20.4092
Keine mengenbezogenen Lohnanreize für Spitalärzte
Häberli-Koller Brigitte · P-F · Ständerat · Thurgau · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.
Antrag der Mehrheit
Ablehnung der Motion
Antrag der Minderheit
(Crevoisier Crelier, Graf Maya, Herzog Eva)
Annahme der Motion
Proposition de la majorité
Rejeter la motion
Proposition de la minorité
(Crevoisier Crelier, Graf Maya, Herzog Eva)
Adopter la motion
Präsidentin (Häberli-Koller Brigitte, Präsidentin): Sie haben einen schriftlichen Bericht der Kommission erhalten. Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
Ettlin Erich · Mit-M · Ständerat · Obwalden · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.
Diese Motion mit dem Titel "Keine mengenbezogenen Lohnanreize für Spitalärzte" wurde von Nationalrat Mäder am 23. September 2020 eingereicht. Der Nationalrat hat sie am 27. September 2022 angenommen, und zwar mit 112 zu 75 Stimmen bei 4 Enthaltungen.
Mit dieser Motion soll der Bundesrat über eine Gesetzesänderung sicherstellen, dass die Kantone nur denjenigen Spitälern Leistungsaufträge erteilen, die ihren internen und externen Fachkräften keine mengenbezogenen Lohnanteile oder Kickbacks bezahlen. Das Problem dieser Lohnanteile oder Kickbacks sei, dass damit falsche Anreize gesetzt und insbesondere medizinisch nicht gerechtfertigte Behandlungen ausgeübt würden. Das treibe die Gesundheitskosten nach oben. Ein Lösungsansatz, der vorgeschlagen wird, ist, dass solche Spitäler von der Spitalliste ausgeschlossen werden sollen. Einen Bonus dürfe man bezahlen, aber nicht abhängig von der Menge der Leistungen, die erbracht werden.
Der Bundesrat hat schon bei ähnlichen Motionen Ablehnung beantragt, vor allem auch, weil er sagt, dass die Festlegung der Spitallisten eine kantonale Aufgabe sei. Zudem hat er eine Anpassung der Verordnung, der KVV, vorgenommen.
Ihre Kommission hat die Motion erwogen. Sie hat festgestellt, dass in der Zwischenzeit die rechtlichen Grundlagen angepasst wurden. Diese enthalten insbesondere Vorgaben zu Lohnsystemen in den Spitälern. So hat der Bundesrat am 23. Juni 2021 beschlossen, dass Spitäler nicht mehr auf die Spitalliste gehören, wenn sie Lohnsysteme mit mengenbezogener Entlöhnung haben. Seit dem 1. Januar 2022 ist eine entsprechende Bestimmung in Kraft. Es gibt eine Übergangsbestimmung für die Kantone. Aber in den nächsten Jahren wird das abgeschlossen. Somit ist eigentlich das Anliegen aufgenommen.
Ihre Kommission unterstützt insbesondere das Anliegen. Sie stellt sich positiv dazu, sie sagt, das Anliegen ist korrekt. Es darf keinen falschen Anreiz im Gesundheitswesen geben, indem die ausführenden Organe und Fachkräfte bei einer Mengenausweitung noch belohnt werden. Aber sie stellt auch fest, dass das Anliegen erfüllt ist, dass der Bundesrat gehandelt hat und dass man deshalb die Motion abschreiben kann. Dies empfiehlt Ihnen Ihre Kommission mit 7 zu 3 Stimmen bei 1 Enthaltung.
Die Minderheit beantragt Annahme, weil sie die laufenden Arbeiten unterstützen und ein bisschen Druck im System aufrechterhalten möchte. Aber die Mehrheit ist der Meinung, dass das nicht nötig ist, der Bundesrat hat ja gehandelt.
Ich empfehle Ihnen hier, die Motion abzuschreiben.
Crevoisier Crelier Mathilde · Mit-F · Ständerat · Jura · Sozialdemokratische Fraktion
La motion Mäder 20.4092, "Médecins exerçant dans les hôpitaux. Mettre un terme aux incitations salariales liées à des objectifs quantitatifs", a été débattue le 17 avril par la commission. Elle vise à présenter une modification législative qui garantisse que les cantons ne confient des mandats de prestations qu'aux hôpitaux qui ne versent pas, à leur personnel interne ou externe, des parts de salaires ou des commissions liées à la réalisation d'objectifs quantitatifs.
La minorité de la commission estime, contrairement à sa majorité, que l'adoption de cette intervention permettrait de soutenir les travaux en train d'être mis en oeuvre dans les cantons, de manière à ce que les systèmes de rémunération liés aux volumes soient rapidement interdits dans toute la Suisse.
C'est dans ce sens que je vous invite à soutenir la proposition de minorité.
Berset Alain · BPR-M · Bundesrat · Freiburg
Le Conseil fédéral - vous l'avez lu dans son avis - partage l'avis selon lequel les incitations inopportunes favorisent l'augmentation du volume des prestations médicalement injustifiées. Nous sommes d'avis que, naturellement, cela doit être éliminé, mais nous avons déjà traité cette thématique des incitations salariales liées au volume et à la question des "kickbacks" dans le cadre de plusieurs interventions parlementaires. Avec les dernières modifications apportées au niveau de l'ordonnance, nous sommes d'avis que les réglementations nécessaires existent aujourd'hui pour permettre de mettre un terme, ou au moins d'endiguer les incitations salariales liées au volume ou le paiement de "kickbacks". C'est la raison pour laquelle - parce qu'il me semble que le travail est fait; j'ai bien entendu la motivation de la minorité, qui essaye d'accompagner ce travail et qu'on remercie pour le soutien, mais cela ne nous semble pas nécessaire - nous sommes d'avis que la motion peut être rejetée.
Abstimmung
Abstimmung - Vote
Für Annahme der Motion ... 10 Stimmen
Dagegen ... 26 Stimmen
(0 Enthaltungen)