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Thérapies complémentaires. Introduire un droit d'option dans l'assurance obligatoire des soins

Caroni Andrea · P-M · Conseil des Etats · Appenzell Rh.-Ext. · Groupe libéral-radical

Präsident (Caroni Andrea, Präsident): Es liegt Ihnen ein schriftlicher Bericht der Kommission vor. Die Kommission und der Bundesrat beantragen die Ablehnung der Motion.

Germann Hannes · Mit-M · Conseil des Etats · Schaffhouse · Groupe de l'Union démocratique du Centre

Der Motionär, Herr Nationalrat Nantermod, möchte den Bundesrat beauftragen, das Bundesgesetz über die Krankenversicherung dahin gehend zu ändern, dass die Übernahme der Kosten von komplementärmedizinischen Leistungen in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) optional ist. Der Nationalrat hat diesen Vorstoss im letzten Jahr angenommen, im September, genau genommen.

Ich kann es kurz machen: Die Kommission hält sich weitgehend an die Stellungnahme des Bundesrates, der die Ablehnung der Motion beantragt. Die Gründe sind folgende: Eine Ausnahme oder eine Wahlmöglichkeit für bestimmte Leistungsbereiche widerspricht dem Prinzip des Versicherungsobligatoriums. Die Sistierung der Unfalldeckung nach dem Bundesgesetz über die Krankenversicherung kann nicht mit der Wahlmöglichkeit, wie sie der Motionär für die komplementärmedizinischen Leistungen einführen möchte, verglichen werden. Diese Möglichkeit steht lediglich jenen Versicherten offen, die bereits über eine volle Deckung für das Unfallrisiko nach dem Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG) verfügen, also für Berufs- und Nichtberufsunfälle. Damit kann eine mehrfache Deckung desselben Risikos durch unterschiedliche obligatorische Sozialversicherungen vermieden werden.

Dazu kommt, und das erwähnt auch der Bundesrat, dass im Jahre 2009 ein Verfassungsartikel für die Berücksichtigung der Komplementärmedizin vom Volk klar angenommen worden ist. Seit 2017 ist diese auch definitiv in der OKP drin. Das war auch einer der Hauptgründe, warum die Kommission die Ablehnung beantragt: Es sei der Volkswille zu respektieren. Zudem betont die Kommission, dass 18 Millionen Franken pro Jahr bei diesem 50- bzw. 90-Milliarden-Franken-Kuchen ein verschwindend kleiner Anteil sind. Nur Leistungen aus fünf Fachbereichen - anthroposophische Medizin, klassische Homöopathie, Phytotherapie, Akupunktur und Pharmakotherapie der traditionellen chinesischen Medizin - werden vergütet, sofern sie von einem Facharzt oder einer Fachärztin erbracht worden sind.

Genau aus diesen Gründen beantragt Ihnen die Kommission, die Motion abzulehnen, dies mit 6 zu 0 Stimmen. Das klingt nicht nach wahnsinnig viel - es gab auch nur 2 Enthaltungen. Vermutlich war die Abwesenheitsquote gegen Abend schon etwas höher. Aber auf jeden Fall kann ich sagen: ohne Gegenstimme. Wir finden, die nur optionale Übernahme der Kosten von komplementärmedizinischen Leistungen sei weder verhältnismässig noch gerechtfertigt. Darum erfolgte die Ablehnung ohne Gegenstimme.

Baume-Schneider Elisabeth · BR-F · Conseil fédéral · Jura

Je rappelle que l'assurance obligatoire des soins repose à la fois sur le principe de solidarité, en assurant un accès équitable aux soins pour toutes et tous, quel que soit leur état de santé, et sur celui de la responsabilité individuelle, où chaque personne est tenue de s'assurer et de participer financièrement au coût des soins par le biais des primes et de la participation aux coûts. La possibilité de choisir certains domaines de prestations serait donc contraire à ce principe. De telles prestations ne seraient plus financées solidairement par et pour l'ensemble de la population.

Le rapporteur l'a rappelé : le peuple et les cantons ont largement accepté en 2009 d'ajouter un nouvel article constitutionnel, l'article 118a de la Constitution, visant à une meilleure prise en considération des médecines complémentaires. Il a également souligné que les coûts générés par la prise en charge des médecines complémentaires restent faibles. Le montant, ces 18 millions de francs par année, correspond à 1 pour mille des coûts totaux de l'assurance obligatoire des soins. On ne pourrait donc pas considérer que l'exclusion de ces prestations entraîne un allégement financier significatif pour les assurés, tandis que la non-couverture pourrait poser un problème. Une exclusion serait donc disproportionnée.

Vous l'aurez compris, le Conseil fédéral ne voit donc pas de plus-value pour les assurés dans la motion. Le principe de solidarité dans l'assurance-maladie ne doit pas être abandonné à la légère.

Je vous remercie de suivre votre commission et le Conseil fédéral en rejetant la motion.

Caroni Andrea · P-M · Conseil des Etats · Appenzell Rh.-Ext. · Groupe libéral-radical

Abgelehnt - Rejeté