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Communications du président

Engler Stefan · P-M · Conseil des Etats · Grisons · Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV.

Mehr als ein Vierteljahrhundert lang hat Peter Truffer im Dienst des Parlamentes und insbesondere dieses Rates gearbeitet. Auf das Unerwartete hatte er stets flexibel reagiert, seine Aufmerksamkeit war auch nach einem langen Tag noch garantiert. Wir alle haben ihn als zuverlässigen Weibel gekannt und seine grosse Dienstleistungsbereitschaft stets geschätzt. Peter Truffer hat sich entschieden, seinen beruflichen Weg neu zu gestalten, und hat die Parlamentsdienste verlassen. An dieser Stelle möchte ich ihm für seine jahrelange Treue und seinen Einsatz herzlich danken. Ich lade Sie alle ein, eine Abschiedskarte zu unterzeichnen, diese liegt in der Saalmitte auf.

Wir kommen kurz auf das Jahr 1848 zu sprechen respektive auf den vergangenen Samstag, an dem sich der 12. September 1848 zum 178. Mal jährte, an dem die Tagsatzung die erste Bundesverfassung verabschiedete und damit das Fundament für unseren modernen Bundesstaat legte. Dieser Tag ist zwar kein offizieller Feiertag, es ist aber zu einer schönen parlamentarischen Tradition geworden, zu Beginn der Herbstsession daran zu erinnern. Die Parlamentsbibliothek widmet diesem Jahrestag jeweils eine kleine Ausstellung. Das diesjährige Thema hat einen direkten Bezug zu unserem Ratsalltag, es geht um die Geschichte der Sessionen. Ich durfte vorab bereits einen Blick in die Vitrinen werfen und kann Ihnen versichern: Die Anfänge unseres Parlamentes halten einige Überraschungen bereit. Wussten Sie etwa, dass die Bundesverfassung von 1848 ursprünglich nur eine einzige jährliche Ratsversammlung vorsah? Diese begann am ersten Montag im Juli. Das Ende war nicht festgelegt, die Beratungen konnten Wochen oder sogar Monate dauern. Mitten im heissen Berner Hochsommer empfanden das die damaligen Ratsherren als für, ich zitiere, "geistige Arbeit gar wenig günstig". Um die Arbeit während der Hitzeperiode zu verkürzen, ging das Parlament 1863 deshalb dazu über, seine Präsenzzeit in einen Frühsommer- und einen Winterteil aufzuteilen. Oder waren Sie darüber im Bild, dass das Wort "Session" in der deutschsprachigen Verfassung bis zur Totalrevision 1999 nicht vorkam? Man sprach konsequent von Sitzungen, während die Romandie und das Tessin seit 1848 "session" beziehungsweise "sessione" verwendeten. Eindrücklich dokumentiert ist auch die Frauensession von 1991, mit der gefeiert wurde, dass zwanzig Jahre zuvor die ersten elf Frauen ins Parlament eingezogen waren. Ich lade Sie herzlich ein, in den Sitzungspausen ein wenig in der Geschichte unseres Parlamentes zu stöbern. Sie finden die Vitrinen wie gewohnt in der Kuppelhalle, direkt unter den drei Eidgenossen. Ein Besuch lohnt sich.

Meine dritte Mitteilung ist keine Reminiszenz an die erste Verfassung von 1848. Aufgrund einer technischen Störung ist derzeit nämlich unter anderem unser Abstimmungssystem nicht in Betrieb. Die Mitarbeitenden der Parlamentsdienste sind mit Hochdruck daran, das Problem zu beheben. Für uns bedeutet dies, dass die Geschäftsnummern auf den Bildschirmen im Saal nicht angezeigt werden können und dass wir nicht elektronisch, sondern wie 1848 per Handheben abstimmen. Dies ist gemäss Artikel 44 Absatz 2 unseres Geschäftsreglements möglich. Ich bitte Sie, Ihre Hand jeweils klar zu heben, damit die Stimmenzählenden gut zählen können.