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Formation professionnelle de base. Suivi et mesures dans les professions présentant un taux élevé de rupture d'apprentissage et d'échec aux examens

Munz Martina · Mit-F · Conseil national · Schaffhouse · Groupe socialiste

Jeder fünfte Lehrvertrag wird vorzeitig aufgelöst. Die Versagerquote bei Lehrabschlussprüfungen ist in gewissen Berufen sehr hoch. Lehrabbrüche und tiefe Erfolgsquoten bei Abschlussprüfungen haben wirtschaftliche Folgen. Sie verursachen Betrieben mehr Aufwand und höhere Kosten. Für die Jugendlichen ist es meist ein Drama, ein massiver Knick zu Beginn ihrer Berufskarriere, der an ihrem Selbstvertrauen nagt.

Allein wegen des Fachkräftemangels wäre es sinnvoll, Lehrabbruch und Lehrabschlussversagen systematischer zu erfassen und einschlägigen Stellen zugänglich zu machen. Das Risiko, von Sozialhilfe abhängig zu werden, ist bei Jugendlichen ohne Ausbildung massiv erhöht. Schon deshalb fordert die EDK bei der Sekundarstufe II eine Abschlussquote von 95 Prozent.

Es gibt Problemberufe, in denen regelmässig über 20 Prozent der Jugendlichen durch die Abschlussprüfung fallen. Gewisse Berufsverbände arbeiten am Problem, andere nehmen diese Ausfallquote hin, ohne sichtbare Massnahmen zu ergreifen. Maturitätsschulen lassen maximal 1 oder 2 Prozent durch die Maturitätsprüfung fallen. Das ist eine strukturelle Ungerechtigkeit. Langfristig leidet das Image der Berufsbildung wegen der hohen Ausfallquoten.

Mit meinem Postulat geht es mir darum, Problemberufe, Problemregionen, Problembranchen und auch Betriebe mit Problemen frühzeitig zu erkennen und ihnen Massnahmen in Form von Beratung und Ausbildung zukommen zu lassen. Die Lehraufsicht spielt dabei eine wichtige Rolle. Sie muss eng mit den regionalen Berufsverbänden zusammenarbeiten. Sie kennt die Unternehmen und Verhältnisse vor Ort, verfügt über persönliche Kontakte und kann gezielt nach passenden Lösungen suchen. Die Lehraufsicht muss aber auch über Instrumente verfügen, um Probleme sichtbar zu machen.

Es gibt auch systematische Probleme ganzer Branchen, die erkannt und angegangen werden müssen, und dies in enger Zusammenarbeit mit den Kommissionen für Berufsentwicklung und Qualität (Kommissionen B&Q) der Berufsverbände. Für ein regionales, feinmaschiges Monitoring sollte der Bund den kantonalen Lehraufsichten und den Kommissionen B&Q bessere Instrumente zur Verfügung stellen. Darauf können die Massnahmen dann aufbauen. Ein verfeinertes Monitoring soll nicht Selbstzweck sein, sondern Interventionen möglich machen.

Das Bundesamt für Statistik erhebt heute bereits Daten zu Lehrabbrüchen. Dabei werden aber fast nur Mängel der Lernenden erhoben, Mängel der Betriebe werden nicht erfasst. Da muss man ansetzen: Daten müssen umfassender und regional differenziert erhoben und anschliessend transparent zugänglich gemacht werden. Selbstverständlich darf dabei der Datenschutz nicht verletzt werden. Aufgrund des Datenschutzarguments aber einfach nichts zu tun, ist eine Ignoranz der Problematik durch den Bund.

Bereits 2014 reichte ich das Postulat 14.3731 zu diesem Thema ein. Trotz der beängstigend hohen Durchfall- und Abbruchquoten hat sich die Situation in den letzten zehn Jahren nicht verbessert. Jetzt muss im Sinne der Chancengerechtigkeit der Berufsbildung gehandelt werden. Der Bund muss Instrumente zur frühzeitigen Erkennung von Problembranchen und Problembetrieben zur Verfügung stellen. Davon profitieren Lernende, Betriebe und das Ansehen der Berufsbildung.

Ich danke Ihnen für die Unterstützung des Postulates.

Parmelin Guy · BR-M · Conseil fédéral · Vaud

Les partenaires de la formation professionnelle veillent ensemble, au sein des commissions suisses pour le développement de la profession et la qualité (CSDPQ) spécifiques aux différentes professions, à ce que les contenus et la qualité des formations professionnelles initiales soient régulièrement adaptés aux exigences du monde du travail. Si le taux d'échec dans une profession est supérieur à la moyenne, il incombe au canton et à l'association professionnelle régionale concernée d'en identifier les causes et de prendre ensemble les mesures qui s'imposent. L'autorité de surveillance des apprentissages joue un rôle extrêmement important, de concert avec les associations professionnelles régionales. Ce sont elles qui connaissent le mieux les entreprises et la réalité du terrain. Ce sont elles qui sont à même de chercher une solution adaptée à la situation donnée.

En cas de taux d'échec très élevé dans un canton, la Confédération, et plus précisément le Secrétariat d'Etat à la formation, à la recherche et à l'innovation (SEFRI), peut en discuter dans le cadre des commissions suisses pour le développement de la profession et la qualité concernées et exiger des responsables que des mesures soient prises. Par exemple, des actions ont été engagées pour deux formations professionnelles initiales dans les domaines de l'installation sanitaire et du chauffage, et ont abouti à l'augmentation de la durée de l'apprentissage à quatre ans.

La qualité de la formation dans l'entreprise formatrice constitue un autre facteur décisif. Le projet intitulé "Top entreprises formatrices", lancé par les organisations du monde du travail dans le cadre de l'initiative Formation professionnelle 2030, vise à renforcer les compétences de formation dans les entreprises. Le Conseil fédéral est donc d'avis qu'il existe d'ores et déjà un dispositif bien établi de soutien aux jeunes et aux entreprises, et que ce dernier est adapté aux besoins des différentes branches.

Il vous recommande, en conséquence, de rejeter ce postulat.

Vote

Präsidentin (Riniker Maja, erste Vizepräsidentin): Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.

Abstimmung - Vote

Für Annahme des Postulates ... 64 Stimmen

Dagegen ... 127 Stimmen

(1 Enthaltung)