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Indemnisation des dégâts dus au castor
Piller Carrard Valérie · Mit-F · Conseil national · Fribourg · Groupe socialiste
La réintroduction du castor en Suisse est un véritable succès. Lors du dernier recensement en 2008, il a été dénombré plus de 1600 individus. Aujourd'hui, plus de 40 pour cent des territoires du castor se trouvent le long de petits cours d'eau, localisés pour la plupart en zone agricole, où un nombre croissant de conflits avec l'homme a été observé ces dernières années. En effet, le mode de vie de cette espèce - ainsi que la construction de barrages et de terriers - engendre parfois des problèmes. Les barrages construits par le castor peuvent causer l'obstruction des drainages et l'inondation des terres agricoles adjacentes. Les terriers qu'il creuse dans les talus des berges sont pour la plupart situés directement sous des routes, lesquelles risquent de s'effondrer.
Les dégâts causés par le castor aux cultures sont dédommagés par la Confédération et par les cantons à condition que des mesures de prévention raisonnables aient été prises. En revanche, les dégâts causés aux infrastructures - digue ou route - sont à la charge du propriétaire de l'infrastructure en question ou du responsable de l'entretien du cours d'eau. La Confédération n'indemnise pas non plus les mesures de prévention.
Le castor et son habitat sont protégés, mais l'acceptation du castor doit être favorisée notamment par des mesures de prévention des dommages et par l'indemnisation des dommages aux infrastructures. Le capital de sympathie dont jouit le castor sera grandement facilité si la Confédération et les cantons participent aux frais engendrés par les mesures de protection, en particulier celles qui concernent les infrastructures, ainsi qu'à l'indemnisation des dommages causés par le castor aux infrastructures. C'est pourquoi je demande que la loi sur la chasse et la protection des mammifères soit modifiée dans ce sens.
Il est clair que, pour désamorcer voire éliminer de nombreux conflits entre l'homme et le castor, l'indemnisation des infrastructures seule ne suffira pas. Il faut que chacun y mette un peu de bonne volonté. Par conséquent, il faut absolument mettre en oeuvre les programmes cantonaux de revitalisation des cours d'eau en accordant à ces derniers plus d'espace. La revitalisation reste la meilleure solution pour régler les problèmes de conflits de façon durable.
Je vous prie de bien vouloir soutenir ma proposition.
Rime Jean-François · Mit-M · Conseil national · Fribourg · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Madame Piller Carrard, si j'ai bien compris votre intervention, vous souhaitez distribuer de l'argent, mais vous ne voulez pas réguler le nombre de castors. Comme vous avez évoqué la loi sur la chasse, on pourrait aussi décider de limiter un peu le nombre de castors.
Piller Carrard Valérie · Mit-F · Conseil national · Fribourg · Groupe socialiste
En effet, ce que je demande, c'est que les infrastructures soient indemnisées à la suite des dégâts que pourraient occasionner les castors. Nous savons très bien que la loi aussi a été modifié et qu'elle peut permettre actuellement la régulation des castors de manière différente.
Leuthard Doris · BR-F · Conseil fédéral · Argovie
In meiner Kindheit und Jugend habe ich, obwohl ich im Reusstal aufgewachsen bin, nie einen Biber gesehen. Wir haben uns nach Bibern gesehnt. Heute hat der Biber durch die Wiederansiedlung viele Gewässer neu besiedelt, und der Bestand wird auf etwa 2000 Tiere geschätzt. Es ist eine schöne Geschichte. Aber da halt jede Medaille zwei Seiten hat, ist das auch hier der Fall; wir dürfen zwar - wie Sie sagen - viele dieser Tiere beobachten, aber es treten auch wieder Schäden an Infrastrukturen auf. Der Biber geniesst aber auch in der Bevölkerung eine hohe Akzeptanz.
Wenn man genau hinschaut, sind die Schäden meistens im Gewässerraum, im Bereich von weniger als zehn Metern zum Gewässer, feststellbar. Das ist unter anderem auch ein Nachweis dafür, dass der Gewässerraum eben vielschichtige Funktionen hat. In dieser Hinsicht kann ja auch das Gewässerschutzgesetz mit der Umsetzung einen Beitrag leisten, damit man Biberschäden bzw. die Populuationen der Biber und die sich daraus ergebenden Konflikte besser managen kann.
Nach Ansicht des Bundesrates reichen die heutigen Instrumente aus, um mit dem Biber umzugehen. Wir haben Schadenprävention, wir haben Schadenvergütungen, und Bestandeseingriffe sind - wie gesagt wurde - möglich. Infrastrukturschäden können durch Prävention vermieden werden, und das heisst: Respektierung des Gewässerraums. Der Bund beteiligt sich auch stark an der Erstellung der Infrastruktur und hat deshalb auch ein Interesse an der Prävention von Biberschäden. So haben wir bei allen Hochwasserschutzanlagen und deren Sanierung regelmässig auch diese Prävention mitberücksichtigt. Ein Problem bleiben die alten Drainageanlagen. Das hat aber wenig mit dem Biber zu tun, sondern ist ein breiter gefächertes Problem. Hier muss man bei den Totalsanierungen sicher noch schauen, dass sich die Schäden und Vernässungen beim Rückstau bei Drainagen in Grenzen halten.
Deshalb bitte ich Sie, die Motion, welche eine Änderung des Jagdgesetzes verlangt, abzulehnen.
Hausammann Markus · Mit-M · Conseil national · Thurgovie · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Sehr geehrte Frau Bundesrätin, Sie haben das mögliche Schadenpotenzial richtig aufgezeigt. Gehen Sie mit mir einig, dass in den verschiedenen Kantonen - auch wenn der Rat jetzt vorsieht, vermehrt für Infrastrukturschäden aufzukommen - wie bei den Raubtieren ein unterschiedliches Schadenpotenzial besteht und dass dementsprechend der Bundesbeitrag, analog zur Verteilung bei den Wildtieren, höher gewertet werden müsste, sprich, dass man nicht 50 Prozent der Schäden den Kantonen anlasten könnte?
Leuthard Doris · BR-F · Conseil fédéral · Argovie
Es besteht bei den Bibern wie auch bei den Wildschweinen ein Unterschied zu den Grossraubtieren, die eben geschützt sind und deren Regulierung grundsätzlich verboten ist; das muss man unterschiedlich behandeln. Wenn man regulieren kann, auch durch die Jagd, kann man steuern und präventiv eingreifen. Wenn Sie hier jetzt quasi zusätzliche Vergütungen durch den Bund verlangen, die Regulierung, die Jagd, aber in der Kompetenz der Kantone liegt, so ist das natürlich auch eine Verschiebung der Verantwortung, und das muss ich schon ablehnen. Wo vom Bundesgesetz her die Jagd bzw. die Regulierung nicht erlaubt ist, dort, denke ich, ist das Korrelat wie bei den Schafen und beim Wolf, dass halt der Bund dann auch vermehrt die Entschädigungspflicht an die Hand nimmt. In diesem Bereich hier sind, glaube ich, schon primär die Kantone verantwortlich.
Aebi Andreas · Mit-M · Conseil national · Berne · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Frau Bundesrätin, ich bin eigentlich nicht gegen den Biber. Sie haben die Drainagen als Problem angesprochen. Das ist gerade das grosse Problem im Berner Seeland. Die Landwirte müssen diese Drainagen selber berappen. Wie sehen Sie das, wie soll das in der Zukunft mit diesen Drainagen weitergehen? Dort liegt das grosse Problem.
Leuthard Doris · BR-F · Conseil fédéral · Argovie
Ja, deshalb habe ich es auch erwähnt. Es ist uns sehr bewusst, dass bei Sanierungen diesem Aspekt Rechnung zu tragen ist. Ja, es kostet, ein Teil ist halt wie üblich auch unternehmerisches Risiko. Hier ist man natürlich auch im Gespräch darüber, wo dieses Risiko aufhört, was wiederum sehr stark mit der Regulierung zusammenhängt. Es ist dieselbe Problematik wie bei den Wildschweinen. Dort sind es dann eher Maisfelder, aber es geht auch um Schäden, bei denen man irgendwo eine Balance zwischen Regulierung und Eigenverantwortung finden muss.
Guhl Bernhard · Mit-M · Conseil national · Argovie · Groupe BD
Sehr geehrte Frau Bundesrätin. Beim Bär und beim Wolf haben wir ja in den Bergkantonen nachweislich das grössere Problem als die anderen Kantone. Bei diesen Tieren gibt es unter den Kantonen für Schäden den Ausgleich, indem der Bund etwas übernimmt. Bei den Bibern geschieht das aber eben nicht. Warum bei Bär und Wolf ja, doch beim Biber nein?
Leuthard Doris · BR-F · Conseil fédéral · Argovie
Sie müssen unterscheiden zwischen den geschützten und eben grundsätzlich nichtjagdbaren Grossraubtieren - das sind der Wolf, der Luchs, der Bär - und anderen Tierarten, die grundsätzlich jagdbar sind. Dort kann der Kanton im Rahmen der Gesetzgebung auch steuern. Deshalb gibt es auch die Frage der unterschiedlichen Haftung.
Vote
Präsident (Lustenberger Ruedi, Präsident): Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
Abstimmung - Vote
Für Annahme der Motion ... 62 Stimmen
Dagegen ... 124 Stimmen
(4 Enthaltungen)