Lexipedia
AccueilActualitéExplorerRépertoire
ConditionsConfidentialitéAssistance
Se connecter

Kautionsleistung

AA090064 · Kassationsgericht Zürich

Du 2 juin 2009

https://lexipedia.io/fr/docs/ch-zh/kassationsgericht/aa090064/de/kautionsleistung

Consulté le 30 août 2026

  1. Documents
  2. Zurich
  3. Cour de cassation Zurich
Source

Portée: Le traitement de cette décision par les juridictions ultérieures n’a pas été analysé.

AA090064

Kautionsleistung

Kassationsgericht des Kantons Zürich

Kass.-Nr. AA090064/U/mum

Mitwirkende: die Kassationsrichter Moritz Kuhn, Präsident, Bernhard Gehrig, die Kassationsrichterin Sylvia Frei, die Kassationsrichter Matthias Brunner und Georg Naegeli sowie der juristische Sekretär Jürg- Christian Hürlimann

Zirkulationsbeschluss vom 2. Juni 2009

in Sachen

1. B, …,

2. B-C, …, Beklagte, Rekurrenten und Beschwerdeführer 2 vertreten durch B

gegen

K, …, Klägerin, Rekursgegnerin und Beschwerdegegnerin

betreffend Widerspruchsklage

Nichtigkeitsbeschwerde gegen einen Beschluss der II. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich vom 3. April 2009 (NK090015/U)

Erwägungen

1. Die Beschwerdegegnerin führt gegen die beiden Beschwerdeführer Wider- spruchsklage beim Einzelrichter im beschleunigten Verfahren am Bezirksgericht G. Der Einzelrichter sistierte mit Verfügung vom 9. März 2009 das Verfahren bis zur rechtskräftigen Erledigung einer zwischen den Parteien beim Bezirksgericht G als untere kantonale Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen hängigen Beschwerde (OG act. 2). Dagegen erhoben die Beschwerdeführer mit Eingabe vom 20. März 2009 Rekurs beim Obergericht (OG act. 1). Diesen Rekurs zogen sie am 23. März 2009, vorerst per Fax und hernach per Einschreiben, zu- rück (OG act. 5).

Mit Beschluss vom 3. April 2009 schrieb das Obergericht (II. Zivilkammer) das Rekursverfahren als durch Rückzug des Rekurses erledigt ab. Es setzte die Ge- richtsgebühr für das Rekursverfahren auf Fr. 1'000.-- fest und auferlegte die Kos- ten den beiden Beschwerdeführern (Beklagten) je zur Hälfte (OG act. 6 = KG act. 2). Auf ein Erläuterungsbegehren der Beschwerdeführer trat das Obergericht mit Beschluss vom 14. April 2009 nicht ein (OG act. 10 = KG act. 3/7).

Mit Eingabe vom 23. April 2009 erhoben die Beschwerdeführer Nichtigkeitsbe- schwerde beim Kassationsgericht mit dem Begehren, Dispositiv Ziffern 2 und 3 des genannten Beschlusses - Festsetzung der Gerichtsgebühr und Kostenauflage - seien aufzuheben (KG act. 1 S. 2 oben). Das Kassationsgericht holte keine Be- schwerdeantwort der Beschwerdegegnerin und keine Vernehmlassung des Ober- gerichts ein.

2. Der Präsident des Kassationsgerichts auferlegte den Beschwerdeführern mit Verfügung vom 24. April 2009 eine Prozesskaution in Höhe von Fr. 250.--, unter der Androhung, dass bei Säumnis auf die Beschwerde nicht eingetreten würde (KG act. 6). Der Beschwerdeführer 1 wandte sich per e-Mail vom 28. April 2009 an den Präsidenten des Kassationsgerichts und kritisierte die Kautionsauflage, ohne jedoch einen Antrag zu stellen (KG act. 8). Ob ein e-Mail, welches wie vor- liegend an eine Privatadresse, das Anwaltsbüro des Kassationsgerichtspräsiden- ten, und nicht an die Gerichtsadresse, gerichtet ist, als gerichtliche Eingabe ent- gegen zu nehmen sei, kann deshalb offen bleiben.

Die Beschwerdeführer leisteten innert der angesetzten Frist die ihnen auferlegte Prozesskaution nicht (vgl. Aktennotiz vom 13. Mai 2009, KG act. 11). Es ist somit auf die Nichtigkeitsbeschwerde nicht einzutreten (§ 80 Abs. 1 ZPO).

3. Ausgangsgemäss sind die Kosten des Kassationsverfahrens den beiden Be- schwerdeführern je zur Hälfte, unter solidarischer Haftbarkeit für den ganzen Be- trag, aufzuerlegen (§ 64 Abs. 2 ZPO, § 70 Abs. 1 ZPO). Mangels erheblicher Um- triebe ist der Beschwerdegegnerin keine Prozessentschädigung zuzusprechen.

Beim vorliegenden Beschluss handelt es sich um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG. Demnach ist gegen ihn die subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 113 ff. BGG an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 BGG genannten Voraussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht.

Dispositiv

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. Damit entfällt die der Beschwerde verliehene aufschiebende Wirkung.

2. Die Gerichtsgebühr für das Kassationsverfahren wird festgesetzt auf Fr. 250.--.

3. Die Kosten des Kassationsverfahrens werden den beiden Beschwerdefüh- rern je zur Hälfte, jeweils unter solidarischer Haftbarkeit für den gesamten Betrag, auferlegt.

4. Der Beschwerdegegnerin wird für das Kassationsverfahren leine Prozess- entschädigung zugesprochen.

5. Gegen diesen Entscheid kann unter den Voraussetzungen von Art. 90 ff. BGG innert 30 Tagen nach dessen Empfang schriftlich durch eine

Art. 42 BGG entsprechende Eingabe subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 113 ff. BGG an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lau- sanne 14, erhoben werden. Ferner ist nach Massgabe von Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG (Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung) allenfalls die ordent- liche Beschwerde gemäss Art. 72 ff. BGG an das Bundesgericht zulässig. Werden beide Beschwerden erhoben, sind sie in der gleichen Rechtsschrift einzureichen (Art. 119 Abs. 1 BGG). Der Streitwert beträgt Fr. 1'000.--.

Hinsichtlich des Fristenlaufes gelten die Art. 44 ff. BGG.

6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, die II. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich und den Einzelrichter im beschleunigten Verfahren am Bezirksgericht G, je gegen Empfangsschein.

KASSATIONSGERICHT DES KANTONS ZÜRICH Der juristische Sekretär:

Dispositions modifiées depuis

Cette décision interprète des dispositions dont l’acte a depuis fait l’objet d’une nouvelle consolidation. Si l’article lui-même a changé n’est pas consigné.

  • Loi sur le Tribunal fédéral, Art. 42, Art. 44, Art. 72, Art. 74, Art. 90, Art. 93, Art. 113 et Art. 119 — lu dans la version du 1 janvier 2009; l’acte a été consolidé à nouveau le 1 janvier 2011, 1 avril 2011, 5 décembre 2011, 1 janvier 2012, 1 avril 2012, 1 octobre 2012, 1 janvier 2013, 1 février 2013, 1 juillet 2013, 1 janvier 2014, 1 juillet 2014, 1 août 2014, 1 novembre 2015, 1 janvier 2016, 1 janvier 2017, 1 avril 2017, 1 juin 2017, 1 janvier 2018, 1 janvier 2019, 1 janvier 2021, 1 janvier 2022, 1 juillet 2022, 1 janvier 2024, 1 février 2024, 1 juillet 2024, 1 janvier 2025, 1 avril 2026 et 13 mai 2026.
  • Code de procédure civile, Art. 64, Art. 70 et Art. 80 — lu dans la version du 1 janvier 2007; l’acte a été consolidé à nouveau le 1 janvier 2011, 1 janvier 2012, 1 janvier 2013, 1 mai 2013, 1 juillet 2014, 1 janvier 2016, 1 janvier 2017, 1 janvier 2018, 1 janvier 2020, 1 juillet 2020, 1 janvier 2021, 1 janvier 2022, 1 juillet 2022, 1 janvier 2023, 1 septembre 2023, 1 janvier 2025 et 1 juillet 2026.