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Déclaration du Conseil national. Organisation du Championnat d’Europe féminin de football 2025 en Suisse
Candinas Martin · P-M · Conseil national · Grisons · Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV.
Antrag der Kommission
Einen Tag nach der WM-Qualifikation des Nationalteams hat der Schweizerische Fussballverband im Oktober die Schweizer Kandidatur für den grössten Frauen-Sportanlass Europas im Jahr 2025 eingereicht. Acht Städte stehen als Austragungsorte bereit. Bislang sind von Städten und Kantonen namhafte Verpflichtungskredite und Finanzhilfen zugesprochen worden, sollte die Schweiz den Zuschlag erhalten. Anfang 2023 soll der Entscheid seitens Uefa gefällt werden.
Mit dieser Erklärung möchten wir klar zum Ausdruck bringen, dass auch die nationale Politik hinter diesem Vorhaben steht. Die Durchführung der grössten frauenspezifischen Sportveranstaltung Europas ist eine grosse Chance für die Schweiz, sich dem Kontinent zu präsentieren, und zwar als sportliche, freundliche und kompetente Gastgeberin eines nachhaltigen Turniers mit vollständig bestehender Infrastruktur, Stadien, Hotels und kurzen Distanzen auf einem bestens funktionierenden Verkehrsnetz.
Proposition de la commission
En octobre, un jour après la qualification de l'équipe féminine de football pour la Coupe du monde, l'Association suisse de football a déposé la candidature de la Suisse pour accueillir la plus grande manifestation sportive féminine d'Europe en 2025 dans huit villes du pays. A ce jour, les villes et les cantons ont décidé des crédits d'engagement et des aides financières d'un montant conséquent pour le cas où la Suisse était choisie. L'UEFA devrait prendre sa décision au début de l'année 2023.
Nous souhaitons, par la présente déclaration, exprimer clairement le soutien de la politique nationale à ce projet. La réalisation de la plus grande manifestation sportive féminine d'Europe est pour la Suisse une chance de taille de se présenter au continent. Elle se veut l'hôte sportive, sympathique et compétente d'un tournoi placé sous le signe du développement durable, avec une infrastructure, des stades et des hôtels déjà construits, des distances réduites et un réseau de transports qui fonctionne parfaitement.
Präsident (Candinas Martin, Präsident): Unsere Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur beantragt dem Rat, gestützt auf Artikel 32 des Geschäftsreglementes des Nationalrates, eine Erklärung zur Austragung der Fussball-Europameisterschaft der Frauen 2025 in der Schweiz abzugeben.
Studer Lilian · Mit-F · Conseil national · Argovie · Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV.
Mehrere Nationalrätinnen aus verschiedenen Parteien - einige davon Mitglied des FC Helvetia - haben zusammen diskutiert, wie das Parlament die vom Schweizerischen Fussballverband eingereichte Kandidatur der Schweiz als Austragungsort für die Uefa-Frauen-Europameisterschaft 2025 unterstützen kann. Es ist nicht das erste Mal, dass unser Rat eine solche Erklärung zu einer solchen Kandidatur der Schweiz traktandiert. Schon bei der Uefa Euro 2008 der Herren in den beiden Ländern Schweiz und Österreich wollten wir als Parlament damals ein politisches Signal geben. Sowohl wir Nationalrätinnen als auch die grosse Mehrheit der Kommission kamen zu dem Schluss, dass wir uns diese Möglichkeit auch dieses Mal nicht entgehen lassen wollen.
Auch heute geht es darum, ein solches politisches Signal zu setzen. Denn die grosse Mehrheit der Kommission ist der Ansicht, dass es eine grosse Chance für die Schweiz wäre, die grösste frauenspezifische Sportveranstaltung Europas durchzuführen. "Die Begeisterung, die die Frauenfussball-EM dieses Jahr in England entfacht hat, spricht für sich", sagte ein Kommissionsmitglied. Und ein anderes Kommissionsmitglied betonte: "Es geht nicht darum, Symbolpolitik für die Frauen zu betreiben. Es geht vielmehr darum, den Sport im Allgemeinen zu vertreten, denn Sport verbindet, weckt Emotionen und hat eine Ausstrahlungskraft über seine Grenzen hinaus."
Fakt ist, dass es die grösste Sportveranstaltung wäre, die bis dahin in der Schweiz für Frauen durchgeführt worden wäre. Mit der Organisation der Frauenfussball-EM 2025 würde die Schweiz zudem die Gelegenheit erhalten, sich als Gastgeberland zu präsentieren und zu profilieren, und zwar gerade auch im Sinne des Marketings für den Tourismusstandort, und dies zudem nachhaltig. Denn die bestehenden Stadien könnten mit ihrer vorhandenen Infrastruktur entsprechend genutzt werden. Die Distanzen zwischen ihnen sind kurz, und unser Land ist auch nicht gross, wie Sie wissen. Dazu sagte der BASPO-Direktor Matthias Remund, der auch an der Kommissionssitzung teilnahm, es sei ein Zeichen der Wertschätzung, dass Basel, Bern, Genf und Zürich die Standorte der Hauptstadien wären und dass auch St. Gallen, Luzern, Thun sowie Lausanne mit ihren Stadien beteiligt wären. Alle guten Stadien in der Schweiz würden also einbezogen. Auch das Tessin soll übrigens anscheinend laut Projektentwurf nicht aussen vor gelassen werden.
Der Bundesrat sieht in dem Vorhaben, so wörtlich, "eine grosse Chance für die Schweiz und die Weiterentwicklung des Frauen- und Mädchenfussballs".
Die Erklärung des Nationalrates soll insbesondere gegenüber der Uefa das Signal geben, dass die Politik, unser Parlament, die Bewerbung unterstützt und dass sie hofft, dass die Schweiz den Zuschlag erhält. Dies ist ein wichtiges Signal, denn ohne politische Unterstützung, sei es auf Gemeinde-, Kantons- oder Bundesebene, kann eine solche Grossveranstaltung nicht durchgeführt werden, und dies prüft auch die Uefa. Wie ich gehört habe, entscheidet die Uefa nun übrigens erst Anfang April über den Austragungsort. Konkurrenz ist auch vorhanden.
Die Kommission stimmte der Erklärung mit 20 zu 2 Stimmen bei 0 Enthaltungen zu.
Die kleine Minderheit sah diese Erklärung eher als Symbolpolitik und meinte, dass wir immer neue Projekte anstreben würden, dass man sich an diese nach einigen Jahren jedoch kaum noch erinnere. Auch müsste man alle Sportarten gleich behandeln, lautete ein Kommentar.
Ich komme langsam zum Schluss: Toll wäre es, wenn wir als gesamte Schweiz ganz Europa bei uns zu Gast haben dürften. Es wäre doch toll, wenn wir alle beim Eröffnungsspiel unsere Frauen-Nationalmannschaft anfeuern und einen ereignisreichen, emotionalen, fairen und verbindenden gesamtschweizerischen Grossanlass durchführen und erleben dürften.
Sie haben die Erklärung vor sich und konnten sie bereits lesen. Ich lese Ihnen aber den letzten Abschnitt noch kurz vor, damit wir alle von demselben sprechen: "Mit dieser Erklärung möchten wir klar zum Ausdruck bringen, dass auch die nationale Politik hinter diesem Vorhaben steht. Die Durchführung der grössten frauenspezifischen Sportveranstaltung Europas ist eine grosse Chance für die Schweiz, sich dem Kontinent zu präsentieren, und zwar als sportliche, freundliche und kompetente Gastgeberin eines nachhaltigen Turniers mit vollständig bestehender Infrastruktur, Stadien, Hotels und kurzen Distanzen auf einem bestens funktionierenden Verkehrsnetz."
Herzlichen Dank für Ihr Signal!
Büchel Roland Rino · Mit-M · Conseil national · St-Gall · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Geschätzte Frau Kollegin Studer, ich bin wie Sie für die Durchführung, ich finde es einen guten Anlass. Denken Sie aber, dass eine Erklärung des Nationalrates das richtige Mittel ist? Wann machte der Rat eine Erklärung zur Uefa Euro 2008: vor oder nach der Vergabe?
Studer Lilian · Mit-F · Conseil national · Argovie · Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV.
Zur ersten Frage: Ich denke, es ist ein Zeichen gegenüber der Uefa; das ist es. Schlussendlich entscheidet die Uefa. Wir werden die Uefa nicht bestechen - das können und machen wir als Schweizer und Schweizerinnen oder als Weltbürgerinnen oder Weltbürger nicht. Wir können aber ein Zeichen setzen, dass das Parlament, die Politik, hinter diesem Vorhaben steht, weil es, wie ich ausgeführt habe, wichtig ist. Es muss auch so sein, dass die Politik dahintersteht, sonst kann man einen solchen Grossanlass gar nicht durchführen - in keinem Land, auch nicht in der Schweiz. Es braucht die politische Unterstützung. Zudem haben Kantone schon namhafte Beiträge in Aussicht gestellt. Sie haben gesagt, wenn die Schweiz den Zuschlag erhält und der Anlass durchgeführt wird, dann werden sie diese namhaften Beiträge auch sprechen. Es spricht für sich, dass diese Kantone sehr erfreut wären, wenn die Austragung in der Schweiz durchgeführt werden könnte.
Ihre zweite Frage müssen Sie noch einmal stellen. (Zwischenruf des Präsidenten: Nein, nein, es gibt eine einzige Frage. Die anderen Fragen regeln Sie bilateral.)
Weber Céline · Mit-F · Conseil national · Vaud · Groupe vert'libéral
Dans sa séance des 27 et 28 octobre derniers, votre Commission de la science, de l'éducation et de la culture s'est réunie pour parler de football. Mais alors que la Coupe du monde de football masculin touche à sa fin, avec son lot d'émotions et de réactions, de notre côté, nous avons abordé le football féminin et plus précisément le Championnat européen de football féminin pour vous proposer de faire une déclaration en vue de l'Euro de football féminin qui se tiendra en 2025.
Les plus avertis d'entre vous savent en effet que ce championnat se tiendra donc en 2025 et surtout, que l'UEFA désignera au printemps 2023 le pays organisateur de ce championnat. Or, en octobre dernier, un jour après la qualification de l'équipe féminine suisse de football pour la coupe du monde, l'Association suisse de football a déposé la candidature de la Suisse pour accueillir la plus grande manifestation sportive féminine d'Europe en 2025. Si la Suisse devait être désignée comme hôte de la manifestation, les matchs auraient lieu dans huit villes du pays, à savoir Genève et Sion pour la Suisse romande, ainsi que Berne, Thoune, Lucerne, Zurich, Saint-Gall et Bâle pour la Suisse alémanique. A ce jour, les villes et les cantons ont décidé de crédits d'engagement et d'aides financières d'un montant conséquent pour le cas où la Suisse était choisie.
Par la présente déclaration, votre commission a souhaité exprimé clairement le soutien de la politique nationale à ce projet. La réalisation de la plus grande manifestation sportive féminine d'Europe est, pour la Suisse, une chance formidable de se présenter au continent, voire au monde. A titre d'information, le championnat européen qui s'est déroulé en 2022 en Angleterre a été suivi par quelque 365 millions de téléspectateurs, dont environ 50 millions rien que pour la finale. Avec ses infrastructures performantes, à savoir des stades et des hôtels déjà construits, des distances réduites entre les stades et un réseau de transports performant, la Suisse pourrait ainsi être l'hôte sportive, sympathique et compétente d'un tournoi classé sous le signe du développement durable.
En outre, le pouvoir de ce genre de manifestation à promouvoir du lien social et à donner, notamment aux jeunes, l'envie de faire du sport n'est plus à démontrer. Or, ces deux éléments, lien social et pratique du sport, sont ô combien importants pour notre société.
Enfin, si pour certains commissaires, le soutien à cette manifestation serait aussi un vecteur festif de promotion de l'égalité hommes-femmes, pour d'autres, cette composante était moins importante, dès lors que le sport est reconnu pour être un vecteur d'unité qui va au-delà de la simple considération de genre.
Une manifestation sportive de cette ampleur, c'est également une incroyable fête populaire. Qui ne se souvient pas de la liesse populaire qu'avait engendrée un certain match Pays-Bas-France à Berne lors de l'Euro 2008? A l'époque, les autorités avaient estimé que 150 000 supporters avaient envahi la ville de Berne, dont 60 000 Hollandais, tout d'orange vêtus. Cette vague orange est restée dans les mémoires, et d'aucuns se réjouiraient de voir déferler de nouvelles vagues de ce type sur la Suisse - une vague rouge et blanche bien sûr, mais aussi d'autres couleurs - et de pouvoir vibrer au rythme des matchs.
Une petite minorité de votre commission a considéré qu'une déclaration de soutien n'avait pas lieu d'être, dès lors que les arguments invoqués - c'est-à-dire le lien social, l'importance du sport et l'égalité hommes-femmes - n'étaient pas propres à l'Euro de football féminin, et qu'il ne s'agissait ici que de politique de symboles.
A une large majorité cependant, par 20 voix contre 2 et aucune abstention, votre commission a décidé de soutenir cette déclaration. Le sport unit les gens de tous horizons. Unissons-nous à notre tour au sport, grâce à l'Euro de foot féminin.
Schneider-Schneiter Elisabeth · Mit-F · Conseil national · Bâle-Campagne · Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV.
Rückblick: In der WM-Qualifikation im Oktober erzielte Fabienne Humm den entscheidenden Treffer und schoss die Schweizerinnen an die Frauenfussball-WM im nächsten Jahr - eine sensationelle Leistung für das Nationalteam der Frauen und damit für den Frauenfussball und die Sportförderung überhaupt. Die ganze Schweiz jubelte ihrem Frauenteam zu. Viele Menschen in unserem Land realisierten mit diesem entscheidenden Treffer, dass der Frauenfussball in der Schweiz ganz oben angekommen ist. Wir wünschen unserer Frauenfussball-Nati für diese WM im nächsten Jahr viel Glück. Sie hat es verdient, mit harter Arbeit, mit viel Begeisterung und mit Leidenschaft.
Viel Glück wünschen wir der Frauenfussball-Nati heute aber vor allem für den Zuschlag für die Durchführung der Frauenfussball-EM in der Schweiz. Am 25. Januar entscheidet die Uefa bekanntlich zwischen fünf Bewerberinnen, und wir haben gute Chancen, den Zuschlag zu bekommen. Warum? Weil die Schweiz ein begeistertes Fussballland mit beeindruckenden Synergien zwischen Spitzen- und Leistungssport ist und weil die Schweiz optimale Stadien hat: Sie kann zwar kein Wembley bieten, aber sie kann in vielen Städten genügend Kapazitäten bieten. Wir haben gute Chancen, weil die Schweiz politisch und wirtschaftlich stabil ist, was in einer Zeit geopolitischer Verwerfungen nicht unwesentlich ist, weil die Schweiz das notwendige touristische Angebot problemlos stemmen kann und weil die Schweiz kurze Wege mit optimalen Verkehrserschliessungen in allen Landesteilen hat. Unsere Athletinnen der Schweizer Frauenfussball-Nati sind Botschafterinnen der Schweiz. Ihre Erfolge sowie die Abhaltung sportlicher Grossereignisse haben Strahlkraft weit über die Landesgrenzen hinaus und tragen wesentlich zur Bekanntheit und Popularität der Schweiz in der Welt bei.
Gleichzeitig geben Erfolge im Spitzensport entscheidende Impulse für eine höhere Beteiligung im Breitensport. Dadurch entsteht ein unbezahlbarer Mehrwert für unsere Gesellschaft. So funktioniert Sport in unserem Land.
Kurz: Die Schweiz ist das ideale Land für die Austragung der Frauenfussball-EM im Jahr 2025. Sie hat alles, was es braucht, und sie ist in der Lage, einen solchen Grossanlass ohne Gigantismus nachhaltig zu gestalten. Aus diesen Gründen unterstützt die Mitte-Fraktion diese Erklärung. Sie ist der perfekte Steilpass der nationalen Politik Richtung Uefa und bedeutet Respekt und Anerkennung für den Frauenfussball in der Schweiz.
Büchel Roland Rino · Mit-M · Conseil national · St-Gall · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Geschätzte Kollegin, die Kommissionssprecherin aus Ihrer Fraktion hat mir eine Frage nicht beantwortet, daher stelle ich sie Ihnen: Die Räte und der Bundesrat können zu wichtigen Ereignissen oder Problemen der Aussen- oder Innenpolitik eine Erklärung abgeben. Darum geht es. Sie sind der Ansicht, es sei ein wichtiges Ereignis der Aussen- oder Innenpolitik, diese Wertung lasse ich Ihnen. Meine Frage war: Machte der Nationalrat 2004 die Erklärung vor oder nach der Vergabe der Spiele?
Schneider-Schneiter Elisabeth · Mit-F · Conseil national · Bâle-Campagne · Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV.
Hier geht es um eine grundsätzliche Erklärung, die Frauenfussball-EM in der Schweiz abhalten zu können. Ich habe die Erklärung des Nationalrates zur Euro 2008 im Jahr 2004 im Amtlichen Bulletin gut gelesen: Der Antrag, die Fussball-EM der Männer in der Schweiz durchzuführen, kam von SVP-Nationalrat Max Binder, und zwar mit den genau gleichen Argumenten, wie ich sie vorhin in meinem Fraktionsvotum angeführt habe. Es spielt keine Rolle, wann diese Erklärung abgegeben wird oder wann sie damals abgegeben worden ist. Es spielt eine Rolle, dass die SVP damals mit den gleichen Argumenten argumentiert hat, wie wir das heute tun.
Heer Alfred · Mit-M · Conseil national · Zurich · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Besten Dank, Frau Kollegin Schneider-Schneiter. Als ehemaliger Fussballspieler unterstütze ich diese Erklärung. Ich möchte Sie zuhanden des Plenums fragen: Können Sie uns die Abseitsregel im Fussball erklären? (Heiterkeit)
Schneider-Schneiter Elisabeth · Mit-F · Conseil national · Bâle-Campagne · Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV.
Dort auf der Tribüne sind ganz junge Fussballerinnen. Die können Ihnen das sicher erklären und sind sicher auch bereit, das zu tun.
Roth Pasquier Marie-France · Mit-F · Conseil national · Fribourg · Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV.
Le 12 octobre dernier, un jour après la qualification de l'équipe féminine de football pour la Coupe du monde, l'Association suisse de football a déposé la candidature de la Suisse pour accueillir la plus grande manifestation sportive féminine d'Europe en 2025 dans huit villes du pays. Les villes et les cantons ont décidé des crédits d'engagement et des aides financières d'un montant conséquent pour le cas où la Suisse serait choisie. L'UEFA devrait prendre sa décision en janvier 2023 déjà.
Le groupe du Centre soutient avec enthousiasme la présente déclaration de la Commission de la science, de l'éducation et de la culture qui se veut un soutien du Parlement à la réalisation de cette grande manifestation sportive, la plus grande organisée jusqu'alors pour les femmes en Suisse. Cet Euro féminin de football en 2025 est pour la Suisse, en termes de marketing touristique, une chance de taille de se présenter au continent et de se profiler en tant que pays hôte, mais pas seulement. En étant pays hôte, la Suisse pourrait placer ce tournoi sous le signe du développement durable, avec des infrastructures sportives et hôtelières déjà existantes, des distances réduites et un réseau de transports qui fonctionne parfaitement.
Enfin, comme l'a relevé le Conseil fédéral, l'organisation de cet Euro est une contribution de la Suisse au football féminin en plein essor chez nous et en Europe. Nous espérons également qu'il aura un effet de rayonnement sur les autres sports et notamment sur les sports féminins.
Cette déclaration emportera donc un large et enthousiaste soutien du groupe du Centre.
Gredig Corina · Mit-F · Conseil national · Zurich · Groupe vert'libéral
Mit der EM 2008 hat die Schweiz unter Beweis gestellt, dass sie Grossanlässe durchführen kann. Wir können nicht nur Lauberhornrennen und Eishockey-WM, wir können auch eine Fussball-Europameisterschaft durchführen.
Im Sommer 2025 könnte wieder ein grosses Fussballfest hier in der Schweiz stattfinden. Durch die Eingabe der Kandidatur des Schweizerischen Fussballverbands haben wir die Gelegenheit, unser Land der Welt zu präsentieren und den besten Fussballerinnen Europas in unseren Stadien beim Spielen zuzusehen. Als Gastgeberin können wir mit einer für das Turnier perfekten Infrastruktur auftrumpfen. Wir haben für die Durchführung der EM acht Stadien, die sich von der Grösse her optimal eignen. Es ist vielleicht die letzte EM, die von der Stadiongrösse her hierzulande durchgeführt werden kann, denn schon das Frauen-EM-Finale diesen Sommer in London sahen 87 000 Fans vor Ort. Da können unsere Stadien nicht mehr mithalten.
Nachhaltigkeit wird hier keine Worthülse bleiben, es wird ein Turnier der kurzen Wege sein. An einem einzigen Tag können mit einem Zugticket zwei Spiele besucht werden. Die Stadien, aber auch Verkehrsinfrastruktur, Gastronomie und Hotellerie sind bestens für diese EM geeignet. Im Gastgeberland bieten sie auch Chancen für den Tourismus und die Wirtschaft; die EM bringt Tausende Fans in die Schweiz. Zudem ist sie mit stark steigenden TV-Zuschauerzahlen auch eine Möglichkeit, die Schweiz der Welt zu präsentieren. Schätzungsweise 365 Millionen Menschen weltweit verfolgten diesen Sommer das Turnier in England.
Gleichzeitig können wir mit diesem Turnier auch den Mädchen- und Frauenfussball in der Schweiz weiter fördern. Aktuell spielen in der Schweiz 31 000 Frauen und Mädchen aktiv Fussball, Tendenz steigend. Unsere Nationalmannschaft hat sich soeben für die WM qualifiziert. Eine EM im eigenen Land wäre auch für künftige Generationen ein grosser Schritt vorwärts und ein starker Motivationsfaktor. Mit dieser Erklärung bringt nach den Kantonen und Städten auch die nationale Politik klar zum Ausdruck, dass sie hinter der Schweizer Kandidatur steht. Der grösste frauenspezifische Sportanlass Europas soll hier in der Schweiz durchgeführt werden.
Geschätzte Nachwuchsspielerinnen auf der Tribüne, das wird auch euer Turnier sein. Wir freuen uns darauf, euch hier zuhause spielen zu sehen. Holen wir sie heim, die Fussball-EM 2025, und zwar nach dem Motto dieses Präsidialjahres: "gemeinsam, ensemble, insieme, ensemen". Gemeinsam machen wir das möglich!
Gutjahr Diana · Mit-F · Conseil national · Thurgovie · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Ja, die Räte und der Bundesrat können zu wichtigen Ereignissen oder Problemen der Aussen- oder Innenpolitik eine Erklärung abgeben. Die WBK hat an der letzten Sitzung grossmehrheitlich entschieden, zur möglichen Austragung der Fussball-Europameisterschaft der Frauen 2025 in der Schweiz eine solche Erklärung abzugeben. Die SVP-Fraktion ist in dieser Frage jedoch gespalten. Warum?
Grundsätzlich ist man einhellig der Meinung, dass Sport bewegt, verbindet und eine enorme Strahlkraft hat. Trotzdem sollte eine politische Erklärung nur zu äusserst wichtigen Ereignissen verwendet werden. Dieses Instrument bietet sich vor allem dann an, wenn zu einem Ereignis von grosser Bedeutung den Gefühlen und Auffassungen breiter Bevölkerungskreise Ausdruck verliehen werden soll, ohne dass dadurch bereits bestimmte staatliche Massnahmen bewirkt werden. Ob die Fussball-Europameisterschaft der Frauen dazugehört, diesbezüglich sind bei uns die Meinungen gespalten. Es ist unklar, inwieweit eine politische Erklärung die Chancen erhöht, dass die Schweiz als Austragungsort der Fussball-Europameisterschaft der Frauen zum Zuge kommt.
Wie sieht der aktuelle Stand aus? Vier Bewerbungen sind für die Fussball-Europameisterschaft der Frauen bei der Uefa eingegangen. Beworben haben sich Frankreich, Polen und die Schweiz; Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden haben eine gemeinsame Bewerbung eingereicht. Wir haben es gehört: Die Uefa wird im kommenden Jahr über das Ausrichtungsland entscheiden. Ein Teil der Fraktion ist der Meinung, dass es eben eine sehr gute und einfache Variante ist, dass man bereits für die Bewerbung eine solche Erklärung abgibt. Auch für die Fussball-Europameisterschaft 2008, die damals in der Schweiz und in Österreich stattfand, hat der Nationalrat eine Erklärung abgegeben. Das war 2004; die Vergabe fand 2002 statt.
Mit der Organisation der Fussball-Europameisterschaft der Frauen würde die Schweiz nun Gelegenheit erhalten, sich als Gastgeberland zu präsentieren, und könnte sich profilieren. Auch im Sinne des Marketings als Tourismusstandort ist das eine einfache und niederschwellige Möglichkeit, sich zu präsentieren. Die Erklärung des Nationalrates ist auch gegenüber der Uefa das Signal, dass sich die Politik bewegt und die Bewerbung auch unterstützt. Deshalb hofft man, dass die Schweiz den Zuschlag erhält.
Aktuell ist es so, dass es nicht darum geht, neue Infrastrukturen zu bauen. Wir können die bereits vorhandenen nachhaltig nutzen. Es geht auch nicht um Geld, obwohl Städte und Kantone bereits namhafte Verpflichtungskredite und Finanzhilfen gesprochen haben.
Die Botschaft über die Verpflichtungskredite zur Unterstützung internationaler Sportgrossanlässe der Jahre 2025-2029 wird demnächst in unserer Kommission behandelt. Die Fussball-Europameisterschaft ist darin aber nicht enthalten. Sollte die Uefa der Schweiz den Zuschlag geben, werden wir das prüfen, und der Bundesrat könnte den Räten einen separaten Kreditantrag unterbreiten.
Schlussendlich geht es hier nicht um Frau oder Mann. Es geht hier nicht um das Verteilen oder Beantragen von Geldern. Es geht hier um den Sport. Es geht hier um die Mobilisierung der Begeisterung in der Gesellschaft, und ich bin der Meinung, dass es wichtig ist, endlich wieder positive "vibes" hinüberzubringen, Menschen für den Sport und die Bewegung zu begeistern. Gleichzeitig wird die Schweiz als positiver Tourismusstandort positioniert, und viele Betriebe unserer Wirtschaft werden auf dieser sportlichen Welle mitreiten dürfen.
Es geht hier also nicht einfach nur um die Fussball-Europameisterschaft, sondern es geht hier um vieles mehr. Es soll auch ein Beitrag an den Breitensport sein. Es geht nicht einfach nur darum, den Spitzensport zu fördern. Viele Kinder werden neue Idole finden und sich für den Sport interessieren - weg von der Strasse, hin auf den Fussballplatz. Alles in allem ist es ein positiver Nebeneffekt. Denken wir daran: Sport bewegt, Sport verbindet, Sport hat eine enorme Strahlkraft. Es werden alle davon profitieren.
Trede Aline · Mit-F · Conseil national · Berne · Groupe des VERT-E-S
Kollegin Gutjahr, leider bekommen Sie jetzt die Frage ab, weil Sie gesagt haben, dass Ihre Fraktion in dieser Frage gespalten sei. Sie haben gesagt, dass eine Erklärung nur bei äusserst wichtigen Ereignissen Sinn machen würde. Vor rund eineinhalb Jahren haben wir hier über Skilifte und offene Terrassen gesprochen. Haben Sie diese Abwägung damals auch gemacht und in Ihrer Fraktion diskutiert, ob das dann eine Erklärung wert gewesen sei?
Gutjahr Diana · Mit-F · Conseil national · Thurgovie · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Man hat über diese Erklärung debattiert. Wie Sie gehört haben, unterstütze ich die Erklärung.
Aebischer Matthias · Mit-M · Conseil national · Berne · Groupe socialiste
Sehr geehrter Herr Nationalratspräsident, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, liebe Fussballerinnen auf der Tribüne - super, seid ihr da! Ich erinnere mich, als sei es gestern gewesen, an die Euro 08 in unserem Land, hier in der Schweiz, zusammen mit Österreich. Eine Riesenparty war es. Die Städte waren voll von Fans aus ganz Europa. Dreimal spielten die Holländer hier in Bern. Dreimal gewannen sie. Alle feierten mit ihnen. Die Stadt war orange, und die Kornhausbrücke wurde umbenannt und heisst heute immer noch "Korenhuisbrug".
Das alles steht nun wieder in greifbarer Nähe. Anfang April will die Uefa - Sie haben es gehört - entscheiden, wo die Frauen-Europameisterschaft im Jahr 2025 stattfinden wird. Ich sage Ihnen, meine Damen und Herren des Exekutivkomitees der Uefa: Wir sind bereit. Wir haben alles hier in der Schweiz, was ein solches Turnier zum Strahlen bringt: ein begeisterungsfähiges Publikum, das haben wir mit der Euro 2008 bewiesen. Weiter haben wir acht moderne Stadien und ein perfekt funktionierendes Verkehrssystem, sei es auf der Strasse, auf der Schiene oder auch in der Luft. Gerade wegen dieser Verbindungen und kurzen Distanzen in unserem Land dürfen wir uns punkto ökologischer Nachhaltigkeit sicher messen lassen. Nicht zu unterschätzen ist unsere politische Stabilität. Die Regierung, die Kantone, die Städte und eben auch wir Parlamentarier und Parlamentarierinnen stehen zu hundert Prozent hinter dem Projekt Fussball-Europameisterschaft der Frauen 2025.
Wie Sie dort oben auf der Tribüne sehen, wäre die EM in einem Land, wo der Frauenfussball boomt. In den letzten zwanzig Jahren hat sich die Anzahl lizenzierter Spielerinnen in der Schweiz mehr als verdreifacht. Gerade jetzt, aktuell, heute, sind 34 563 Spielerinnen in der Schweiz lizenziert. Zwei meiner Töchter gehören dazu, eine ist 14-jährig, eine ist 23-jährig. Noch spielt keine der beiden in einem Nationalteam so wie ihr, doch ich lasse mich überraschen. Bis 2025 bleibt ja noch etwas Zeit. So oder so, auf die UEFA Women's Euro 2025 in der Schweiz freue ich mich sehr!
Wasserfallen Flavia · Mit-F · Conseil national · Berne · Groupe socialiste
Eigentlich hätte Kollege Heer für seine Frage zur Offside-Regel an Nationalrätin Schneider-Schneiter die rote Karte verdient, aber ich sehe, dass er gar nicht mehr im Saal sitzt.
Nun zur Sache: Leidenschaft, Jubel, sportliche Höchstleistungen, Fairness, Teamgeist und Spannung - das alles können wir mit einem Turnier in die Schweiz holen. Im April, wir haben es gehört, entscheidet die Uefa, ob im Sommer 2025 die Frauen-EM in der Schweiz angepfiffen wird. Die Bewerbung für die Austragung des Turniers in der Schweiz ist eingereicht, und für die SP ist klar, dass wir die EM in die Schweiz holen wollen.
Dieser Steilpass für unser Land darf nicht ungenutzt sozusagen vorbeirollen. Warum? Die vorhandene Infrastruktur, die geografischen Distanzen sowie die Erfahrung mit der Durchführung von Grossanlässen sind in der Schweiz ideal für die nachhaltige Austragung der grössten frauenspezifischen Sportveranstaltung Europas. Unbestritten gäbe eine EM im eigenen Land dem Mädchen- und Frauenfussball viel Auftrieb. Schliesslich könnte auch das Gastgewerbe friedliche Besucherinnen und Besucher aus ganz Europa empfangen, was die Tourismusbranche stärken würde. In diesem Sommer haben Besucherinnen und Besucher aus ganz Europa an der Women's Euro in England über 44 Millionen Pfund für Matchbesuche und Reisen in England ausgegeben.
Damit wir im Sommer 2025 ein Fussballsommermärchen erleben können, braucht es die breite Unterstützung der Politik auf Bundesebene, wie wir sie mit dieser Erklärung zeigen, der Kantone und der Austragungsstädte, die bereits sehr engagiert sind. Es ist klar: Die Fussball-Europameisterschaft der Frauen 2025 ist für die Schweiz ein Steilpass.
L'adoption de cette déclaration de soutien à l'Euro 2025 en Suisse est un signal important et fort de la part du monde politique indiquant que le plus grand évènement sportif spécifiquement féminin d'Europe doit être organisé en Suisse, avec le soutien des pouvoirs publics. Le groupe socialiste est persuadé qu'un championnat d'Europe en Suisse est une chance énorme de continuer à promouvoir et à faire progresser le football féminin.
L'été 2025 doit être une grande fête du foot dans notre pays.
Wasserfallen Christian · Mit-M · Conseil national · Berne · Groupe libéral-radical
Wenn ich die Frage gestellt erhalten hätte, Frau Kollegin Schneider-Schneiter, wie die Offside-Regel genau lauten würde, hätte ich die Antwort gegeben, dass wahrscheinlich die Frage von Kollege Heer die Offside-Regel sehr gut beschrieben hätte, indem genau das ein Offside gewesen wäre. Aber lassen wir die Witze und kommen wir zum Thema zurück.
Als die Stadt Bern im Jahr 2007 über die Fanzonen, also jenes orangene Meer auf dem Bundesplatz, diskutiert und vor allem dann auch darüber abgestimmt hat - das Ergebnis war nicht überragend -, stand in einem Artikel der "NZZ" vom 5. Juli 2007: "In der Stadt Bern besteht noch Spielraum nach oben für die Entfachung von Begeisterung im Hinblick auf die Fussball-Europameisterschaft 2008." Und was machen die Bernerinnen und Berner, wenn sie von den Zürcher Medien herausgefordert werden? Sie sorgen für diese Begeisterung! Das Resultat sprach für sich: Es gab dieses orangene Lavameer von holländischen Fans, und die Sache gipfelte in der Begegnung der Fans der Holländer und der Franzosen im Wankdorf-Stadion. Das war der Ausdruck von Begeisterung. Genau diese Begeisterung - das war der Wille der Kommission -, die wollen wir wieder entfachen, dies mit der Fussball-Europameisterschaft der Frauen im Jahr 2025.
Diese Begeisterung ist nicht nur wichtig, weil die schweren Zeiten nun wirklich lang genug gewesen sind, sondern auch, um einer jungen Generation ein Ziel, eine Perspektive zu geben. Alle jene, die Fussball spielen oder eine andere Sportart betreiben, wissen, dass man als Leistungssportler oder Leistungssportlerin das Ziel hat, an solchen Anlässen Teil des jeweiligen Teams sein zu dürfen, damit man dann seine Leistungsfähigkeit zeigen kann. Das sind die Ziele, die junge Leute dazu motivieren, jeden Tag aufzustehen, zu trainieren, alles zu geben und zu schwitzen. Es ist - und das darf man sagen - die Begeisterung, die den Ausschlag gibt. Und diese war in England bei der Frauenfussball-Europameisterschaft, es ist nun schon einige Male erwähnt worden, wirklich grandios.
Wir werden da wohl kaum mithalten können, was die Stadionkapazitäten anbetrifft. Aber mit Blick auf die Nachhaltigkeit kommt es wohl niemandem in den Sinn, bei dieser Kandidatur die bestehenden Stadionkapazitäten zu verdoppeln oder gar noch mehr zu erweitern. Die Infrastruktur, die wir bieten können, funktioniert. Wir haben öffentlichen Verkehr, wir haben Nahverkehr, und es gibt fast in allen Stadien auch genügend Parkplätze. Insofern haben die Leute hier im Gegensatz zu anderen Ländern freie Wahl, wie sie zum Spiel gehen wollen.
Kurz zurück zur sportlichen Dimension: Ich habe gesagt, jene jungen Frauen, die jetzt vermehrt die Fussballschuhe schnüren, bekommen ein Ziel vor Augen gestellt. Es gibt auch viele Clubs in der Schweiz - so zum Beispiel YB, um irgendeinen Verein zu nehmen -, die in den Frauenfussball investieren. Das ist eben gerade das Wichtige daran. Solche Ereignisse bieten auch die Gelegenheit, die Strukturen zu überdenken, die Investitionen zu überdenken, die Organisationsformen zu überdenken, damit man dann entsprechend etwas bieten kann und die Nationalmannschaft letztlich als Spitzenteam der ganzen Liga auch international natürlich erfolgreich sein kann.
Was wir noch berücksichtigen müssen: Dass wir internationale Grossanlässe unterstützen, ist nicht selbstverständlich. Jetzt besteht aber endlich, endlich einmal Konsens in diesem Rat. Ich wage die Behauptung: Wenn es hier um Olympische Spiele ginge, würde der Nationalrat nachher sehr viel heterogener darüber abstimmen, ob wir einen solchen Anlass durchführen sollten oder nicht.
Aber statt uns über Grossanlässe in Katar, Russland, Peking, Sotschi usw. zu beklagen, haben wir es in der Hand, wieder einmal einen Grossanlass in der Schweiz durchführen zu können. Wir wissen alle, dass die Schweiz im Gegensatz zu anderen Ländern eben keine politischen Agenden führt, dass keine versteckten Spiele dahinter sind. Wir wollen Fussball spielen, wir wollen Begeisterung entfachen. Ich denke, es ist auch ein grosser Mehrwert der Fussball-Europameisterschaft, dass die Politik weit weg ist, dass sie - um bei den Worten von Herrn Heer zu bleiben - im Offside steht und dass wir entsprechend einen Grossanlass planen können, der uns alle begeistert. Ob Frau oder Mann, wir werden alle begeistert sein. Auf Berndeutsch würde ich einfach sagen: "Eifach schutte luege u 'Hopp Schwiiz' rüefe!" Genau das ist das Problem, das wir vorher hatten, und das ist die Lösung, die wir hier auf dem Tisch haben.
Ich bitte Sie, dieser Deklaration, auch wenn sie im internationalen Kontext zugegebenermassen nicht unbedingt die erste Priorität geniesst - auch das muss man festhalten -, zuzustimmen.
Gysin Greta · Mit-F · Conseil national · Tessin · Groupe des VERT-E-S
All'inizio del 2023 l'UEFA deciderà se nell'estate del 2025 gli Europei femminili di calcio si terranno in Svizzera. Diverse città e diversi cantoni hanno già segnalato il loro sostegno a questa manifestazione internazionale.
Oggi abbiamo l'occasione di mostrare che anche la politica nazionale sostiene un evento di questo tipo. Una dichiarazione del Consiglio nazionale in tal senso è uno strumento buono e giusto per segnalare il nostro sostegno e dare così forza alla candidatura elvetica.
Il gruppo dei Verdi sostiene questa dichiarazione, perché è un evento che è organizzato all'insegna della sostenibilità: si utilizzano delle infrastrutture esistentisi e si sfrutta il nostro sistema dei trasporti pubblici che è assolutamente ottimale.
Ma è anche in quanto giocatrici del FC Helvetia che sosteniamo questa candidatura. Gli Europei femminili in Svizzera potranno dare un ulteriore slancio non solo al calcio ma a tutto lo sport femminile in Svizzera, uno slancio di cui abbiamo bisogno, perché anche nell'ambito sportivo, per quanto riguarda la parità di genere, purtroppo non siamo ancora dove potremmo e dovremmo essere.
In questo senso massimo sostegno anche da parte del FC Helvetia! Spero che il sostegno a questa manifestazione da tutte e tutti voi.
Michaud Gigon Sophie · Mit-F · Conseil national · Vaud · Groupe des VERT-E-S
Pour les Verts, ce sont trois joueuses du FC Helvetia qui se suivent à la tribune, histoire de dire dans les trois langues officielles notre soutien à cette déclaration en faveur de la candidature de la Suisse pour l'organisation du Championnat d'Europe féminin de football.
Non seulement pour réjouir les fans de foot de tous les âges, mais aussi pour transmettre notre enthousiasme pour le sport, le sport populaire, le sport d'élite, le sport féminin aussi, qui est bien moins visible que le sport masculin, mais tout aussi important. Une candidature suisse pour le Championnat d'Europe féminin de football est donc soutenue unanimement par le groupe des Verts, comme d'ailleurs par le FC Helvetia, notre équipe féminine de foot au sein du Parlement.
La Suisse a tout pour bien faire, au niveau des infrastructures sportives, des infrastructures de transport. Elle a vraiment les moyens, les possibilités d'organiser ce championnat. Nous nous réjouirions beaucoup de pouvoir y assister. Le Parlement annonce ici, en acceptant cette déclaration, à la population et à l'UEFA son soutien à cette candidature suisse pour le Championnat d'Europe féminin de football.
Trede Aline · Mit-F · Conseil national · Berne · Groupe des VERT-E-S
Wir haben jetzt schon viel gehört. Die Schweiz bewirbt sich zum ersten Mal um die Austragung der Europameisterschaft im Frauenfussball. Das ist sehr toll. Es tönt hier auch sehr positiv, und ich denke, wir müssen wirklich schauen, dass es eben keine Eintagsfliege bleibt, sondern dass diese Euro 2025 eine nachhaltige Wirkung entfalten kann. Deshalb macht hier eine Erklärung des Nationalrates Sinn.
Wir haben auch gehört, dass es ein sehr grosses Projekt für unser Land ist. Es sind alle betroffen, es gibt viele Akteurinnen und Akteure im Tourismus, in der Wirtschaft, aber auch z. B. die neun Städte, die sich bereit erklärt haben, diese Spiele auszurichten; alle sind involviert, es ist ein Projekt für die ganze Schweiz.
Wir sollten aber auch für den Frauensport gesamthaft Schwung daraus holen. Wir haben in der Gleichstellung noch viel zu tun, wir sind noch nicht dort, wo wir gerne sein möchten. Einige Verbände, nationale Sportverbände, haben Frauenförderprogramme, und diese Programme laufen sehr gut. Sie sind wichtig, aber sie sind leider auch noch nötig. Sie sind vor allem deshalb wichtig, weil der Frauensport auch in der Öffentlichkeit vermehrt diskutiert, vermehrt gesehen oder überhaupt übertragen und gesehen werden muss. Dazu helfen auch solche Grossanlässe wie eine Europameisterschaft.
Nicht nur wir stehen in der Pflicht, sondern auch die Medien sind in der Pflicht, die Übertragungen zu gewährleisten, damit wir dann vielleicht auch einmal in der Wandelhalle, wie in den letzten Wochen, ein Fussballspiel sehen können. Die nationale Kampagne "Helvetia rennt" nimmt sich genau dieser Thematik an. Sie soll auch die Fussball-Europameisterschaft der Frauen 2025 begleiten. Wir Spielerinnen des FC Helvetia - das sind die Frauen des Nationalrates, das Team der Männer heisst FC Nationalrat - haben unsere Unterstützung für die Fussball-Europameisterschaft der Frauen 2025 beschlossen, der FC Nationalrat übrigens auch. Wir haben den Namen unter die Bewerbung gesetzt und hoffen, dass Sie das Gleiche tun und dass die Uefa richtig entscheidet.
Candinas Martin · P-M · Conseil national · Grisons · Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV.
Präsident (Candinas Martin, Präsident): Die Kommission beantragt, die Erklärung anzunehmen; es liegt kein anderer Antrag vor.
Angenommen - Adopté