23.3377

Des logements abordables grâce à une meilleure utilisation des bâtiments existants

Girod Bastien · Mit-M · Conseil national · Zurich · Groupe des VERT-E-S

Gerne begründe ich hier das Postulat 23.3377 der Grünen Fraktion, "Bezahlbaren Wohnraum schaffen mit besserer Nutzung bestehender Gebäude". Es geht hier darum, dass der Bundesrat beauftragt wird, zu untersuchen, wie in Anbetracht der Knappheit bezahlbarer Wohnungen die effiziente Nutzung des Wohnraumes gefördert werden kann und welchen Beitrag hierbei verschiedene Massnahmen leisten können. Konkret aufgelistet sind folgende zu prüfenden Massnahmen:

1. Ein Recht auf Wohnungstausch. Hier geht es um die Herausforderung, dass es aufgrund der Entwicklung der Mieten für Mieter oft Sinn macht, in einer zu grossen Wohnung zu bleiben, und dass deshalb kein Wechsel stattfindet. Mit einem Recht auf Wohnungstausch könnte man hier Abhilfe schaffen.

2. Mindestbelegung als Auflage für Neubauten im urbanen Raum. Wo der Wohnraum knapp ist, soll dies geprüft werden. Beim genossenschaftlichen Wohnungsbau hat man damit positive Erfahrungen gemacht, und es wäre zu prüfen, inwiefern das auch bei grossen Liegenschaften eingeführt werden kann, um sicherzustellen, dass der Wohnraum effizient genutzt wird.

3. Berücksichtigung der Belegung bei der Neuvergabe von Wohnungen. Auch hier gilt: Man hat bei Genossenschaften positive Erfahrungen mit der Praktikabilität solcher Vorgaben gemacht, und auch diese Massnahme würde helfen, dass der Wohnraum effizient genutzt wird. Es ist einfach schwer verständlich, dass bei Wohnungsknappheit sehr grosse Wohnungen nicht oder nur von sehr wenigen Personen genutzt werden. In diese Richtung geht auch der nächste Punkt.

4. Einschränkungen von Zweitwohnungen in urbanen Zentren. Diese Ziffer betrifft Fälle, in denen Wohnungen gar nicht genutzt werden, sondern eigentlich als Zweitwohnungen in urbanen Zentren leer stehen. Auch hier soll untersucht werden, welches Potenzial an Wohnraum geschaffen werden könnte.

Im Unterschied zum vorherigen Postulat ist hier noch keine Einigung zwischen dem Bundesrat und diesem Vorstoss absehbar. Der Bundesrat ist bei den meisten Ziffern einfach anderer Meinung. Ich denke, bei Ziffer 1 argumentiert er eigentlich so, als ob dies direkt eingeführt werden soll. Es geht ja nicht darum, es einzuführen, sondern darum, es in einem Bericht einmal genauer anzuschauen. Das Gleiche gilt dann für seine Argumentation zu den Mindestbelegungsvorschriften. Hier sagt er, dies sei ein zu starker Eingriff in die Eigentumsrechte. Gleichzeitig verweist er selber darauf, dass es im gemeinnützigen Wohnungsbau funktioniert und einen Beitrag leistet. Das würde es rechtfertigen, dies noch genauer zu untersuchen.

Bezüglich Zweitwohnungsgesetz verweist er darauf, dass in den urbanen Zentren die 20 Prozent noch nicht erreicht sind. Es ist uns auch klar, dass diese Schwelle nicht erreicht ist, aber urbane Zentren sind eben auch keine Ferienorte. Von dem her kann man dort auch bereits bei unter 20 Prozent verlangen, dass Massnahmen ergriffen werden. Wenn in Zentren nur schon 5 oder 10 Prozent der Wohnungen Zweitwohnungen sind, ist das in Anbetracht der Wohnungsknappheit störend, und dann bräuchte es dort Massnahmen.

In diesem Sinne möchte die Grüne Fraktion hier festhalten und bittet Sie, dieses Postulat zu unterstützen.

Parmelin Guy · BR-M · Conseil fédéral · Vaud

Le Conseil fédéral reconnaît que les locataires peuvent avoir un intérêt à déménager dans un logement plus approprié à leurs besoins, par exemple lorsque les enfants quittent le logement. La motion Sommaruga Carlo 23.3177 poursuivait un objectif similaire, mais le Conseil des Etats l'a rejetée le 14 juin de l'année passée.

La mise en oeuvre de l'échange de baux d'habitation soulèverait différentes questions complexes. Par exemple, comment gérer les sûretés fournies par le locataire? Comment se déroulent les réceptions et les restitutions des logements? Comment la solvabilité du locataire repreneur est-elle vérifiée? Comment mettre en oeuvre la responsabilité solidaire des deux locataires, sans faire courir le risque au seul locataire solvable de devoir payer deux loyers?

Finalement, l'échange de logements constituerait une restriction du droit de la propriété du bailleur tel qu'il est garanti par la Constitution fédérale. Imposer une prescription d'occupation minimale aux projets de construction et lors de la réattribution d'un logement constituerait incontestablement une atteinte importante au droit de la propriété, et entraînerait un surcroît de travail lors de la mise en location.

Une telle mesure nuirait à l'attrait des nouveaux projets de construction et serait contre-productive dans la perspective de l'objectif de créer suffisamment de logements abordables. Imposer une prescription d'occupation minimale aux projets de construction impliquerait par ailleurs un travail considérable de contrôle et d'administration.

Il convient de relever que de nombreux maîtres d'ouvrage d'utilité publique appliquent volontairement des prescriptions d'occupation. Dans les grandes villes de plus de 100 000 habitants, la part de logements d'utilité publique soumis à des prescriptions d'occupation avoisine même les 80 pour cent.

La loi fédérale sur les résidences secondaires ne s'applique pas seulement aux centres touristiques. Par conséquent, il existe déjà une disposition applicable dans toute la Suisse qui vise à limiter les résidences secondaires. Aucune des dix plus grandes villes de Suisse ne présente une proportion de résidences secondaires supérieure à 20 pour cent.

Vu tous ces éléments, le Conseil fédéral vous invite à ne pas adopter ce postulat.

Vote

Präsident (Nussbaumer Eric, Präsident): Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.

Abstimmung - Vote

Für Annahme des Postulates ... 60 Stimmen

Dagegen ... 133 Stimmen

(0 Enthaltungen)