25.072

Accord multilatéral entre autorités compétentes portant sur l’échange de la déclaration d’information Global Anti-Base Erosion (GloBE). Approbation

Page Pierre-André · P-M · Conseil national · Fribourg · Groupe de l'Union démocratique du Centre

Antrag der Mehrheit

Eintreten

Antrag der Minderheit

(Buffat, Aeschi, Amaudruz, Burgherr, Hübscher, Matter Thomas, Pamini, Tuena)

Nichteintreten

Proposition de la majorité

Entrer en matière

Proposition de la minorité

(Buffat, Aeschi, Amaudruz, Burgherr, Hübscher, Matter Thomas, Pamini, Tuena)

Ne pas entrer en matière

Michaud Gigon Sophie · Mit-F · Conseil national · Vaud · Groupe des VERT-E-S

L'objet 25.072 porte sur l'approbation de la base légale internationale pour l'échange de renseignements dans le cadre de l'imposition minimale de l'OCDE. Le projet prévoit la possibilité, pour des groupes d'entreprises multinationales concernés, de déposer les renseignements de manière centralisée dans un seul pays. Sur cette base, les États participants à l'échange pourront vérifier si le calcul de l'impôt des groupes d'entreprises multinationales soumis à l'imposition minimale est correct.

La commission a examiné cet objet en soulignant d'emblée qu'il ne s'agit pas d'un débat de fond sur l'imposition minimale de l'OCDE, mais d'une question de mise en oeuvre technique. L'objectif principal est de réduire la charge administrative pour les entreprises concernées et de renforcer la sécurité juridique.

La commission a soutenu le projet. Elle a relevé que, dans le cas du système actuel dit de "local filing", chaque entité d'un groupe multinational doit déposer séparément une déclaration "Global Anti-Base Erosion" (GloBE) dans chaque État où elle est établie. Pour les groupes actifs dans plusieurs juridictions, cette procédure peut s'avérer lourde et inefficiente. Le "central filing" permet au contraire un dépôt unique auprès d'une autorité compétente, en Suisse auprès de l'Administration fédérale des contributions, les informations étant ensuite échangées automatiquement entre autorités fiscales. La commission a également insisté sur les garanties prévues en matière de protection des données. L'échange repose sur le principe de spécialité et sur des obligations strictes de confidentialité.

En outre, selon le mécanisme de répartition prévu, seuls les États disposant d'un droit d'imposition reçoivent des informations pertinentes. Il a été relevé que cette solution pouvait offrir davantage de prévisibilité et, dans certains cas, davantage de protection que le système de déclaration locale soumis aux règles propres à chaque juridiction. Il a enfin été rappelé que le recours au dépôt centralisé demeure facultatif pour les entreprises.

Le projet a également été bien accueilli par la majorité des participants à la consultation, cantons, milieux économiques, syndicats, etc.

Une minorité de la commission s'est opposée au projet. Elle a exprimé des réserves de principe à l'égard de l'échange institutionnalisé et automatique de données fiscales avec l'étranger. Selon elle, la transmission systématique d'informations fiscales soulève des questions de souveraineté et de compatibilité avec les principes de l'État de droit libéral. Des doutes ont également été formulés quant aux garanties effectives de confidentialité et à l'usage correct des données dans les juridictions partenaires. La minorité a estimé qu'il serait préférable que chaque entité dépose sa déclaration directement dans l'État concerné, laissant ainsi la responsabilité du traitement des données aux autorités locales.

Da mein Coberichterstatter verhindert ist, sage ich ein paar Worte auf Deutsch. Die multilaterale Vereinbarung bringt für die betroffenen Unternehmen nur Vorteile und hat nichts mit Begeisterung oder fehlender Begeisterung für die OECD-Mindeststeuer zu tun. Bezüglich Datenschutz ist dies der richtige Schritt, da nicht der volle Datensatz weitergeleitet wird, sondern nur eine selektive Auswahl, und die empfangenden Behörden an das Vertraulichkeits- und Spezialitätsprinzip gebunden sind. Beim Local Filing hingegen gelten die jeweiligen rechtsraumspezifischen Vorschriften, die wir alle überhaupt nicht überblicken können. Zudem handelt es sich um ein freiwilliges Instrument; wenn ein Konzern Bedenken hat, kann er darauf verzichten. Das Central Filing muss in diesem Fall nicht in Anspruch genommen werden.

Unabhängig davon, wie sich die OECD-Mindeststeuer also in Zukunft entwickelt, ist es für die Beteiligten unbedingt notwendig, dass die völkerrechtliche Grundlage für dieses Instrument geschaffen wird. Die Umsetzung in der Verordnung war bereits in der Vernehmlassung. Wir nehmen an, die Vorlage könnte relativ schnell in Kraft gesetzt werden und die entsprechenden Erleichterungen für die Unternehmen würden umgehend eintreten.

Par 16 voix contre 8 et aucune abstention, la commission est entrée en matière. Au vote sur l'ensemble, le projet a été adopté, par 16 voix contre 8 et aucune abstention.

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Le président (Page Pierre-André, président): La proposition de non-entrée en matière de la minorité Buffat est présentée par M. Pamini.

Pamini Paolo · Mit-M · Conseil national · Tessin · Groupe de l'Union démocratique du Centre

Wir sprechen hier von der globalen Steuererklärung im Rahmen der globalen Mindeststeuer von 15 Prozent für Grosskonzerne mit einem konsolidierten Umsatz von mindestens 750 Millionen Euro. Das ist die sogenannte Pillar Two innerhalb von Beps 2.0 der OECD. Die Schweiz ist Teil davon. Artikel 129a der Bundesverfassung gibt dem Bund die Kompetenz, eine Mindeststeuer zu erheben. Ab der Steuerperiode 2024 müssen auch schweizerische internationale Konzerne eine Steuererklärung einreichen. Diese ist bis Ende Juni 2026 fällig, und genau darum geht es hier.

Der sogenannte GloBE Information Return ist sozusagen die weltweite Steuererklärung, die Grosskonzerne in wenigen Monaten einreichen werden. Damit sie nur einmal eine solche Steuererklärung einreichen müssen, brauchen wir eine gesetzliche Grundlage, die einen internationalen Informationsaustausch oder eine Informationsübermittlung ermöglicht. Der Vorteil dieses Instrumentes ist, wie gesagt, dass der jeweilige Grosskonzern nur eine Steuererklärung einreichen muss und nicht mehrere Steuererklärungen in mehreren Ländern, in denen er tätig ist.

Die SVP-Fraktion war schon immer sehr skeptisch gegenüber dem Projekt Pillar Two, vor allem in den letzten Monaten mit dem formellen Austritt der Vereinigten Staaten, was technisch Side-by-Side-Lösung genannt wird. Mit dem Bestehen eines parallelen Systems der Vereinigten Staaten neben Pillar Two herrscht jedoch weltweit ein Chaos. Wir laufen als Standort Gefahr, in Kontinentaleuropa viele internationale Konzerne zu verlieren. Das ist strategisch für die Schweiz ein sehr ernsthaftes Problem. China macht nicht mit, Indien macht nicht mit, Brasilien macht nicht mit, die Vereinigten Staaten machen nicht mit, und die Politik attraktiver Steuern von Staaten innerhalb der EU wie der Niederlande und Irlands wurde ausgeschaltet. Die Schweiz kann derzeit keine besondere Rolle spielen. Das ist ein Problem.

Mit dem Minderheitsantrag, den ich von Kollege Buffat übernommen habe, beantrage ich, nicht einzutreten. Dazu muss man sagen, dass der GloBE Information Return eigentlich ein fakultatives Instrument ist. Es ist kein Instrument, das notwendigerweise zur Informationsübermittlung führt. Ich meine, die Konzerne, die es anwenden werden, erklären sich damit einverstanden, dass ihre Steuerdaten auch ins Ausland fliessen. Aber es ist keine Pflicht.

Insofern möchte ich im Namen der Fraktion den Minderheitsantrag zurückziehen. Unsere Fraktion wird dieses Projekt nicht aktiv unterstützen, weil wir uns, wie gesagt, nie für Pillar Two und für eine Mindeststeuer eingesetzt haben. Gleichzeitig aber möchten wir auch nicht aktiv die Möglichkeit der Grosskonzerne bekämpfen, ein vereinfachtes Verfahren anzuwenden.

Keller-Sutter Karin · BR-F · Conseil fédéral · St-Gall

Gemäss der OECD-Mindestbesteuerung sollen grosse multinationale Unternehmensgruppen mit einem Jahresumsatz von mindestens 750 Millionen Euro einer Mindestbesteuerung von 15 Prozent unterliegen. Wird in einem Sitzstaat von Gesellschaften solcher Unternehmensgruppen die Mindestbesteuerung nicht erreicht, können die unterbesteuerten Gewinne je nach Konstellation durch das Ausland mittels der zwei internationalen Ergänzungssteuern, der IIR oder der UTPR, besteuert werden. Zu diesem Zweck müssen die lokalen Geschäftseinheiten von multinationalen Unternehmensgruppen den Steuerbehörden Finanzkennzahlen unterbreiten, damit der effektive Steuersatz und eine allfällige Ergänzungssteuer festgestellt werden können. Zur administrativen Vereinfachung auf internationaler Ebene hat die OECD die Global-Anti-Base-Erosion-Vereinbarung erarbeitet. Die GloBE-Vereinbarung ist eine multilaterale Vereinbarung der zuständigen Behörden über den steuerlichen Informationsaustausch, konkret den Austausch von GloBE-Erklärungen, in welchen diese Finanzkennzahlen enthalten sind.

Der Bundesrat unterbreitet Ihnen im Rahmen dieser Vorlage zwei Punkte, erstens diese multilaterale GloBE-Vereinbarung der zuständigen Behörden über den Austausch von GloBE-Erklärungen und zweitens den Bundesbeschluss über die Genehmigung der GloBE-Vereinbarung. Die Vereinbarung bildet die völkerrechtliche Grundlage für den Austausch von GloBE-Erklärungen zwischen den Partnerstaaten. Sie regelt, welche Informationen in welchem Zeitrahmen und in welcher Form ausgetauscht werden. Sie enthält ferner Regelungen zur Vertraulichkeit und zu den Datenschutzvorkehrungen. Durch die Einführung des einheitlichen zentralen Informationsaustausches wird verhindert, dass jedes Land eigene Meldepflichten aufstellt. Das reduziert die Bürokratie und die Kosten für die Unternehmen. Aus diesen Gründen ist ein breites Austauschwerk sinnvoll und wird auch seitens der Wirtschaft gewünscht, um die Anzahl von Steuermeldungen im Ausland damit möglichst gering zu halten.

Der Bundesbeschluss seinerseits sieht vor, dass das Parlament über die Genehmigung der GloBE-Vereinbarung entscheidet. Sofern beide Räte die GloBE-Vereinbarung genehmigen, wird der Bundesrat ermächtigt, diese zu ratifizieren. Der Austausch von GloBE-Erklärungen wird aktiviert, wenn sich zwei Staaten gegenseitig auf ihre Länderlisten aufgenommen haben. Zum heutigen Zeitpunkt steht noch nicht abschliessend fest, welche Staaten die GloBE-Vereinbarung umsetzen werden. Aktuell sind es 26. Es ist vorgesehen, dass der Bundesrat für die Aufnahme von Staaten auf die Länderlisten der Schweiz zuständig ist. Die Schweiz kann nur dann am GloBE-Informationsaustausch teilnehmen, wenn sie von anderen Staaten auf deren Länderlisten aufgenommen wird. Als Partnerstaaten kommen nur Staaten infrage, welche die Pflichten bezüglich Vertraulichkeit, Datenschutz und sachgemässer Verwendung der Informationen einhalten.

Seit Anfang 2026 wird die GloBE-Vereinbarung vorläufig angewendet. Die vorberatenden Kommissionen beider Räte haben dem im Oktober 2025 zugestimmt. Ich habe zur Kenntnis genommen, dass die Minderheit ihren Nichteintretensantrag zurückgezogen hat.

Ich bitte Sie um Eintreten und Zustimmung zu dieser Vorlage.

Page Pierre-André · P-M · Conseil national · Fribourg · Groupe de l'Union démocratique du Centre

Le président (Page Pierre-André, président): La proposition de non-entrée en matière de la minorité Buffat a été retirée.

Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen

L'entrée en matière est décidée sans opposition

Bundesbeschluss über die Genehmigung der Multilateralen Vereinbarung der zuständigen Behörden über den Austausch von Global-Anti-Base-Erosion-Erklärungen

Arrêté fédéral portant approbation de l'accord multilatéral entre autorités compétentes portant sur l'échange de la déclaration d'information Global Anti-Base Erosion

Detailberatung - Discussion par article

Titel und Ingress, Art. 1-4

Antrag der Kommission

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Titre et préambule, art. 1-4

Proposition de la commission

Adhérer à la décision du Conseil des États

Angenommen - Adopté

Le président (Page Pierre-André, président): C'est aujourd'hui un grand jour pour notre collègue Erich Vontobel, qui fête son anniversaire. Bon anniversaire! (Applaudissements)

Vote

Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble

Für Annahme des Entwurfes ... 126 Stimmen

Dagegen ... 28 Stimmen

(36 Enthaltungen)

Page Pierre-André · P-M · Conseil national · Fribourg · Groupe de l'Union démocratique du Centre

Le président (Page Pierre-André, président): Les deux conseils ayant pris des décisions concordantes, l'objet est prêt pour le vote final.