Fragebogen für Ärztinnen und ÄrzteAbzug von behinderungsbedingten Kosten -

Eidgenössisches Finanzdepartement EFD Hauptabteilung Direkte Bundessteuer, Verrechnungssteuer, Stempelabgaben

Anhang zum Kreisschreiben Nr. 11a vom 26. Mai 2026

Abzug von behinderungsbedingten Kosten – Fragebogen für Ärztinnen und Ärzte

Personen mit Behinderungen können Kosten, die ihnen wegen der Behinderung entstehen, vollumfänglich vom steuerbaren Einkommen abziehen. Abziehbar sind auch diejenigen behinderungsbedingten Kosten, die eine Person für eine von ihr unterhaltene Person zu bezahlen hat (vgl. Art. 33 Abs. 1 Bst. hbis des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer vom 14. Dezember 1990 [DBG; SR 642.11]). Behindert im Sinne dieser Bestimmung ist eine Person, der es eine voraussichtlich dauernde körperliche, geistige oder psychische Beeinträchtigung erschwert oder verunmöglicht, alltägliche Verrichtungen vorzunehmen, soziale Kontakte zu pflegen, sich fortzubewegen, sich aus- und weiterzubilden oder eine Erwerbstätigkeit auszuüben (vgl. Art. 2 Abs. 1 des Behindertengleichstellungsgesetzes vom 13. Dezember 2002 [BehiG; SR 151.3]). Der vorliegende Fragebogen dient den Steuerbehörden zu ermitteln, ob bei einer Person eine Behinderung vorliegt und welche Kosten als Folge dieser Behinderung entstehen. Für eine korrekte Beurteilung der steuerlichen Abzugsmöglichkeit von behinderungsbedingten Kosten müssen die Steuerbehörden insbesondere wissen,

  • seit wann die Beeinträchtigung die Ausübung der genannten Tätigkeiten verunmöglicht oder erschwert hat, beziehungsweise für welche Dauer die Beeinträchtigung die Ausübung der genannten Tätigkeiten voraussichtlich verunmöglichen oder erschweren wird;

  • welche Haushaltstätigkeiten als Folge der Behinderung nicht mehr ohne Hilfe ausgeübt werden können; oder

  • ob Dritthilfe für die Kinderbetreuung benötigt wird;

  • wenn die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel aufgrund der Behinderung nicht möglich oder nicht zumutbar ist, beziehungsweise wenn die Benutzung eines Behindertenfahrdienstes oder eines privaten Kraftfahrzeugs aufgrund der Behinderung erforderlich ist. Die Steuerbehörden erhalten mit diesem Fragebogen einen tiefen Einblick in die persönlichen Verhältnisse der Person mit Behinderung. Die mit dem Vollzug der Steuergesetze betrauten Personen unterliegen einer gesetzlichen Geheimhaltungspflicht und müssen über Tatsachen, die ihnen in Ausübung ihres Amtes bekannt werden, und über die Verhandlungen in den Behörden Stillschweigen bewahren und Dritten den Einblick in amtliche Akten verweigern (vgl. Art. 110 DBG).

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3003 Bern

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Die unterzeichnende Person ermächtigt hiermit

.......................................................................................................................................... Name und Vorname der Ärztin oder des Arztes ausdrücklich, den nachfolgenden Fragebogen auszufüllen und entbindet sie/ihn von der ärztlichen Schweigepflicht gegenüber der Steuerbehörde.

.................................................................. ............................................................... Name, Vorname und Unterschrift der Person mit Behinderung oder ihres gesetzlichen Vertreters

Angaben zur Patientin oder zum Patienten

Name ................................................................................................................... Vorname ................................................................................................................... Geburtsdatum ................................................................................................................... Adresse ...................................................................................................................

1 Beschreiben Sie, welche Art von körperlicher, geistiger oder psychischer Beeinträchtigung

vorliegt: ........................................................................................................................................ ........................................................................................................................................ ........................................................................................................................................

2 Wie lange dauert die körperliche, geistige oder psychische Beeinträchtigung?

□ weniger als ein Jahr □ voraussichtlich länger als ein Jahr □ bereits ein Jahr oder länger 3. Welche alltäglichen Verrichtungen können wegen der körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigung nur mit der Hilfe von Drittpersonen oder mit einem massiven zeitlichen Mehraufwand ausgeübt werden? Bereich Mobilität □ Aufstehen, Absitzen, Abliegen und Zubettgehen □ An- und Auskleiden □ Gehen, Stehen, Treppensteigen □ Verlassen bzw. Wiederaufsuchen der Wohnstätte Bereich Ernährung □ mundgerechtes Zubereiten sowie die Aufnahme von Nahrung und Flüssigkeiten Bereich Körperpflege □ Waschen, Duschen, Baden, Zahnpflege, Kämmen, Rasieren □ Darm- und Blasenentleerung Andere □ … ..................................................................................................................

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In welchem zeitlichen Umfang wird durchschnittlich pro Tag Hilfe benötigt? ........................................................................................................................................ ........................................................................................................................................

4 Welche hauswirtschaftlichen Tätigkeiten wie Kochen, Reinigen, Spülen, Wäschewaschen

etc. können wegen der dauernden körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigung nur noch erschwert oder gar nicht mehr vorgenommen werden? ........................................................................................................................................ ........................................................................................................................................ ........................................................................................................................................

Ist wegen der dauernden körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigung eine Haushaltshilfe erforderlich? □ Ja □ Nein

5 Ist wegen der dauernden körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigung die

Betreuung der eigenen Kinder nur noch erschwert oder gar nicht mehr möglich, so dass eine Kinderbetreuung zwingend erforderlich ist? □ Ja □ Nein

6 Ist wegen der dauernden körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigung die

Pflege sozialer Kontakte, die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben wie Konzertbesuche, Sportanlässe etc. oder der Kontakt mit Ämtern und Behörden nur unter Inanspruchnahme von Dienstleistungen Dritter möglich? □ Ja □ Nein

7 In welchem Ausmass ist die Fortbewegung wegen der dauernden körperlichen, geistigen

oder psychischen Beeinträchtigung eingeschränkt? □ Es sind besondere Hilfsmittel erforderlich, nämlich ................................................ ............................................................................................................................... □ Die Benützung öffentlicher Verkehrsmittel ist nicht möglich oder nicht zumutbar □ Die Benützung eines privaten Autos (auch technisch verändert) ist nicht möglich

8 Welchen Einfluss hat die körperliche, geistige oder psychische Beeinträchtigung auf die

Möglichkeit der Aus- und Weiterbildung oder der Ausübung einer Erwerbstätigkeit? □ Für die Aus- und Weiterbildung werden die folgenden Dienstleistungen Dritter oder Hilfsmittel benötigt: …………………………………………………………………………………… □ Für die Ausübung einer Erwerbstätigkeit werden die folgenden Dienstleistungen Dritter oder Hilfsmittel benötigt: …………………………………………………………………………………… □ Der Besuch einer Sonderschule, Beschäftigungsstätte, Eingliederungsstätte, eines Tageszentrums etc. ist erforderlich

9. Welche dauernden Behandlungen, Therapien oder Diäten sind wegen der dauernden körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigung erforderlich? ........................................................................................................................................ ........................................................................................................................................ ........................................................................................................................................

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10 Besondere Bemerkungen

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Ort, Datum Stempel und Unterschrift der Ärztin/des Arztes

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