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Mise en place d’un Swiss Government Cloud (SGC). Crédit d’engagement

Nussbaumer Eric · P-M · Conseil national · Bâle-Campagne · Groupe socialiste

Präsident (Nussbaumer Eric, Präsident): Über das Eintreten und die Detailberatung führen wir eine einzige Debatte.

Funiciello Tamara · Mit-F · Conseil national · Berne · Groupe socialiste

Con il presente messaggio, il Consiglio federale propone al Parlamento un credito d'impegno di 246,9 milioni di franchi per la creazione dell'infrastruttura di multicloud ibrido denominata Swiss Government Cloud. Questa infrastruttura è una base fondamentale per affrontare con successo le grandi sfide della digitalizzazione imminenti per la Confederazione.

Nel corso dei suoi sforzi di digitalizzazione, l'amministrazione federale si trova a dover far fronte a una crescente domanda di soluzioni informatiche e a requisiti sempre più elevati per un'infrastruttura IT efficiente, affidabile e sicura. In questo contesto, i servizi cloud stanno diventando un elemento chiave della trasformazione digitale. Per questo motivo, l'11 dicembre 2020, il Consiglio federale ha adottato la strategia cloud dell'amministrazione federale che mira a stabilizzare le basi per il suo utilizzo. Questa strategia deve essere attuata anche presso l'Ufficio federale dell'informatica e delle telecomunicazioni (UFIT), il principale fornitore di servizi ICT dell'amministrazione federale.

Tuttavia, l'attuale infrastruttura cloud, il sistema Atlantica, sta diventando tecnologicamente obsoleta e non è più in grado di soddisfare le esigenze di infrastruttura ICT performante, a causa del basso grado di industrializzazione dell'attuale soluzione cloud e degli aumenti di capacità per soddisfare la domanda, portando a un aumento significativo dei costi operativi. È quindi necessario fornire tempestivamente un'infrastruttura di multicloud ibrido adeguata che permetta di affrontare le grandi sfide della digitalizzazione in arrivo.

Con lo Swiss Government Cloud, il Consiglio federale prevede la creazione di una nuova infrastruttura di multicloud ibrido su misura per le esigenze e i bisogni della Confederazione. Ibrido in questo senso significa che lo Swiss Government Cloud integrerà sia servizi cloud pubblici di fornitori esterni, sia servizi cloud privati gestiti dall'amministrazione federale stessa. La parola "multi" implica che saranno disponibili le offerte di diversi fornitori esterni di cloud, in modo da ridurre la dipendenza da un singolo fornitore.

In questo modo lo Swiss Government Cloud permetterà all'amministrazione federale di gestire le operazioni cloud attraverso una soluzione integrata. Per raggiungere questo obiettivo viene adottato un approccio globale. Oltre alla creazione dell'infrastruttura di multicloud ibrido saranno effettuati investimenti nei settori della formazione, consulenza e governance, nei processi operativi e commerciali, nella sicurezza informatica e nell'infrastruttura di rete. Ciò garantirà che lo Swiss Government Cloud venga creato e utilizzato in modo mirato, efficiente e sicuro. Cantoni, città e comuni potranno anch'essi beneficiare dell'offerta dello Swiss Government Cloud, qualora siano interessati.

Il 22 maggio 2024 il Consiglio federale ha adottato il messaggio relativo ad un credito di impegno per la creazione di tale cloud. La realizzazione avverrà tra il 2025 e il 2032. Dal 2027 la creazione dello Swiss Government Cloud dovrebbe essere sufficientemente avanzata per iniziare la migrazione delle applicazioni dal sistema Atlantica al Cloud Service Broker dell'UFIT. I lavori di migrazione dovrebbero essere completati entro la fine del 2030.

Ihre Kommission ist an der Sitzung vom 4. und 5. Juli 2024 nach Anhörungen von Expertinnen und Experten ohne Gegenstimme auf die Vorlage eingetreten und hat sich am 2. und 3. September dieses Jahres mit der Detailberatung der Vorlage befasst. In der Beratung der Kommission wurde deutlich, dass es durchaus Stimmen gab, die eine umfassendere Lösung forderten. Es wurde der Wunsch nach einem echten Service public für die Speicherung von Daten auf nationaler Ebene geäussert, um für alle die Abhängigkeit von ausländischen Clouds zu verringern. Um es mit einem Bild zu verdeutlichen: Was wir eigentlich bräuchten, wäre eine Art Bahn 2000 für die Dateninfrastruktur der Schweiz. Stattdessen bauen wir mit dieser Cloud und diesem Projekt eher eine Verlängerung der Tramlinien. Wir brauchen die Tramlinien jedoch, um sicherzustellen, dass die Daten der Bundesverwaltung gut und sicher gespeichert werden können.

Wir waren uns in der Kommission auch der Dringlichkeit bewusst: Wir stehen unter erheblichem Zeitdruck, eine neue und zukunftsorientierte Lösung zu finden. Aus diesem Grund haben wir uns trotz des Wunsches nach einer umfassenden Strategie einstimmig für das Eintreten auf die Vorlage entschieden.

Es gab auch Kritikpunkte, insbesondere in Bezug auf den Einbezug der Kantone. Es besteht die Sorge, dass jeder Kanton, vielleicht sogar jede Gemeinde, eine eigene Lösung entwickeln könnte, was zu einem Flickenteppich an Lösungen führen würde. Hier fehlt aus Sicht der Kommission eine klare Gesamtstrategie des Bundesrates. Doch auch bei diesem Punkt ist der Zeitpunkt entscheidend, und wir müssen die Priorität auf die rasche Umsetzung einer Lösung setzen.

Gleichzeitig möchte die Kommission betonen, dass sie die gute und harte Arbeit der Verwaltung beim Aufbau dieser Cloud-Infrastruktur anerkennt. Die Komplexität und die Herausforderungen eines solchen Projektes sind nicht zu unterschätzen.

In der Detailberatung haben wir einen wichtigen Zweckartikel hinzugefügt, wie mein Kollege Andrey gleich im Anschluss noch genauer erläutern wird. Doch erlauben Sie mir noch einen kurzen Hinweis auf die Swissness dieses Projektes: Angesichts der erheblichen finanziellen Investitionen des Bundes haben wir in der Kommission klar den Wunsch geäussert, dass wo immer möglich Schweizer Firmen berücksichtigt werden. Es handelt sich hier um eine Form der Industriepolitik, und es ist uns wichtig, dass das investierte Geld der hiesigen Wirtschaft zugutekommt.

Andrey Gerhard · Mit-M · Conseil national · Fribourg · Groupe des VERT-E-S

Avec le "Swiss Government Cloud" (SGC), le Conseil fédéral demande au Parlement un crédit d'engagement d'un montant de 246,9 millions de francs. L'arrêté fédéral, plutôt léger pour l'ampleur de ce projet, concerne un élément central. Il s'agit essentiellement de franchir une nouvelle étape d'évolution technologique nécessaire vers des technologies cloud et d'augmenter globalement la souplesse, l'efficacité et la souveraineté numérique de l'administration au niveau fédéral, cantonal et communal. Une distinction est faite entre les différents concepts de cloud. Sur le cloud public, les données non ou peu sensibles, telles que des données météorologiques ou des cartes géographiques, doivent pouvoir être hébergées de manière échelonnée par des fournisseurs externes. Le "public cloud on-prem" désigne des services de cloud public externes exploités dans des "data centers" et des infrastructures de la Confédération. Quant au "private cloud on-prem", il doit permettre à l'administration fédérale de mettre en place et d'exploiter sa propre infrastructure en version cloud, afin de pouvoir garantir un contrôle maximal sur les données sensibles.

Diese drei Stufen sollen insgesamt interoperabel, also austauschbar, miteinander funktionieren. Um das etwas zu verbildlichen: Stellen Sie sich ein Tabellendokument vor, das im Moment der Erstellung keinen wesentlichen Sicherheitsanforderungen unterliegt, weshalb es auf der Public Cloud gehalten und bearbeitet werden darf. Nun könnte eine gesetzliche Vorgabe dazu führen, dass eben dieses Dokument neu unter vollständiger Kontrolle des Bundes gehalten werden muss. Eine weitere Bearbeitung und ein Transfer dieses Dokuments von der Public Cloud auf die Private Cloud On-Prem - entschuldigen Sie all diese Anglizismen, das ist etwas systemimmanent in dieser Branche - sollen nahtlos, ohne Medienbruch, also eben interoperabel möglich sein. Das bedeutet, dass mit der Swiss Government Cloud (SGC) dem Bund mittelfristig wesentlich mehr Handlungsspielraum und eine tatsächliche Alternative zu den proprietären privaten Cloud-Lösungen zur Verfügung stehen. Der hauptsächliche Anteil der Investition fliesst deshalb auch in diese Private Cloud, in diese private Cloud.

Bei Anhörungen mit Verbänden wie Swiss Made Software oder der Wissenschaft und europäischen Digitalisierungsinitiativen hat Ihre Finanzkommission bei der Behandlung des Geschäfts eine Aussensicht erhalten. Dabei wurde deutlich, dass der Schritt hin zu dieser sogenannten SGC insgesamt begrüsst wird. Hingegen wurde unisono festgehalten, dass Open-Source-Software und offene Standards für den Erfolg des Programms wesentlich seien und Schweizer Unternehmen eine gewichtige Rolle spielen können und sollen.

Deshalb und weil sie weitere Präzisierungen zum Beschluss des Bundesrates wünscht, hat die Kommission den etwas unorthodoxen Weg eines Zweckartikels gewählt, welcher vor den Kreditartikel gestellt wird. Darin aufgelistet sind die wesentlichen Elemente aus der Botschaft des Bundesrates zur Umsetzung des gesamten Programms, welches auch Ausbildungs-, Sensibilisierungs- und weitere Initiativen enthält.

Ihre Finanzkommission stellt Ihnen darüber hinaus aber folgende materiell wesentlichen Änderungsanträge: Mit Artikel 1 Absatz 2 soll nicht nur die Abhängigkeit von einzelnen Unternehmen reduziert werden, sondern auch die Abhängigkeit von ganzen Ländern. Denn eine Auswahl an Anbietern, welche alle aus dem gleichen Land kommen, ist eben nur eine beschränkte. Die nationale Gesetzgebung kann nämlich all diese Firmen aus einem Land Regeln unterstellen, die für die Schweiz nicht tolerierbar sind.

Weiter erwartet die Kommission, dass die Betriebsautonomie der Private Cloud eine tatsächliche und nicht nur eine theoretische ist. Das BIT spricht hier von mindestens einem Jahr Betrieb, der garantiert werden könnte, würden Dienstleistungen externer Firmen bei der Private Cloud gekappt.

Weiter fordert die Kommission, dass mit der Cloud-Infrastruktur der ökologische Fussabdruck der Digitalisierung der Verwaltung reduziert wird.

Damit komme ich zum letzten Punkt des Willens der Kommission, zu Absatz 4, wo es um Open Source und Open Standards geht, welche als wesentliche Elemente zur Umsetzung verankert werden sollen. Die Kommission will, dass nichtproprietäre Produkte und offene Standards aus Souveränitätsgründen in der Beschaffung bevorzugt behandelt werden müssen. Mit der gleichen Argumentation soll dies auch für Schweizer Unternehmen gelten, welche Bestandteile für die gesamte SGC beisteuern können.

Ihre Kommission ist einstimmig der Meinung, dass das Geschäft mit den soeben ausgeführten Präzisierungen vorangetrieben werden soll, um die Handlungsfähigkeit und digitale Souveränität der Verwaltung substanziell zu stärken. An dieser Stelle möchte ich auch noch dem zuständigen Bundesamt für Informatik und Telekommunikation für die konstruktive Arbeit rund um die Kommissionssitzungen danken.

Wettstein Felix · Mit-M · Conseil national · Soleure · Groupe des VERT-E-S

Die Grüne Fraktion stimmt dem Verpflichtungskredit im Umfang von 246,9 Millionen Franken zu, samt den Präzisierungen, die in unserer Kommission vorbereitet wurden. Es handelt sich um einen aus unserer Sicht notwendigen technologischen Entwicklungsschritt hin zu einer modernen Cloud-Technologie. Veraltete IT-Systeme, die teilweise an der Kapazitätsgrenze laufen, müssen bis 2027 abgelöst werden. Richtig gebaut kann die Swiss Government Cloud zu einem der wichtigsten Bausteine werden, damit sich der Bund in diesem mittlerweile systemkritischen Bereich von den digitalen Riesen, die zunehmend monopolartig aufgestellt sind, emanzipieren kann.

Die wichtigsten Elemente für uns von der Grünen Fraktion sind Open Source, Open Standards und damit eine möglichst hohe digitale Souveränität. Aus diesen Gründen finden wir es auch richtig, dass einheimische Firmen bei der Beschaffung eine Vorrangstellung haben. Wir haben jetzt die Chance, ein Gesamtsystem zu bauen, das auch für die Kantone und die Gemeinden anschlussfähig sein soll. Die Bezeichnung Swiss Government Cloud erzeugt die Vorstellung, dass sowohl Hardware als auch Software unter vollständiger Kontrolle des Bundes sein werden. Das ist aber nur teilweise der Fall, und das macht uns hellhörig. In der Botschaft steht, es soll eine Hybrid-Multi-Cloud-Infrastruktur entstehen. Die gesamte Swiss Government Cloud wird demnach eine Mischung aus Clouds von privaten und staatlichen Anbietern umfassen. Die Public-Cloud-Angebote sind ja alles andere als "Swiss": Die Public Clouds sind derzeit in amerikanischen Händen.

Wir kritisieren die Absicht des Bundes, sogar mehr als heute in eine Public Cloud zu verschieben. Wenn wir schon in eine eigenständige Private Cloud investieren, dann sollte auch möglichst viel von dieser Cloud aus verwaltet werden. Somit wird das Angebot besser ausgelastet und dank intensiverer Nutzung mittelfristig attraktiver, auch für die anderen Staatsebenen. Es ist sicher zu vertreten, dass umfangreiche und nicht sensible Daten wie Wetterdaten oder kartografische Daten in eine Public Cloud übertragen werden, da diese eine fast beliebig hohe Kapazität haben. Gesamthaft verfügt die Verwaltung jedoch über viele sensible Daten, über die eine maximale Kontrolle gewährleistet sein muss.

Kritisch bewerten wir ausserdem, dass die Vorlage in gewisser Weise isoliert daherkommt. Sie ist Ausdruck eines taktischen Vorgehens. Wir wünschen uns schon länger, dass der Bundesrat seine Digitalisierungsvorhaben besser und strategischer orchestriert. Zwar entspricht die aktuelle Vorlage einer Massnahme der Legislaturplanung, es müsste jedoch nach unserer Einschätzung eine mehrjährige "Digi-Botschaft" geben, in der die verschiedenen Entwicklungsprojekte in eine Gesamtschau gebracht werden und in der die Wechselwirkungen abgebildet sind.

Fehlmann Rielle Laurence · Mit-F · Conseil national · Genève · Groupe socialiste

La numérisation de l'administration publique a fortement augmenté depuis ces dernières années. Il y a une attente de la part de la population afin d'accéder de manière simple et efficace aux différentes prestations délivrées par les services publics. Il en va de même du côté de l'économie. Nous avons donc besoin de solutions innovantes en matière numérique, mais aussi de services fiables et efficaces. Ainsi, le Conseil fédéral a décidé de charger l'Office fédéral de l'informatique et de la télécommunication de développer un "Swiss Government Cloud" (SGC). On distingue généralement trois types de clouds: le cloud public, qui est accessible par internet, le cloud d'entreprise ou privé, qui est accessible uniquement sur un réseau privé et le cloud hybride qui est une combinaison des deux autres.

Le crédit d'engagement sur lequel nous devons nous prononcer permettra, d'une part, la poursuite des opérations de la Confédération par le renouvellement de son infrastructure de cloud privé et, d'autre part, une transformation numérique vers le cloud public pour les applications. Durant les auditions qui ont été menées, on nous a expliqué que le cloud privé de la Confédération est obsolète et qu'il doit absolument être remplacé. C'est surtout dans le domaine de la cybersécurité qu'il faut intervenir, car le système, vieillissant, ne permet pas de se protéger de manière adéquate. La transition vers le cloud public est inéluctable, car les milieux informatiques ont tous choisi de concentrer leurs investissements vers des applications disponibles uniquement sur le cloud. La question du cloud public pose des questions pour le grand public. En effet, une application dans le cloud public présente des risques particuliers concernant la sécurité et la protection des données. Toutefois, il nous a été affirmé que les solutions de cloud public offraient les meilleures solutions en matière de risques d'obsolescence et sur le plan opérationnel.

Le projet qui nous est soumis par le Conseil fédéral est assez limité. Il ne s'agit pas du tout de mettre en place un cloud souverain, mais cela servira essentiellement pour les applications internes de la Confédération. Ce qui est positif, c'est que les services seront ouverts aux cantons. En ouvrant aux cantons et aux communes la possibilité d'utiliser le SGC, le projet répond à la volonté des cantons latins, en particulier, de participer au développement et à la mise en oeuvre d'infrastructures numériques qui préservent l'autonomie et la maîtrise des acteurs publics sur ces instruments.

Le groupe socialiste est clairement d'avis qu'il faut aller de l'avant, car il a été convaincu des besoins urgents en la matière et de la nécessité de permettre à la Confédération d'adapter ses infrastructures numériques. Même si c'est un pas dans la bonne direction, le groupe socialiste attend une stratégie plus globale dans ce domaine. Il s'agit d'anticiper les besoins et pas seulement d'aller d'étape en étape sans vision claire. La question de l'indépendance de la Suisse face aux plateformes numériques américaines et chinoises nous tient à coeur. Il faut se rappeler que nous ne sommes pas seuls. L'Europe commence aussi à réaliser que l'indépendance est importante. Il conviendrait de mieux collaborer avec ces pays dans la mesure où nous partageons avec eux beaucoup de valeurs.

Le projet n'est pas contesté et une proposition présentée par un membre du groupe des Verts a été acceptée à l'unanimité. Ces propositions ont précisé que le SGC doit permettre une infrastructure flexible, économe en ressources et conçue de manière évolutive. Il a aussi été demandé que le SGC favorise la réduction de la dépendance à l'égard de certains prestataires. Il faut aussi garantir la sécurité et la protection des données. Enfin, il a aussi été précisé que lors d'acquisitions en rapport avec le SGC, il est recommandé que la préférence soit donnée aux logiciels "open source" et aux entreprises ayant leur siège en Suisse.

Avec ces ajouts qui ont été acceptés par la commission, nous vous recommandons d'entrer en matière sur le projet, qui prévoit un crédit d'engagement de 246,9 millions de francs, et d'adopter la version qui est sortie de notre commission.

Zybach Ursula · Mit-F · Conseil national · Berne · Groupe socialiste

Ich hänge gleich die zwei wichtigsten Botschaften, die wir vonseiten der SP-Fraktion haben, an. Es sollen in der Swiss Government Cloud sensible und für die Schweiz und uns alle wichtige Dokumente, Anwendungen und Daten gespeichert werden. Die Finanzkommission hat daher den Zweckartikel umfassender formuliert, der inhaltlich im Wesentlichen die Botschaft des Bundesrates aufnimmt. Der Antrag der Finanzkommission beinhaltet die Formulierung, wonach "wenn möglich offene Standards, Open-Source-Software und Unternehmen mit Sitz in der Schweiz bevorzugt" werden sollen. Um die Swiss Government Cloud zu realisieren, wird es eine WTO-Ausschreibung brauchen. Die SP-Fraktion erwartet, dass diese Ausschreibung optimal formuliert wird, damit dieses Ziel, dass also Firmen bevorzugt werden, die nicht nur den Sitz in der Schweiz haben, sondern die hier auch operativ tätig sind und somit auch die Wirtschaft unterstützen und bei denen wir das Gefühl von Datensicherheit haben, erreicht werden kann. Die SP-Fraktion erwartet auch, dass der Bund es den Kantonen erleichtern wird, mitzumachen; Interoperabilität ist eines der wichtigen Stichworte auch in diesem Thema.

Die SP-Fraktion wird dem Verpflichtungskredit zustimmen, erwartet aber, dass die WTO-Ausschreibung optimal gemacht wird.

Nause Reto · Mit-M · Conseil national · Berne · Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV.

Die Mitte-Fraktion wünscht sich in dieser Legislatur in Sachen Digitalisierung einen Sprung nach vorne. Bei der Digitalisierung ist die Schweiz nach wie vor eher Entwicklungsland und nicht Frontrunnerin. Die Zeit für digitalisierte und bürgerfreundliche Prozesse ist überreif. Die Hybrid-Multi-Cloud-Infrastruktur ist dafür Voraussetzung. Die weiteren im Kredit beinhalteten Investitionen für Ausbildung, Governance und Cybersicherheit sind aus unserer Sicht zeitgemäss und zielführend. Für die Umsetzung des Projekts wünschen wir uns eine enge Begleitung des EFD. Wenn wir schon fast eine Viertelmilliarde investieren, so muss die Wolke dann auch fliegen und darf nicht zum IT-Friedhof werden.

Die Mitte-Fraktion empfiehlt Ihnen, dem Verpflichtungskredit zuzustimmen.

Cottier Damien · Mit-M · Conseil national · Neuchâtel · Groupe libéral-radical

Le groupe libéral-radical apportera son soutien au projet de "Swiss Government Cloud" (SGC) et votera le crédit d'engagement qui lui est soumis. Il soutient les précisions apportées par la commission à l'article 1 de l'arrêté fédéral, élément qui figure dans le message du Conseil fédéral, mais qu'il est bon de reprendre également dans le texte que nous allons adopter.

La transformation numérique de l'administration est une nécessité impérative pour offrir à notre population et à nos entreprises des services de qualité qui sont rapides, modernes, efficients. La Suisse a toutefois pris du retard, trop de retard, dans la numérisation de ses administrations publiques, mais elle ne doit pas décrocher, elle doit au contraire rattraper son retard. Au fond, la Suisse devrait avoir l'ambition de devenir le pays le plus numérisé, au moins d'Europe, à la fin de la décennie. Il y a encore du travail.

Le projet de SGC est une partie de la réponse à un tel défi. Il servira de base à des solutions informatiques modernes, sûres et fiables, nous dit le Conseil fédéral. Toujours selon lui, cette infrastructure hybride multicloud doit permettre d'améliorer la performance et la sécurité des infrastructures informatiques de la Confédération, tout en garantissant un certain niveau de souveraineté numérique, même s'il faut bien souligner ici qu'il ne s'agit pas de créer un cloud souverain complet, ce qui relèverait plus de la chimère dans un monde globalisé, aussi bien sur le plan technique que financier, pour un petit pays comme la Suisse.

Le crédit demandé représente un montant important, mais il est nécessaire que nous investissions dans la digitalisation et dans des services efficaces de l'administration. Le maintien du nuage privé actuel de l'OFIT, devenu obsolète, serait inefficace, mais également une solution coûteuse.

Ce cloud fédéral s'inscrit dans la stratégie numérique de la Confédération adoptée fin 2020, qui prévoit une infrastructure hybride combinant services en nuage public et privé. La sécurité des données et la cybersécurité sont au coeur du projet. Ce cloud doit permettre, toujours selon le Conseil fédéral, d'améliorer les mécanismes de protection, notamment contre les cyberattaques, et de garantir une interopérabilité accrue entre différents niveaux de l'administration publique, à savoir Confédération, cantons et communes. C'est là que le groupe libéral-radical aimerait insister: notre pays a une structure fédérale et c'est une de ses forces. Mais, dans certains domaines, cela peut aussi être un frein, et c'est clairement le cas dans le domaine de la digitalisation de nos administrations publiques. Pour les citoyens et pour les entreprises, il ne devrait pas y avoir, au fond, de différence fondamentale sur les modalités selon qu'une démarche administrative digitale dépend d'une autorité fédérale, cantonale ou communale. Nous en sommes encore très éloignés. Prenons l'exemple du dossier électronique du patient (DEP): il devrait être une réalité vécue depuis bien longtemps dans notre pays sur l'ensemble de notre territoire, si l'on mettait au centre des préoccupations une amélioration de la qualité de soins, une gestion efficiente du système et, partant, une meilleure maîtrise des coûts de la santé. Pourtant, le DEP en est, enfin, à quelques balbutiements. La différence d'approche et de système mis en place dans une structure fédérale n'est pas la seule raison de ce retard d'une vingtaine d'années, mais elle est aussi une explication importante.

Lors des auditions menées par la commission, un expert a fait la comparaison avec le système des transports en disant qu'au fond les cantons devraient être capables de choisir l'offre, de choisir l'horaire, de choisir le matériel roulant peut-être. Mais si chaque canton choisissait l'écartement des rails dans une infrastructure ferroviaire, c'est-à-dire choisissait des normes différentes, il ne serait pas possible de délivrer un service performant et identique sur l'ensemble du pays. Cela doit nous amener à réfléchir.

Le groupe libéral-radical est conscient - et la commission a creusé cette question - que d'être plus contraignant en la matière nécessiterait une révision constitutionnelle. C'est un chemin long et sinueux. Mais il en appelle au bon sens et à la bonne gestion: il faut que l'on uniformise les systèmes et les standards et il est plus que souhaitable, il est nécessaire, que l'ensemble des administrations publiques de notre pays utilisent les mêmes. Nous attendons donc du Conseil fédéral et des cantons qu'ils continuent de s'engager activement pour une bonne coordination dans ce domaine et que, si possible, toutes les administrations publiques utilisent à l'avenir cette nouvelle infrastructure, afin que nous votions véritablement pour un "Swiss Government Cloud" et pas seulement pour un "Federal Government Cloud".

Götte Michael · Mit-M · Conseil national · St-Gall · Groupe de l'Union démocratique du Centre

Ich spreche im Namen der SVP-Fraktion zum Bundesbeschluss zu einem Verpflichtungskredit zum Aufbau einer Swiss Government Cloud.

Mit der Swiss Government Cloud soll im Bundesamt für Informatik und Telekommunikation eine neue, auf die zukünftigen Anforderungen und Bedürfnisse der Bundesverwaltung zugeschnittene Cloud-Infrastruktur aufgebaut werden. Die Swiss Government Cloud bildet das geeignete technische Fundament für die Umsetzung der anstehenden zentralen Digitalisierungsvorhaben und leistet insbesondere zur digitalen Transformation des Staates - das heisst von Bund, Kantonen, Städten und Gemeinden - einen essenziellen Beitrag.

An seiner Sitzung vom 22. Mai 2024 hat der Bundesrat die entsprechende Botschaft zu einem Verpflichtungskredit in der Höhe von 246,9 Millionen Franken zuhanden des Parlamentes verabschiedet. Zu diesem Betrag kommen noch die Eigenleistungen. Die FK-N hiess den sehr hohen Kredit an der Sitzung vom 3. September 2024 einstimmig gut. Sie baute Artikel 1 des zugehörigen Bundesbeschlusses jedoch zu einem Zweckartikel aus. Inhaltlich nimmt dieser Zweckartikel im Wesentlichen die vom Bundesrat in der Botschaft formulierten Ziele der Beschaffung auf. Der Zweckartikel soll die Verbindlichkeit der Ziele bei der Umsetzung erhöhen.

Die SVP-Fraktion begrüsst es, dass mit Absatz 4 des neu gestalteten Artikels 1 bei der Beschaffung "wenn möglich offene Standards, Open-Source-Software und Unternehmen mit Sitz in der Schweiz bevorzugt behandelt" werden sollen. Mit der gemeinsamen Nutzung von IT-Ressourcen und verbesserten Abläufen trägt die Swiss Government Cloud zudem zur Optimierung und hoffentlich zur Senkung von Kosten in der öffentlichen Verwaltung in diesem Bereich bei. Gleichzeitig wird ein besonderes Augenmerk auf die Sicherheit von Daten und auf den Schutz der Privatsphäre gelegt. Dies rechtfertigt auch, dass sich der Bund nicht an bestehenden privaten Cloud-Lösungen beteiligt und die aus unserer Sicht sehr hohe Summe investiert.

Ein hohes Sicherheitsniveau sowie Vertrauen in die digitale Technologie sind entscheidend für die Akzeptanz und den Erfolg der Digitalisierung. Der Einsatz von moderner Cloud-Technologie fördert die Innovationskraft und Flexibilität der öffentlichen Verwaltung. Eine digitalisierte und innovative Verwaltung stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz und schafft ein attraktives Umfeld für Unternehmen.

Die SVP-Fraktion wird dem Antrag der FK-N betreffend Artikel 1 zustimmen. Sofern Artikel 1 und insbesondere dessen Absatz 4 vom Nationalrat gutgeheissen wird, wird die SVP-Fraktion dem Geschäft auch in der Gesamtabstimmung zustimmen und den hohen Verpflichtungskredit für den Aufbau einer Swiss Government Cloud unterstützen.

Keller-Sutter Karin · VPBR-F · Conseil fédéral · St-Gall

Die digitale Transformation hat für die öffentliche Verwaltung eine grosse Bedeutung, ist eine dringende Notwendigkeit. Die Bevölkerung erwartet heute von der Verwaltung, dass sie einfach und digital zugänglich ist. Das Gleiche gilt übrigens auch für die Wirtschaft. Auch dort wird erwartet, dass die Transaktionen, der Verkehr mit der Verwaltung vereinfacht werden, dass die Arbeitsabläufe effizienter werden. An der digitalen Transformation führt also kein Weg vorbei. Mit ihr steigt auch die Nachfrage nach innovativen IT-Lösungen, und es steigen die Anforderungen an eine leistungsfähige, zuverlässige und sichere IT-Infrastruktur, auf welcher diese Lösungen gebaut und betrieben werden können. Der Einsatz von Cloud-Diensten wird dabei eine wichtige Rolle spielen.

Heute existiert im Bund noch keine IT-Infrastruktur, mit welcher diesen neuen und steigenden Anforderungen in Zukunft vollumfänglich begegnet werden kann. Aus diesem Grund hat sich der Bundesrat entschieden, das BIT mit dem Aufbau der Swiss Government Cloud, kurz SGC, zu beauftragen. Mit der SGC ist der Aufbau einer neuen, auf die Anforderungen und Bedürfnisse des Bundes zugeschnittenen Hybrid-Multi-Cloud-Infrastruktur geplant. Die SGC soll also sowohl Public-Cloud-Angebote mehrerer externer Anbieter als auch Private-Cloud-Angebote der Bundesverwaltung in sich vereinen. Mit Public-Cloud-Angeboten meine ich Angebote aus einer Cloud-Umgebung eines privatwirtschaftlichen Anbieters. Private-Cloud-Angebote sind Angebote, die in den Rechenzentren des Bundes betrieben werden. Damit soll es die SGC dem Bund künftig ermöglichen, das Massengeschäft im Cloud-Bereich über einheitliche Gesamtlösungen abzuwickeln. Datenschutz und Informationssicherheit stehen dabei als zentrale Kernanforderung an die zukünftige IT-Infrastruktur im Vordergrund.

Sie haben der Botschaft entnommen, dass das Vorhaben über den Aufbau der SGC hinaus Investitionen in weitere Bereiche vorsieht, so die Cybersicherheit und die Netzwerkinfrastruktur. Dem Bundesrat war es wichtig, ein Gesamtpaket zu schnüren, welches transparent alle Bereiche ausweist, in denen Investitionen anfallen, um diese SGC zu verwirklichen. Insgesamt fallen über die gesamte Laufzeit des Vorhabens von acht Jahren Kosten in der Höhe von 319,4 Millionen Franken an. Davon beantragt der Bundesrat dem Parlament 246,9 Millionen Franken als Verpflichtungskredit.

Die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz setzt voraus, dass die Schweiz auch im digitalen Bereich mit den globalen Entwicklungen Schritt hält. Mit den Investitionen in die SGC leistet der Bund einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Bundes-IT auch über das unmittelbare Cloud-Umfeld hinaus. So liefert die SGC das geeignete technische Fundament, auf dem künftige Digitalisierungsvorhaben aufbauen können. Auch Kantone, Städte und Gemeinden sollen bei Interesse für ihre Digitalisierung auf die SGC setzen können. Mehrere Kantone haben hier Interesse bekundet. Zudem zeigen Berechnungen, dass die Kosten für die Weiterführung der derzeitigen Situation diejenigen für den Aufbau der SGC langfristig übersteigen werden. Es ist daher wichtig, frühzeitig mit dem Aufbau einer neuen Lösung zu beginnen. So können wir anstehenden Digitalisierungsherausforderungen begegnen und gleichzeitig den Anstieg der IT-Kosten drosseln.

Die SGC ermöglicht dem Bund, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen, indem sie einen Zugang zu notwendigen Innovationen im IT-Bereich bietet. Mit ihrer aus drei Teilen bestehenden Lösung ist sie in der Lage, die verschiedenen Vorteile von privatwirtschaftlichen und bundeseigenen Cloud-Angeboten zu kombinieren. Den verschiedenen Anforderungen des Bundes kann mit der SGC im jeweils geforderten Umfang begegnet werden.

Die Finanzkommission des Nationalrates hat an ihrer Sitzung vom 3. September Artikel 1 des Entwurfes des Bundesbeschlusses zu einem Zweckartikel ausgebaut. Der Bundesrat ist mit dieser Ergänzung einverstanden. Damit werden die mit der SGC verfolgten Ziele und deren Zweck korrekt beschrieben. In Absatz 4 der vorgeschlagenen neuen Fassung von Artikel 1 wird festgehalten, dass bei der Beschaffung im Zusammenhang mit der SGC "wenn möglich offene Standards, Open-Source-Software und Unternehmen mit Sitz in der Schweiz bevorzugt behandelt" werden sollen. Der Bundesrat und die Verwaltung begrüssen die Formulierung "wenn möglich", denn die Nutzung von offenen Standards und Open-Source-Software in einer staatlichen Private-Cloud-Lösung bietet zahlreiche Vorteile, wie Transparenz, Flexibilität und Kosteneffizienz. Dennoch ist es für die Verwaltung wichtig, die notwendige Flexibilität zu erhalten, um je nach Anforderung auf Open-Source- oder proprietäre Lösungen zurückgreifen zu können. Nur so kann sichergestellt werden, dass das Potenzial beider Welten zielgerichtet ausgeschöpft werden kann. Eine Kombination aus Open-Source- und kommerziellen Lösungen liefert in vielen Fällen die besten Ergebnisse.

Ich bitte Sie, auf die Vorlage einzutreten und dem Bundesbeschluss zuzustimmen. In Bezug auf die Abstimmung kann ich sagen, dass der Bundesrat mit den Änderungen, die die Kommission beantragt, einverstanden ist. Ich bedanke mich für die Zusammenarbeit mit der Kommission und das Entgegenkommen.

Glättli Balthasar · Mit-M · Conseil national · Zurich · Groupe des VERT-E-S

Geschätzte Frau Bundesrätin, zum Schluss haben Sie ausgeführt, dass neu, wenn möglich, eben auch offene Standards und Open-Source-Software prioritär sein sollten. Sind Sie bereit, auch in diesem Kontext - wie das im Zusammenhang mit der E-ID ganz erfolgreich geschehen ist - eine Community aufzubauen, iterativ und partizipativ zu agieren, sprich, das Potenzial von Open Source nicht mehr nur bei einem einzelnen Anbieter abzuholen, sondern aus der ganzen Community?

Keller-Sutter Karin · VPBR-F · Conseil fédéral · St-Gall

Sehr geehrter Herr Nationalrat Glättli, mir ist der Prozess der E-ID sehr wohl bekannt, ich habe ihn ja selber aufgegleist. Wir werden mit dem BIT schauen, ob und was sich in welchem Umfang machen lässt.

Marti Min Li · Mit-F · Conseil national · Zurich · Groupe socialiste

Geschätzte Frau Bundesrätin, vor Kurzem gab es in der "Republik" einen Bericht zur Swiss Government Cloud. Darin wurde unter anderem bemängelt, dass die Rahmenverträge mit den Big-Tech-Organisationen nicht veröffentlicht bzw. nicht transparent gemacht werden, weil sich diese oder einige von ihnen dagegen sperren. Wäre es für das Vertrauen in diese Infrastruktur nicht sinnvoll, wenn die Transparenz gestärkt würde?

Keller-Sutter Karin · VPBR-F · Conseil fédéral · St-Gall

Geschätzte Frau Nationalrätin, die Aussagen in der "Republik" waren falsch. Das Eidgenössische Finanzdepartement hat sich bemüht, dass diese korrigiert werden. Es ist so, dass für die SGC neue Beschaffungsgrundlagen notwendig sind, auch im Zusammenhang mit der Zusatzbestimmung, die von der FK-N eingefordert wurde, also Artikel 1 Absatz 4 dieser Vorlage.

Sämtliche Produkt-, Lösungs- und Lieferantenevaluationen, die sich im Rahmen des Aufbaus der SGC ergeben, werden zu gegebener Zeit auf der Beschaffungsplattform aufgeschaltet.

Wettstein Felix · Mit-M · Conseil national · Soleure · Groupe des VERT-E-S

Frau Bundesrätin, wir reden ja jetzt von Unabhängigkeit. In der Botschaft ist ausgewiesen, dass im Jahr 2032 gemäss den aktuellen Prognosen 68 Prozent der gesamten Swiss-Government-Cloud-Nutzungen im Public-Cloud-Bereich sein werden bzw. von dort gewährt werden müssen. Server für solche Public Clouds befinden sich in aller Regel im Besitz amerikanischer oder chinesischer Grosskonzerne wie Oracle, Alibaba, Amazon, Microsoft oder IBM. Wie stellen Sie sicher, natürlich auch im Einklang mit den international geltenden Vorschriften zu den Bestellvorgängen, dass künftig Schweizer Anbieter von Public Clouds bevorzugt werden?

Keller-Sutter Karin · VPBR-F · Conseil fédéral · St-Gall

Herr Nationalrat Wettstein, das wird eine Frage der Ausschreibung sein. Was Sie ansprechen, ist ein Problem: dass diese Tech-Giganten natürlich, ich sage jetzt, etwas eine marktbeherrschende Stellung haben. Ich habe gesagt, dass nach den Beschlüssen des Parlamentes der Beschaffungsprozess und die WTO-Ausschreibung erfolgen. Wie dann der Zuschlag genau erfolgt, hängt von Kriterien ab, die man auch - wie soll ich das jetzt diplomatisch sagen? - etwas modellieren kann. Sie können aber nicht von Anfang an ausschliessen, dass solche Anbieter, ich sage jetzt einmal, irgendwo zugelassen werden oder dass sie auch ein Produkt anbieten können.

Es gibt sicherlich auch in der Schweiz gute Anbieter. Am Schluss wird die Frage sein: Bieten sie mit, bewerben sie sich um dieses Produkt? Eine Frage ist auch: Sind sie in der Lage, dieses Produkt zu gewährleisten? Das ist ein grosser Auftrag, und sie müssen auch die Gewähr bieten. Der Rechtsdienst des Finanzdepartementes hat ja in der Kommission auch Ausführungen zu dieser Frage gemacht. Am Schluss ist es auch etwas ein politischer Entscheid, aber natürlich kann dieser nicht willkürlich erfolgen.

Nussbaumer Eric · P-M · Conseil national · Bâle-Campagne · Groupe socialiste

Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen

L'entrée en matière est décidée sans opposition

Bundesbeschluss zu einem Verpflichtungskredit zum Aufbau einer Swiss Government Cloud

Arrêté fédéral concernant un crédit d'engagement pour la mise en place d'un Swiss Government Cloud

Detailberatung - Discussion par article

Titel und Ingress

Antrag der Kommission

Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates

Titre et préambule

Proposition de la commission

Adhérer au projet du Conseil fédéral

Angenommen - Adopté

Art. 1

Antrag der Kommission

Abs. 1

Der Erlass bezweckt den Aufbau und die Nutzung einer Swiss Government Cloud (SGC). Die SGC soll Public- und Private-Cloud-Dienste kombinieren, um eine flexible, skalierbare, sichere und ressourcenschonende IT-Infrastruktur zu bieten, welche den Behörden die digitale Transformation vereinfacht und die digitale Souveränität erhöht.

Abs. 2

Die SGC soll:

a. die Abhängigkeit von einzelnen Anbietern und Jurisdiktionen verringern;

b. bei Bedarf die faktische Betriebsautonomie der Private-Cloud sicherstellen;

c. Datensicherheit und Datenschutz gewährleisten;

d. die Netzwerkinfrastruktur und Cybersicherheit stärken;

e. die Automatisation von Betriebs- und kommerziellen Prozessen ermöglichen;

f. den ökologischen Fussabdruck der IT-Infrastruktur reduzieren.

Abs. 3

Im Rahmen des Aufbaus der SGC werden ebenfalls:

a. gezielte Ausbildungsangebote für Verwaltungsangestellte geschaffen;

b. ein Kompetenzzentrum für Beratung und Unterstützung eingerichtet;

c. ein Innovationszentrum zur Förderung der Digitalisierung etabliert.

Abs. 4

Bei Beschaffungen im Zusammenhang mit der SGC werden wenn möglich offene Standards, Open Source Software und Unternehmen mit Sitz in der Schweiz bevorzugt behandelt.

Abs. 5

Die SGC steht Kantonen und Gemeinden zur Verfügung.

Abs. 6

Für den Aufbau der SGC wird ein Verpflichtungskredit von 246,9 Millionen Franken bewilligt.

Art. 1

Proposition de la commission

Al. 1

Le présent acte a pour but la mise en place et l'utilisation d'un Swiss Government Cloud (SGC). Le SGC combinera des services en nuage public et des offres en nuage privé afin d'offrir une infrastructure informatique flexible, sûre, économe en ressources et conçue de manière évolutive, qui facilite la transformation numérique pour les autorités et augmente la souveraineté numérique.

Al. 2

Le SGC doit permettre:

a. de réduire la dépendance à l'égard de certains prestataires et de certaines juridictions;

b. d'assurer l'exploitation autonome effective des services en nuage privé en cas de besoin;

c. de garantir la sécurité des données et la protection des données;

d. de renforcer l'infrastructure réseau et la cybersécurité;

e. de permettre l'automatisation des processus commerciaux et d'exploitation;

f. de réduire l'empreinte écologique de l'infrastructure informatique.

Al. 3

En outre, dans le cadre de la mise en place du SGC:

a. des offres de formation ciblées sont créées pour les employés de l'administration;

b. un centre de compétences est mis sur pied à des fins de conseil et de soutien;

c. un centre d'innovation est établi dans le but de favoriser la numérisation.

Al. 4

Lors d'acquisitions liées au SGC, les normes ouvertes, les logiciels à code source ouvert et les entreprises ayant leur siège en Suisse sont privilégiés dans la mesure du possible.

Al. 5

Le SGC est à la disposition des cantons et des communes.

Al. 6

Un crédit d'engagement de 246,9 millions de francs est octroyé pour la mise en place du SGC.

Angenommen - Adopté

Vote

Abs. 6 - Al. 6

Ausgabenbremse - Frein aux dépenses

Abstimmung - Vote

Für Annahme der Ausgabe ... 188 Stimmen

(Einstimmigkeit)

(3 Enthaltungen)

Das qualifizierte Mehr ist erreicht

La majorité qualifiée est acquise

Nussbaumer Eric · P-M · Conseil national · Bâle-Campagne · Groupe socialiste

Art. 2-4

Antrag der Kommission

Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates

Proposition de la commission

Adhérer au projet du Conseil fédéral

Angenommen - Adopté

Vote

Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble

Für Annahme des Entwurfes ... 183 Stimmen

(Einstimmigkeit)

(7 Enthaltungen)

Nussbaumer Eric · P-M · Conseil national · Bâle-Campagne · Groupe socialiste

Präsident (Nussbaumer Eric, Präsident): Das Geschäft geht an den Ständerat.