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I 142-2024 Matti (Zweisimmen, Die Mitte) 4+, ein Lösungsansatz für das Versorgungsproblem im Simmental und Saanenland? Antwort des Regierungsrates

2024.RRGR.198 · Regierungsrat des Kantons Bern

Du 23 oct. 2024

https://lexipedia.io/fr/docs/ch-be/regierungsrat/2024-rrgr-198/de/i-142-2024-matti-zweisimmen-die-mitte-4-ein-losungsansatz-fur-das-versorgungsproblem-im-simmental-und-saanenland-antwort-des-regierungsrates

Consulté le 4 sept. 2026

  1. Documents
  2. Berne
  3. Conseil-exécutif du canton de Berne
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Portée: Le traitement de cette décision par les juridictions ultérieures n’a pas été analysé.

2024.RRGR.198

I 142-2024 Matti (Zweisimmen, Die Mitte) 4+, ein Lösungsansatz für das Versorgungsproblem im Simmental und Saanenland? Antwort des Regierungsrates

I

Parlamentarischer Vorstoss Antwort des Regierungsrates

Vorstoss-Nr.: 142-2024 Vorstossart: Interpellation Richtlinienmotion: ☐ Geschäftsnummer: 2024.RRGR.198

Eingereicht am: 10.06.2024

Fraktionsvorstoss: Nein Kommissionsvorstoss: Nein Eingereicht von: Matti (Zweisimmen, Die Mitte) (Sprecher/in) Speiser-Niess (Zweisimmen, SVP) Schär (Schönried, FDP) Weitere Unterschriften: 0

Dringlichkeit verlangt: Nein Dringlichkeit gewährt:

RRB-Nr.: 1047/2024 vom 23. Oktober 2024 Direktion: Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion Klassifizierung: Nicht klassifiziert

4+, ein Lösungsansatz für das Versorgungsproblem im Simmental und Saanenland?

Der Regierungsrat wird um Beantwortung folgender Frage gebeten:

Kann ein Vorziehen der Umsetzung von 4+ der Ausweg aus der verfahrenen Situation in der Gesundheitsversorgung im Simmental und Saanenland sein?

In der Teilstrategie Integrierte Versorgung stellt der Regierungsrat eine Umsetzung des 4+-Modells mittelfristig in vier bis sieben Jahren in Aussicht. Der Kanton plant die Gesundheitsversorgung in grösseren Regionen, um die Integrierte Versorgung zu stärken. Konkret soll es 4+-Versorgungsregionen geben: Bern-Mittelland, Berner Oberland, Biel/Bienne-Seeland/Berner Jura sowie Emmental-Oberaargau.

Im Oberland könnte ein Vorziehen der Umsetzung (0-3 Jahre) zur Entspannung der Situation führen.

Mit der Spital STS AG verfügt das Oberland über einen sehr starken, städtischen Anbieter und mit der Spital FMI hat dieselbe Region einen Anbieter, welcher schon länger eine dezentrale,

ländliche Leistungserbringung unter Beweis stellen konnte. Mit einem Vorziehen der Umsetzung von 4+ kann im Oberland die Verantwortung klar zugewiesen werden und die schwierige Situation möglicherweise rasch entschärft werden. Mit dem frühzeitigen Einbezug aller Partner kann die gesamte Kompetenz genutzt werden und die FMI würde schon heute in die Gestaltung der Gesamtlösung miteinbezogen.

Antwort des Regierungsrates

Das ursprünglich für den Spitalbereich konzipierte 4+-Regionen-Modell (vgl. Schlussbericht PwC zur Beantwortung der Motion 192-2019 GPK) 1 dient dem Kanton Bern als strategisches Zielbild zur sektorübergreifenden Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung. Weitere Ausführungen dazu finden sich in der «Teilstrategie Integrierte Versorgung» der Gesundheitsstrategie 2020-2030 des Kantons Bern 2. Das 4+-Regionen-Modell unterteilt den Kanton Bern in die vier Versorgungsregionen Biel/Bienne-Seeland-Berner Jura, Bern-Mittelland, Emmental-Oberaargau und Berner Oberland, wobei das Plus («+») für den französischsprachigen Berner Jura steht. In jeder Region stellen mehrere und unterschiedliche Netzwerke der integrierten Versorgung eine qualitativ hochstehende, innovative, allen zugängliche, vernetzte und bezahlbare Gesundheitsversorgung der Bevölkerung sicher. Das Leistungsangebot der Gesundheitsnetzwerke entspricht dem Bedarf der Bevölkerung in den Regionen. Eine führende Rolle innerhalb der Versorgungsregion übernehmen dabei die Spitäler. Während die Spitäler die Koordination der verschiedenen Netzwerke innerhalb einer Region unterstützen, stellen die ambulanten Leistungserbringer die Koordination des Patientenpfades sicher. Wenn beispielsweise in einer Region Haus- und Fachärztinnen und -ärzte fehlen, sollen in enger Kooperation mit dem niedergelassenen Bereich ambulante Angebote mit Hilfe des Spitals sichergestellt werden. Zusätzlich soll sich ein kleiner Spitalstandort mit Zentrumsspitälern vernetzen, damit auch in ländlichen Regionen spezialisiertes Know-how in die Diagnostik und Therapie ein bezogen werden kann. Innerhalb jeder Region kooperiert das Spital mit anderen Gesundheitsanbietern und unterstützt den Aufbau und die Koordination von Netzwerken – so wird das Spital zum Zentrum einer patientenzentrierten und vernetzten Versorgung. Innerhalb der Netzwerke übernimmt der niedergelassene ambulante Bereich die Koordination des Patientenpfads und stellt die Gesundheitsversorgung aus einer Hand sicher. Die Umsetzung des 4+ Regionen-Modells (z. B. durch das Eingehen von Kooperationen oder die Bildung und der Betrieb von Netzwerken innerhalb der Regionen), gehört zu den Aufgaben der Leistungserbringenden. Seitens Kanton werden diese Themen mit den Spitälern, bei denen der Kanton (Mit-)Eigentümer ist, regelmässig in den strategischen Führungsgesprächen aufgenommen.

Zudem hat sich zwischenzeitlich die Situation in Zweisimmen weiterentwickelt: Der neue Verwaltungsrat der Spital STS AG wird das Spital Zweisimmen als Akutspital weiterbetreiben. Bis Sommer 2025 wird ein definitives Betriebskonzept für den Standort Zweisimmen erarbeitet, das die Gesundheitsversorgung in der Region Simmental/Saanenland langfristig sichern soll.

Verteiler ‒ Grosser Rat

Schlussbericht von PwC zur Beantwortung der Motion 192-2019 GPK (Siegenthaler): Die Berner Spitallandschaft im Umbruch. Oktober 2020, PwC. (PDF) Die Teilstrategie kann auf der Internetseite der GSI heruntergeladen werden: https://www.gsi.be.ch > Themen > Gesundheit > Gesundheitspolitik > Gesundheitsstrategie > Verabschiedete Teilstrategien > Teilstrategie Integrierte Versorgung der GSI vom Juni 2024 ( PDF)