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AA080078

Kassationsgericht Zürich

Du 2 juin 2008

https://lexipedia.io/fr/docs/ch-zh/kassationsgericht/aa080078/de/aa080078

Consulté le 31 août 2026

  1. Documents
  2. Zurich
  3. Cour de cassation Zurich
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Portée: Le traitement de cette décision par les juridictions ultérieures n’a pas été analysé.

AA080078

AA080078

Kassationsgericht des Kantons Zürich

Kass.-Nr. AA080078/U/mum

Mitwirkende: der Kassationsrichter Herbert Heeb, Vizepräsident, die Kassati- onsrichterinnen Sylvia Frei, Yvona Griesser, die Kassationsrichter Reinhard Oertli und Matthias Brunner sowie der juristische Se- kretär Christof Tschurr

Zirkulationsbeschluss vom 2. Juni 2008

in Sachen

X.,

Schuldner, Rekurrent und Beschwerdeführer vertreten durch

gegen

Z.,

Gläubigerin, Rekursgegnerin und Beschwerdegegnerin

betreffend Konkurseröffnung

Nichtigkeitsbeschwerde gegen einen Beschluss der II. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich vom 9. April 2008 (NN080044)

Erwägungen

1. Mit Verfügung vom 11. März 2008 eröffnete der Einzelrichter im summari- schen Verfahren des Bezirkes Bülach (Konkursrichter) über den Beschwerde- führer mit Wirkung ab 11. März 2008 den Konkurs (ER act. 9). Dagegen reichte der Beschwerdeführer einen Rekurs an das Obergericht des Kantons Zürich ein (OG act. 1). Mit Beschluss vom 9. April 2008 wies dessen II. Zivilkammer den Rekurs ab und bestätigte die konkursrichterliche Verfügung vom 11. März 2008 (KG act. 2). Gegen diesen Beschluss reichte der Beschwerdeführer rechtzeitig (OG act. 14/1, KG act. 1) eine Nichtigkeitsbeschwerde ein. Mit dieser beantragt er die Aufhebung der Konkurseröffnung (KG act. 1).

2. Mit Schreiben vom 13. Mai 2008 wurde den Parteien und den Vor- instanzen Kenntnis von der Einreichung der Nichtigkeitsbeschwerde gegeben (KG act. 5). Wie die nachstehenden Erwägungen zeigen, erweist sich die Beschwerde sofort als unbegründet. Deshalb kann - nach bereits erfolgtem Beizug der vor- instanzlichen Akten (KG act. 4, act. 7) - von Weiterungen im Sinne von § 289 ZPO abgesehen, d.h. darauf verzichtet werden, der Beschwerdegegnerin Gelegenheit zur Beantwortung der Beschwerde und der Vorinstanz zur Vernehmlassung zu geben (Frank/Sträuli/Messmer, Kommentar zur zürcherischen Zivilprozess- ordnung, 3. Auflage, Zürich 1997, N 2 zu § 289).

3. Die Vorinstanz erwog, die Frist zur Darlegung eines Konkurshinderungs- grundes sei am 25. März 2008 abgelaufen (KG act. 2 S. 2). Weil der Beschwer- deführer innert dieser Frist keinen Konkurshinderungsgrund nachgewiesen habe, sei der Rekurs abzuweisen (KG act. 2 S. 3).

4. Mit seiner Nichtigkeitsbeschwerde macht der Beschwerdeführer betref- fend Konkurshinderungsgrund geltend, die Gläubigerin habe mit Brief vom 8. April 2008 bestätigt, dass sämtliche Forderungen getilgt seien und auf die Durch- führung des Konkursverfahrens verzichtet werde. Diesem Umstand sei - so der Beschwerdeführer - bei der Beurteilung des Sachverhaltes eine entscheidende Bedeutung beizumessen. Er sei aber von der Vorinstanz nicht berücksichtigt worden, obwohl die Bestätigung der Gläubigerin vor Erlass des angefochtenen Beschlusses bei der Vorinstanz eingetroffen sei (Beschwerde KG act. 1).

5. Eine Nichtigkeitsbeschwerde kann erhoben werden, wenn geltend gemacht wird, dass der angefochtene Entscheid zum Nachteil des Nichtigkeits- klägers auf einem der in § 281 Ziff. 1 - 3 ZPO genannten Nichtigkeitsgründe beruhe (§ 281 ZPO). In der Nichtigkeitsbeschwerde muss ein solcher Nichtig- keitsgrund nachgewiesen werden (§ 288 Abs. 1 Ziff. 3 ZPO). Die Kassationsin- stanz überprüft nur die geltend gemachten Nichtigkeitsgründe (§ 290 ZPO).

6. In der Nichtigkeitsbeschwerde KG act. 1 wird kein Nichtigkeitsgrund geltend gemacht, geschweige denn nachgewiesen. Mit den wesentlichen vor- instanzlichen Erwägungen (vgl. vorstehend Ziff. 3) setzt sich der Beschwerde- führer in keiner Weise auseinander. Die Bezugnahme auf ein Schreiben der Gläubigerin vom 8. April 2008 geht daran (an der vorinstanzlichen Erwägung, dass ein Konkurshinderungsgrund bis zum 25. März 2008 hätte nachgewiesen werden müssen) vorbei. Schon deshalb wird damit kein Nichtigkeitsgrund nach- gewiesen. Überdies änderte das Schreiben der Gläubigerin an die Vorinstanz vom 8. April 2008 (OG act. 15) offensichtlich nichts an der vorinstanzlichen Fest- stellung, dass der Beschwerdeführer bis zum 25. März 2008 keinen Konkurs- hinderungsgrund nachgewiesen hatte, und konnte deshalb die vorinstanzliche Schlussfolgerung, dass der Rekurs deswegen abzuweisen sei, nicht beeinflussen, sondern war dafür offensichtlich irrelevant. Deshalb musste die Vorinstanz dieses Schreiben nicht speziell erwähnen bzw. berücksichtigen. Dass die Aufhebung der Konkurseröffnung für die geschäftliche Situation des Beschwerdeführers von grosser Bedeutung wäre (KG act. 1 S. 2 a.E.), kann am fehlenden Nachweis eines Nichtigkeitsgrundes nichts ändern. Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.

7. Ausgangsgemäss wird der Beschwerdeführer für das Kassationsverfah- ren kostenpflichtig (Art. 48 f. i.V. mit Art. 52 und Art. 61 GebV SchKG). Mangels erheblichen Aufwandes ist der Beschwerdegegnerin keine Parteientschädigung für das Kassationsverfahren zuzusprechen.

Dispositiv

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann.

2. Die Spruchgebühr für das Kassationsverfahren wird festgesetzt auf Fr. 200.-- und dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Parteientschädigungen für das Kassationsverfahren werden nicht zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann unter den Voraussetzungen von Art. 90 ff. BGG innert 30 Tagen nach dessen Empfang schriftlich durch eine Art. 42 BGG entsprechende Eingabe Beschwerde gemäss Art. 72 ff. BGG an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, erhoben werden. Es handelt sich um einen Entscheid im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. d BGG.

Sodann läuft die Frist von 30 Tagen zur Anfechtung des Beschlusses des Obergerichtes vom 9. April 2008 mit Beschwerde an das Bundesgericht neu ab Empfang des vorliegenden Entscheides (Art. 100 Abs. 1 und 6 BGG).

Hinsichtlich des Fristenlaufes gelten die Art. 44 ff. BGG.

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, die II. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich, den Konkursrichter des Bezirkes Bülach, das Kon- kursamt Bülach, das Handelsregisteramt des Kantons Zürich und das Be- treibungsamt ________, je gegen Empfangsschein.

KASSATIONSGERICHT DES KANTONS ZÜRICH Der juristische Sekretär:

Dispositions modifiées depuis

Cette décision interprète des dispositions dont l’acte a depuis fait l’objet d’une nouvelle consolidation. Si l’article lui-même a changé n’est pas consigné.

  • Loi sur le Tribunal fédéral, Art. 6, Art. 42, Art. 44, Art. 72, Art. 74, Art. 90 et Art. 100 — lu dans la version du 1 avril 2007; l’acte a été consolidé à nouveau le 1 août 2008, 1 janvier 2009, 1 janvier 2011, 1 avril 2011, 5 décembre 2011, 1 janvier 2012, 1 avril 2012, 1 octobre 2012, 1 janvier 2013, 1 février 2013, 1 juillet 2013, 1 janvier 2014, 1 juillet 2014, 1 août 2014, 1 novembre 2015, 1 janvier 2016, 1 janvier 2017, 1 avril 2017, 1 juin 2017, 1 janvier 2018, 1 janvier 2019, 1 janvier 2021, 1 janvier 2022, 1 juillet 2022, 1 janvier 2024, 1 février 2024, 1 juillet 2024, 1 janvier 2025, 1 avril 2026 et 13 mai 2026.
  • Code de procédure civile, Art. 281, Art. 288, Art. 289 et Art. 290 — lu dans la version du 1 janvier 2007; l’acte a été consolidé à nouveau le 1 janvier 2011, 1 janvier 2012, 1 janvier 2013, 1 mai 2013, 1 juillet 2014, 1 janvier 2016, 1 janvier 2017, 1 janvier 2018, 1 janvier 2020, 1 juillet 2020, 1 janvier 2021, 1 janvier 2022, 1 juillet 2022, 1 janvier 2023, 1 septembre 2023, 1 janvier 2025 et 1 juillet 2026.