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Werbung und Adipositas. Wie effizient sind die Selbstregulierungsmassnahmen?

49416 · Amtliches Bulletin

Du 18 juin 2020

https://lexipedia.io/fr/docs/ch/ab-bo-bu/49416/de/werbung-und-adipositas-wie-effizient-sind-die-selbstregulierungsmassnahmen

Consulté le 11 sept. 2026

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  3. Bulletin officiel
Source

Objet parlementaire: Publicité et obésité. Quelle est l'efficacité des mesures d'autorégulation? (19.3554)

19.3554

Werbung und Adipositas. Wie effizient sind die Selbstregulierungsmassnahmen?

Fehlmann Rielle Laurence · Mit-F · Nationalrat · Genf · Sozialdemokratische Fraktion

Mon postulat charge le Conseil fédéral de rendre compte de l'efficacité des mesures prises dans le cadre de Swiss Pledge et, le cas échéant, de prendre des mesures supplémentaires pour limiter l'exposition des enfants à des publicités pour des produits alimentaires contenant trop de sucres ajoutés et trop de gras.

Pour rappel, Swiss Pledge est une initiative volontaire de plusieurs grands fabricants de produits alimentaires et de boissons, ainsi que d'enseignes de restauration de premier plan. La liste des partenaires de Swiss Pledge comprend les entreprises suivantes: Coca-Cola, Danone, Intersnack, Kellogg's, Mars, McDonald's, Nestlé, Pepsico, Rivella, Unilever et Zweifel Pomy-Chips.

L'industrie publie régulièrement des communiqués où elle indique que les fabricants respectent parfaitement les engagements qu'ils se sont fixés. Or, ces chiffres ne sont pas produits de manière transparente. Par exemple, il n'est pas possible de savoir dans quels programmes les quelques 254 publicités pour des aliments malsains ont été postées; de même, on ne peut pas savoir comment les réseaux sociaux ont été analysés. C'est la raison pour laquelle on ne peut pas se fier à des évaluations certes flatteuses, mais très peu transparentes.

Le problème est que dans l'initiative Swiss Pledge, il y a un certain nombre de lacunes:

1. les critères nutritionnels pour les produits admis à la publicité sont insuffisants et devraient être élaborés par des experts indépendants;

2. les tranches horaires ne couvrent pas les heures à forte présence d'enfants;

3. les effets de Swiss Pledge sur les médias consultés par les enfants devraient être contrôlés chaque année par des experts indépendants;

4. si les publicités alimentaires non couvertes par l'autorégulation de Swiss Pledge restent trop nombreuses, l'Etat devrait élaborer d'autres types de mesures pour réaliser les recommandations de l'OMS.

Rappelons, si c'est encore nécessaire, que les derniers chiffres concernant l'obésité et le surpoids dans la population suisse sont alarmants. Le nombre d'adultes et d'enfants souffrant de surcharge pondérale a fortement augmenté ces dernières années. Ainsi, 41 pour cent des adultes sont en surpoids, dont 10 pour cent sont obèses. 19 pour cent d'enfants sont en surpoids ou obèses. La surcharge pondérale est l'un des facteurs de risque de maladies non transmissibles comme le diabète de type 2 ou les problèmes cardiovasculaires, notamment. Ces problèmes engendrent non seulement beaucoup de souffrance, de l'exclusion sociale, mais aussi des coûts élevés pour notre société. La crise sanitaire que nous venons de vivre nous a aussi rappelé que les personnes vulnérables en lien avec ces facteurs de risque ont payé un lourd tribut.

Je rappelle que le Conseil fédéral propose d'accepter ce postulat, certes bien modeste, et donc d'examiner si l'autorégulation, comme celle de Swiss Pledge, peut avoir un effet sur la publicité visant les enfants pour des denrées alimentaires trop sucrées, trop grasses ou trop salées. Dans le cas où cet examen devait conclure que ces mesures ne sont pas suffisantes, il présenterait des options possibles en tenant compte du rapport coûts-bénéfices.

Sur la base de ces explications, je vous propose d'accepter mon postulat.

Rutz Gregor · Mit-M · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Es gibt Momente, in denen ich mich frage, was wir hier eigentlich machen. Als ich diesen Vorstoss las, erlebte ich wieder so einen Moment.

Um was geht es hier? Sie haben es von der Antragstellerin gehört: Es geht um eine Frage, die eigentlich schon gelöst ist, und zwar in dem Sinne, dass die Unternehmungen, welche Lebensmittel vertreiben, die viel Zucker enthalten und die Kinder gernhaben, sich selber regulieren. Diese Unternehmen haben erstens eine Initiative unter dem Namen "Swiss Pledge" gegründet. Im Rahmen dieser Initiative verpflichten sich die genannten Unternehmen zweitens dazu, nur Produkte zu bewerben, welche definierte Ernährungskriterien erfüllen. Drittens wird die Einhaltung dieser Selbstverpflichtung seit zehn Jahren von einem unabhängigen Marktforschungsunternehmen überprüft. Diese Überprüfung umfasst TV-Spots, Kindermagazine, Websites und Social-Media-Kanäle.

Ich habe mich informiert, wie diese Auswertungen aussehen, ob diese Selbstregulierung umgesetzt wird. Bei den TV-Spots - es wurden, einfach damit Sie sehen, dass das eine seriöse Sache ist, 41 219 Spots untersucht - waren 99 Prozent korrekt. Von den überprüften Kindermagazinen und den Marken-Websites waren 100 Prozent korrekt. Von den Social-Media-Posts waren 98,2 Prozent korrekt. Was wollen wir also hier noch weitere Berichte schreiben lassen über etwas, das erkannt ist und seriös umgesetzt wird, und die Verwaltung mit Arbeit beauftragen?

Meines Erachtens ist es unsere Aufgabe, hier Rahmenbedingungen zu schaffen, im Rahmen welcher Unternehmen florieren können. So sichern wir Arbeitsplätze, so bezahlen wir die Sozialwerke, so schaffen wir Wohlstand und Zufriedenheit. Unsere Aufgabe besteht sicher nicht darin, dass wir Unternehmen, welche sich Mühe geben, seriöse Arbeit zu verrichten, noch weiter drangsalieren und dass wir solche Berichte verfassen lassen, welche nichts bringen.

Was meines Erachtens auch noch an dieser Stelle erwähnt werden muss, ist die Grundhaltung, die hier mitschwingt. Das ist etwas, was mich wirklich stört. Ich weiss nicht, in was für einer Welt gewisse Vertreter in diesem Saal leben, aber es gibt also nicht nur böse Unternehmungen und überforderte Konsumenten. Ich möchte doch auch noch einmal festhalten, dass wir meines Erachtens als Volksvertreter und nicht als Volkserzieher gewählt sind. Es nimmt doch langsam groteske Formen an, was wir hier alles an Berichten, Vorschriften und Regulativen beschliessen, um den Leuten zu sagen, wie sie leben sollen, was sie essen sollen, trinken sollen usw.

In diesem Zusammenhang: Wer ist denn dafür verantwortlich, was Kinder essen? Es gibt doch auch noch Eltern auf diesem Planeten, das darf man doch auch noch einmal sagen! Wir müssen hier nicht über Gesetze regeln, was Kinder zum Znüni und nach dem Znacht essen sollen, dafür sind in erster Linie die Eltern zuständig. Ich finde es ja wirklich rührend, wie sich die Behörden um unsere Gesundheit kümmern und uns sagen, was wir tun sollen. Ich habe mich da informiert - es geht ja jetzt wieder auf die Grillsaison zu: Schauen Sie einmal auf diesen Bundes-Websites, was es da alles für Anleitungen und Merkblätter gibt. Es gibt auch Merkblätter dazu - falls Sie hier noch offene Fragen haben -, wie man richtig grilliert. Ich habe das gerade heute Morgen entdeckt. Bratwürste müssen so lange gegrillt werden, dass sie auch im Innern heiss sind. Wenn das nicht der Fall ist, soll man die Wurst noch einmal auf den Grill legen und nachbraten. Das ist in etwa der Rahmen, in welchem wir hier diese Vorstösse diskutieren.

Im "Spiegel" gab es vor fünf Jahren einmal einen Artikel, in dem als Titel stand: "Der Trottel als Leitbild". Ich glaube, wir müssen etwas aufpassen, dass wir hier nicht in diese Denkschemen verfallen, dass wir alle Leute für minderbemittelt halten und ihnen vorschreiben, was sie wie kaufen sollen und was sie wann konsumieren sollen. Wenn Migros und Coop jetzt zum Ampelsystem wechseln, damit Sie bequem mit grünen, roten und gelben Pünktchen entscheiden können, was Sie kaufen möchten und was nicht und was Ihrer Gesundheit guttut und was nicht, dann ist das die Entscheidung dieser Unternehmen. Ob das gut ist oder nicht, überlasse ich Ihnen. Aber was ich ganz sicher nicht gut finde, ist, wenn der Bund hier weiter eingreift. Wir haben genügend Vorschriften in diesem Bereich. Im Bereich, der von diesem Vorstoss angesprochen ist, haben die betroffenen Unternehmen, wie ich es erwähnt habe, ihre Verantwortung wahrgenommen. Das funktioniert.

Darum bitte ich Sie, dieses Postulat abzulehnen.

Michaud Gigon Sophie · Mit-F · Nationalrat · Waadt · Grüne Fraktion

Cher collègue, vous savez que l'addiction au sucre est parmi les plus puissantes qui soient. Le problème est que le sucre est caché. Dans les addictions à l'alcool ou au tabac, vous pouvez au moins décider de ne plus boire ou fumer si vous cherchez à ne plus être dépendant. Tandis que le sucre, vous en consommez tous les jours et de manière extrêmement importante.

Je vous demande donc comment vous estimez, puisque dans les autres pays cela marche, que la composition des yogourts, des céréales, des snacks, etc., puisse évoluer, si ce n'est pas de manière contraignante, puisqu'on voit qu'avec Swiss Pledge il n'y a pas d'avancées? Quelle est votre solution?

Rutz Gregor · Mit-M · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Schauen Sie, hier ist das Weltbild wirklich entscheidend, wie ich es schon erwähnt habe. Sie müssen den Leuten auch etwas zutrauen. Sie wissen doch, wenn Sie ein Mars zum Znüni essen, dass das mehr Zucker hat als ein Apfel. Sie wissen auch, wenn Sie in den McDonald's gehen, dass dort Sachen angeboten werden, die Ihrer Gesundheit vielleicht weniger förderlich sind als andere. Aber es ist Ihre freie Entscheidung, das zu machen. Freiheit bedeutet, alles machen zu können, was den anderen nicht schadet. Freiheit heisst nicht, alles machen zu müssen, was die Gesellschaft irgendwie vorwärtsbringt und den Behörden genehm ist.

Ich glaube wirklich, dass es unsere Aufgabe ist, gesetzlich einen Rahmen zu gewährleisten, in welchem Unternehmen tätig sein können und in welchem die Bürger möglichst frei leben können. Ich wehre mich entschieden gegen solche Konsumvorschriften, und ich wehre mich vor allem entschieden gegen die Haltung, die Leute für dumm zu nehmen. Man weiss selber, was Zucker enthält und was nicht. Abgesehen davon, gibt es heute schon auf allen Lebensmitteln Inhaltsangaben. Dass man nicht drauskommt, wenn man das alles liest, ist wieder eine andere Frage.

Berset Alain · BR-M · Bundesrat · Freiburg

Le problème de l'obésité chez les enfants et les adolescents est connu et c'est une réalité que l'on ne peut pas nier. Nous savons qu'en 2017 environ 15 pour cent des enfants âgés de 6 à 12 ans étaient en surpoids ou obèses. On connaît aussi les facteurs qui peuvent conduire à cela. Il y a différents facteurs et il faut chaque fois examiner le contexte, mais on sait que les habitudes alimentaires jouent un rôle important, le manque de mouvement également, et d'autres critères.

Lors du traitement de la révision de la loi sur les denrées alimentaires, en 2013, le Parlement s'est longuement penché sur ces questions. Que faut-il faire? Est-ce qu'il faut une disposition dans la loi qui permette de prendre des mesures, notamment pour restreindre la publicité? Cela a été refusé en avançant l'argument - que nous pouvons admettre - qu'on pourrait atteindre le même but avec des mesures volontaires d'autorégulation de l'industrie.

Suite à cette décision, nous avons essayé de réaliser le souhait du Parlement. Il y a eu pas mal de discussions avec le secteur privé, notamment avec Swiss Pledge, pour limiter sur une base volontaire la publicité destinée aux enfants. Swiss Pledge est une initiative privée qui regroupe onze entreprises ayant fixé leurs propres critères pour limiter la publicité concernant les produits alimentaires destinés aux enfants. Sur la base des recommandations de l'OMS parues en 2015, l'Office fédéral de la sécurité alimentaire et des affaires vétérinaires (OSAV) a aussi élaboré un modèle de critères nutritionnels qu'il a soumis à Swiss Pledge à la fin 2015.

Ce n'est ni inhabituel ni nouveau; nous sommes constamment en contact avec l'industrie. Je rappellerai les mesures prises depuis longtemps pour la réduction volontaire de sel dans les mets préparés. Il y a tout un travail qui est aussi réalisé pour réduire le sucre dans les mets préparés. C'est une chose à laquelle nous sommes habitués et qui fonctionne bien. Il y a donc eu aussi dans ce cadre plusieurs échanges et séances entre l'OSAV et Swiss Pledge, mais il a bien fallu constater en octobre 2019 que cela n'avait pas beaucoup avancé.

C'est à vous qu'il revient de dire si le rapport va être utile ou pas. Nous sommes, pour notre part, prêts à réaliser tout rapport qui apporte une plus-value en matière de connaissances sur une situation. Pour prendre des décisions politiques, il faut bien sûr pouvoir se fonder sur une analyse de la réalité, sur des statistiques, sur des faits. C'est exactement, à notre sens, ce que demande ce rapport, raison pour laquelle le Conseil fédéral était prêt, et l'est toujours d'ailleurs, à évaluer la situation pour voir si l'autorégulation telle qu'elle est pratiquée aujourd'hui a permis, ou permet, de réduire la pression exercée par la publicité, notamment sur les enfants. Il nous semble adéquat de pouvoir creuser cette question et nous sommes prêts à présenter un rapport à ce sujet.

Cela dit, il appartient au Parlement de suivre, ou pas, la recommandation du Conseil fédéral, qui est d'accepter le postulat.

Abstimmung

Präsident (Aebi Andreas, erster Vizepräsident): Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.

Abstimmung - Vote

Für Annahme des Postulates ... 88 Stimmen

Dagegen ... 95 Stimmen

(1 Enthaltung)