25.215
Conseil des Etats. Election du Bureau (Présidence, vice-présidence, scrutateur, scrutateur suppléant)
Intervention de procédure
1. Rede des scheidenden Präsidenten
1. Discours du président sortant
Caroni Andrea · Mit-M · Conseil des Etats · Appenzell Rh.-Ext. · Groupe libéral-radical
Ich wurde im vergangenen Jahr oft gefragt, was denn eigentlich das Schönste am Amt des Ständeratspräsidenten sei. Meine Antwort war ganz einfach: Das Schönste war immer, wenn ich den Eindruck erhielt, dass Sie mit der Ratsleitung zufrieden waren, wenn Sie also über den Rhythmus Ihres Schlagzeugers hier vorne Ihre Stimme auf der Suche nach politischem Wohlklang einbringen konnten. Ihre kollegiale Mitwirkung war dabei immer fantastisch, denn im Ständerat herrscht - anders als in vielen anderen Parlamenten auf dieser Welt - immer der konstruktive Geist des Miteinanders. Alle haben das gemeinsame Ziel, dass man die Geschäfte in der nötigen Tiefe, aber auch in der verfügbaren Zeit behandeln und sich jeder einbringen kann. Niemand blockiert, obstruiert, filibustert oder schikaniert. Damit will ich aber auch nicht sagen, dass die Voten immer kurz gewesen seien. Ich musste manchmal an das erste Gebot des Ständerates erinnern, das ich noch ein letztes Mal zu Protokoll geben will: Du sollst nicht wiederholen Deines Vorredners Wort. Aber wie durch Zauberhand waren jeden dritten Donnerstag der Session um 12.59 Uhr alle Voten gehalten und alle Geschäfte erledigt.
Apropos Geschäfte: Es ist nur ein lustiger Zufall, aber ich will Ihnen trotzdem erzählen, welches Geschäft ich als Erstes auf diesem Pult vorfand. Es war eine Motion zur Patrouille Suisse, eingebracht von Herrn Salzmann. Und das allerletzte Geschäft, das ich am letzten Tag der Herbstsession auf diesem Pult vorfand, war eine Petition zum Thema Patrouille Suisse. Sie war übrigens nur dank Herrn Germann überhaupt auf meinem Pult. Diese Hartnäckigkeit bezüglich eines einzigen Themas hätte ich woanders vermutet, Sie wissen wahrscheinlich auch wo, nämlich beim Wolf. Aber der Wolf stand heuer halt im Schatten des viel mächtigeren und viel prächtigeren Ausserrhoder Bären. Dieser wird nun aller Voraussicht nach bald dem Bündner Steinbock weichen. Er versteckt sich schon etwas unter diesem Bären dort. Aber ganz werden Sie nicht auf den Ausserrhoder Bären verzichten müssen, denn pünktlich zu unserem Sessionsbeginn und zu meinem Amtsende hat die Ausserrhoder Bevölkerung gestern die modernste Kantonsverfassung der Schweiz beschlossen. Sie ist einfach die jüngste und schon daher die modernste. Sie wird uns dann bald zur Gewährleistung vorliegen, womit der Ausserrhoder Bär wieder einmal bei uns hineinblinzeln wird.
Ein zweites Highlight neben der Ratsleitung mit Ihnen hier drin war in diesem Jahr für mich die verbindende Kraft der Musik, angefangen natürlich mit Streichmusik Alder featuring Bligg am Wahltag vor einem Jahr, dann unser Zäuerli-Kurs im Naturjodeln draussen auf der Ständeratsterrasse. Ich durfte mit der Nationalratspräsidentin eine kulinarisch-musikalische Schweiz-Reise in die verschiedenen Sprachregionen machen. Zum Glück kochte sie und ich musizierte und nicht umgekehrt. Ich hatte weitere Gelegenheiten, Musik zu machen, wo ich hinkam, zum Beispiel am Filmfestival in Locarno zu jazzen, auf Reisen in Brasilien einen Bossa Nova zu spielen oder als letzte Amtshandlung letzte Woche bei der Unesco noch dafür zu weibeln, dass der Schweizer Jodel doch Weltkulturerbe werde; das wird dann wohl nicht wegen mir so sein, aber es wird so sein. Der musikalische Höhepunkt war für mich aber unser letzter Abend in der Herbstsession, der gemeinsame Schlussabend aller Fraktionen zur Legislaturhalbzeit, an dem wir junge Musikerinnen und Musiker bei uns hatten, die zusammen mit der Bundeshaus-Band den Boden dafür legten, dass so viele von Ihnen bzw. von beiden Räten auch nach heftigen Debatten gemeinsam fast bis zur Polizeistunde mit Inbrunst sangen. Das hat nicht nur Freude gemacht, sondern ich glaube, es war auch Ausdruck unseres politischen Systems, in dem so etwas überhaupt denkbar ist. Das gibt es nur bei uns.
Das führt mich zum dritten und letzten Highlight dieses Jahres, zur Pflege der Institutionen. Wir durften dieses Jahr 150 Jahre Bundesgericht feiern, wir durften auch 25 Jahre neue Bundesverfassung feiern - und als Fussnote für den designierten neuen Präsidenten: Ein spannendes Werk in zwei Bänden und von 4000 Seiten dazu liegt bereits in Ihrem Büro bereit. Vor allem aber durften wir nicht nur die Institutionen, sondern auch die politische Kultur pflegen, und zwar entgegen vielen globalen Trends.
Ich hatte die grosse Chance, dieses Jahr nicht nur kantonale, sondern auch rund zwanzig ausländische oder zum Teil internationale Parlamente zu besuchen. Ich stelle fest: Parlamente gibt es fast überall. Sehr viele sind aber demokratisch schwach legitimiert oder haben kaum eine Funktion. Dort, wo es ein Parlament gibt, das legitimiert ist und das eine Funktion hat, gibt es sehr häufig keine zweite Kammer; nur 40 Prozent haben eine solche. Dort, wo es eine zweite Kammer gibt, hat diese oft wenig zu melden. Sie kann vielleicht etwas beraten oder verzögern. Parlamente mit starken zweiten Kammern wie unserer können Sie mit der Lupe suchen. Sie finden wahrscheinlich auf der Welt neben unserem Ständerat zwei bis drei Länder, in denen der Senat eine ähnlich starke Rolle wie die erste Kammer hat - so wie bei uns. Dass wir in dieser Rolle als Individuen instruktionsfrei mitwirken können, ohne von unserer Partei oder von unseren Kantonen Instruktionen zu erhalten, und dass wir zum Beispiel auch Gesetze selbst einbringen können, macht uns fast schon einzigartig.
Mais la culture et les institutions politiques démocratiques ne vont pas de soi. Elles doivent sans cesse être réapprises et mises en pratique. Afin que la prochaine génération prenne elle aussi plaisir à découvrir et à faire vivre nos institutions démocratiques, la Délégation administrative a donné son feu vert, il y a deux semaines, à la création d'un centre d'information et de visite sur la Place fédérale. L'année prochaine, vous serez appelés à vous prononcer définitivement sur ce projet, et je m'en réjouis beaucoup.
Apropos Institutionen: Oft wurde ich gefragt, ob ich dieses Amt nicht gerne noch länger ausgeübt hätte. In der Tat ist es ja so, dass die meisten Parlamente viel längere Amtsdauern für Präsidenten haben - nur die Österreicher haben viel kürzere. Meine Antwort lautet: Ich hatte wahnsinnig viel Freude an diesem Amt, aber ich habe noch grössere Freude - (Musik erklingt) oh, musikalisch untermalt -, in einem Land zu leben, in dem solche präsidialen Ämter laufend rotieren, sogar wenn es mich selbst betrifft. Daher gebe ich diese präsidiale Glocke gerne weiter.
Es bleibt mir nur noch zu danken. Ich danke zuerst meiner Familie, dass sie mir das gegönnt und mich unterstützt hat. Besonders bedanke ich mich bei meinen zwei Kindern Fiona und Flavio und bei meiner Partnerin Jasmin. Sie ist heute hier. Sie war vor einem Jahr schon hier, um sicherzustellen, dass ich gewählt werde. Und heute ist sie hier, um sicherzustellen, dass ich auch wieder aufhöre.
Vorrei ringraziare anche i Servizi del Parlamento per l'enorme sostegno; cito per tutti Martina Buol, Annette Feitscher e gli usceri in sala. E poi ringrazio i miei colleghi dell'Ufficio del Consiglio degli Stati e della Delegazione amministrativa per l'eccellente collaborazione.
Vor allem aber danke ich Ihnen, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, Sie werden nie erahnen, was für eine Freude Sie mir mit Ihrem Vertrauen gemacht haben. Es war mir eine unglaubliche Ehre, diesen Rat ein Jahr lang zu leiten, und nun gebe ich das Amt, das mir geliehen wurde, weiter. Aber die Erfahrungen und Erinnerungen nehme ich im Rucksack mit und gehe damit zurück in den Saal, genau auf den Platz, von dem ich herkam. Ich freue mich sehr, von dort aus weiter mit Ihnen politisieren zu dürfen, in der, wie ich glaube sagen zu dürfen, tollsten Parlamentskammer der Welt. Vive le Conseil des États, viva il Consiglio degli Stati, viva il Cussegl dals Chantuns, es lebe der Ständerat! (Beifall)
2. Wahl des Präsidenten des Ständerates
2. Election du président du Conseil des Etats
Präsident (Caroni Andrea, Präsident): Vorgeschlagen ist Herr Stefan Engler. Ich bitte die Stimmenzähler, Herrn Salzmann und Frau Crevoisier Crelier, die Wahlzettel auszuteilen. Die Zettel werden nur am Platz abgegeben. Nachträglich werden keine Wahlzettel mehr verteilt.
Ergebnis der Wahl - Résultat du scrutin
Ausgeteilte Wahlzettel - Bulletins délivrés ... 45
eingelangt - rentrés ... 45
leer - blancs ... 1
ungültig - nuls ... 0
gültig - valables ... 44
absolutes Mehr - Majorité absolue ... 23
Es wird gewählt - Est élu
Engler Stefan mit 44 Stimmen
Präsident (Caroni Andrea, Präsident): Ich gratuliere Herrn Engler herzlich zu seiner Wahl. (Beifall; der Präsident überreicht dem neugewählten Präsidenten einen Blumenstrauss)
Engler Stefan übernimmt den Vorsitz
Engler Stefan prend la présidence
Engler Stefan · P-M · Conseil des Etats · Grisons · Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV.
Für das Vertrauen, das Sie mir mit der Wahl zum Präsidenten unseres Rates aussprechen, möchte ich Ihnen herzlich danken. Ich darf Ihnen versichern, dass ich alles daransetzen werde, Ihr in mich gesetztes Vertrauen nach bestem Wissen und Gewissen zu rechtfertigen.
Je tiens à vous remercier très sincèrement, chères et chers collègues, de m'avoir élu président du Conseil des États.
Sono molto onorato e vi sono grato della fiducia che mi avete accordato.
Meinem Vorgänger, Andrea Caroni, möchte ich herzlich danken, auch in Ihrem Namen, für seine überaus kompetente Leitung der Ratsverhandlungen, für seinen feinen Humor, seinen Schalk sowie die Unabhängigkeit und Offenheit. Einen leisen Vorwurf meinerseits kann ich dir freilich nicht ersparen. Du hast die Rolle und Aufgabe so gut wahrgenommen, dass es für jeden Nachfolger schwierig sein wird, den von dir geprägten Standard zu halten.
So kann ich den Rat nur bitten, meine ersten Gehversuche mit Nachsicht zu begleiten. Ihre Wahl freut aber auch meinen Heimatkanton Graubünden, dem diese Ehre zum neunten Mal in der Geschichte des Bundesstaates zuteilwird. Ich freue mich sehr darüber, dass unsere Regierung in corpore, zusammen mit der Präsidentin des Grossen Rates und mit einer Vielzahl politischer Weggefährtinnen und Weggefährten aus Graubünden, auf der Tribüne Platz genommen hat. Vielen Dank, dass Sie alle dafür den weiten Weg und die späte Heimreise auf sich genommen haben.
Meinen Dank richte ich auch an meine Familie, die mich trägt, manchmal auch erträgt, an meine Ständeratsgruppe, die mich für das Amt vorgeschlagen hat, an meinen Ständeratskollegen Martin Schmid, auch für die unzähligen Fahrgemeinschaften im Zug von Chur nach Bern. Danken möchte ich auch der Bündner Delegation im Nationalrat für die freundschaftliche Zusammenarbeit, die wir miteinander pflegen dürfen. Ihre Wahl, die Sie getroffen haben, ehrt aber auch uns Rätoromanen.
(discurra surmiran) La lingua sto unir. Gist linguas minoritaras stgaffeschan solidaritad. In sentiment da vischinanza, perfin sur distanzas geograficas ora. Ellas stgaffeschan ina identitad a la diaspora - ferma, resistenta, cuminaivla.
En Svizra sentan ins quai spezialmain. Blers da nus èn superbis da nossa democrazia directa, da nossa concordanza, da noss pragmatissem politic. Ma spezialmain da nossa plurilinguitad. La lingua n'è betg simplamain in med da communicaziun. Ella è in'expressiun da mia identitad. Tgi che na renconuscha betg mia lingua, na renconuscha savens er betg mai. E là, nua che la lingua svanescha, svanescha betg rar er la vusch. Per garantir la solidaritad sto la varietad linguistica, culturala e sociala dastgar sa basar sin fermas instituziuns politicas.
Viele von uns sind stolz auf unsere direkte Demokratie, unsere Konkordanz, unseren politischen Pragmatismus, aber besonders auch auf unsere Vielsprachigkeit. Sprache ist dabei nicht einfach ein Mittel zur Kommunikation, sie ist auch Ausdruck meiner Identität; wer meine Sprache nicht anerkennt, erkennt oft auch mich nicht an. Da, wo Sprache verschwindet, verschwindet nicht selten auch die Stimme. Um den Zusammenhalt zu gewährleisten, muss die sprachliche, kulturelle und soziale Vielfalt auf starke politische Institutionen bauen können. Der Literaturwissenschaftler Rico Valär hat das Rätoromanische einmal sogar als das identitätsstiftende Merkmal der Schweiz bezeichnet. Stellen Sie sich das vor, das Rätoromanische, gesprochen von gerade einmal einem halben Prozent der Bevölkerung, als Spiegel unseres nationalen Selbstverständnisses.
Unser politisches System mag manchmal etwas unübersichtlich sein, aber die starke Stellung der Kantone im Ständerat stellt sicher, dass möglichst viele mitwirken können. Und wenn viele eingebunden sind, dann wird das Ganze stabiler, und die Entscheidungen werden besser. Im Ständerat kommen Sachverstand und Erfahrungen aus allen Landesgegenden zusammen. Die Mitarbeit der Kantone und die Zusammenarbeit zwischen Bund und Kantonen tun den Gesetzen gut. Wir respektieren unsere Unterschiede. Gleichzeitig tragen wir eine gemeinsame Verantwortung für das Land. Wir suchen parteiübergreifend nach Lösungen, und in der Regel schaffen wir es, die unterschiedlichen Positionen zu einem Weg zusammenzuführen, auf dem möglichst viele mitgehen können. Das ist die Stärke unserer föderalen Ordnung. So gern die Vielfalt in den Regionen gelebt wird, das Vertrauen der Bevölkerung bemisst sich immer auch am Zusammenspiel von Bund, Kantonen und Gemeinden und an der transparenten und verständlichen Erklärung von Entscheidungen.
Die Debatten hier im Plenum sind selten der Stoff, der im Brennpunkt der Medien ist und aus dem Schlagzeilen gemacht werden. Aber es lohnt sich, sie zu hören. Eine wohltuende Sachlichkeit bestimmt den Diskurs, der sich abhebt von der zunehmend konfrontativen Diskussion in der Öffentlichkeit und in den sozialen Netzwerken. Wir sollten diesen Stil weiter pflegen, gleichsam als Gegenbewegung zum Trend der Aufregung und der Eskalation.
Nous sommes unis non seulement par notre diversité, mais aussi par notre sens profond de la solidarité. Le Conseil des États incarne à la fois la richesse de nos différences régionales et l'importance de notre responsabilité commune. La Suisse que j'évoque ne se contente pas de soutenir financièrement ses régions périphériques, son engagement pour ces régions va bien au-delà. Il est intrinsèquement lié à la nature même de notre pays, qui est une "Willensnation", une nation portée par une volonté politique commune. Il est la pierre de touche du fédéralisme. La valeur de notre ordre fédéral se vérifie dans les villages du Pays de Vaud, du Val di Blenio, du Toggenburg ou du Val Müstair. Ces régions perçoivent des subventions, certes, mais il faut aussi voir tout ce qu'elles nous apportent.
In Svizzera, vi sono molti confini, ad esempio quelli cantonali, linguistici, culturali, confessionali, ma anche quelli legati alla tradizione politica o alla forza economica. Questi confini si completano a vicenda e non coincidono mai. I confini cantonali non combaciano con quelli linguistici; quelli culturali non corrispondono a quelli confessionali; e lo stesso può dirsi di quelli politici ed economici. A seconda del tema, cambiamo le alleanze assicurando la coesione del Paese al di là di tutti i confini che lo attraversano.
Sie gestatten mir einen kurzen Einschub zu einem Thema, das mir am Herzen liegt. Ich stelle fest, dass wir der Qualität der Gesetzgebung nicht immer die Aufmerksamkeit widmen, die sie verdient. Das ist nichts Neues. Aber mit der Beschleunigung der gesetzgeberischen Initiativen, sei es aus dem Parlament, seitens des Bundesrates und der Verwaltung oder aufgrund von supranationalen Anstössen und Anforderungen, laufen wir Gefahr, die Qualität der Gesetzgebung zugunsten der Schnelligkeit immer mehr zu vernachlässigen. Dabei ist eine gute Gesetzgebung das Fundament unseres Rechtsstaates. Die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz bieten uns auch in der Gesetzgebung neue, vor nicht allzu langer Zeit noch ungeahnte Chancen. Doch bei aller Faszination gilt es, die Herausforderungen nicht zu übersehen. Algorithmen können Daten verarbeiten, aber sie können keine Werte abwägen. Sie können Texte generieren, aber sie können keine demokratische Verantwortung tragen. Die politische und moralische Urteilskraft, das Herzstück unseres politischen Systems und, möchte ich sagen, unserer Arbeit hier, bleibt menschlich. Wir können also beruhigt sein, die KI wird uns im Parlament die Gesetzgebungsarbeit vorderhand nicht abnehmen. Im besten Falle unterstützt sie uns bei den Grundlagenarbeiten, bevor wir unsere Anträge formulieren.
Lassen Sie uns gerade in Zeiten von Verunsicherung und Wandel im Rahmen unserer Arbeit die grosse Ernsthaftigkeit dieser Kammer ausstrahlen. Dafür brauchen wir Ruhe und Zeit, um die Gesetzentwürfe gründlich beraten zu können, wie auch das Vertrauen, dass am Ende ein Kompromiss steht und nicht die Niederlage des einen oder der anderen.
Ich komme zum Schluss mit einem Sprichwort aus dem Surmeir, das besagt:
(discurra surmiran) Quai ch'è emprestà, fa quitads.
Das bedeutet, dass das, was nur geliehen ist, uns am meisten kümmern müsste. Auf unsere Arbeit als Gesetzgeber umgemünzt, mahnt das Sprichwort, künftigen Generationen den Gestaltungsspielraum zu erhalten, also Ressourcen und Entscheidungsmöglichkeiten so zu bewahren, dass sie durch heutige Entscheidungen nicht unumkehrbar eingeschränkt werden.
"Emprestà", geliehen, ist auch das Amt, das Sie mir treuhänderisch anvertraut haben, wofür ich mich bei Ihnen allen nochmals ganz herzlich bedanken möchte.
Mit grosser Freude kündige ich Ihnen jetzt Ils Fränzlis an.
(discurra surmiran) Sias ragischs, er musicalas, sa chattan a Tschlin en l'Engiadina Bassa.
Ihre Musik auf hohem Niveau ist inspirierend und schlägt Brücken vom Gestern zum Heute.
(discurra surmiran) In cordial bainvegni en la Chasa federala als Fränzlis da Tschlin.
Engler Stefan · P-M · Conseil des Etats · Grisons · Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV.
La Talianina
Ils Fränzlis da Tschlin
Domenic Janett (Klarinette)
Anna Staschia Janett (Violine)
Cristina Janett (Violoncello)
Madlaina Janett (Viola)
Curdin Janett (Kontrabass)
Janett Madlaina, Ils Fränzlis da Tschlin: (discurra vallader) Grazia fitg e buna saira. Nus essan ils Fränzlis da Tschlin ed avain in grond gust da pudair sunar qua per l'elecziun da Stefan sco president dal Cussegl dals chantuns.
Ich musste nachschauen, was "Ständerat" auf Romanisch heisst.
Graubünden, insbesondere das Engadin, war vor 150, 200 Jahren ein absolutes Auswanderungsland. Ganz viele Engadiner sind als Zuckerbäcker und in anderen Professionen vor allem nach Italien gereist und haben viel Musik zurückgebracht. Deshalb spielen wir in unserem Repertoire auch viele Titel und Stücke mit italienischem Bezug. Das erste Stück hiess "La Talianina", die Italienerin, und das zweite Stück, das wir jetzt spielen, heisst "Mia bella Firenza", mein geliebtes oder schönes Florenz.
Mia bella Firenza
Ils Fränzlis da Tschlin
Domenic Janett (Klarinette)
Anna Staschia Janett (Violine)
Cristina Janett (Violoncello)
Madlaina Janett (Viola)
Curdin Janett (Kontrabass)
3. Wahl des ersten Vizepräsidenten des Ständerates
3. Election du premier vice-président du Conseil des Etats
Präsident (Engler Stefan, Präsident): Vorgeschlagen ist Herr Werner Salzmann. Ich bitte die Stimmenzähler, Frau Crevoisier Crelier und Herrn Caroni, die Wahlzettel auszuteilen.
Engler Stefan · P-M · Conseil des Etats · Grisons · Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV.
Ergebnis der Wahl - Résultat du scrutin
Ausgeteilte Wahlzettel - Bulletins délivrés ... 45
eingelangt - rentrés ... 45
leer - blancs ... 1
ungültig - nuls ... 1
gültig - valables ... 43
absolutes Mehr - Majorité absolue ... 23
Es wird gewählt - Est élu
Salzmann Werner mit 43 Stimmen
Präsident (Engler Stefan, Präsident): Ich gratuliere Herrn Salzmann herzlich zu seiner Wahl. (Beifall)
4. Wahl der zweiten Vizepräsidentin des Ständerates
4. Election de la deuxième vice-présidente du Conseil des Etats
Präsident (Engler Stefan, Präsident): Vorgeschlagen ist Frau Crevoisier Crelier. Ich bitte Herrn Salzmann und Herrn Caroni, die Wahlzettel auszuteilen.
Engler Stefan · P-M · Conseil des Etats · Grisons · Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV.
Ergebnis der Wahl - Résultat du scrutin
Ausgeteilte Wahlzettel - Bulletins délivrés ... 45
eingelangt - rentrés ... 44
leer - blancs ... 3
ungültig - nuls ... 0
gültig - valables ... 41
absolutes Mehr - Majorité absolue ... 22
Es wird gewählt - Est élue
Crevoisier Crelier Mathilde mit 41 Stimmen
Präsident (Engler Stefan, Präsident): Ich gratuliere Frau Crevoisier Crelier herzlich zu ihrer Wahl. (Beifall)
5. Wahl des Stimmenzählers
5. Election du scrutateur
Präsident (Engler Stefan, Präsident): Vorgeschlagen ist Herr Thierry Burkart. Ich bitte Frau Crevoisier Crelier und Herrn Caroni, die Wahlzettel auszuteilen.
Engler Stefan · P-M · Conseil des Etats · Grisons · Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV.
Ergebnis der Wahl - Résultat du scrutin
Ausgeteilte Wahlzettel - Bulletins délivrés ... 45
eingelangt - rentrés ... 45
leer - blancs ... 2
ungültig - nuls ... 0
gültig - valables ... 43
absolutes Mehr - Majorité absolue ... 22
Es wird gewählt - Est élu
Burkart Thierry mit 42 Stimmen
Ferner haben Stimmen erhalten-Ont en outre obtenu des voix
Verschiedene - Divers ... 1
Präsident (Engler Stefan, Präsident): Ich gratuliere Herrn Burkart herzlich zu seiner Wahl! (Beifall)
6. Wahl des Ersatzstimmenzählers
6. Election du scrutateur suppléant
Präsident (Engler Stefan, Präsident): Vorgeschlagen ist Herr Charles Juillard. Ich bitte Frau Crevoisier Crelier und Herrn Burkart, die Wahlzettel auszuteilen.
Engler Stefan · P-M · Conseil des Etats · Grisons · Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV.
Ergebnis der Wahl - Résultat du scrutin
Ausgeteilte Wahlzettel - Bulletins délivrés ... 45
eingelangt - rentrés ... 45
leer - blancs ... 4
ungültig - nuls ... 0
gültig - valables ... 41
absolutes Mehr - Majorité absolue ... 21
Es wird gewählt - Est élu
Juillard Charles mit 35 Stimmen
Ferner haben Stimmen erhalten-Ont en outre obtenu des voix
Verschiedene - Divers ... 6
Präsident (Engler Stefan, Präsident): Ich gratuliere Herrn Juillard herzlich zu seiner Wahl! (Beifall)
Somit sind alle Mitglieder des Büros gewählt. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihnen!
Als Schlussstück hören wir "Von Tschlin nach Wien" von Ils Fränzlis da Tschlin.
Von Tschlin nach Wien
Ils Fränzlis da Tschlin
Domenic Janett (Klarinette)
Anna Staschia Janett (Violine)
Cristina Janett (Violoncello)
Madlaina Janett (Viola)
Curdin Janett (Kontrabass)
Engler Stefan · P-M · Conseil des Etats · Grisons · Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV.
(discurra surmiran) In fitg grond grazia fitg. (Applaus) Ein grosses Dankeschön geht an die Fränzlis aus Tschlin, die mit ihrer Musik auch unseren Rat begeistern konnten. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass sie der spontanen Einladung, hier aufzuspielen, so schnell zugesagt haben. Ganz herzlichen Dank dafür! (Beifall)
Ich darf Ihnen nun den Besuch des neugewählten Nationalratspräsidenten Pierre-André Page ankündigen. Es ist eine Tradition, dass der neugewählte Präsident des Nationalrates dem Ständerat einen Antrittsbesuch abstattet.
Au nom du Conseil des États, je félicite vivement M. Pierre-André Page pour sa brillante élection à la présidence du Conseil national. Nous lui souhaitons beaucoup de succès et de satisfaction pour son année présidentielle. (Applaudissements)