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Transplantations. Il faut davantage d'organes
Amherd Viola · Mit-F · Conseil national · Valais · Groupe PDC-PEV
Ende Juli 2014 warteten 1288 Menschen auf eine Organspende. Menschen, die verstorben sind, weil sie kein passendes Organ bekommen haben, werden auf dieser Warteliste nicht mehr geführt. Laut Swisstransplant stirbt in der Schweiz an jedem dritten Tag ein Mensch aufgrund des Organmangels. 2013 waren es 73 Todesfälle. Der jährliche Durchschnitt auf mehrere Jahre berechnet, beträgt 100 Todesfälle. Diese Zahl wäre noch wesentlich höher, hätten nicht im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit ausländischen Partnerorganisationen Organe importiert werden können.
Mit 13,6 Spendern pro Million Einwohner pro Jahr zählt die Schweiz nur halb so viele Spender wie unsere Nachbarländer Frankreich, Österreich und Italien. Der europäische Mittelwert beträgt 20 Spender pro Million Einwohner pro Jahr. Es ist also offensichtlich Handlungsbedarf gegeben.
Das Thema der Organspende ist kein einfaches Thema. Es ist ein Thema, das neben medizinischen auch ethische Fragen aufwirft. So war beispielsweise die Einführung der Widerspruchslösung in unserem Parlament chancenlos. Angesichts der prekären Situation müssen andere Massnahmen zur Verbesserung der Lage umgesetzt werden. Der Aktionsplan des Bundesrates "Mehr Organe für Transplantationen", welcher im Frühjahr 2013 lanciert wurde, geht in die richtige Richtung. Er wird aber alleine nicht genügen.
So schlage ich Ihnen eine weitere, einfach zu realisierende und erfolgversprechende Massnahme vor. Die Idee dazu basiert auf einer repräsentativen Umfrage. An dieser haben 80 Prozent der Befragten gesagt, sie seien zu einer Organspende bereit. In Besitz eines entsprechenden Ausweises waren lediglich 8 Prozent. Aktuell wird der Prozentsatz der Ausweisträger von Swisstransplant sogar mit nur 5 Prozent angegeben. Dies zeigt, dass sich viele, die keinen Ausweis besitzen, nicht bewusst gegen eine Organspende entscheiden, sondern dass sie einfach nicht daran denken.
Das Bewusstsein für die Problematik kann dadurch erhöht werden, dass auf der Versichertenkarte die Frage der Organspende zu beantworten ist. Mit diesem einfachen Mittel wird erreicht, dass sich jeder und jede mit dem Thema befasst und sich Gedanken darüber macht. Auf der Karte soll angegeben werden können: "Ja, ich will Organspenderin sein", oder: "Nein, ich will nicht Organspender sein", oder es kann angekreuzt werden: "Ich habe mich noch nicht entschieden."
Klar kann man gegen diesen Vorschlag anführen, es dürfe niemand zu einer Meinungsäusserung gezwungen werden. Ich teile diese Auffassung grundsätzlich. In Abwägung der Interessen und angesichts des akuten Mangels an Organspenden mit tödlichen Folgen betrachte ich es aber als zumutbar, diese Frage beantworten zu müssen, zumal mein Vorschlag auch die Möglichkeit offenlässt, sich nicht zu entscheiden. Ich bin überzeugt davon, dass mit dieser Lösung viele Organspender gewonnen werden können.
Dies würde auch Hilfe bieten für die Angehörigen eines potenziellen Organspenders. Es ist für Angehörige nämlich sehr schwierig, in einer ausserordentlichen Situation mit einem gewissen Zeitdruck den Entscheid über eine Organspende zu treffen, wenn sie nicht wissen, was der Wille des Betroffenen war. Auch unter diesem Aspekt ist die Lösung mit der Versichertenkarte positiv zu werten. Entsprechend verlange ich, Artikel 4 der Verordnung über die Versichertenkarte für die obligatorische Krankenversicherung und wenn nötig Artikel 42a KVG so anzupassen, dass auf der Versichertenkarte der Wille des Versicherten bezüglich Organspende gespeichert wird. Die Willensbeurkundung beinhaltet wie gesagt die Zustimmung zur Organspende, deren Ablehnung oder - dritte Möglichkeit - den Hinweis, dass die versicherte Person keinen diesbezüglichen Entscheid getroffen hat. Damit würden wir auch der Totalrevision des Transplantationsgesetzes nicht vorgreifen. Meine Motion betrifft andere Gesetze.
Am 20. September findet der nationale Tag der Organspende statt. Ein Ja zur Motion wäre auch ein Zeichen der Solidarität und Unterstützung für alle Menschen, die auf eine Organspende angewiesen sind.
Ich bitte Sie, meine Motion anzunehmen.
Berset Alain · BR-M · Conseil fédéral · Fribourg
Cette motion entre dans un cadre beaucoup plus large de réflexions que nous menons depuis plusieurs années, sur la base de postulats acceptés, de rapports rédigés par le Conseil fédéral, ainsi que de débats qui ont eu lieu à de multiples reprises au Parlement. Le Conseil fédéral s'est décidé, par rapport à cette question, pour une stratégie qui soit la plus efficace possible, sans faire de trop grands débats.
Nous avons constaté que ce ne sont pas les mesures d'inscription ici ou là qui semblent avoir, à elles seules, le plus d'effet en vue de véritablement améliorer la situation dans le domaine du don d'organes. Ce qui a le plus d'effet, c'est un plan d'action pour les transplantations et pour le don d'organes, plan d'action mis en place par le Conseil fédéral l'année passée. Il se développe maintenant - nous sommes au tout début des travaux - et je peux déjà vous dire que les premiers signaux sont positifs.
Nous émettons quelques réserves sur le fait d'inscrire de manière obligatoire sur la carte d'assuré la volonté de son détenteur en matière de don d'organes. Tout d'abord parce que cette obligation proposée par l'auteure de la motion signifierait un changement fondamental de système. Aujourd'hui, en réalité, la carte d'assuré permet déjà de signaler l'existence et le lieu de dépôt d'une carte de donneur ou de directives anticipées, mais cela n'est enregistré que si l'assuré le souhaite. Un des problèmes que nous voyons avec la carte d'assuré est qu'il n'est pas possible pour l'assuré de modifier lui-même, sur cette carte, sa position par rapport au don d'organes. Cela veut dire que si la situation se présente, il va toujours subsister un doute, il faudra toujours vérifier la volonté véritable de la personne concernée. Cela dit, et peut-être que cela peut aller dans le sens de ce que souhaite Madame Amherd, des pas importants peuvent être faits dans ce domaine avec le dossier électronique du patient. J'aimerais vous le dire ici parce qu'il n'y a pas d'opposition fondamentale du Conseil fédéral sur le principe même de l'inscrire quelque part, mais il faut alors que le patient, l'assuré, puisse le modifier lui-même, y avoir accès. Dans cette logique, nous sommes d'avis que le dossier électronique du patient pourrait être une piste très intéressante et permettrait de compléter les travaux qui seront réalisés dans le cadre du plan d'action.
Voilà ce que je souhaitais vous dire et ce qui explique aussi pour quelles raisons, après tous les travaux qui vous ont été présentés et les décisions qui ont été prises, le Conseil fédéral vous invite à rejeter la motion.
Vote
Abstimmung - Vote
Für Annahme der Motion ... 92 Stimmen
Dagegen ... 43 Stimmen
(45 Enthaltungen)