17.3064
Härter gegen Personen vorgehen, die Parkplätze für gehbehinderte Personen besetzen
Chiesa Marco · Mit-M · Nationalrat · Tessin · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
La proposta sui vostri banchi è semplice, chiara e diretta. Forse vi è un effetto culturale e territoriale che pesa su questo atto parlamentare. Magari in altre regioni della Svizzera il problema è visto in maniera differente, ma in Ticino, non di rado si possono tristemente osservare dei comportamenti scorretti da parte di automobilisti prepotenti, spesso non indigeni. Mi riferisco in questo caso all'occupazione non autorizzata di posteggi riservati ai disabili. Come voi mi indigno, quando vedo questa palese maleducazione, perché è il frutto di una mancanza di rispetto intollerabile. Non si tratta di un errore, non si tratta di una disattenzione, non si tratta di un'urgenza, non si tratta di un'incomprensione, ma si tratta semplicemente di pigrizia, di arroganza e di piccole furbizie condite con una buona dose di mancanza di rispetto delle regole.
Riconosco che il mio occhio è particolarmente sensibile e allenato a rilevare queste incresciose situazioni. Nella struttura sociosanitaria dove lavoro capita che i curanti che accompagnano i nostri ospiti all'ospedale, dal dentista, dal fisioterapista o da qualsiasi specialista, trovano dei posteggi per disabili occupati. Alcuni mi raccontano che questi gentiluomini o gentildonne, quando vengono rimbrottati per la scorrettezza, reagiscono in maniera aggressiva, quasi a voler aver ancora ragione.
Penso che l'elemento della volontarietà, del riguardo nei confronti delle persone disabili, del rispetto delle regole che tutelano le esigenze di queste persone, giustifichi un aumento della multa di 120 franchi oggi prevista. Lasciare la propria automobile in un posto auto riservato non è un fatto accidentale. È vero che questa decisione non mette in pericolo la vita altrui; d'altro canto è la testimonianza di un'inciviltà che merita una pena più severa.
Vi prego di accogliere questa mozione che ritengo sacrosanta.
Sommaruga Simonetta · VPBR-F · Bundesrat · Bern
Wer heute unberechtigterweise auf einem Behindertenparkplatz parkiert, tut das in der Regel - so würde ich sagen - in vollem Bewusstsein. Sie sind ja gut markiert, man kann also nicht sagen, man habe es nicht gesehen oder übersehen. Das heisst, eine Person, die das heute tut, hat entweder ein Problem mit ihrem Einfühlungsvermögen oder einfach einen Mangel an Anstand. Jetzt ist es klar, dass man denkt, dass man diese Personen auch härter bestrafen muss. Es ist aber so, dass bereits heute Behindertenparkplätze deutlich besser geschützt sind als ordentliche Parkplätze. Es ist nämlich so, dass die Busse für unberechtigtes Benützen von Behindertenparkplätzen heute 120 Franken beträgt. Das ist doch einiges mehr als die 40 Franken, die anfallen, wenn Sie falsch oder zu lange parkieren. Wer unberechtigterweise länger als eine Stunde auf einem Behindertenparkplatz parkiert, wird sogar im ordentlichen Strafverfahren gebüsst. Bei den normalen Parkplätzen setzt dieses ordentliche Strafverfahren erst ab einer Überschreitung von zehn Stunden ein.
In der Praxis zeigt sich, dass die Bussen, die ja heute schon beträchtlich höher sind, nicht immer abschreckend wirken. Deshalb habe ich eingangs gesagt, wer auf einem solchen Parkplatz widerrechtlich parkiert, der hat irgendwie ein Problem. Aber zu meinen, dass man jetzt mit noch höheren Bussen dieses Verhalten verändern kann, ist, glaube ich, falsch. Es gibt dann noch ein Problem bei der Durchsetzung dieser Regel. Dass jemand eine Behindertenparkkarte missbräuchlich verwendet, ist dann auch noch eine Alternative. Das ist jeweils einfach schwierig festzustellen. Sie können die Busse verdoppeln und verdreifachen. Aber diese Probleme haben Sie damit nicht aus dem Raum geschaffen. Ich bin der Meinung, es ist klar; es ist heute schon so, dass die Bussen höher sind. Wenn sich hier jemand ohne Anstand und ohne jeglichen Respekt für Mitmenschen unberechtigterweise auf Behindertenparkplätze begibt, glaube ich, sind noch höhere Bussen als heute nicht ein Mittel, das dieses verwerfliche Verhalten ändert.
In diesem Sinne beantragt Ihnen der Bundesrat, diese Motion abzulehnen.
Abstimmung
La presidente (Carobbio Guscetti Marina, presidente): Il Consiglio federale propone di respingere la mozione.
Abstimmung - Vote
Für Annahme der Motion ... 66 Stimmen
Dagegen ... 119 Stimmen
(4 Enthaltungen)