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Sécurité de l'approvisionnement. Métaux des terres rares, stratégie des ressources
Schneider-Schneiter Elisabeth · Mit-F · Conseil national · Bâle-Campagne · Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV.
Der Bundesrat soll mit dem Postulat beauftragt werden, in einem Zusatzbericht zum Bericht vom 14. Dezember 2018 in Erfüllung des Postulates 12.3475 aufzuzeigen, wie die Schweiz langfristig die von ihr benötigten Ressourcen an Metallen der seltenen Erden sichern kann, wie er die Abhängigkeit reduzieren kann und welche Aussenwirtschaftspolitik er dazu verfolgt. Der Zusatzbericht soll aufzeigen, welche Massnahmen im Bereich Forschung mit dem Ziel der Substituierung der kritischen Rohstoffe durch weniger kritische vorgesehen sind. Gleichzeitig soll er darlegen, wie die Recyclingwirtschaft dahingehend unterstützt werden kann, dass eine bessere Wiederverwertbarkeit dieser Stoffe möglich wird.
Der Bundesrat ist der Meinung, dass kein Handlungsbedarf besteht, dass sich die Lage im Bereich der Versorgungssicherheit mit seltenen Erden entspannt habe. Der Konflikt mit China über die Exportbeschränkungen im Rahmen der WTO sei beigelegt, und die Produktion von seltenen Erden sei heute besser verteilt. Insgesamt seien die globalen Märkte in der Lage, eine ausreichende Versorgung zu gewährleisten. Für Schweizer Unternehmen sei der Zugang zu seltenen Erden heute problemlos und daher auch Sache der Privatwirtschaft. Der Bundesrat sieht keinen Handlungsbedarf.
Wir sind weit davon entfernt, dass sich die Lage entspannt hat. Seltene Erden sind das Öl des 21. Jahrhunderts. Mehr als 90 Prozent der weltweit verbrauchten seltenen Erden stammen aus China. Weder Mobiltelefone noch Laptops noch Elektromotoren kommen ohne seltene Erden aus. China war bisher für die westliche Industrie eine bequeme Quelle. Mit der aggressiven Handelspolitik Chinas hat sich die Lage schon länger verschärft, seit der Covid-Krise und nun auch aufgrund des Ukraine-Krieges nochmals in drastischer Weise. Trotzdem sagt der Bundesrat, dass kein Handlungsbedarf bestehe. Der Bundesrat erachtet den direkten Zugang zu diesen Rohstoffen offenbar als nicht wichtig, viel wichtiger sei der Zugang zu Vorprodukten. Aber auch dieser Zugang ist nicht gesichert. Freihandelsabkommen sichern uns den Zugang ebenfalls nicht verlässlich: Das Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und China wird von China immer zu seinen Gunsten ausgelegt.
Zudem werden wir uns zunehmend mit verschiedensten Exportkontrollen in Bezug auf diese Rohstoffe aus China arrangieren müssen. Lithium und Kobalt gelten beispielsweise als Schlüsselrohstoffe und gehören zu den begehrtesten Rohmaterialien. Ohne sie funktioniert kein aufladbarer Akku. Neben Smartphones und vielen anderen Geräten werden solche Akkus auch in E-Autos und E-Bikes verwendet. Für einen E-Auto-Akku braucht es tausendmal so viel Kobalt und Lithium wie für einen Smartphone-Akku. Die Zunahme der Elektromobilität wird die Nachfrage nach diesen Rohstoffen um ein Vielfaches steigern.
Doch diese Rohstoffe sind knapp und werden teilweise unter unmenschlichen Bedingungen und gravierenden Umweltschäden abgebaut. Seltene Erden sind ökologisch, ökonomisch und letztlich auch politisch ein zentrales Thema für unser Land, für die Schweiz. Es braucht dringend eine umfassende Strategie, welche heute fehlt.
In diesem Sinne bitte ich Sie, diesem Postulat zuzustimmen.
Parmelin Guy · BR-M · Conseil fédéral · Vaud
L'auteure du postulat demande une stratégie globale pour la sécurité d'approvisionnement en terres rares. En 2018, le Conseil fédéral a déjà examiné la thématique de l'approvisionnement en terres rares dans le cadre de son rapport donnant suite au postulat Schneider-Schneiter 12.3475. L'analyse a été actualisée en 2020.
Seit der Veröffentlichung des Berichtes zum Postulat im Jahr 2018 sind eine Zunahme des Produktionsvolumens und eine beschleunigte Diversifizierung der Produktionsländer zu beobachten.
La dépendance vis-à-vis de certains producteurs, notamment chinois, a donc diminué au cours des dernières années. Ainsi, l'analyse de la production et des réserves mondiales et l'évolution des prix ont montré que la situation s'est détendue depuis 2010.
Le conflit avec la Chine concernant les restrictions à l'exportation dans le cadre de l'OMC a été résolu, ce qui a permis de normaliser les prix. En outre, la production mondiale, je viens de le dire, de terres rares est aujourd'hui mieux répartie. Madame Schneider-Schneiter, à titre de comparaison, même si la Chine reste en tête, elle ne produisait plus que 62 pour cent du total en 2019, alors que c'était encore 97 pour cent en 2010 et 78 pour cent en 2017.
La pandémie et la guerre en Ukraine n'ont pas non plus d'influence déterminante sur les volumes de production. En règle générale, les tendances mondiales à la formation de blocs économiques et à un protectionnisme accru montrent toutefois l'importance croissante des chaînes d'approvisionnement différenciées. En outre, bien que la Suisse utilise plusieurs terres rares, elle importe principalement ces produits de manière indirecte sous forme de produits intermédiaires transformés. Une forte hausse des prix des terres rares n'aura pas d'impact décisif sur la compétitivité des entreprises suisses concernées. Ceci est dû à des faibles quantités de terres rares utilisées dans les produits finaux et à la part généralement faible du coût des matières premières pour l'industrie suisse.
Je suis convaincu que la politique économique extérieure de la Suisse, sa politique environnementale et sa politique de recherche et d'innovation lui permettront de relever les défis liés à l'approvisionnement en terres rares dont son industrie a besoin.
Der Bundesrat ist daher der Ansicht, dass es nicht notwendig ist, neue Massnahmen einzuführen oder eine neue Strategie zu entwickeln.
Vote
Präsidentin (Kälin Irène, Präsidentin): Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
Abstimmung - Vote
Für Annahme des Postulates ... 102 Stimmen
Dagegen ... 76 Stimmen
(0 Enthaltungen)