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Comptes selon le principe des coûts complets au sein de l'administration fédérale

24042 · Bulletin officiel

Du 6 juin 2013

https://lexipedia.io/fr/docs/ch/ab-bo-bu/24042/fr/comptes-selon-le-principe-des-couts-complets-au-sein-de-l-administration-federale

Consulté le 13 sept. 2026

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Objet parlementaire: Comptes selon le principe des coûts complets au sein de l'administration fédérale (13.3364)

13.3364

Comptes selon le principe des coûts complets au sein de l'administration fédérale

Fischer Roland · Mit-M · Conseil national · Lucerne · Groupe vert'libéral

Mit dieser Motion wird der Bundesrat beauftragt, jede Verwaltungsstelle, welche für Dritte Leistungen erbringt, anzuweisen, eine Vollkostenrechnung zu erstellen. Dabei müssen sämtliche Kosten - das heisst sowohl die variablen Kosten als auch die Fixkosten wie auch Abschreibungen, Mieten, Zinsen, Gehälter usw. - detailliert berechnet und ausgewiesen werden.

Was ist der Grund für diese Motion? Im Jahresbericht 2012 der Eidgenössischen Finanzkontrolle wurde festgestellt, dass das VBS für seine WK keine Vollkostenrechnung erstellt. Somit konnte das VBS nicht berechnen, um wie viel ein WK, der im Rahmen des World Economic Forums (WEF) abgehalten wurde, die Kosten eines regulären WK übersteigt.

Grundsätzlich bestehen bereits heute im Finanzhaushaltgesetz und in der Finanzhaushaltverordnung Regeln, welche dem Anliegen der Motion eigentlich Rechnung tragen. Offenbar werden jedoch, wie dieses Beispiel zeigt, diese Bestimmungen nicht überall umgesetzt. So sind gemäss Finanzhaushaltgesetz, Artikel 40 Absatz 1, die Verwaltungseinheiten verpflichtet, eine nach ihren Bedürfnissen ausgerichtete Kosten- und Leistungsrechnung zu erstellen. Weiter sind gewerbliche Leistungen auf der Grundlage einer Kosten- und Leistungsrechnung zu mindestens kostendeckenden Preisen zu erbringen. Die Finanzhaushaltverordnung besagt ausserdem in Artikel 51, dass bei der Vorbereitung und Durchführung von Grossanlässen, für die der Bund selbst verantwortlich zeichnet oder die er mit Beiträgen unterstützt, die zuständige Verwaltungseinheit für zuverlässige Kosten- und Einnahmenschätzungen, übersichtliche Projektstrukturen und ein wirksames Controlling sorgt.

In ihrem Jahresbericht 2012 beurteilte die Eidgenössische Finanzkontrolle die Kosten- und Leistungsrechnung des Verteidigungsbereichs und untersuchte ausserdem den Sicherheitseinsatz der Armee beim WEF 2011. Organisatorisch wird bei einem WEF-Einsatz zwischen militärischen und zivilen Aufgaben unterschieden. Die Finanzkontrolle stellte nun fest, dass bei der Armee im Zeitpunkt der Prüfung weder ein nachvollziehbares und transparentes Budget für das WEF bestand noch ein Kostennachweis eines WK-Einsatzes vorhanden war. Die Armee war deshalb kaum in der Lage, die Mehrkosten eines WEF-Einsatzes gegenüber einem ordentlichen WK zu ermitteln. Ausserdem war die Schlussabrechnung für das WEF 2011 für die Finanzkontrolle nur teilweise nachvollziehbar.

Mit dem Kanton Graubünden besteht ein Dienstleistungs- und Mietvertrag. Die vereinbarten Kosten des Bundes wurden jedoch nur teilweise in Rechnung gestellt. Die Höhe eines Erlasses mit einem Betrag von über 5 Millionen Franken in diesem Zusammenhang konnte nicht begründet werden. Die Haushaltführung beim Grossanlass WEF entsprach somit nicht den gesetzlichen Vorgaben.

Vor dem Hintergrund dieser Ausgangslage war die Motion in der Finanzkommission unbestritten, sie wurde einstimmig angenommen. Der Bundesrat bestreitet in seiner schriftlichen Antwort, dass die Motion nötig ist, da gemäss Aussagen der Finanzkontrolle die Buchführung des Bundes im Allgemeinen gut ist. In der Kommission konnten jedoch die Zweifel nicht ausgeräumt werden, da den Vorgaben des Finanzhaushaltgesetzes offenbar nicht überall in der Bundesverwaltung Rechnung getragen wird.

Ihre Kommission ist deshalb der Überzeugung, dass die Motion notwendig ist, um einer seriösen Kostenrechnung in sämtlichen Bundesämtern Nachdruck zu verschaffen. Ich bitte Sie deshalb im Namen Ihrer Kommission, die Motion anzunehmen.

Feller Olivier · Mit-M · Conseil national · Vaud · Groupe libéral-radical

La Commission des finances a décidé de vous soumettre la motion dont nous débattons aujourd'hui à la suite de l'examen du rapport annuel 2012 du Contrôle fédéral des finances.

Que nous dit le Contrôle fédéral des finances? Il nous dit en substance que l'armée n'a pas réussi à évaluer de façon claire, compréhensible et exhaustive les coûts induits par son engagement lors du Forum économique mondial qui a eu lieu à Davos en 2011. En d'autres termes, l'armée ne semble pas disposer des outils financiers et comptables pour connaître précisément les coûts engendrés par les prestations qu'elle a fournies en faveur du Forum économique mondial. Il en résulte une certaine opacité concernant la répartition des charges entre la Confédération et le canton des Grisons, les facturations de prestations étant hasardeuses.

La Commission des finances estime que cette situation n'est pas tolérable et qu'elle doit dès lors être améliorée. Au travers de la motion déposée, la Commission des finances propose que toute unité de l'administration fédérale fournissant des prestations à des tiers établisse une comptabilité analytique fondée sur le principe des coûts complets. Tous les coûts, les frais variables comme les frais fixes, tels que les amortissements, les loyers, les salaires, les charges d'intérêts, doivent faire l'objet d'un calcul détaillé.

Je précise que la Commission des finances vous propose d'adopter cette motion à l'unanimité. Il n'y a aucun clivage au sein de la commission.

Vous me permettrez de m'étonner de l'avis émis par le Conseil fédéral par écrit le 29 mai dernier. En substance, le Conseil fédéral nous dit: "Circulez, il n'y a rien à voir!" Le Conseil fédéral relève que la loi et l'ordonnance sur les finances de la Confédération prévoient déjà l'obligation pour les unités administratives de se doter d'une comptabilité analytique selon des règles plus ou moins exigeantes en fonction de l'autonomie opérationnelle des unités administratives et de leur vocation à fournir des prestations à des tiers. Le Conseil fédéral en déduit que la motion de la Commission des finances est sans objet.

Cet avis du Conseil fédéral ne me paraît pas très pertinent. Il se trouve que le Contrôle fédéral des finances a identifié des problèmes sérieux au sein de l'armée concernant l'établissement d'une comptabilité analytique fondée sur le principe des coûts complets. Cela signifie que la mise en oeuvre - l'"implémentation", comme on dit parfois dans le jargon technocratique - des dispositions de la loi et de l'ordonnance sur les finances de la Confédération n'est que partiellement efficace. Cela doit être corrigé.

C'est précisément le but de la motion de la Commission des finances. La motion charge le Conseil fédéral de "veiller à ce que toute unité de l'administration ... établisse une comptabilité analytique", c'est-à-dire y compris l'armée lorsqu'elle fournit des prestations au Forum économique mondial de Davos, ce qui n'est pas le cas aujourd'hui selon le rapport annuel 2012 du Contrôle fédéral des finances.

Au nom de la Commission des finances, je vous invite à accepter la motion qui vous est soumise.

Widmer-Schlumpf Eveline · BR-F · Conseil fédéral · Grisons

Ich möchte wiederholen, was wir bereits in der schriftlichen Antwort festgehalten haben: Die Motion ist an sich erfüllt. Wir haben im Finanzhaushaltgesetz und in der Finanzhaushaltverordnung bereits die erforderlichen Grundlagen, um das, was Sie von uns verlangen, umzusetzen. Wir haben dort klare Richtlinien, wie die Kosten- und Leistungsrechnung zu erfolgen hat, als Basisvariante, als einfache Variante oder als ausgebaute Variante. Die konkrete Ausgestaltung der Varianten ist dann natürlich Sache des Departementes, der zuständigen Stellen. Auch die Controlling- und Verrechnungsprozesse liegen in der Verantwortung der jeweiligen Verwaltungseinheit. Die Grundlagen aber bestehen.

Die Eidgenössische Finanzkontrolle hat auch nicht beanstandet, dass wir nicht richtige oder nicht genügende Grundlagen hätten. Die Eidgenössische Finanzkontrolle hat bemängelt, dass die verbindlichen Vorgaben, welche eine Kostenerfassung und -abrechnung sicherstellen, im konkreten Einzelfall nicht umgesetzt würden. Man kann aber nicht neue Weisungen und neue Richtlinien nachschieben; es geht darum, die bestehenden umzusetzen.

Darum ist Ihre Motion an sich bereits erfüllt. Ich möchte Sie darum bitten, diese abzulehnen.

Vote

Präsident (Lustenberger Ruedi, erster Vizepräsident): Die Kommission beantragt, die Motion anzunehmen. Der Bundesrat beantragt, die Motion abzulehnen.

Abstimmung - Vote

Für Annahme der Motion ... 92 Stimmen

Dagegen ... 45 Stimmen

Schluss der Sitzung um 12.50 Uhr

La séance est levée à 12 h 50