach dem Dienst beginnen oder fortsetzen wollen, kein Jahr zu verlieren. Aber es betrifft eben auch Berufsmaturanden. Das sollten wir nicht aufs Spiel setzen.
Um dem Anliegen der Motion entgegenzukommen, wird mein Departement eine Kompromisslösung umsetzen. Neu wird der Start der Sommer-Rekrutenschule um eine Woche in die Kalenderwoche 27 verschoben. Daraus ergeben sich einige wesentliche Vorteile:
1. Die Lernenden stehen den Betrieben eine Woche länger zur Verfügung, und es müssen weniger Urlaubsgesuche für noch nicht abgeschlossene Lehrabschlussprüfungen gestellt werden. Auch die Maturanden profitieren von dieser Lösung bei den Maturafeiern.
2. Die für die Attraktivität der militärischen Kaderausbildung zentrale Vereinbarung mit den Schweizer Universitäten, den höheren Fachschulen, Fachhochschulen und pädagogischen Hochschulen kann unverändert eingehalten werden. Abverdienende Kader werden auch ab 2020 die RS in der Kalenderwoche 40 verlassen können, um ihr Studium zeitgerecht aufzunehmen oder fortzuführen.
Die Realisierung dieses Kompromisses per 2020, also schon auf das nächste Jahr hin - das ist sehr rasch -, erfordert armeeinterne Massnahmen, welche sich bereits in Planung oder Umsetzung befinden.
Zusammenfassend halte ich fest: Die Verschiebung des Starts der Sommer-Rekrutenschule um eine Woche bereits ab 2020 stellt eine machbare und meines Erachtens gute Kompromisslösung dar. Damit kommen wir den Arbeitgebern und den grossen Kantonen Waadt, Bern und Zürich bezüglich Abschlussprüfungen entgegen, ohne die bestehende Vereinbarung mit den Hochschulen zu gefährden. Die Forderung der Motion wird somit in vertretbarem Rahmen umgesetzt, es wird ihr Rechnung getragen. Entsprechend bitte ich Sie, die Motion abzulehnen.
Bigler Hans-Ulrich · Mit-M · Conseil national · Zurich · Groupe libéral-radical
Besten Dank für Ihre Ausführungen, Frau Bundesrätin. Die Armeeführung argumentierte ja damals beim Abschluss der Vereinbarung mit Swissuniversities über den RS-Beginn, man müsse vor allem auf die Universitäten schauen, damit man dann für die Kader der Armee Akademiker hat. Mich würde interessieren, ob Sie über Zahlen verfügen darüber, wie viele Offiziere, die Akademiker sind, in den Zivildienst abwandern, nachdem sie die Offiziersschule gemacht haben.
Amherd Viola · BR-F · Conseil fédéral · Valais
Besten Dank für diese Frage, Herr Nationalrat Bigler. Das Zahlenmaterial liegt sicher vor. Ich habe es nicht bei mir, aber eigentlich spielt es auch überhaupt keine Rolle. Ich wiederhole gerne, dass die Vereinbarung mit Swissuniversities eben nicht nur die Akademiker, die Studierenden mit einer gymnasialen Matura, betrifft, sondern auch alle mit Berufsmatura sowie alle Berufsfachschulen, höheren Fachschulen und eben auch die pädagogischen Hochschulen. Deshalb sind diese Zahlen unerheblich.
Carobbio Guscetti Marina · P-F · Conseil national · Tessin · Groupe socialiste
La presidente (Carobbio Guscetti Marina, presidente): La commissione e il Consiglio federale propongono di respingere la mozione. Una minoranza Zuberbühler propone di accoglierla.
Vote
Abstimmung - Vote
Für Annahme der Motion ... 66 Stimmen
Dagegen ... 97 Stimmen
(1 Enthaltung)