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Gemeinden Lauperswil und Rüderswil, Hochwasserschutz, Undere Frittebach. Kantonsbeitrag. Verpflichtungskredit

2024.BVD.3237 · Regierungsrat des Kantons Bern

Du 26 févr. 2025

https://lexipedia.io/fr/docs/ch-be/regierungsrat/2024-bvd-3237/de/gemeinden-lauperswil-und-ruderswil-hochwasserschutz-undere-frittebach-kantonsbeitrag-verpflichtungskredit

Consulté le 4 sept. 2026

  1. Documents
  2. Berne
  3. Conseil-exécutif du canton de Berne
Source

Portée: Le traitement de cette décision par les juridictions ultérieures n’a pas été analysé.

2024.BVD.3237

Gemeinden Lauperswil und Rüderswil, Hochwasserschutz, Undere Frittebach. Kantonsbeitrag. Verpflichtungskredit

Rubrum

Regierungsratsbeschluss RRB Nr.: 193/2025 Datum RR-Sitzung: 26. Februar 2025 Direktion: Bau- und Verkehrsdirektion Geschäftsnummer: 2024.BVD.3237 Klassifizierung: Nicht klassifiziert

Gemeinden Lauperswil und Rüderswil, Hochwasserschutz, Undere Frittebach; Kantonsbeiträge. Verpflichtungskredit

Erwägungen

1. Gegenstand

Mit dem beantragten Verpflichtungskredit von CHF 5 762 800 sollen die Kantonsbeiträge an das Wasserbauprojekt «Wasserbauplan Undere Frittebach» am Undere Frittebach ab Mündung Emme bis Bachmatt in den Gemeinden Rüderswil und Lauperswil finanziert werden.

Das Projekt sieht die die Aufweitung und ökologische Aufwertung Bachgerinnes auf einer Länge von rund 3 000 m für den Hochwasserschutz von Zollbrück vor.

Das Projekt wird von den beiden Schwellenkorporationen Rüderswil und Lauperswil gemeinsam geplant und realisiert. Bauherrin des Projekts, Gesuchstellerin und Empfängerin der Kantonsbeiträge ist die Schwellenkorporation Rüderswil.

2. Rechtsgrundlagen

‒ Bundesgesetz vom 21. Juni 1991 über den Wasserbau (SR 721.100), Art. 1, 3 und 6 ff. ‒ Gesetz vom 14. Februar 1989 über Gewässerunterhalt und Wasserbau (Wasserbaugesetz, WBG; ‒ Wasserbauverordnung vom 15. November 1989 (WBV; BSG 751.111.1), Art. 29 ‒ Staatsbeitragsgesetz vom 16. September 1992 (StBG; BSG 641.1), Art. 2 ‒ Finanzhaushaltsgesetz vom 15. Juni 2022 (FHG; BSG 620.0), Art. 21 ff. ‒ Finanzhaushaltsverordnung vom 16. November 2022 (FHaV; BSG 621.1), Art. 21 ff. ‒ Renaturierungsdekret vom 14. September 1999 (RenD; BSG 752.413), Art. 1 ff.

3. Kosten; Massgebende Kreditsumme, Ausgabenart und rechtliche Qualifikation der Ausgabe

3.1 Übersicht Kosten zu Lasten Kanton

Kantonsbeitrag Wasserbau (Wasserbau Dritte) CHF 5 412 000 Kantonsbeitrag aus Renaturierungsfonds (Wasserbau Dritte) CHF 350 800 Eigene Kosten (Wasserbau an Kantonsstrasse) CHF 500 000

Gesamtkosten zu Lasten Kanton CHF 6 262 800

3.2 Kantonsbeiträge (Wasserbau Dritte)

Kosten gemäss Projekt CHF 17 300 000 ./. nicht beitragsberechtigte Kosten (Anteile Werkeigentümer an Brücken, – CHF 900 000 Durchlässen, Strassen und Werkleitungen sowie Gebühren, Publikation) Beitragsberechtigte Kosten CHF 16 400 000

Kantonsbeitrag Wasserbau 33 % CHF 5 412 000 Kantonsbeitrag aus Renaturierungsfonds gemäss CHF 350 800 Entscheid RenF vom 18. November 2024 Total Kantonsbeiträge CHF 5 762 800 CHF 5 762 800 Massgebende Kreditsumme gemäss Art. 32 ff. FHaV CHF 5 762 800 Zu bewilligender Kredit CHF 5 762 800

Es handelt sich um einmalige neue Ausgaben gemäss Art. 27 und 30 Abs. 1 Bst. a FHG.

Die Ausgaben für die durch das Projekt bedingten Arbeiten an der Kantonsstrassen werden gemäss Art. 56 Strassengesetz (SG; BSG 732.11) aus dem Rahmenkredit für den baulichen Unterhalt der Kantonsstrassen finanziert und durch die BVD bewilligt. Der Grosse Rat beschliesst daher nur über den Kredit für die beiden Kantonsbeiträge.

Der Kantonsbeitrag Wasserbau von 33 % setzt sich zusammen aus dem Grundbeitrag von 25 % und den Zusatzbeiträgen von 6 % für integrales Risikomanagement und 2 % für Partizipation.

Der Renaturierungsfonds leistet einen Beitrag von 68.46 % an die Restkosten gemäss Art. 4 Abs. 2 RenD.

Teuerungsbedingte Mehrkosten werden mit dem vorliegenden Beschluss bewilligt (Art. 35 Abs. 2 FHG und Art. 29 FHaV). Preisbasis 3. Quartal 2022; Produktionskostenindex Fluss- und Bachverbau des SBV.

3.3 Bundesbeitrag, Restkosten Schwellenkorporationen

Es handelt sich um ein Einzelprojekt, für das der Bund voraussichtlich 43 % der beitragsberechtigten Kosten bzw. CHF 7 052 000 übernehmen wird. Der Beitragssatz setzt sich zusammen aus dem Grundbeitrag von 35 % und 8 % für Mehrleistungen.

Den Schwellenkorporationen verbleiben somit Restkosten von voraussichtlich CHF 4 485 200 (inklusive nicht beitragsberechtigte Kosten). Davon werden rund CHF 620 000 von Dritten (Kostenanteile Werkeigentümer an Brücken, Durchlässen, Strassen und Werkleitungen) getragen.

4. Kreditart / Konto / Produktgruppe / Rechnungsjahr

Produktgruppen Infrastrukturen Natur Programm und Programmziel Bund Schutzbauten Wasser, Einzelprojekt

Es handelt sich um einen Verpflichtungskredit gemäss Art. 32 FHG, der voraussichtlich mit folgenden Zahlungen abgelöst wird, die im Budget 2025 enthalten und im Finanzplan 2026–2028 der Bau- und Verkehrsdirektion eingestellt sind:

Konto Budgetrubrik Jahr Betrag 4960 562000000 Tiefbauamt, Investitionsbeiträge an Gemeinden 2025 CHF 412 000 Wasserbau 2026 CHF 1 000 000 2027 CHF 1 000 000 2028 CHF 1 000 000 2029 CHF 1 000 000 2030 CHF 1 000 000 4960 501100000 Tiefbauamt, baulicher Unterhalt an Kantons- 2025 CHF 50 000 strasse 2026 CHF 150 000 2027 CHF 150 000 2028 CHF 150 000 15512 363200000 Renaturierungsfonds 2025 CHF 50 800 2026 CHF 60 000 2027 CHF 60 000 2028 CHF 60 000 2029 CHF 60 000 2030 CHF 60 000 Total Total CHF 6 262 800

Die Angaben zu den Investitionen befinden sich in Ziffer 7.5 des Vortrags.

5. Beitragszusicherung

Die Bau- und Verkehrsdirektion wird ermächtigt, den Kantonsbeitrag an die Schwellenkorporation Rüderswil mit Verfügung zuzusichern.

6. Fakultatives Finanzreferendum

Der Beschluss unterliegt der fakultativen Volksabstimmung und ist im Amtsblatt des Kantons Bern zu veröffentlichen.

Im Namen des Regierungsrates

Christoph Auer Staatsschreiber

Verteiler ‒ Grosser Rat