16.3005
Rôle et effectif futur du Corps des gardes-frontière
Graf-Litscher Edith · Mit-F · Conseil national · Thurgovie · Groupe socialiste
In der Sicherheitspolitischen Kommission haben wir uns schon öfters mit dem Bestand und der Rolle des Grenzwachtkorps beschäftigt. Bisher ist es leider meistens bei einer "Pflästerlipolitik" geblieben. Einerseits liegen von verschiedenen Kantonen Standesinitiativen vor. Über eine werden wir allenfalls, wenn wir zeitlich noch dazu kommen, heute befinden. Andererseits äussern sich auch die Kantone dahingehend, dass sie vom Bund eine Strategie erwarten und einbezogen werden möchten, falls sich die Flüchtlingsströme verändern. Ob die Standesinitiative das richtige Instrument ist, um den Bestand des Grenzwachtkorps anzupassen, darüber scheiden sich die Geister in der Kommission. Die Kommission ist sich aber darin einig, dass wir zukünftig vom Bundesrat eine Gesamtschau zur Frage erwarten, welche Rolle bei welchem Bestand das Grenzwachtkorps zu erfüllen hat - das anstelle einer "Pflästerlipolitik".
Wir haben deshalb sechs Schwerpunkte definiert und fordern den Bundesrat auf, dazu Bericht zu erstatten. Erstens geht es darum, was für Auswirkungen es auf die Schweiz hat, wenn einzelne EU-Staaten wieder Grenzkontrollen einführen. Der zweite zentrale Punkt ist derjenige, dass sich die Flüchtlingsrouten wieder verändern können. Der dritte Punkt betrifft die Entwicklung der Bundesfinanzen: Das Stabilisierungsprogramm 2017-2019, über das wir noch zu befinden haben, steht vor der Tür. Ein weiterer Punkt betrifft die Anforderungen an den Zoll durch die zusammenwachsenden Wirtschaftsräume in den Grenzregionen. Ein weiterer zentraler Punkt unserer Forderungen an den Bundesrat ist die Aufforderung, auf die Rekrutierungsschwierigkeiten Rücksicht zu nehmen. Es nützt nichts, wenn wir das Grenzwachtkorps ausbauen wollen, aber allenfalls die Löhne und Arbeitsbedingungen nicht stimmen und die Leute nicht bereit sind, im Grenzwachtkorps zu arbeiten. Der letzte zentrale Punkt betrifft die Frage: Wie sieht der Bundesrat die Möglichkeit eines Einbezugs der Armee zur Unterstützung des Grenzwachtkorps in einem Assistenzdienst?
Die Kommission ist einstimmig der Ansicht, dass es jetzt wichtig ist, weg von der "Pflästerlipolitik" hin zu einer Gesamtschau zu kommen. Sie fordert deshalb den Bundesrat auf, in einem Bericht Stellung zur Frage zu nehmen, wie er sich die Rolle und den Bestand des Grenzwachtkorps zukünftig vorstellt.
Clottu Raymond · Mit-M · Conseil national · Neuchâtel · Groupe de l'Union démocratique du Centre
En date du 25 janvier dernier, la commission s'est prononcée en faveur du dépôt du postulat de commission 16.3005, "Rôle et effectif futur du Corps des gardes-frontière", qui découle de propositions déposées par Madame Graf-Litscher et Monsieur Amstutz.
La commission a adopté, à l'unanimité, ce postulat chargeant le Conseil fédéral de lui fournir, d'ici à la fin du mois de mai 2016, un rapport dans lequel il examinera le mandat du Corps des gardes-frontière et la question des effectifs nécessaires à son exécution, à la lumière des nouveaux défis qui se posent aux frontières et à l'évolution rapide des conditions-cadres. Le rapport, qui servira de base pour les futurs travaux de la commission, devra accorder une attention particulière à divers aspects, notamment à la réintroduction temporaire des contrôles aux frontières par certains Etats de l'Union européenne et à la possibilité de recourir aux prestations de soutien - service d'appui - de l'armée au profit du Corps des gardes-frontière.
La sécurité, qui fait partie des préoccupations essentielles de la population, est une tâche commune de la Confédération, des cantons - comme c'est le cas de Bâle-Ville et de Bâle-Campagne notamment - et des communes. L'augmentation alarmante du tourisme de la criminalité et de l'immigration illégale nuit à la situation sécuritaire de notre pays - qui, certes, est encore tout juste satisfaisante à l'heure actuelle - et a un impact sur le sentiment de sécurité ressenti par notre population.
Par contre, les régions comptant beaucoup de frontières vertes, soit principalement le Nord-Ouest de la Suisse, la Suisse romande et le Tessin, doivent faire face à des problèmes particulièrement aigus.
On constate en outre que les zones urbaines et les régions situées le long des frontières vertes et le long des axes de transit affichent un nombre de délits nettement plus élevé qu'ailleurs.
Le Corps des gardes-frontière joue donc un rôle important aux côtés des organes cantonaux chargés de la sécurité, un rôle déterminant dans la lutte contre le tourisme de la criminalité et contre l'immigration illégale et incontrôlée, et contribue ainsi à assurer la sécurité dans notre pays qui, je tiens à le rappeler, est vitale pour notre population, pour notre tourisme et pour nos entreprises.
Au nom de la commission, je vous invite à soutenir ce postulat.
Maurer Ueli · BR-M · Conseil fédéral · Zurich
Der Bundesrat ist bereit, dieses Postulat entgegenzunehmen. In Anbetracht der knappen Zeitverhältnisse mache ich Sie darauf aufmerksam, dass es eine Übersicht gibt und nicht einen detaillierten Bericht mit sehr vielen Seiten. Sie werden also eine Übersicht erhalten, die Ihnen eine Lagebeurteilung ermöglicht.
Markwalder Christa · P-F · Conseil national · Berne · Groupe libéral-radical
Präsidentin (Markwalder Christa, Präsidentin): Die Kommission und der Bundesrat beantragen, das Postulat anzunehmen.
Angenommen - Adopté