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Für eine Studie über die Auswirkungen des neuen Namensrechts

38310 · Amtliches Bulletin

Du 27 sept. 2016

https://lexipedia.io/fr/docs/ch/ab-bo-bu/38310/de/fur-eine-studie-uber-die-auswirkungen-des-neuen-namensrechts

Consulté le 11 sept. 2026

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Source

Objet parlementaire: Pour une étude sur les effets du nouveau droit du nom (14.4301)

14.4301

Für eine Studie über die Auswirkungen des neuen Namensrechts

Ruiz Rebecca Ana · Mit-F · Nationalrat · Waadt · Sozialdemokratische Fraktion

Le nouveau droit du nom est entré en vigueur le 1er janvier 2013 et il permet désormais aux époux ainsi qu'aux couples de partenaires enregistrés de conserver leur propre nom de célibataire. Il s'agit là d'une véritable avancée en termes d'égalité juridique entre les femmes et les hommes, avancée qui doit évidemment demeurer. Reste que le nouveau droit n'autorise plus les personnes mariées ou en partenariat enregistré à opter pour le double nom légal, à savoir le nom écrit sans trait d'union et inscrit dans les registres et documents officiels. Lorsqu'elle existait, cette possibilité était pourtant très appréciée et il est vrai qu'aujourd'hui, de très nombreuses femmes regrettent fortement de ne plus pouvoir opter pour cette possibilité.

Que se passe-t-il dès lors a priori dans une grande majorité des cas? Eh bien, les femmes décident de renoncer à leur nom et prennent celui du mari pour avoir un nom commun avec leurs enfants, à qui l'on continue de donner, dans une grande majorité des cas, le nom du père. Alors qu'il n'existe pas, à l'heure actuelle, de statistiques officielles dans le domaine, c'est du moins ce qui semble se dégager des premiers chiffres qui filtrent de certains cantons. D'après une enquête journalistique récente menée en Suisse romande, il apparaît que, dans les cantons de Vaud et de Neuchâtel, près de 65 pour cent des couples ont décidé, lors de leur mariage, d'attribuer le nom du père à toute la famille. Ce chiffre atteindrait 90 pour cent dans le canton de Fribourg et, pour prendre l'exemple du district de Martigny en Valais, il se monterait même à 98 pour cent. Toujours d'après cette recherche, différents offices d'état civil romands appellent à réautoriser le double nom légal.

L'idée de ce postulat est de pouvoir bénéficier d'une vue d'ensemble des choix en matière de nom de famille depuis l'entrée en vigueur du nouveau droit. Si ce postulat devait trouver une majorité, un tel recensement ne devrait pas être entamé avant 2018, afin d'avoir un recul suffisant sur les pratiques et les choix faits par les couples durant les cinq années qui auront suivi l'entrée en vigueur du nouveau droit. Concrètement, il s'agirait de déterminer si la proportion de femmes qui choisit de conserver son nom a augmenté ou, au contraire, diminué. A ce stade, les données existantes ne permettent pas en effet de conclure à une augmentation du nombre de femmes conservant leur nom. Dans le cadre de cette analyse, il conviendrait en particulier de rechercher si l'impossibilité de choisir le double nom légal a une influence sur la proportion de femmes qui décident de renoncer à conserver leur nom au profit de celui de leur époux pour maintenir un nom commun avec leurs enfants. Une telle analyse pourrait être effectuée de manière simple, succincte, sans avoir à faire l'objet d'une grande étude, à travers les informations contenues dans le registre de l'état civil Infostar, le cas échéant en les demandant aux cantons.

Je vous remercie d'adopter ce postulat.

Sommaruga Simonetta · BR-F · Bundesrat · Bern

Das Postulat Ruiz Rebecca verlangt eine Studie über die Auswirkungen des Namensrechts. Diese soll besonders die Namenswahl der Frau bei der Heirat vertieft untersuchen. Das Postulat gründet auf der Befürchtung, dass viele Frauen unter dem sozialen Druck stehen, den Ledignamen des Mannes als gemeinsamen Familiennamen anzunehmen. Ein besonderes Augenmerk der Studie soll deshalb den Beweggründen gelten, aus denen Frauen bei der Heirat den Ledignamen des Mannes annehmen.

Der Bundesrat beantragt Ihnen, das Postulat abzulehnen. Bevor ich aber auf die Gründe eingehe, möchte ich noch kurz zurückblenden.

Im neuen Namensrecht, das Sie 2013 beschlossen haben, hat der Gesetzgeber letztlich drei Grundsatzentscheide gefällt, nämlich: Erstens wirkt sich im Grundsatz die Heirat nicht mehr auf die Namensführung der Ehegatten aus. Zweitens bedarf ein gemeinsamer Familienname einer ausdrücklichen gemeinsamen Erklärung der Brautleute. Drittens können keine amtlichen Doppelnamen mehr gebildet werden, d. h., die Voranstellung des bisherigen Namens vor den gemeinsamen Familiennamen ist nicht mehr möglich. Die Bildung eines gemeinsamen Familiennamens bei der Heirat entspricht in gewissen Bevölkerungskreisen nach wie vor einem Bedürfnis. Daran wollte der Gesetzgeber auch nichts ändern. Für welche Möglichkeit sich die Ehegatten und Eltern entschliessen, ist ihr persönlicher Entscheid.

Die Postulantin befürchtet jetzt, dass Frauen sich vermehrt unter dem sozialen Druck befinden, den Namen des Mannes zum gemeinsamen Familiennamen zu erklären, weil unter Umständen ihre Kinder bereits den Namen des Vaters tragen, wenn ein Paar schon Kinder hat und erst nachher heiratet. Es ist so: Wenn ein Paar vor der Heirat gemeinsame Kinder hat, müssen ja die Eltern bereits bei der Geburt den Namen des Kindes bestimmen. Das gilt eben nicht nur für den Vornamen, sondern das gilt auch für den Geschlechtsnamen des Kindes. Die Eltern müssen sich also auch auf den Nachnamen ihrer Kinder einigen. Dazu braucht es auch die Zustimmung der Frau.

Es wird, denke ich, wahrscheinlich noch ein paar Jahre dauern - ich hoffe, dass es nicht Jahrzehnte dauert -, bis es selbstverständlich wird, dass ein Paar, das heiraten will, oder dass Eltern mit gemeinsamem Kind sich überlegen, welchen Namen sie zum Familiennamen machen wollen, und es nicht einfach auf jeden Fall der Name des Mannes sein wird. Vielmehr wird man schauen, welcher Name schöner, welcher vielleicht etwas ungewöhnlicher ist, oder wird sonstige Kriterien anwenden und diese Entscheidung gemeinsam in aller Offenheit fällen. Das wird wahrscheinlich noch eine gewisse Zeit dauern.

Ob ein Paar bei der Heirat den Familiennamen bestimmt, ob es den Namen des Mannes übernimmt oder den Namen, den die Kinder bereits tragen, bleibt natürlich eine persönliche Entscheidung. Dass Eltern und Kinder nicht den gleichen Nachnamen führen, ist auf jeden Fall im Kontakt mit den Behörden absolut unproblematisch. In den Ausweisschriften der Kinder können die Namen der gesetzlichen Vertreter eingetragen werden. Damit lässt sich auch die rechtliche Verbindung zum nichtnamensgebenden Elternteil ohne Weiteres nachweisen.

Ich denke, man braucht keine Studie durchzuführen, um zu beobachten, wie sich die Situation in den nächsten Jahren entwickelt. Ich kann mir vorstellen, dass die Frage des Doppelnamens wieder aufkommt, wenn es vor allem für Frauen ein Problem bleibt, dass sie nicht durchsetzen können oder wollen, dass ihre Kinder ihren Ledignamen tragen. Doppelnamen haben aber Sie bzw. hat der Gesetzgeber explizit ausgeschlossen. Es braucht wahrscheinlich keine Studie.

Was ich Ihnen heute sagen kann, ist, dass wir mit dem Bundesamt für Statistik zurzeit erörtern, welche statistischen Auswertungen im Bereich Namensführung bei der Heirat heute schon möglich sind. Dann ist es das Ziel, diese Zahlen öffentlich zugänglich zu machen. Die damit verbundenen Arbeiten dürften bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein und einen guten Teil des Informationsbedarfs, den ja auch das Postulat ortet, abdecken. Aber die Frage, wie man nachher damit umgehen will, ob es Revisionsbedarf gibt oder ob sich dies mit der Zeit einspielt - ich denke, diese Frage bedarf nicht einer eigenen Studie. Vielmehr wird das auch am Schluss sicher noch eine politische Frage sein.

Abstimmung

Präsidentin (Markwalder Christa, Präsidentin): Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.

Abstimmung - Vote

Für Annahme des Postulates ... 70 Stimmen

Dagegen ... 106 Stimmen

(9 Enthaltungen)